MC Güstrow |
MC Nordstern Stralsund |
SC Neuenknick |
MSC Brokstedt |
Zum vorletzten Match der Vorrunde der 1. Bundesliga
trafen die Teams vom MC Nordstern Stralsund, dem SC Neuenknick und dem
MSC Brokstedt auf die Gastgeber des MC Güstrows. Bei diesem fast
herbstlichen Renntag kam zum Glück nur ein
Regenschauer runter, obwohl es in ganz Deutschland ein Schmuddeltag war.
In den Reihen der Güstrower durfte vor dem Rennen Peter Karlsson
eine Ehrung in Empfang nehmen: 20 Jahre Bahnsport hat der 35 Jährige
Schwede in dieser Woche auf dem Buckel, was mit einem Präsent gewürdigt
wurde. (In den nächsten
Tagen wird es auch ein Portrait von ihm auf diesen Seiten geben) |
Vorschau und PrognosenDie Hausherren siegten am Ende vor rund 1000 Zuschauern
und setzten sich damit an die Spitze der Tabelle. Der MSC Olching, der
am 25.07. Ausrichter des letzten Vorlaufes ist, kann ihnen als einzige
Mannschaft nun nur noch diese Tabellenführung streitig machen und
sich somit das Liga-Finale nach Bayern holen. Voraussetzung ist allerdings
ein Sieg mit mindestens 43 eingefahrenen Laufpunkten. Güstrow als
Titelverteidiger hofft allerdings, dass es weniger als diese 43 Punkte
werden, sodass sie als Finalausrichter auf der eigenen Bahn den Hattrick
anstreben können.
Die Renngemeinschaft von Parchim und Wolfslake und der MSC Brokstedt
haben ebenfalls schon das Finalticket sicher in der Tasche und
natürlich der MSC Olching, der so gesehen
nur einen Matchpunkt braucht, um das Quartett zu komplettieren. Nur bei einem 4. Rang der Olchinger und einem Sieg der Stralsunder mit mindestens 16 Zählern Vorsprung gegenüber den Bayern, haben diese nur noch eine theoretische Chance auf den Einzug ins Finale, während der Zug für die Diedenbergener und Neuenknicker abgefahren zu seinen scheint. Natürlich könnte auch der MSC Diedenbergen theoretisch das Finale noch erreichen, dazu müssten sie allerdings mit 18 Punkten unterschied gegenüber Olching auf Platz 1 kommen und diese Letzter werden. Doch angesichts der Tatsache, dass Diedenbergens Kapitän Gerd Riss an dem Tag in Schwarme bei Bremen den Grasbahn EM-Semifinallauf bestreiten muss, stehen die Chancen der Hessen eher schlecht. Man kann so gesehen also von einem Finale mit Güstrow, Parchim/Wolfslake, Brokstedt und Olching ausgehen, dessen Austragungsort aber erst noch ausgefahren werden muss. |
| Heat 1 Peter Karlsson Heat 2 Niels-Kristian Iversen Heat 4 Heat 4 - 2. Runde Dariusz Frankow Heat 5 bei Regen René Schäfer Heat 6 |
Zum RenngeschehenVon Beginn an lagen die Gastgeber in Führung
bzw gaben sie die Führung
nach dem 2. Heat, wo kurzzeitig die Stralsunder mit einem Punkt
Vorsprung in Front lagen, nicht mehr ab und bauten diese Führung
kontinuierlich aus. Auf den einzigen waschechten Güstrower Michael
Möller verzichtete
Teambetreuer Werner Mell komplett und schickte an seiner Stelle Reservist
Danny Knakowski 5x ans Band. Danny machte seine Aufgabe mit 10 Punkten
und tollen Fights um die Punkte mehr als gut, doch hätten die
Güstrower
Fans gern auch ihren Lokalhero auf der Bahn gesehen. Doch steht die
Mannschaftsleistung bei einem Bundesligamatch im Vordergrund und Michael
musste die Entscheidung seines Teamchefs hin nehmen.
Natürlich konnte der Jubilar Karlsson wieder aus seinem Repertoire schöpfen und zeigte wieder bei einem Maximum in der Vorrunde sein ganzes Können. Steffen Mell, der nach 2 Laufsiegen einen 3. und einen 2. Rang noch ins Ziel brachte, schrieb am Ende 9 Vorlaufpunkte. Jeweils 7 standen bei Jörg Pingel und Danny nach 4 Wertungsblöcken zu Buche und Werner Mell musste anordnen, wer von den beiden ins Finale der Viertplatzierten antritten soll wer in das der Drittplatzierten geht. Während der Schwede im letzten Finale stand und Steffen in dem der Zweitplatzierten, ging Jörg ins vermeindlich stärkere Finale und Danny machte den Anfang der Endlaufrunde.
