Supercup in Berghaupten,
12.09.2004

Nach dem Mega-Spektakel vom Samstag war es eine kurze Nacht und einige der Akteure mussten gleich wieder am Sonntag ans Band. Nach der Qualifikation zum Bahnrekord, an dem die 4 Pflichttrainings-schnellsten teilnehmen durften, gab es noch vor der kurzen Mittagspause die erste Siegerehrung.
Aber auch Bernd Diener, der als Vierter im Lauf gegen die Zeit mit von der Partie war, kam mit seinem Sohn Patrick noch einmal zu einer kleinen Autogrammstunde mit Interview zu Start und Ziel. Allerdings war dies nur ein Vorwand, Bernd in den Innenring zu locken, denn hatte die Vorstandsschaft eine Ehrung für den Senior geplant: 25 Jahre aktiver Bahnsport war Anlass Bernd zu ehren, der gerade in dieser Saison mit einem 3. Platz bei der EM und einem momentanen 3. Rang in der WM-Wertung noch lange keine Ermüdungserscheinungen zeigt.

Auf ihrer Heimbahn konnten die Dieners am Ende aber keinen Podestplatz erreichen, dennoch begann es verheissungsvoll für den Junior, als er im 2. Heat des Tages als Erster in die Ecke bog, doch im Laufe der 4 Runden auf Rang 4 befördert wurde. Für Patrick langte es am Ende dann nur noch für einen Platz im B-Finale, dass er als Dritter beendete. Papa Bernd schrieb hingegen schon mehr Vorlaufpunkte, doch fiel er im A-Finale aus und konnte nur einen 6. Gesamtrang verbuchen.

3 Fahrer setzten sich nach Ablauf der Vorrunde ganz besonders in Szene. Zum einen war dies Gerd Riss, der 2 Siege und 2 zweite Plätze ins Ziel brachte und 22 Punkte schrieb. Mit je 20 Punkten zeigten dann aber auch noch Robert Barth und vor allem Peppi Rudolph Ambitionen auf den Tagessieg. Obwohl sich der Weltmeister im 3. Durchgang, nach kurzfristiger roter Laterne, noch auf den 2-Punkte-Platz vorarbeiten konnte, siegte er in den übrigen 3 Outings. Peppi hingegen überzeugte vor allem durch sagenhafte Aufholjagten und Überholmanöver über mehrere Positionen waren keine Seltenheit.

Nach diesen 3 klaffte aus Punktesicht eine Lücke, die durch Jörg Tebbe dann mit 17 Punkte fortgesetzt wurde. Auch der Dohrener fühlte sich sichtbar wohl auf dem Grasbahnoval und fuhr die Plätze 2-4 ins Ziel. Eine sehr gute Vorstellung bot auch Hans-Jörg Müller, der im 2. Lauf, nach dem er Patrick die Führung abnehmen konnte, die Siegpunkte ins Ziel brachte und anschliessend immer im vorderen Drittel zu finden war und insgesamt 16 Zähler schrieb. Wie Bernd hatte dann auch Stephan Katt 15 Punkte auf seinem Konto, doch büsste er durch einen Zahnriemenriss im 2. Durchgang vermeindliche 4 Punkte ein. Seine Befürchtung, das grosse Finale dadurch nicht mehr zu schaffen, blieben ausser Acht, denn konnte auch noch sein Ortema-Kollege mit 13 Punkten das Finale sichern. Sirg, der sich nach seinem Crash in Morizes wieder gute erholt zeigte, patzte nur in seinem 1. Lauf, wo er nur einen Punkt ins Ziel brachte. Mit guten Platzierungen im Anschluss schaffte er aber dennoch sicher das Finale, das am Ende 3x gestartet werden musste.

Start 1 zum A-Finale: Bandberührung: Peppi wurde disqualifiziert
Beim Restart fabrizierte Hans-Jörg einen Cowboystart und der Lauf wurde abgebrochen

Der 3. Start klappte dann und Catman erwischte den besten Start.

