| Sieger Smoli |
Mit "Ois easy" wurde Martin Smolinski
im Oktober des letzten Jahres deutscher Juniorenmeister und mit "fast
ois easy" gelang ihm der Auftaktsieg der
neuen Vorrunde der diesjährigen Konkurrenz der Südgruppe. Ohne
einen Meter trainiert zu haben, musste er sich in der Vorrunde "nur" Michael
Hertrich geschlagen geben, der an diesem Tag als unschlagbar schien.
Viele tolle Zweikämpfe, ob mit Tommy Stange in Lauf 5, Hans-Jörg
Müller in Lauf 13
oder mit eben Hertrich in Lauf 17 führten zu Szenenapplaus auf den
Rängen.
Aber auch die Konkurrenz fightete untereinander, was das Zeug hielt,
und im Laufe der Zeit wurde die Bahn auch immer griffiger und besser
zu befahren. |
Vom nassen und rutschigen Untergrund entwickelte sich die Bahn immer mehr zu
einer knüppelharten Piste
Und am Nachmittag stand ja auch noch die 1.
Bundesliga an.
Doch zunächst etwas trockene TheorieIm Modus des FIM-Reglements nach Artikel 073.7.1, die für die DMSB Speedway-Junioren DM angewandt wird, gingen die Läufe in die Wertung. Doch da man aus dem Ergebnis der deutschen Eisspeedway Meisterschaft und dem unglücklichen Abschneiden von Günther Bauer gelernt hat (es handelte sich dabei um den selben Austragungsmodus) hat man sich entschlossen, die Punkte in die Semifinalrunde und in das Finale mit zu nehmen. Das hat dann aber wiederum zur Folge, das es bei Punktgleichheit nach dem Finale kein Stechen mehr gibt, da die Finalisten schon 7 Läufe in den Knochen haben. Man bewertet dann nach folgender Reihenfolge:
Zum Glück brauchte keiner dieser Vergleiche auf den ersten 3 Plätzen angewandt werden, da punkte-technisch alles klar war. |
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Michael Hertrich |
Hans Jörg Müller |
Martin Smolinski |
Nach den ersten 2 Durchgängen trennte sich schon
die Spreu vom Weizen und Smolinski sowie Hertrich standen ungeschlagen
da. Mit jeweils 5 Zählern
folgten Tommy Stange, Hans-Jörg Müller und Max Dilger.
Stange unterlag in einem sensationellen Fight erst in der letzten Runde
des 5. Laufes Smolinski, doch meinte der Gengenbacher im Anschluss: "Ich
habe mir gedacht, wenn er vorbei kommt, soll er fahren. Ich muss mir
meine Kraft einteilen, da ich heute Nachmittag auch noch in der Bundesliga
starten muss. - Trotzdem, es war ein schöner Lauf, der
hat richtig Spass gemacht", so der gut aufgelegte 19-Jährige. Hans-Jörg Müller
hingegen unterlag Hertrich, während Dilger an Müller einen Punkt abgeben musste.
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Tommy Stange lieferte sich mit Smolinski einen der tollsten Fights des Tages |
| René Schäfer ging auf die Aufholjagd |
René Schäfer, der einen schlechten Start
in diese DM-Vorlaufrunde erwischte, fand sich erst im Pulk der folgenden
3-Punkte-Fahrer wieder. Ihn trieb es ausgangs den Kurven auch immer extrem
nah an die Bande, woraufhin er augenscheinlich einige Plätze verlor.
Doch mit dem 3. Durchgang änderte
er seine Linie und schloss schnell in die Top 6 auf. Wie Smolinski, Müller
und Hertrich siegte er in seinem Heat des 3. Durchganges und fand so schnell
wieder Anschluss an die Punktbesten. Smolinski und Hertrich (je 9), Müller
(8) Stange und Dilger (je7), Schäfer (6) sowie Richard Speiser und Christoph
Demmel (je 5) fuhren bis jetzt auf Kurs Semifinale. |
Nach den Laufsiegen von Smoli und René bahnte sich in Lauf 15 ein erneuter heisser Tanz mit dem Darsteller Tommy Stange an, doch wurde er vom Hauptakteur zum tragischen Helden, als er Sekunden nach der obigen Aufnahme ausfiel und somit die Chancen auf einen Podestplatz begraben musste. "Die ist einfach ausgegangen, vielleicht ist es was an der Zündung", versuchte er auch noch einige Zeit später zu definieren. Während Hertrich also diesen Lauf dann ungefährdet gewann sicherte sich Speiser überraschend vor dem ebenfalls stark fahrenden Dilger die Punkte. Da alle "Favoriten" in den ersten 3. Läufen dieses Blocks schon unterwegs waren, durfte sich Sebastian Mack in die Liste der Laufsieger eintragen, der die Gegner seiner Leistungsebene unter Kontrolle behielt. |
Michi Hertrich auf dem Weg zum Maximum ?! |
| Max Dilger fuhr auf Angriff und wurde belohnt |
Nach diesem 5. und letzten Vorlauf sollte es also
ans Eingemachte gehen und den Auftakt dieses Blocks machten Smoli und
Hertrich, die jetzt unter sich ausmachten, wer der Schnellere war. Mit
einem Start-Ziel-Sieg wies Hertrich den amtierenden Meister in die Schranken
und blieb weiterhin auf Maximum-Kurs. Schäfer hielt anschliessend
Dilger in Schach, der sich aber dennoch locker für die Semifinalrunde
qualifizieren konnte, und Speiser hatte leichtes Spiel mit seinen Gegnern.
Auch Stange schlug noch einmal zurück und hielt Müller unter
Kontrolle und wahrte sich gleichzeitig eine minimale Chance auf eine
Top 4 Platzierung. Doch bis es zu dem Finallauf kam, musste die Halbfinals über
dessen Einzug urteilen. |
Einteilung in die Semis
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Heat 17 - Fight der bis dahin Ungeschlagenen |
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| Hans-Jörg Müller gehörte ins Finale |
Michi siegt erneut vor Hans-Jörg, der sich
damit auch im Finale neben Hertrich wiederfand. Für die Freunde
Tommy und Max war das Rennen nach den 3. und 4. Plätzen zu Ende,
doch musste sie beide am Nachmittag gleich wieder mit ans Band. Aus dem
Semi 2 gingen Smoli und René als die Teilnehmer für das Finale
hervor, während Speiser und
Demmel nichts mit dem Ausgang dieses Laufes zu tun hatten. Die Ausgangsposition
vor dem Finale war denkbar spannend: Michi und Smoli trennte nur ein
Zähler und sollten Rang 1 unter sich ausmachen, während Hans-Jörg
und René beide 14 Punkte hatten und um den 3. Rang fighten sollten. |
Das FinaleFür die bis dahin spannenden Rennen hätte man sich eine weitere Steigerung sicherlich wünschen und auch vorstellen können und die Vorzeichen sprachen auch dafür, doch wusste das leider nicht das Maschinen-material von Michael Hertrich. Er fiel beim Angriff auf Platz 1 in der 2. Ecke aus und trudelte nur noch resignierend aus. Selbst bei der Siegerehrung wusste er noch nicht genau, was passiert war, auch wenn er den Vergaser in Verdacht hatte. Somit konnte Smoli ungefährdet zum 1. Sieg in diesem Jahr fahren, während Hans-Jörg erst in der letzten Ecke an René vorbei kam und sich somit den letzten Podestplatz sichern konnte. |
Der Streich der Technik kostete Hertrich den vermeintlichen Sieg |
3. Hans-Jörg Müller - 1. Martin Smolinski - 2. Michael Hertrich