Bahnlänge: 334 Meter - Geraden: 12 Meter - Kurven: 18 Meter - Bahnrekord: Rickardsson '96 - 59,8 sec
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"Go Germany Go" |
Eine kleine aber lautstarke Truppe reiste zur Unterstützung
der deutschen Piloten nach Lonigo, doch bekamen sie nicht mit, was sich
lange vor dem Rennen im Fahrerlager bzw. Rennbüro abspielte. Laut
Pressemitteilung der FIM, die u.a. auch Speedway.org erhalten hat, gab
es die Aufteilung: Deutschland rot, Lettland blau und Finnland weiß.
Doch beim Durchblättern des Programmheftes
war alles ganz anders gedruckt. Der Moto Club Lonigo ließ dieses
anhand einer Liste vorbereiten, die sie aus einer anderen Quelle bezogen
hatten. Die Entscheidung des Jurymeetings lautete dann: Es wird gefahren,
so wie es im Programmheft steht! Das hieß für mich alles umschreiben,
Thilo die neue Aufstellung für die Live-Übertragung mitteilen
und den Jungs die neuen Startplatzaufstellung zusammenstellen. |
Die Zeit zwischen dem Training und dem Start liess
es aber zu und mit einer Massage wurde jeder deutscher Akteur noch einmal
kurz vor dem Rennen so richtig durchgeknetet. Dieses wurde ermöglicht
durch das Team Smolinski, die in ihrer Crew Mario Feix hatten. Als ehemaliger
Eishockey Bundesligaspieler von Kaufbeuren und teilausgebildeter Physiotherapeut
und Masseur kümmerte
sich Mario um die einzelnen Fahrer und um die einzelnen Problemzonen.
Matze Schultz legte sich nach seiner Beckenverletzung sogar gleich 2x
auf die Bank und fühlte sich richtig fit nach der Behandlung. Die
Jungs waren mehr als dankbar, was u.a. Mirko Wolter mit: "Da muss
man erst die Karriere beenden wollen, um in so einen Genuss zu kommen",
bezeichnete.
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10 : 10 nach 5 Heats Der deutsche Kapitän sicherte gleich die ersten 3 wichtigen Punkte vor Salvatelli zum Auftakt, ehe Smoli ihm anschliessend im Nichts nachstand. Allerdings kam er erst im Rerun zur Führungsposition, denn wurde sein Platz als Sandwich von Tero Aarnio aus Finnland und Castagna in der Startkurve mächtig eng und es kam zum Crash mit dem Finnen. Ausser einem ausgespeichten Vorderrad und einem Matsch-Outfit ging es für Smoli aber glimpflich ab und auch Aarnio konnte nach kurzer Behandlung wieder am Restart teilnehmen. Hinter Martin musste Armando „Nationale“ Castagna dann noch kurz vor dem Ziel den 2.Rang an Aarnio nach einem Fahrfehler abgeben. Auch im 3. Heat kam es zu einem Sturz, bei dem Matze dank einer klasse Reaktion mehr als Glück hatte: Finnlands Kauko Nieminen überschlug sich ausgangs der 2. Ecke nach einem unfreiwilligen Aufsteiger und während Matze noch so gerade eben daran vorbei kommen konnte, gab es für den Letten Nikolajs Kokins keinen Ausweg mehr und er stützte ebenfalls. Auch hier blieben die Beteiligten bis auf den Schreck eigentlich unbeschadet und der Rerun wurde ohne Nieminen als Abbruchverursacher gestartet. Sanchez war nicht zu halten und Matze musste sich nach packenden Fight Kokins geschlagen geben. Mit dem 4. Lauf war Hefe dann an der Reihe und er konnte sich an Terenzani vorbeischieben. Allerdings war noch Andrijs Korolovs aus Lettland vor ihm, der, um es einmal vorweg zu nehmen, den einzigen Laufsieg für Lettland fahren konnte. Kurz vor dem Ziel erspähte Korolovs dann aber den Finnen Tomi Reima vor sich, der am Start wegen Maschinenproblemen zunächst stehen blieb und nur langsam dem Feld zu folgen versuchte. Mit der Überrundung kurz vor dem Ziel disqualifizierte man folglich den Skandinavier. Heat Nr. 5 bedeutete den Einsatz von Tommy, der von der Aussenbahn einen guten Start hinlegte, doch in der 18m breiten Startkurve nach aussen gedrängt wurde. Er kämpfte sich wieder heran, überholte Aleksandrs Bizna aus Lettland doch waren Maida und Juha Hautamäki zu weit enteilt. 