Wie jedes Jahr ist Roelof Thijs Namensgeber des
international besetzten Rennens in Assen - so auch in diesem Jahr. 24
Piloten aus 9 Nationen stellten sich dem GP-Modus und es gab 24 tolle
und interessante Läufe zu sehen.
Die russische Abordnung mit Dmitri Chomicevich (Bruder von Vitaly), Danil
Ivanov (Bruder von Ivan) und Artem Samorodov standen zum ersten Mal
auf dem Eis in Assen und machten am Ende die Podestplätze unter sich
aus. Naja fast unter sich - wäre da nicht noch Johnny Tuinstra gewesen,
für
den es neben dieser Wertung auch um die Wertung des Golden Spikes ging.
Mit einem Punkt Vorsprung gegenüber Markus Skabraut nahm er das Rennen auf,
doch war Skabraut immer noch
angeschlagen von seiner Verletzung aus |
Die Gastgeber aus Holland |
Erfurt. Es
handelte sich dabei zwar nicht, wie zunächst angenommen, um einen
Kreuzbandriss, dennoch machte ihm sein Knie gerade nach dem Training
am Donnerstag noch arg zu schaffen - auch wenn er sein frühes Ausscheiden
nicht darauf zurückführte und dies nicht als Ausrede benutzte. Aus Deutschland reisten Marian Kreklau, Anton Weber und Reinhard Greisel an, die sich in Szene zu setzten wussten. Weber und Greisel mussten dann auch gleich in der Vorrunde ans Band und während Weber gleich zu Beginn siegte, testete Greisel die Beschaffenheit der Strohballen. René Stellingwerf, Artem Samorodov und Tommy Flyktmann setzten sich in ihren Heats ebenfalls als Sieger durch, während Martin Leitner, Josef Siska, Jimmy Flyktmann und Jan Klatovsky durch 2. Plätze direkt in die nächste Runde fuhren. Für die dritt- und viertplatzierten der ersten 4 Heats blieb dann die 1. Hoffnungsrunde, von denen sich die ersten Akteure dann aber verabschieden mussten. |
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Weber |
Samorodov |
T.Flyktmann |
Leitner |
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Der Schweizer Teamchef Dirk Fricke
und seine Jungs - Cavigelli, Reservist Charlie Ebner und Göldi |
Nach dem sich Verhoef und Halsall durch die Plätze
1 und 2 im 1. Hoffnungslauf durchsetzten, gab es den 2. Auftritt von
Greisel und den 2. Flug in die Strohballen: Mit Respekt nach dem 1. Crash
ging der deutsche im 6. Lauf des Abends in die Startkurve, doch griff
er in der 2. Ecke zu sehr an. Das Ende war abzusehen, und er crashte
erneut in die Begrenzung. Er zog den Schweizer Heinz Göldi
dabei mit vom Bike, doch blieben sie beide unverletzt. Als wirklich sportlich
faire Geste stellte dann Greisel dem Mann, der mit einer Beinprothese
fährt, sein Bike für den Rerun zur Verfügung, da dessen Gefährt
in Mitleidenschaft gezogen wurde. Gegen Räsänen und Uzzel konnte
er aber nichts mehr auf dem fremden Motorrad ausrichten und musste sich
wie sein Landsmann Cavigelli auf dem 21./22. Rang verabschieden. |
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Einen Wahnsinnslauf legte Weber anschliesend mit
dem 2. Platz hinter Samorodov hin. Nach der Zieldurchfahrt brach allerdings
sein Ritzel und die Kette schlug ihn schmerzhaft an den Oberschenkel.
Damit waren diese beiden direkt eine Runde weiter, während die Tschechen
Klabo II und Siska in einen weiteren Lauf der Hoffnungsrunde mussten.