Hans Jörg blieb nach dem Cowboystart kurz die Luft weg, er konnte aber unverletzt zurück ins Fahrerlager

Rennleiter Frank Ziegler und Startmarschall Heinrich Diener waren super zufrieden über den Verlauf des Rennens vor rund 6000 Zuschauern

Nach der Aufholjagd von Robert, der sich von der fünften Position aus an die Fersen von Catman hängte, wurde es einmal verdammt eng, doch behielt Katti die Nerven und wurde Sieger dieses Rennens, wo nur der Einlauf im Endlauf zählte. Robert konnte zwar den 2. Rang vor Gerd behaupten, doch beorderte er nach diesem Finale den Bahnarzt ins Fahrerlager. Nach einem kurzen Check kam er dann aufs Podest gehumpelt, denn traf ihn in der 2. Runde ein Stein am linken Fuss. Mit Verdacht auf einen Bruch des Mittelfussknochens stand er dennoch mit Katti und Gerd auf dem Siegerpodest.

(Die genauere Untersuchung bei seinem Arzt ergab dann aber zum Glück keinen Bruch. Es ist ein dicker Bluterguss am Fuss, der Richtung Zehe wandert und den Fuss dick anschwellen liess. "Ich muss sehen, dass ich fürs Wochenende einen passenden Schuh finde", so Robert am Dienstag am Telefon, der auf alle Fälle in Cloppenburg und bei seinem Heimrennen in Memmingen am Start sein wird.)

Nun aber zurück zu den Platzierungen: Hinter diesem siegreichen Trio kamen dann noch Sirg und Jörg ins Ziel, während Bernd einen Ausfall zu verzeichnen hatte und Hans-Jörg sowie Peppi ihre Platzierung ja schon vor der Zielflagge zu Buche stehen hatten.

Aus dem B-Finale ging letztendlich Christian Hülshorst als Sieger hervor, der diesen Lauf souverän für sich behaupten konnte. Marius Røkeberg, Patrick Diener und Christoph Dubernard, die sich um die folgenden Plätze tolle Fights lieferten, folgten ins Ziel, während Manfred Knappe, Daniel und Hermann Bacher ins Ziel kamen. Massimo Mora, der schon in der Vorrunde 2 Ausfälle einstecken musste, wurde auch im B-Endlauf vom Defektteufel eingeholt.

#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
Pkt
B
A
Platz
5
Stephan Katt Deutschland
4
A
5
6
15
1.
1.
1
Robert Barth Deutschland
6
6
2
6
20
2.
2.
2
Gerd Riss Deutschland
5
6
6
5
22
3.
3.
6
Sirg Schützbach Deutschland
1
4
3
5
13
4.
4.
7
Jörg Tebbe Deutschland
3
5
5
4
17
5.
5.
17
Bernd Diener Deutschland
4
4
4
3
15
A
6.
13
Hans Jörg Müller Deutschland
6
3
4
3
16
S
7.
23
Herbert Rudolph Deutschland
5
5
6
4
20
T
8.
11
Christian Hülshorst Deutschland
1
2
1
2
6
1.
9.
3
Marius Røkeberg Norwegen
0
1
3
0
4
2.
10.
19
Patrick Diener Deutschland
3
1
0
0
4
3.
11.
10
Christoph Dubernard Frankreich
2
2
0
0
4
4.
12.
20
Manfred Knappe Deutschland
A
A
0
1
1
5.
13.
12
Daniel Bacher Deutschland
0
3
2
1
6
6.
14.
9
Hermann Bacher Deutschland
0
0
1
0
1
7.
15.
4
Massimo Mora Italien
2
A
A
2
4
A
16.

Bahnrekord
1.
Gerd Riss 21,42 sec 113,44 Km/h
2.
Stephan Katt 21,58 sec 112,60 Km/h
3.
Robert Barth 21,64 sec 112,29 Km/h
4.
Bernd Diener 21,88 sec 111,06 Km/h

In der internationalen Gespannklasse konnten die neuen deutschen Meister Oliver Wehrle und Christoph Stelmaszek uneinholbar siegen. Gegenüber den ärgsten Mitkonkurrenten Keil/Daubert und den Geschwistern Matthijssen kamen sie auch ohne Ausfall durch die 4 Läufe und holten somit einen 6 Punkte Vorsprung heraus.
Aber auch die Aufsteiger und Bahnpokalsieger Stefan Brandhofer und Markus Venus beendeten all ihre Läufe, wobei sie neben drei 4. Plätzen im 2. Lauf sogar ihrem DM-Pendant aus der A-Lizenz die Hinterräder zeigen konnten. Die Konstantheit des Punktesammelns bescherte ihnen somit verdient den 2. Rang. Nach einem Fahrfehler in der 2. Ecke katapultierten sich Karl und Desirée aus der Wertung. Die anschliessende Aufholjagd mit einem Sieg und 2 Plätzen im Mittelfeld bedeuteten letztendlich aber noch Schadens-begrenzung, als sie mit auf dem Podest stehen durften.