21 : 18 nach Heat 10 Nach nur einen kleinen Verschnaufpause musste der Schwarzwälder dann gleich wieder ans Band. Diesmal musste er Laukanen und Sanchez vorfahren lassen, während er Korolovs' Angriffe abwehren konnte. Mirko zeigte anschliessend einen Wahnsinnslauf: Von der 3. Stelle holte er sich zunächst Aarnio, kämpfte über eine Runde um diesen 2. Rang ehe er sich etwas absetzten konnte. Er machte dann Jagd auf den Führenden Terenzani doch leider fehlten knapp 5 Meter am Ende zum Sieg. Mit 2 Punkten Rückstand auf Italien wurde Smoli dann wieder auf die Bahn geschickt und er machte daraus einen 1-Punkte-Vorsprung, denn kam Maida nicht an Kastas Puodzuks und Nieminen vorbei. Mit etwas unfairen Mitteln wurde dann Matze nach gewonnenem Start von Reima nach aussen gedrängt und Salvatelli konnte innen durchhuschen. Reima blieb dann auch bis ins Ziel noch vor unserem amtierenden deutschen Meister und war natürlich sauer über die Aktion des Finnen. Während Hefe sich im letzten Lauf des 2. Durchganges gegen Hautamäki als Sieger des 3. Platzes durchsetzten konnte, holte Castagna den Laufsieg vor Kokins. 31 : 31 nach Heat 15 Der 3. Durchgang war der Durchgang der deutschen Youngster, denn gaben sie nur 2 Punkte ab und konnten die 3 Punkte Rückstand wieder wett machen. Smoli machte dabei den Anfang mit dem Sieg über Laukanen, Terenzani und Kokins, der diesmal als Doppelstarter an der Reihe war. Matze folgte daraufhin mit 3 Punkten nachdem er Maida, Korolovs und Aarnio in Schach halten konnte. „Was Matze kann, kann ich auch“, dachte sich Hefe und ging in der 2. Runde des 13. Laufes vorbei an Salvatelli, der sich noch einen erbitterten Fight mit Nieminen lieferte, aber den Finnen letztendlich doch ziehen lassen musste. Hefe holte mit diesem Sieg eine 27:25 Führung heraus. Italien sah sich nun gezwungen den Anschluss zu halten, da sie merkten, dass die German-Boys immer besser in Schwung kamen. Castagna machte mit einem Laufsieg über Tommy den Anfang, woraufhin auch Sanchez Wolter den Sieg abnehmen konnte während sich Finnland und Lettland nun mit 16:12 gegenüberstanden. 40 : 42 nach Heat 20 Die Spannung stieg ins Unermessliche, und obwohl der 4. Durchgang nicht ganz so punkteträchtig war, wie der zuvor, konnten sie sich 2 Punkte von den Italienern absetzten. Unverhoffte Schützenhilfe erhielten sie aber auch aus Finnland, bzw. Laukanen, der nach FIM-Reglement das Recht des „Tactical Substitutes“ in Anspruch nahm. Nach dem Laufsieg des Finnen in Heat 16 gab man ihm 4 Minuten statt deren 2, da er sofort wieder ran musste und Aarnio ersetzte. Und wieder ging der Finne als Sieger über die Ziellinie. Er konnte dabei jeweils zwar Matze und Hefe hinter sich lassen, doch zeigten unsere Nachwuchstalente Castagna und Sanchez ihrerseits die Hinterräder. Eine Schrecksekunde gab es anschliessend für Tommy, der nach gutem Start abrupt gebremst wurde: Lettlands