In diesen mussten auch Leitner und Stellingwerf, die gegen die Brüder
Jimmy und Tommy Flyktmann aber keinen Weg nach vorne fanden. Klatovsky und Verhoef retteten sich mit Platz 1 und 2 in die nächste Runde ebenso wie Räsänen und Siska. Bauers "Lehrling" Leitner verabschiedete sich nach einem Ausrutscher in der Startkurve zur 3. Runde. |
Der Meister und sein Lehrling |
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| Samorodov und Ivanov |
Nachdem sich nun die ersten 8 Piloten aus der Wertung
gebracht hatten, musste das Feld wieder aufgefüllt werden und die
sogenannten "Sweet Sixteen"
drehten nun ordentlich am Gashahn. Lokal-Hero Johnny Tuinstra, Tommy
Björklin, Markus Skabraut, Tjitte Bootsma, Dmitri Chomicevich, Marian
Kreklau, Danil Ivanov und Raimo Henriksson betraten das Oval und trafen
auf die Vorrundensieger. Das fahrerische Niveau wurde mächtig angezogen
und viele Überholvorgänge beherrschten das Geschehen. Tuinstra brachte
dabei Samorodov die erste Niederlage bei und auch Weber, der von Rang
4 aus den Laufsieg einfahren konnte, begeisterte das Publikum. |
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Chomicevich |
Skabraut |
Björklin |
Klatovsky |
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| Pechvogel Jan Klatovsky |
Im 1. Hoffnungslauf dieser Runde setzte sich Klabo
super in Szene, fuhr von Rang 3 auf den 1. vor, doch fiel er eine halbe
Runde vor der Zielflagge wegen Motorschadens aus. Es war wirklich schade,
doch durften sich somit Björklin und Tommy Flyktmann auf einen Platz
im nächsten Heat freuen. Für
den wegen Bandberührung disqualifizierten Verhoef war das Rennen
anschliessend vorbei, ehe der Lauf begonnen hatte. Reservist Charlie
Ebner durfte für
ihn ran, fuhr aber ohne Wertung - Rang 4 war somit eh sein Aus. Hier setzte
Jimmy Flyktmann die Akzente und nahm noch Bootsma mit für den nächsten
Heat, während es für den 2. Tschechen Siska ebenfalls vorbei
war. |
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Das direkte Duell der Golden Spike-Führenden
Tuinstra und Skabraut endete für den Österreicher mit einer
Niederlage. Nach gewonnenem Start holten ihn Tuinstra und Chomicevich
ein und kurz vor dem Ziel holte ihn auch noch Henricksson ein. Im letzten
Lauf dieses Blocks kam Samorodov zu Sturz. Weber reagierte klasse und
konnte gerade noch das Schlimmste verhindern. Doch im Rerun schmiss es
ihn selber und er fand sich neben dem Russen, Skabraut und Henriksson
in der letzten Hoffnungsrunde wieder. Hier setzten sich zum einen Samorodov, durch eine Aufholjagd von 4 auf 1, und Henriksson sowie die Flyktmann-Brüder (in 2. gemeinsamen Duell) durch. Das hiess bye bye für Björklin, Bootsma und Skabraut nach je nur 3 Einsätzen und Anton Weber, der sich wirklich sehr gut verkaufte. |
Anton Weber zeigte ein wirklich klasse Rennen |
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| Jimmy und Tommy Flyktmann |
3 Russen traten an, 3 Russen kamen durch die Plätze
1 und 2 in den Halbfinals ins grosse Finale. Den 4. und letzten Platz
konnte sich Johnny Tuinstra durch einen tollen Lauf sichern, der jetzt
schon als Golden Spike Sieger feststand. Die schwedischen Brüder
fanden sich im kleinen Finale wieder und trafen hier zum 3. Mail aufeinander.
Neben ihnen nahmen aber noch Kreklau und Henriksson am Startband Platz. |
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Marian Kreklau Platz 5 |
Raimo Henriksson Platz 6 |
Im kleinen Finale konnte sich der Dritte der DM
Marian Kreklau am Ende durchsetzten. Vor Henriksson sowie Jimmy und Tommy überquerte
er die Ziellinie und nahm den 5. Gesamtrang ein. Im grossen Finale hiess
es dann Russland gegen Johnny. Während sich Chomicevich und
Ivanov an der Spitze tummelten, machte sich der Niederländer an Samorodov.
Sein Einsatz und Kampfgeist wurde am Ende mit dem 3. Rang belohnt. Und
den 20cm vergoldeten Spike gab es bei der Siegerehrung obendrauf. |
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2. Ivanov - 1. Chomicevich - 3. Tuinstra
Thomas Schiffner überreicht den
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| Endstand Golden Spike Serie 2004 | ||||||
| Flims | Erfurt | Assen | ||||
| Platz | Name | Nat |
30.01. | 28./29.02. | 12.03. | Pkt |
| 1. | Johnny Tuinstra | 17 | 15 | 20 | 52 | |
| 2. | Markus Skabraut | 20 | 11 | 15 | 46 | |
| 3. | Jan Klatovsky | 15 | 9 | 9 | 33 | |
| 4. | Raimo Henriksson | N | 13 | 17 | 30 | |
| 5. | Tommy Björklin | N | 17 | 11 | 28 | |
| 6. | Sami Räsänen | 8 | 8 | 10 | 26 | |
| 7. | Tjitte Bootsma | N | 10 | 15 | 25 | |
| 8. | Martin Leitner | 10 | 7 | 6 | 23 | |
| 9. | René Verhoef | 13 | N | 9 | 22 | |
| 10. | Graham Halsall | 9 | 5 | 7 | 21 | |
| 11. | Robert Eibl | N | 20 | N | 20 | |
| 12. | Heinz Göldi | 11 | 3 | 4 | 18 | |
| 13. | Thomas Cavigelli | 6 | 6 | 4 | 16 | |
| 14. | Mark Uzzel | 5 | N | 6 | 11 | |
| 15. | Robert Irving | 7 | N | N | 7 | |
| 16. | Andreas Roth | N | 4 | N | 4 | |
| 17. | Roger Newton | 4 | N | N | 4 | |
| 18. | Jochen Reischmann | N | 2 | N | 2 | |