Die Veranstaltung war geprägt von vielen Absagen.
Es konnten durch die Terminverschiebung einige Fahrer nicht mehr teilnehmen,
da in Schweden Ligarennen anstanden. Das Visum für Sergej Kasakov war
für den Ausweichtermin
nicht mehr gültig.
Zusätzlich fehlten noch Markus Schwaiger wegen seiner Rippenbrüche aus Inzell
und Robert Eibl wegen einer Nebenhöhlentzündung, die er vor den WM Läufen unbedingt
auskurieren will.
So war das Fahrerfeld eine Dreiklassengesellschaft.
Drei Fahrer aus der Weltspitze mit Günther Bauer, Franz Zorn und Antonin Klatovsky.
Einige etablierte europäische Fahrer um Markus Skabraut, Jonny Tuinstra und
Sami Räsänen und hoffnungsvolle Nachwuchsfahrer wie die Schweizer Cavigelli
und Göldi.
Aufgefüllt wurde das Feld mit drei zusätzlichen Briten, zusätzlich zu Graham
Halsall, der ohnehin geplant war.
Der Franzose Claude Gadeyne, auf den alle gespannt waren, fehlte leider auch
und konnte nicht ersetzt werden.
Bereits im ersten Durchgang der Swiss Open war abzusehen, dass die drei Spitzenfahrer Bauer, Zorn und Klabo in einer anderen Liga fahren und den Sieg wohl nur unter sich ausmachen können. Nach dem Startschema waren die entscheidenden Heats also 7 (Zorn-Klabo), 10 (Bauer Klabo) und 20 (Bauer-Zorn) In Heat 20 trafen die beiden bis dahin verlustpunktfreien Fahrer aufeinander - es gab also ein echtes Finale. Bauer und Zorn starteten gut und fuhren nebeneinander durch die erste Kurve, an deren Ende sich Günther die Führung ergatterte. Diese konnte er bis zum Ziel behalten. Der Rennabend war eine Doppelveranstaltung. Parallel zur Swiss Open wurde eine Schweizer Meisterschaft mit ebenfalls 20 Läufen ausgetragen. Schweizer Meister wurde mit Maximum Hans Hafner vor Andre Grandjean (12) und Thomas Cavigelli (11), der das Stechen gegen Philip Weis (11) gewonnen hat. Der SuperMoto Profi Dani Müller, der die Schweizer Meisterschaft mit einem Motorrad von Günther Bauer hätte fahren sollen, fehlte leider ebenfalls verletzungsbedingt. Die Leistungen der jungen Schweizer Mannschaft, die mit zwölf ! Fahrern + drei "Auffüllfahrern" am Start war wurde allgemein als "erstaunlich stark" eingeschätzt. Wir können also hoffen, dass die Schweiz wieder eine Eisspeedway Nation wird. Günther zum Rennen: "Ich war eigentlich nur in den zwei Läufen gegen Klabo und Zorn gefordert. Ich freue mich natürlich, hier gewonnen zu haben und bin froh, dass es keine ernsten Unfälle gab." Eine sehr starke Leistung zeigten auch Jan Klatovsky, der trotz Aberkennung eines Laufsieges wegen Überfahren der Innenlinie noch 9 Punkte schrieb, sowie auch Martin Leitner. Bei seinem allerersten Rennen hatte er gleich einen Doppeleinsatz in der Schweizer Meisterschaft (Platz 6 mit 10 Punkten - ohne Wertung) und der Swiss Open (Paltz 9 mit 7 Punkten).
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