Mit 9 Zählern Rückstand auf die Güstrower setzte sich der MSC Brokstedt auf
den 2. Rang der Vorrunde. Für den noch verletzten Charlie Gjedde konnten sie
Niels-Kristian Iversen in ihren Reihen verpflichten, der gerade beim
letzten GP als Wildcardfahrer in Kopenhagen mit einem 5. Rang auf sich
aufmerksam machen konnte. Trotz dieser Erfahrung konnte er aber in der
Vorrunde nicht auf die höchste
Punktzahl der Brokstedter kommen, denn disqualifizierte ihn Schiedsrichter
Ulrich Ehlert im 5. Heat wegen Durchfahren des Innenfeldes. Somit ging
nicht nur ihm 2 Punkt verloren sondern auch dem ganzen Team. 2 Laufsiege
und ein 2. Rang brachten ihm 8 Punkte bis zur Endlaufrunde.
Die Gäste aus Stralsund hatten mit Dariusz Frankow ihren stärksten und eifrigsten
Punktegaranten. Er unterlag nur im Auftaktheat dem Güstrower Karlsson
und ging natürlich ins A-Finale. Rafael Kowalski hingegen hätte mehr punkt
auf sein Konto schreiben können, doch kam er nicht um eine Disqualifikation
herum: Es war der 5. Heat, bei dem er während der Startphase das Band berührte
und logischer Weise beim Restart eines Bundesligarennens 15 Meter achter
ran musste. Dieses schien er aber nicht verstehen zu wollen und versuchte
es erneut am Band. Keine Chance, die 15 Meter musste er in Kauf nehmen.
Und während Stadionsprecher Horst Kaiser noch prognostizierte, dass Kowalski
nicht als letzter durchs Ziel fahren würde, setzte er sich schon
während der Grünphase der Ampel in Bewegung und befand sich 10 Meter nach
dem Start schon in Front des Feldes. Dieser nun wirklich nicht zu übersehende
Fehlstart führte zum endgültigen Ausschluss. Im 15. Lauf kam dann auch noch
das Ausfallpech hinzu und so blieb Kowalski auf 5 Punkten bei 2 Einsätzen sitzen.
Mit einem Durchschnittsalter von 16,25 Jahren traten 4 unerschrockene
Youngster für die Hexen aus Neuenknick an.
Während Jan Pape schon lange im Vorfeld wegen einer privaten Verpflichtung
absagte, bekam der eigentlich geplante Rafal Okoniewski keine Startfreigabe,
da er in Polen an die dortigen Ligarennen gebunden war. Es gibt ja
aber auch noch Jaroslaw Hampel, der den Neuenknickern schon zu manchen
Punkten verhalf, doch brach sich ausgerechnet einen Tag zuvor beim
Moto-Crosstraining das Schlüsselbein und meldete sich erst am Vormittages
des Renntages ab. So war es für Betreuer Arthur Holzapfel ein Ding der Unmöglichkeit,
so kurzfristig noch einen 5. Mann aufzutreiben. |
C-Finale |
B-Finale |
A-Finale |
Danny holte im rein deutschen Finale
der Viertplatzierten einen Klasse Laufsieg vor Catman, Roberto und Tobi.
Anschliessend ging Matten als Laufsieger des C-Finals vor Jörg und
Jacek durchs Ziel, während
Kevin am Start einen Ausfall wegen Kettenriss hatte. Niels-Kristian spielte
dann sein Können aus und siegte im B-Finale vor Steffen und Marcel,
der mit dem Punktgewinn gegenüber Rafael Kowalski unterstrich, dass
Neuenknick mit etwas Glück auch verdient zu Punkten kommen kann. Das A-Finale war dann der Kracher schlecht hin: Über 3 ¾ Runden führte Peter die Konkurrenz vor Dariusz, Mirko und René durchs Finale, doch der stetig angreifende Frankow suchte sich die Lücke zwischen Bande und Peter auf dem letzten Stück der Geraden bis zum Ziel. Als wenn er den Lenker eingeklappt hätte, an Peter vorbeizog und dann den Lenker wieder ausklappte, nutzte er die minimale Lücke zum Sieg. Damit standen sowohl Peter als auch Dariusz als bester Einzelfahrer mit je 14 Punkten dieses Matches fest. In Teampunkten sah das Bild der Finalrunde so aus wie das der Vorrunde: Güstrow siegte mit 10, gefolgt von Brokstedt mit 9, Stralsund mit 5 und Neuenknick mit einem Ehrenpunkt. Das ganze Rennen Heat für Heat und die Situation an der Tabellenspitze noch einmal im Überblick |
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