Golden Spike Serie in Erfurt,
28.29.2004

Extrem lange Geraden und enge Kurven

Eisspeedway in Erfurt - Ein Debüt in der Gunda Niemann-Stirnemann Eislaufhalle. Auf der Anzeigentafel vor dem Stadion wurde drauf hingewiesen, dass der normale Eislaufbetrieb für Jedermann an diesem Wochenende ausfällt und die Eishockeymannschaft reiste zu einem Auswärtsspiel am Sonntagmorgen. Das waren die Voraussetzungen, um die Halle ganz im Sinne des Eisspeedwaysports frei zu halten. Die angrenzende Eishockeyhalle legte man mit Gummimatten aus, um dort das Fahrerlager zu bieten. Besonders gemütlich waren hier die Parkbänke, die sowas wie eine besinnliche Atmosphäre zwischen den dröhnenden Motoren schafften. Mit je 2000 Zuschauern war die Halle an beiden Tagen nahezu ausverkauft.

Das Fahrerfeld setzte sich aus mehreren Kategorien zusammen: Mit Günther Bauer, Per-Olov Serenius, Robert Eibl und Markus Skabraut waren aktuelle Grand Prix Piloten am Start, aber auch WM-Vorrunden Teilnehmer stellten sich neben zum Teil blutjunge Anfänger aus Österreich und der Schweiz sowie der (Haar-)ergrauten Garde ans Band. An diesen 2 Tagen standen insgesamt 48 Rennen auf dem Plan, die im WM-Modus mit ihren D-C-B-A Finals die endgültigen Platzierungen feststellten. Die Match-Punktewertung beider Tage wurde wie folgt ausgeschrieben:

  A-Finale B-Finale C-Finale D-Finale
Platz 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Punkte 20 17 15 13 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0

Aus der Einzelwertung beider Tage ergab sich dann das Endergebnis der Gesamtveranstaltung. Da es sich aber auch um die Wertung der Golden Spike-Wertung drehte, in denen nicht alle Fahrer berücksichtigt wurden, wurde für die teilnehmenden Akteure in gleicher Matchpunktaufteilung eine separate Wertung errechnet. Mindestens 2 der 3 Rennen in der Golden Spike-Wertung werden am Ende berücksichtigt, und wer am Ende den Golden Spike mit nach Hause nehmen darf, wird am 12.03. in Assen ausgefahren werden.

Hast du das mit der Wertung verstanden?

   
"Fahr du man dein Rennen, das Rechnen machen die anderen"
Andreas Roth mit Hermi Bacher
"Am besten, ich fahre so viele Punkte wie möglich"

Tommy Björklin S

"Also Günther, das mit dem Golden Spike für dich sieht schlecht aus"
Günther Sen und Jun Bauer D
         
   
"Mensch Papa, das nächste Mal fahr ich für dich, dann kriegste auch den Nagel!"
Luca Bauer
"Solange ich kalte Füsse habe, passiert hier eh nichts"

Jan Klatovsky CZ

"Spike hier - Spike da, ich kann es nicht mehr hören"

Posa Serenius S

         
   
"Das wird sich noch zeigen, für was es den Spike gibt"
Reservist Jochen Reischmann D
"Als nächstes darf ich aber mal ne Frage zu stellen"
Tjitte Bootsma NL
"Verdammt, wo ist die Ausschreibung nur hin?"
Thomas Cavigelli CH

Trotz der doch zum Teil krassen Unterschiede des Leistungsvermögen der Fahrer gab es immer wieder tolle und spannende Läufe, bei denen auch mal die "No-Names" für mehr als eine Überraschung sorgen konnten. Günther Bauer war allerdings eine Klasse für sich und liess nicht einen einzigen Punkt für seine Konkurrenz übrig.

Tag 1

1. Günther Bauer
2. Robert Eibl
3. Johnny Tuinstra
 

Tag 2

1. Günrther Bauer
2. Per-Olov Sernius
3. Robert Eibl