Training der Deutschen....
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...der Holländer.. |
...der Russen... |
... und der Schweden
Bei herrlichstem aber eisigem Winterwetter
wurde bereits am Freitag das Training zur Team WM ausgetragen. Ich nutzte
die Zeit, um mit einigen Piloten über
die Verteilung der Einzel-WM-Semifinals in Russland und Schweden zu sprechen. |
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Die Auslosung zum Semifinale ist gelaufen. Du musst nach
Russland in die Höhle des Löwen, wo 8 Russen ans Band fahren
und sich auch nur 8 Fahrer für den GP qualifizieren. "Ja, das wird sicher eine schwierige Sache, aber ich muss sagen, es ist mir im Prinzip egal, wer neben mir steht. Nur gerechtfertigt ist das Ganze nicht, gegenüber anderen Fahrern genauso, weil es sicher noch andere Westfahrer sind, die sicher unter die ersten 16 im Grand Prix mitfahren können. Und die investieren genauso jahrelang ins |
Franz Zorn
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Material,
Zeit und Geld und dann ist es natürlich schade, wenn man so eine
Auslosung sieht." Wie fühlst du dich mental? "Mental fühle ich mich gut." Das Maschinenmaterial passt? "Ja, es gibt ja immer was besseres. Derzeit haben wir noch ein bisschen was zu testen. Aber es geht nicht schlecht, sagen wir mal so. Ich bin zufrieden." |
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Günther Bauer
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Dein Platz beim Semifinale ist in Schweden, wo nur 4 Russen mit am Band
stehen. "Ja gut, es ist überall schwierig. Egal ob nun da oder da. In Schweden sind der Aakko und der Serenius auch mit dabei und die sind auch nicht zu unterschätzen. Es ist überall gleich schwierig." Was ist für die Team WM dein Ziel? "Unter die ersten 3" |
Was rechnest du dir bei deinem Semifinallauf in Russland aus? "Ja, was soll ich sagen, es wird sich zeigen. Man fährt einfach darunter und man hofft, dass man weiterkommt. Warten wir es einfach ab." |
Markus Skabraut |
Robert Eibl
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Du musst dein WM-Halbfinale in Schweden fahren.
Was rechnest du dir da aus, da du in der "leichteren" Gruppe bist und
da nur 4 Russen sind. Die anderen müssen in die
Höhle des Löwen "Ich war jetzt schon so oft in Russland, also die Höhle des Löwen ist relativ. Das Halbfinale ist definitiv das härteste Rennen im Jahr, ganz egal wo du hinfährst. Es kommen acht Fahrer plus einen Reserve ins Finale und |
es muss einfach alles stimmen.
Wenn du einen guten Tag hast und es passt alles, dann passt das
auch fürs Finale. Wenn du unter den ersten 8 bist ist es okay,
nur das Problem ist, dass die russischen Fahrer super gut zusammenhalten
und wenn dann einer mal keinen so guten Tag hat, dann wird es schwierig." Was rechnest du dir jetzt hier bei der Team WM aus? "Ich sage einfach mal, dass wir ein gute Teamleistung bringen und dass das einfach super gut laufen wird. Ich möchte keine Prognosen abgeben, weil alles möglich ist". |
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Du musst auch nach Russland, doch bist du
momentan so gut drauf. Mit was für Gefühlen gehst
du da jetzt hin? "Dass, was ich heuer erreichen wollte, das habe ich erreicht, das war der deutsche Meister und alles was besser wird, ist super. Es ist schon mein Ziel, dass ich weiter komme." Und da wird das gleiche System gefahren, wie bei der DM. "Ja, vielleicht klappt es wieder so." |