Gleich 2x fielen die niederländischen Meister und EM-Dritten William und Nathalie aus. Rang 2 und ein Sieg waren am Ende ein Zähler zu wenig und somit ging dieser Renntag für die Gäste aus dem Nachbarland ohne Podiumsplatz zu Ende. Alfons Pflügl, der sich nun Wolfgang Fletscher ins Boot holte, kam zwar über die 4 Renndistanzen, doch langten die Zähler nur zum 5. Gesamtrang.

Das Schlusslicht wurde durch Andreas Horn und Nico Näger gebildet, doch konnten sie nach einem Sturz im 3. Durchgang wegen Maschinenproblemen nicht mehr antreten. Im besagten Fall war es auch nicht eindeutig auszumachen, ob sie von sich aus stürzten, oder ob sie einen Schupser von Wehrle erhielten, der ausgangs der Startkurve zwischen ihnen und einem weiteren Gespann auf engstem Wege die Lücke zum Vorpreschen suchte. Die Entscheidung des Schiedsrichters lautete auf alle Fälle, dass alle Gespanne wieder ans Band durften.

#
Name Nat
1
2
3
4
Pkt
Platz
18
Oliver Wehrle / Christoph Stelmaszek Deutschland
5
4
4
4
17
1.
3
Stefan Brandhofer / Markus Venus Deutschland
2
5
2
2
11
2.
2
Karl Keil / Desirée Daubert Deutschland
A
2
5
3
10
3.
1
William Matthijssen / Nathalie Matthijssen Niederlande
4
A
A
5
9
4.
8
Alfons Pflügl / Wolfgang Fletscher Deutschland
1
3
3
1
8
5.
15
Andreas Horn / Nico Näger Deutschland
3
1
S
N
4
6.

Jeder der B-Lizenz-Piloten hatte 2 Vorläufe, deren Gruppeneinteilung identisch war. Markus Eibl und Julia Frenk gingen in ihren Läufen jeweils als Sieger hervor und man war gespannt auf das erste Aufeinandertreffen im A-Endlauf. Strider Horton aus England fuhr in Julias Gruppe jeweils hinter ihr ins Ziel, während Paul Bauer jeweils den 2. Rang hinter Markus ins Ziel brachte. Konstante 3. Ränge konnte NBM-Vertreter Sven Lohmeier für sich verbuchen, die jeweils hinter Markus und Paul einfuhr. Jamie Isherwood und Jens Klein waren dann die letzten Piloten, die sich durch jeweils 5 Vorlaufpunkte ins A-Finale retteten, wo auch nur der Einlauf im Endlauf zählte.

Nach anfänglicher Führung des NBM-Siegers holte der SBM-Sieger und deutscher Meister aber Meter um Meter auf und holte sich seine 3. Pole. Julia liess nicht locker und griff Jens Klein an, doch wollte sie in der Zielkurve der 3. Runden zu viel und geriet auf die Aussenbahn. Die Folge war die Disqualifikation und der 6. Gesamtrang. Derweil sicherte sich aber Sven vor Strider den 2. Platz, während Jens vor Jamie die letzten Plätze ins Ziel brachten.

Wie schon so oft ereilte Pauli Bauer das Pech und er fiel direkt nach dem Start aus. Schon im Training ging sein Motor fest und er fuhr anschliessend einen von Peppi getunten Motor, nachdem dieser ihm für den Pflichttrainingslauf sein Bike zur Verfügung stellte. Der Ausfallgrund im Finale ist mir allerdings nicht bekannt.
Aus dem Finale konnte sich Marcel Dachs klar vor Jérôme Lespinasse, Claude Cadeyne, John Hartley und Nadine Frenk behaupten

Küsschen für Rang 2

#
Name
1
2
3
4
Pkt
B
A
Platz
1
Markus Eibl
5
5
10
1.
1.
34
Sven Lohmeier
3
3
6
2.
2.
5
Strider Horton
4
4
8
3.
3.
42
Jens Klein
3
2
5
4.
4.
15
Jamie Isherwood
2
3
5
5.
5.
4
Julia Frenk
5
5
10
D
6.
12
Paul Bauer
4
4
8
A
7.
10
Marcel Dachs
2
2
4
1.
8.
14
Jérôme Lespinasse
1
A
1
2.
9.
3
Claude Cadeyne
A
1
1
3.
10.
7
John Hartley
0
0
0
4.
11.
8
Nadine Frenk
1
1
2
5.
12.

