Im 2. Semifinale, die sich aus den Vorlaufplätzen
2, 3, 5, und 8 zusammensetzten, fuhren Schwaiger, Eibl und Pletschacher
ans Band. Der achtplatzierte Erich Soir verzichtete auf diesen Start
und nahm daher gleich Rang 8 in der Endwertung ein. Der weit aus schwerere
Lauf wurde zu einem Krimi und sorgte im Anschluss für Diskussionen.
Alle 3 kamen gut aus den Bändern, doch konnte sich Markus
so grad noch nach einem Schlenker in der Startkurve auf dem Bike halten.
Dies hatte zur Folge, dass er den Anschluss an das fightende Duo verlor.
In diesem Moment bedeutete dies eigentlich, dass Markus sich vom Finale
hätte verabschieden können, doch obwohl an der Spitze mit Rang
1 und 2 eigentlich alle Weichen für das Finale gestellt waren, griff
Robert Stefan in der Startkurve zur letzten Runde dennoch an und beförderte
ihn und sich in die Strohballen. Als Sturzverursacher wurde Eibl disqualifiziert,
während
man ohne Rerun Stefan und auch Markus ins Finale setzte. Damit hatte
Markus nicht mehr rechnen können und während Stefan mit einigen
Blessuren im Gesicht und Schnittwunden am Bein noch einmal auf die Zähne
biss, konnte Markus als Einziger etwas Positives aus diesem System ziehen. |
Bereits im Training gingen die Piloten so ans Band, wie es der Startplan mit den Heats 1-4 und des 4er Feldes vorgesehen hatte. |
Einlauf im 1. Heat: Bauer - Kreklau
- Kirchner - Mayerbüchler Geburtstagskind Günther Kirchner (#2) stürzte in Lauf 6 und wurde in Lauf 14 disqualifiziert. Insgesamt kam er auf 3 Punkte und belegte Rang 14. Franz Mayerbüchler (#4) musste ebenfalls eine Disqualifikation einstecken. Am Ende gehörte ihm Rang 13 mit 4 Zählern. |
Einlauf im 2. Heat: Eibl - Roth - Beeskow - Hülshorst Christian Hülshorst (#6), der seinen Erfolg vom letzten Jahr nicht wiederholen konnte, machte auf dem Weg nach Inzell noch einen Zwischenstopp bei Gerd Riss, um sein defektes Getriebe mit Hilfe von Ütze und Hepper zu reparieren. Das Getriebe hielt zwar, doch gab sein gesamtes Material nicht mehr her, als Rang 15 mit 1 Punkt. Holger Beeskow (#7) riss sich nach einem Highsider in Lauf 12 alle Bänder in der linken Schulter ab. Voraussichtlich kostet ihm diese Verletzung 3 Monate. Andreas Roth (#8) wurde von Riss-Mechaniker Hepper begleitet und konnte insgesamt 5 Punkte einfahren, was ihm Platz 12 bescherte. |
Einlauf im 3. Heat: Schwaiger - Siegl - Soir - Greisel (A) Hans Siegl (#12), der den deutschen Junioren Meister Martin Smolinski als Mechaniker an seiner Seite hatte, fuhr ein erstaunliches Rennen. 2 Laufsiege und 3 zweite Plätze brachten ihm 12 Punkte und mit Rang 6 einen Platz in der nächsten WM-Runde. Aber auch Erich Soir (#11) darf sich darauf freuen, denn mit 7 Punkten war er der 8. Mann für die Semis, worauf er allerdings verzichtete. Schon mit WM-Erfahrung, was die Qualifikationen angeht, hatte sich Reinhard Greisel (#10), dem Joachim Kugelmann zur Seite stand, mit Sicherheit mehr erwartet. Doch kam er nach einem Ausfall im ersten Lauf nicht mehr in Schwung und scheiterte mit 6 Zählern nur knapp an der Semi-Runde. |
Einlauf Heat 4: Pletschacher - A. Weber - H. Weber - Gegenbauer Das Vater-Sohn Duell ging zu Gunsten des Juniors Anton aus, der sich ja ins Finale kämpfte. Senior Helmut, der nun fast vor 21 Jahren mit der Team WM schon seinen grössten Erfolg verbuchte, konnte es aber nicht lassen, und drehte ebenfalls am Gashahn. Immerhin sicherte er sich 6 Punkte und landete auf Rang 10. Sebastian Gegenbauer (#16) gehört wie A. Weber und Roth zu der ganz jungen Garde, die sich mit tollen Fights in Szene setzten. 5 Punkte und Rang 11 war die Ausbeute seiner ersten Eis-DM. |
Die Fahrer mit den Startnummern 17 - 20 erhielten
nach dem Training die Zusage, dass sie in eigenen Wertungsläufen
zum Einsatz kommen. Für Lars
Mieser, der nicht erschien, rückte Jochen Reischmann mit der Nr.