Markus Schwaiger |
Ob Markus jetzt überhaupt noch nach Russland fahren kann, weiss er im
Moment selber noch nicht einmal. Der Sturz im 13. Heat, bei dem er sich
2 Rippen brach, beendete zunächst einmal die Teilnahme an der Team WM.
Nach einer Nacht im Krankenhaus war er am Sonntag wieder im Fahrerlager
zugegen, und er drückte für seine Teamkollegen die Daumen. "Ich weiss nicht, was jetzt mit Russland ist. Eigentlich müsste ich am Freitag in Flims mal testen, ob es überhaupt geht, denn ich kann nicht einfach nach Russland fahren, um da festzustellen, dass es doch nichts wird. Geplant ist es, das wir am Dienstag starten, doch ich muss es erst einmal abwarten, was sich ergibt", so Markus, der von seinen Schmerzen gezeichnet war. |
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Ivanov - Krasnikov - Chomicevich |
Doch nun zum Renngeschehen
Als haushohe Favoriten fuhren die Russen ans Band, die auch das jüngste Team stellten. Der Weltmeister Vitali Chomicevich (25), Nikolai Krasnikov (19) und der Reservist Ivan Ivanov (21) waren fast die einzigen Piloten, die mit den russischen Eisverhältnissen klar kamen. So war es auch kein Wunder, dass sie am Samstag von insgesamt 6 Starts 5x mit einer maximalen Punktausbeute von 5:1 von der Bahn kamen. Bemerkenswert waren dabei die Aufholjagten von Krasnikov, der sich des öfteren am Start eingrub, doch im Laufe der 4 Runden an die Spitze fuhr. Im vorletzten Lauf des Abends wurde er allerdings disqualifiziert, da man ihn für einen Sturz des Tschechen Josef Siska verantwortlich machte. 28 Zähler von 30 möglichen war ihre Ausbeute. |
Vor heimischen Publikum war es dann
mehr als erfreulich, dass sich das deutsche Team um Günther Bauer
so erfolgreich in Szene setzte. Den grössten Anteil am 2. Platz
nach dem ersten Tag hatte Bauer, der sich nur im 1. Lauf gegen die Russen
auf Rang 3 wiederfand. Mit 5 anschliessenden Laufsiegen stand er mit
16 Einzelpunkten am Ende des 1. Tages gleich mit Toni Klatovsky an der
Spitze. Besonders fiel auf, dass Günther sich zumeist eingangs der
2. Ecke die Pole holte, und sie bis ins Ziel nicht mehr abgab. Nach dem
Sturz von Schwaiger, der bis dahin 2 Punkte ins Ziel brachte, war nun
Eibl fest mit im Feld und steuerte dann noch 4 Punkte aus 2 Läufen
den 22 Gesamtpunkten bei. |
Eibl - Schwaiger - Bauer + Jun - Pape |
| Wheelieking Klabo entpuppte sich |
Den dritten Platz in der Zwischenwertung teilten
sich die Tschechen und die Schweden. Überragender Mann der Tschechen
war Tony Klatovsky, der nur Bauer und Chomicevich unterlag und jeden
Laufsieg mit einem seiner Wheelies
übertrumpfte. Tonis Bruder Jan machte seinerseits ebenfalls reden
von sich - und zwar als Crashpilot. Gleich 3x ging er in Strohballen, doch
blieb er jedesmal unverletzt. Reservist Josef Siska kam nur im letzten
Lauf zum Einsatz und holte sich nach der Disqualifikation von Krasnikov
im Rerun 1 Punkt, auch wenn dieser mit einer halben Runde Abstand
ins Ziel gefahren wurde. |
Die mitfavorisierten Schweden kamen nicht wirklich
zum Zuge und holten nur über die Niederlande einen 5:1 Erfolg heraus.
Trotz eines starken Rennens gegen die Russen blieben sie mit 1:5 auf
der Strecke, doch holten sie aus den übrigen Läufen jeweils
ein 3:3. Gute Führungspositionen
des Schwedenduos konnten nicht ins Ziel gebracht werden und so mussten
sie sich für den 2. Tag noch ordentlich anstrengen, wollte sie auf
Podestkurs bleiben. Altmeister Posa fuhr 11 Zähler und Stefan Svensson
holte 7 Punkte. Reservist Ulf Engenström blieb ohne Einsatz. |
Posas Rennen war es nicht |
| Simon - Zorn - Skabraut |
Mit einer nur durchschnittlichen Leistung kamen die Österreicher von
der Bahn. Nur einen Erfolg gegen Finnland konten Franz Zorn und Markus
Skabraut in Form eines 4:2 von der Bahn mit ins Fahrerlager nehmen. Reservist
Zorn ging 5x ans Band, ehe er letzten Lauf auf den Start verzichtete und
Simon ans Band rollte. Insgesamt 15 Punkte schrieben sie nach dem 1. Tag,
doch sollte eine tolle Aufholjagd am Sonntag mit einem Erfolg gekrönt werden. |
Was Klatovsky bei den Tschechen war, war Antti Aakko
bei den Finnen - nämlich ein Einzelkämpfer. Er begann unerschrocken
und stark, ehe er ab dem 3. Durchgang nachliess Dennoch gingen allein
12 der 13 Gesamtzähler
auf sein Konto. Sein Teamkollege Raimo Henriksson stürzte gleich
im Auftaktheat zum Ende der 2. Runde, nachdem er schon einen bösen
Schlenker eine halbe Runde zuvor parieren konnte. Nach der ärztlichen
Untersuchung war Raimo wieder im Fahrerlager anwesend, doch wollte er
mit der Prellung am Knie erst wieder am Sonntag ans Band rollen. Seppo
Klemettilä erfuhr den übrigen
Punkt. |
Aakko war der stärkste Finne |
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Tjitte Bootsma in Action |
Die Niederländer Johnny Tuinstra und Tjitte
Bootsma bildeten zwar das Schlusslicht mit 11 Punkten, doch gaben sie
sich nicht so schnell geschlagen. Immer wieder folgten Angriffe und packende
Fights mit den Mitstreitern, doch langten die Endspurte nicht, um den
ein anderen Punkt ins Ziel zu bringen. |
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In der Nacht zum Sonntag fing es an zu schneien,
was zwar zur Folge hatte, dass die Temperaturen zwar wärmer wurden,
doch sollten 25cm Neuschnee in der gesamten Nacht nicht alles gewesen
sein, was da vom Himmel kam. Aus der spiegelglatten Eisfläche vom
Samstag, die während des Rennens hart und brüchig wurde, wurde
ein weicheres, mit Schnee bedecktes Oval, dass für die Piloten komplett
andere Bedingen bot - und man konnte fast sagen: Willkommen zum Schneespeedway.