Zurück zu den Dreirädern: Nach Klein Krotzenburg gingen auch hier Markus Venus, seines Zeichens Beifahrer bei Stefan Brandhofer, und Markus Rettenbeck ans Band und konnten das Geschehen beherrschen. Sie profitierten im 1. Lauf vom Ausfall Erich und Thomas Scheunemanns, die in den 2 übrigen Läufen die M&M's besiegen konnten. Onkel und Neffe sicherten sich aber mit diesen 2 Laufsiegen immerhin noch Rang 2 vor Uwe Zirbes und Sascha Winter, die einen Lauf nach einem Startunfall aussetzten.
Stefan Steigerwald, die sich den deutschen Meister Christoph Stelmaszek in den Pantoffel holte, kippte kurz nach dem Start um und Zirbes/Winter hatten keine Chance zum Ausweichen. Nachdem sie im ersten 1. Lauf 4 Punkte ins Ziel fuhren und für diesen Lauf ausgeschlossen wurden, traten sie im letzten Heat nicht mehr an und sie gingen am Ende vor den punktgleichen gemischten Doppel Michael Glittenberg und Katrin Schmidt auf den 4. Gesamtrang.
Gespann-Neulinge Simon Willmann und Maik Winter fuhren einen wilden Fahrstil - sofern sie ins Ziel kamen. Es war schon teilweise haarsträubend, was sie im 2. Lauf über die 4-Runden Distanz zeigten, aber zum Glück ging alles gut. Ein Sturz im 1. Lauf direkt am Start und eine Bandberührung im 3. Lauf verhinderten somit Schlimmeres, dennoch brachte ihnen der 3. Rang im 2. Lauf in der Gesamtwertung Platz 6 vor den Reservisten Harald Schlosser und Wolfgang Fletscher, der ebenfalls einen Doppeleinsatz hatte.

#
Name
1
2
3
Pkt
Platz
26
Markus Venus / Markus Rettenbeck
5
4
4
13
1.
21
Erich Scheunemann / Thomas Scheunemann
A
5
5
10
2.
25
Uwe Zirbes / Sascha Winter
3
S
3
6
3.
22
Stefan Steigerwald / Christoph Stelmaszek
4
S
N
4
4.
20
Michael Glittenberg / Katrin Schmidt
2
2
A
4
5.
27
Simon Willmann / Maik Winter
S
3
T
3
6.
24
Harald Schlosser / Wolfgang Fletscher
N
1
2
3
7.

Schülerklasse A
# Name Pkt Pl.
6 Steve Braun 23 1.
3 Robby Swoboda 19 2.
16 Dennis Hasenfratz 16 3.
1 Maik Hofmann 15 4.
5 David Pfeffer 12 5.
11 Oscar Seidel 11 6.
Schülerklasse B
# Name Pkt Pl
32 Christian Rinkenburger 24 1.
31 René Deddens 20 2.
39 Michell Hofmann 19 3.
33 Kevin Mirko Walter 14 4.
38 Philine Ittermann 13 5.
34 Marcel David Schwierz 8 6.
43 Tim Scheunemann 5 7.
Schülerklasse C
# Name Pkt Pl
11 Friedrich Ruf 24 1.
2 Andre Daubert 21 2.
9 Marcel Helfer 17 3.
1 Patric Metzger 16 4.
6 Rudi Swoboda 12 5.

Auch in den Schülerklassen wurde wie schon am Samstag um jeden Meter gefightet. In der Schülerklasse A wurde dies Maik Hofmann zum Verhängnis, der sich nach einem Sturz an der Schulter verletzte. Somit konnten seine Mitstreiter mehr Punkte sammeln und Maik kam nicht mehr unter die Top 3 dieser Klasse.

Sein Bruder Michell, der sich grosse Sorgen um Maik machte, konnte hingegen zumindest einen Pokal den Eltern präsentieren. Dennoch waren in der Schülerklasse B wieder 2 Fahrer schneller unterwegs. Zum einen war dies Christian Rinkenburger, der alle Läufe gewann und zum anderen René Deddens, der sich gerade im 2. Lauf durch tolle Positionsfights behaupten konnte.

Als Lokalmatador ging Friedrich Ruf in der Schülerklasse C als Maximumsieger in dieser Konkurrenz hervor. Andre Daubert konnte als Erster folgen und auch Marcel Helfer konnte Seriensieger Patric Metzger in Schach halten.