20 ins Feld. Reischmann, der früher als Mechaniker bei Slava Nikulin
mit unterwegs war, nannte sich selber "Testpilot für Nikulin",
da dieser ja aus Gesundheitsgründen
dieses Jahr auf Eisspeedway verzichten muss. Bei seinem allerersten Auftritt
auf dem Eis kam er immer besser zurecht und sicherte sich 3 tolle Laufsiege,
ehe sich im letzten Lauf in die Strohballen verabschiedete. Lachend und
ohne Blessuren kam er zurück: "Ich habe einfach keine
Kraft mehr gehabt."
Seine 9 Punkte führten aber zum Sieg dieses Rahmenprogramms, was
in der DM Rang 17 ausmacht. Mit jeweils 6 Zählern gingen Werner
Thiessen, trotz einer Startbanddisqualifikation, und Oskar Kiefer in
die Wertung. Tausendsassa Arne Jasper bildete mit 3 Zählern das
Schlusslicht dieser DM. Obwohl der Gespannpilot zumeist die Starts vor
der Konkurrenz gewann, musste er im Laufe der 4 Runden die Überholmanöver
seiner Mitstreiter hinnehmen. |
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Stefan Pletschacher |
Markus Schwaiger |
Marian Kreklau |
Team BERU hatte grossen Grund zur Freude
Günther Bauer |
Bei der Fahrerbesprechung hast du deinen Unmut schon
kund getan im Bezug auf den Startplatz für die Finals "Der Startplatz wurmt mich am meisten, denn wenn ich 15 Punkte in den Vorläufen habe und muss dann auf Weiß starten, das ist für mich ein Witz. Das ist immerhin ein Rennen und keine Lotterie und da hat eindeutig nicht der Schnellste gewonnen sondern der Glücklichste. Das ist für mich ein Witz für einen Motorsport Veranstalter." |
Man sollte also so schnell wie möglich
von diesem System wieder runter? "Ja, das wäre eindeutig besser. Man sollte A - B- C- Finals machen, so wie es auch im Grand Prix ist." |
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Dir ist das System nun zu Gute gekommen, denn bist
du jetzt deutscher Meister geworden, aber was sagst du allgemein zu
diesem System? Allgemein sage ich, dass es sch... ist. Das hat man ja gesehen, wenn man im falschen Rennen ausfällt, so wie es beim Bauer war, dann bist du einfach weg. Es war ja keiner da, der ihn schlagen konnte. Es geht ja auch um den Rennsport, dass da alles passt, auch am Motorrad. Aber es kann dir immer was passieren nur wenn es dich grad dann trifft, dann bist du weg vom Fenster |
Markus Schwaiger |
Du hast nun Glück gehabt, dass
du im Prinzip in der Vorrunde den Nuller hattest. Ja, das war der Lauf wo alle vier, ich sage mal Chancen auf den Titel hatten, gegeneinander gefahren sind. Und da hatte ich nun das Pech auf Gelb zu starten, was eine Softeisbahn war. Ich habe mich total eingegraben in dem Lauf und da bin ich die ersten 2 Runden noch hart hinterher gefahren und wollte die zwei, also Pletschacher und Eibl noch kriegen, aber das ist nicht mehr gegangen. Ich habe dann gedacht, ins Halbfinale wirst du schon noch rein kommen, und so war es dann ja auch. Und das war dann alles nur noch Glück. |
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| Robert Eibl |
Was sagst du über das DM-System? |
en und ich bin es auch
angegangen, dass es absolut ungerecht und unfair ist. Aber sie haben
es so gelassen. |
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Am Freitagmittag traf Stefan Pletschacher
zum Training der Team WM auf dem Rennplatz ein. Er kam direkt aus dem
Krankenhaus, wo er sich untersuchen liess. Doppelt verärgert war
er auch aufgrund der nun verpüatzten Teilnahme der Team WM. Obwohl das
deutsche Team schon genannt war, liess ihm der deutsche Teambetreuer
Gustav Pape vor der DM ein Türchen
offen. Mit dem 2. Platz hätte er
den Startplatz von Robert Eibl erhalten, doch bekam er vom Arzt die rote
Karte. |
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Stefan, wie geht es dir heute? "Mir tut alles weh. Ich war gerade 3 Stunden beim Arzt. Meine Schnittwunden am Bein wurden geklebt, ich habe ein Schleudertrauma und was am 4 Lendenwirbel. Und mein Gesicht habe ich die ganze Nacht gekühlt " Also kannst du bei der Team-WM doch nicht teil-nehmen? "Nein, und das ärgert mich am meisten. Nun hätte ich doch starten können, doch hat der Arzt mir Startverbot erteilt. Und selbst wenn ich hätte |
Stefan Pletschacher |
starten dürfen, wäre
ich nicht richtig
fit gewesen. Und dann
wäre ich schuld gewesen, wenn das deutsche Team keine Leistung
gebracht hätte. Ich bin einfach nur stinkend sauer." |
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An dieser Stelle noch einmal gute Besserung Stefan
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Anton Weber |
Hans Siegl |
Erich Soir |
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Holger Beeskow |
Reinhard Greisel |
Christian Hülshorst |
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Jochen Reischmann |
Andreas Roth |
Günther Kirchner |
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* BERU Blue Power Team