Paura bekam sein Bike in der Startkurve nicht unter Kontrolle und stieg spektakulär ab. Dabei musste sich sein Bike mit dem von Tommy berührt haben, denn war die Kette nicht nur gerissen, sondern Schlicht weg gebrochen. Auf dem Reservemotorrad konnte er dann wieder teilnehmen, doch blieb Terenzani, der auf der Gegengeraden der 2. Runde mit etwas unfairen Mitteln Nieminen den Sieg abknüpfte, auch am Ende Sieger dieses Laufes. Smoli bekam es im letzten Lauf des 4. Blocks dann mit Salvatelli zu tun, die sich beide nichts schenkten und mehrere Positionswechsel um den 1. Platz absolvierten. der Bayer gewann am Ende und war der einzige im Fahrerfeld, der bis jetzt ungeschlagen war. Obendrein sicherte er die 2-Punkte Führung vor Italien während Finnland nun mit 24:14 einen ordentlichen und fast uneinholbaren Vorsprung gegenüber den Letten hatten. |
Heat 2 - Smoli kommt zu Sturz Das Vorderrad, oder das, Heat 3 - Sanchez setzt gegen Heat 11 - Smoli zieht durch Heat 18 - Tommy sucht die Lücke Heat 19 - Mirko schnappt Heat 23 - Dreikampf um die Spitze Heat 25 - Italiens Sieg ist perfekt Punktbester Einzelfahrer war Smoli mit 14 Zählern, sieht man einmal von den 6 Starts von Laukanen ab, der es damit auf 15 Zähler brachte |
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54 : 47 nach Heat 25 5 Punkte in 5 Läufen waren nun nicht viel während die Gastgeber fast das dreifache aus ihren letzten Matches holten. Es war aber auch so eine Sache mit dem letzten Bahndienst, denn fuhr man, nachdem sich die Bahnverhältnisse ab Mitte des Rennens nahezu als optimal präsentierten, wieder Wasser, und das, obwohl es nicht staubte. Hefe fand diese neue Situation
auch nicht wirklich lustig und ärgerte
sich über den 3. Platz hinter Laukanen und Maida. Tommy bekam diese
anderen Bedingungen auf eine andere Art und Weise zu spüren, denn
rutschte ihm das Vorderrad in der 3. Ecke weg, und beim Versuch
das Bike doch noch quer durch die Kurve zu bringen, ging er zu Boden.
Salvatellis Sieg über
Aarnio war somit eine kleine Vorentscheidung zu Gunsten der Italiener
auch wenn es „nur“ 2 Punkte waren, die sie nun in Front lagen. Auch Mirko
konnte anschliessend keinen Punkt mehr einfahren: Er kam auf Rang
4 aus der 1. Ecke und hatte keine Möglichkeit, zumindest
noch einen Punkt zu ergattern. Castagna baute nach dem Sieg somit die
Führung um 5 Punkte aus und man wusste
im deutschen Lager, die Kontrahenten brauchen nur noch 2 Punkte aus 2
Heats. Sanchez machte im vorletzten Lauf mit dem Sieg über Smoli
den Tagessieg und den Einzug in die nächste Runde dieses World Cups
perfekt. Auch Matze kämpfte im letzten Lauf noch einmal um jeden
Zentimeter und arbeitete sich von Rang 3 auf 2 vor, doch blieb Terenzani
auch Sieger im letzten Duell vor dem Deutschen. Finnland arbeitete sich
somit noch auf 31 Zähler, während
die Letten am Ende mit 18 Punkten doch sehr abgeschlagen waren.
Dieses Endergebnis spiegelt nicht die Leistung unserer Jungs wieder, denn haben sie um jede Position gekämpft. Sie haben ein klasse Rennen gezeigt und alles gegeben, doch wurden ihnen die Bahnverhältnisse im letzten zum Verhängnis. Trotz allem - es war eine Werbung für den deutschen Speedwaysport und man tut gut daran, die "jungen Wilden" auch weiterhin gegen internationale Konkurrenten zu setzten. |
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