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Matten Kröger holte die ersten 3 Punkte der neuen Bundesliga-Saison |
Endlich war es wieder soweit - die Tore der Bundesliga
waren wieder frei zum Beschuss... Äh sorry - falsche Sportart... Die Punkte konnten wieder in der Bundesliga gesammelt werden! - Mit den Teams aus Brokstedt, Parchim/Wolfslake und Stralsund stellte sich die Gastgeber-Mannschaft aus Diedenbergen der neuen Saison. Man mochte im Vorfeld anhand der Namen keine Prognose über den vermeindlichen Endstand abgeben, denn schienen die Teams ausgeglichener zu sein, als je zuvor. Doch schon mit dem allerersten Heat und den 3 Siegpunkten sah man auch den späteren Sieger dieses Bundesliga-Auftaktmatches. |
Heat 1-4Kröger siegte mit einem Start-Ziel-Sieg vor dem
Stralsunder Polen Rafael Kowalski, Ronnie Weis für Diedenbergen
und Joachim Kugelmann für die Parchimer.
Gjedde machte es im Anschluss seinem Kapitän nach und steuerte die nächsten 3 Punkte aufs Konto der Brokstedter. Gjedde hatte es mit Tommy Stange für die Gastgeber zu tun, der sich seinen Platz von der 4. Position aus erkämpfen konnte. Robert Kessler blieb daher nur Rang 3 und verwies Roberto Diener ans Ende des Feldes. Mit Matej Ferjan holten sich erstmals die Parchimer einen Laufsieg, der die Angriffe von Ales Dryml abwehren konnte. Bohumel Brhel, der für Stralsund an den Start ging, hielt zwar Anschluss ans fightende Duo, doch blieb ihm nur Rang 3, ehe Brokstedts Reservist Kristian Drossmann nicht ganz folgen konnte. Diese Nullrunde der Wikinger war aber leicht zu verschmerzen, vor allem, weil Mirko Wolter gleich wieder einen Laufsieg drauf setzten konnte. Er lieferte sich einen klasse Fight mit Parchims Neuzugang Matze Schultz. Gerd Riss konnte nicht eingreifen und blieb auf Rang 3 vor Roberto Haupt.
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Heat 5-8Der Tscheche Brhel holte zum Auftakt des 2. Durchganges
einen tollen Sieg für
die Stralsunder und knüpfte Gjedde die weisse Weste ab. Ronnie Weis blieb
nur der 3. Platz, ehe Parchims Reservist Stefan Bromberg (für Schultz
startend) hinterher fuhr. Im anschliessenden 6. Heat dominierte zunächst der Zweikampf an der Spitze zwischen den ungeschlagenen Kröger und Ferjan. Ferjan lag auf der Gegengeraden der 2. Runde noch in Front, ehe ihm vermutlich seine Primärkette riss. Dadurch nahm er Kröger fast Huckepack, doch konnte der Wikinger in Bruchteilen von Sekunden so perfekt reagieren, was Robert Barth, der als Zuschauer unter den Fans weilte, mit "Weltklasse" bezeichnete. Kröger sicherte sich nach dieser Schrecksekunde einen weiteren Sieg gefolgt von Stange, der ja auch schon das Junioren-Rennen am Vormittag in den Knochen hatte, und Björn Danielczik, der für Haupt die Stralsunder Farben vertrat. Der 7. Lauf wurde mit Spannung erwartet, denn standen alles potenzielle Siegfahrer am Band. Kowalski blieb davon aber unbeeindruckt und fuhr einen Start-Ziel-Sieg heraus. Dahinter tobte aber ein Dreikampf, in dem Wolter die Hauptrolle spielte. Vom 4. Rang aus holte er zunächst Schwung, um Dryml ans Ende des Feldes zu befördern, ehe er sich Kessler ins Visier nahm. Im Ziel war es letztendlich eine Zentimeter-Entscheidung, die zu Gunsten von Wolter auf Rang 2 ausging. In Lauf 8 gelang endlich den Hausherren in Person von Riss der erste Laufsieg. Mit Kugelmann, Diener und Katt hatte der Bad Wurzacher aber relativ leichtes Spiel. |
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Heat 9-12Catman sicherte sich nach dem Start und einen tollen Kampf mit den Verfolgern den Laufsieg des 9. Heats. Haupt bezwang obendrein den favorisierten Kessler, der auf Rang 3 ins Ziel kam, ehe der J üngste des Feldes Max Dilger für die Heimmannschaft Weis vertrat. |