Das Startschema des 2. Tages wurde
in entgegengesetzter Richtung ausgetragen, doch hätte man hier vielleicht
die Helmfarben der gegnerischen Teams tauschen sollen. (Kleine Anmerkung von Speedway.org an die FIM) |
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Bevor es aber Ernst wurde, durfte Luca Bauer (5 Jahre) wie schon am Samstag, einige Runden auf dem Oval drehen. Die Lücke, die Markus Schwaiger durch seine Verletzung gerissen hatte, konnte der Knirps noch nicht ganz füllen, doch ist das nur noch eine Frage ein der Zeit, bis er in die Fußstapfen seines Vaters tritt. |
Luca on the rocks |
Gegenüber dem Samstag blieben 2 Teams weiter
auf der Erfolgsspur. Zum einen - na klar die Russen und dann natürlich
noch Günther Bauer, der ein
lupenreines Maximum am 2. Tag schrieb. Kein Gegner konnte ihm den Laufsieg
streitig machen. Neben seinen 18 Punkten fuhr Eibl 5 weitere Punkte ein,
die den Vize-Team-WM-Titel perfekt machten. Drittbester Fahrer in der
Einzelwertung hinter Bauer und Krasnikov (15 Pkt) war Franz Zorn, der
mit seinen 14 Punkten Garant für die tolle Aufholjagd um den 3.
Gesamtplatz war. Mit Sicherheit hätte Skabraut auch noch mehr punkten
können, doch wurde er im 1. Lauf
gegen Deutschland wegen Startbandberührung vom Rerun ausgeschlossen. |
Heat 23: Klabo vor Chomicevich, doch im Ziel war es andersrum auf dem 2. Platz hinter Krasnikov
Die Tschechen büssten derbe Punkte ein. Klabo
lag im 38. Heat in Führung, als er von einem Highsider geschlagen wurde. Zum
Glück kamen die nachfolgenden Niederländer
Bootsma und Tuinstra sowie sein Bruder Jan vorbei. (Dieses Missgeschick
passierte aber auch dem Russen Chomicevich im 28. Lauf, als er an dritter
Stelle liegend ebenfalls einen Salto übers Motorrad machte.) Zum Glück blieben
beide unverletzt, doch ging Klatovsky auch im letzten Lauf leer aus, da
er ebenfalls in Führung
liegend einen Ausfall gegen Österreich einstecken musste. Minimal 4 Punkte,
die Klabo mit Sicherheit ins Ziel gebracht hätte, hätten den 3.
Rang oder zumindest ein Stechen um diesen Rang bedeutet, denn gab es bei
den Schweden keine nennenswerte Ausfälle oder Stürze, die sie zurückgeworfen
hatten. Posa und Stefan kamen einfach nicht mehr zurecht und konnten nur
auf 2 Laufsiege zurückblicken. Antti fuhr für die Finnen weiter auf seinem Niveau und schrieb allein 25 von 29 Gesamtpunkten. Hätte es einen Preis für die spektakulärsten Rennen gegeben, hätten die Niederländer hier mit Sicherheit besser abgeschnitten. Bootsma und Tuinstra schenkten sich nichts und ärgerten die anderen Nationen schon mal hier und da im Laufe der 4 Runden. Immerhin fuhren sie am 2. Tag 15 Punkte und kamen damit letztendlich auf 26 Zähler. |
Heat 30: Bauer suchte sich meist die 2. Kurve zum Überholmanöver
Heat 31: Krasnikov und Ivanov brachten wieder 5:1 gegen die Niederlande ins Ziel
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