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In der Startkurve des 10. Laufes tobte zunächst der Fight zwischen Stange und Kugelmann um den 3. Rang, doch konzentriere man sich dann schnell auf die Spitze, da dort Brhel den längeren Atem gegenüber Wolter behielt. |
| Kröger erwischte anschliessend die schnellste Linie doch konnte Dryml mit Schwung von aussen am Brokstedter vorbeiziehen und zum 2. Mal konnten die 3 Siegpunkte auf das Diedenbergener Konto eingetragen werden. Reservist Danielczik schlug sich für Stralsund prima und verwies den deutschen Meister ans Ende des Feldes. |
| Rafael Kowalski |
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Nach diesen 3 Durchgängen schien
Brokstedt schon fast durch zu sein, da jetzt nur noch ein 4er-Block vor
den Finals anstand. Um Rang 2 sah wurde es immer spannender, denn lagen
die Gastgeber und Stralsund nur noch einen Zähler auseinander. Für
Parchim/Wolfslake schien gleichzeitig das Podest Utopie zu
sein, denn waren es 6 Zähler, die sie von
Rang 3 trennten. - Aber!!!!! Man soll den Tag nicht vor der Zielflagge
loben! |
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Heat 13-16Hui, das ging aber eng zur Sache zwischen den Youngstern
Stange und Schultz. Schulter an Schulter kämpften sie um die
1. Position und Schultz konnte am Ende dieses starke Duell für sich entscheiden
und gleichzeitig einen Sprung Richtung Aufholjagd machen. Hinter Stange
reihte sich Kowalski ein, der nur noch Drossmann (für Katt startend) im Nacken
behielt. Nach der Nullrunde der Brokstedter setzte aber Wolter gleich wieder einen drauf und rückte das Verhältnis wieder ins rechte Licht. Er verwies Ferjan auf Rang 2, der sich allerdings schon nach der 3. Runde austrudeln lassen wollte, ehe er Diener bemerkte und noch einmal den Hahn aufdtrehte. Es langte zum 2. Platz vor Diener, während Dilger (für Weis startend) zunächst den Anschluss an Diener halten konnte, doch in der letzten Ecke wegrutschte. Sportlich fair sprang er aber wieder auf, fuhr durchs Ziel und erntete den Applaus der Fans. Dryml sicherte sich und seinem Team daraufhin weitere 3 Punkte vor dem attackierenden Gjedde. Haupt konnte dahinter Bromberg (für Kugelmann startend) in Schach halten, ehe der letzte Lauf - der Kapitänslauf noch einmal für Stimmung sorgte. Hier gab es wieder Fights auf absolut engstem Boden, Schulterkontakte und Bandenberührungen auf der Gegengeraden. Riss behielt am Ende die stärksten Nerven und holte sich den Sieg vor Brhel, Kröger und Kessler, von dem man insgesamt gesehen eigentlich mehr erwartet hatte.
Eigentlich schien jetzt schon alles klar zu sein, was die Endplatzierungen angeht, aber die Renngemeinschaft aus Parchim und Wolfslake startete eine fulminante Aufholjagd, doch ging diese am Ende etwas unter, da leider 2 Stürze in der Finalrunde für Aufregung sorgten. |
| Roberto Diener |
Die Final-HeatsMit dem Bahndienst vor den letzten 4 Läufen des Tages
wurde Wasser gefahren, doch wartete man erst noch einige Zeit, ehe man
die Piloten auf die Bahn liess, da es zu nass schien. Im anschliessenden
Finale der Viertplatzierten, das mit Ronnie Weis, Stephan Katt, Roberto
Diener und Joachim Kugelmann gestartet wurde, endete gleich in der 2.
Ecke, als Diener im Kampf um Platz 2 wegrutschte und in die Bande einschlug.
Mit einer Verletzung an seiner bereits lädierten Schulter
brachte man ihn ins Krankenhaus, wo man ihn auch noch über Nacht behielt.
(Über
den weiteren Verlauf liegen Speedway.org keine Informationen vor) Im Rerun
holte dann Katt die 3 Punkte ins Ziel vor Weis und Kugelmann.
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Die Schutzengel mussten grad ein Treffen in der Startkurve gehabt haben |
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Im Finale der Drittplatzierten nahmen von Innen
nach Aussen Kröger, Haupt, Kessler
und Stange Platz. Kröger und Haupt zogen auf der Innenbahn in die Startkurve,
während Kessler immer weiter nach aussen getrieben wurde und somit der
Platz für Stange einfach ausging. Beide Maschinen verhakten sich ineinander
und während
Kessler vor der Bande vom Bike geschmissen wurde, hob Tommy förmlich ab,
wurde durch die Luft gewirbelt und schlug mehrmals furchterregend auf
der Bande wie eine Gummipuppe auf, ehe er letztendlich auf der Bahn zum
Liegen kam. - Man, da blieb einem echt das Herz stehen, doch setzten sich
beide sofort wieder auf und man war schon einmal etwas erleichtert. Robert
konnte anschliessend zu Fuss zum Fahrerlager zurückgehen und war anscheinend
unverletzt. Doch Tommy, der im letzten Jahr schon eine schwere Fussverletzung
einstecken musste, wurde zunächst auf der Bahn und anschliessend im San-Bereich
untersucht, ehe man ihn zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus brachte.
Aber noch am Abend kam die Nachricht, dass der 19-Jährige sich "nur" den
richten Daumen gebrochen hat. Wenn die Schwellung in den nächsten tagen
abgeklungen ist, wird er dennoch an diesem operiert werden müssen, doch
konnte er am Montagabend bereist in Frankfurt schon wieder einen Interview-Termin
wahrnehmen.
Für den Rerun auf der Bahn wurden die Reservisten Dilger und Bromberg noch einmal eingesetzt, da Ziegler keinen für diesen Unfall verantwortlich machte und alle 4 Mannschaften startberechtigt waren. Kröger sicherte sich daraufhin einen weiteren Sieg vor Bromberg und und Dilger, während Haupt mit Plattfuss in der 2. Runde ausfiel. |
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Nachdem Parchim gegenüber Stralsund nun schon 3 Punkte gut machen konnte, lagen sie nur noch 3 Punkte von Rang 3 entfernt. Brokstedt stand derweil schon jetzt als Sieger fest und Diedenbergen bräcuhte nur noch einen Punkt zum sicheren 2. Platz. Mit Kowalski, Schultz, Gjedde und Dryml ging es von Innen nach Aussen auf die Reise der Zweitplatzierten. Dryml holte noch einmal einen Sieg für die Gastgeber und Gjedde sicherte sich Rang 2, während Parchim erneut einen Zähler schrieb und Stralsund nun schon dreimal in Folge leer ausging. Das hatte in der Rechnung zur Folge, dass Stralsund nur noch 2 Punkte Vorsprung hatte, es aber noch einen Lauf zu fahren galt. |
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Ferjan, Riss, Wolter und Brhel stellten sich zum letzten Mal dem Startmarschall und gingen so von Innen nach Aussen in die letzten 4 Runden. Äußerst schlecht kam Wolter weg, doch war es irgendwie ja auch egal, denn Sieger waren die Brokstedter eh schon. Dennoch passierte er Brhel, der es damit (wie seine Kollegen zuvor) ebenfalls nicht schaffte, einen einzigen Punkt in der Finalrunde für Stralsund zu schreiben. Was machte jetzt also Ferjan für Parchim? Er fightete mit Riss um den Tagesendlauf und gewann zur Überraschung vieler. Mit diesen 3 Zählern schafften sie es tatsächlich noch, aufs Podest zu hüpfen und das wirklich im allerletzten Moment. |
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Hans-Werner Stange als neuer Coach der Dieden-bergener
freute sich für seine Jungs, doch dachte er aber auch an seinen
Sohnemann, der in diesem Moment im Krankenhaus war. |
Peter Möller konnte seine Mannen noch einmal
rechtzeitig motivieren. Der 3. Platz gab ihnen Recht, auch wenn man sich
insgesamt gesehen, mehr von den einzelnen Fahrer gewünscht und erhofft
hätte |