Rahmenprogramm in Lüdinghausen

Spannendere und packendere Duelle hätte man schon gar nicht mehr bieten können, denn was Herbert Brüner mit Axel Immig und William Matthijssen mit seiner Schwester Nathalie aufs Parkett zauberten, war allererste Sahne und kaum noch zu toppen. Im Interview mit Stephan Prante erwähnte Herbert, dass es ein einfach nur Spass macht, sich mit den Geschwistern zu "duellieren", den wüssten beide Teams, wie der das andere fährt und reagiert. So beglückwünschten sie sich mehrere Male gegenseitig für die tollen Läufe und Überholvorgänge. Dass am Ende die Niederländer mit 3 : 1 gegenüber den Osnabrückern siegten und somit auch Gesamtsieger wurden, interessierte dabei die Wenigsten, denn stand bei diesen 4 Akteuren wirklich der Sport und die gezeigte Leistung im Mittelpunkt und so gesehen hätte alle 4 auf dem obersten Podest Platz nehmen sollen.
Durch das Ausscheiden der Bornfleth-Brothers, die im Training schon beide Motoren zerschossen und somit gar nicht erst am Rennen teilnehmen konnten, fehlte dann vielleicht sogar noch etwas mehr Salz oder sogar Chili in der eh schon scharfen Suppe, denn weiss man ja, dass es die BB's auch verstehen zu fighten. So blieb es nur bei dem Duell und den Fans blieb somit ein vielleicht noch heißerer Dreikampf verwehrt, denn mit dem 3. Rang, den so Alfons Pflügl und Franz Heublhuber jeweils mit Abstand ins Ziel brachten. Für sie war dieser Platz aber zu keiner Zeit gefährdet, den fielen die Engländer Lester Goodwin und Tony Martin nach 2 vierten Plätzen 2 Mal anschließend aus. Nach deren Ausfälle rückte Arne Jasper mit Arne Friscovec nach, die immer nur beteten, dass der Motor (schon weit vor den Kurven ausgedreht) halten würde. Da auch sie zuvor noch so eine lange Distanz zu absolvieren hatten, überlegten sie sich spasseshalber, was sie wohl auf den langen Geraden machen könnten, doch antwortete Jaddel (Jasper) nach dem 1. Heat: "Wir hatten leider das Kartenspiel vergessen". Nach 2 Zieleinläufen auf Rang 5 folgten also zwei 4. Plätze nach den Ausfällen der Briten. Gegen das 2. niederländische Gespann Tjeerd Hoekstra und Henk Auwema mussten die Schleswig-Holsteiner mit dem Training eine Ausscheidung um den letzten freien Platz fahren, den sie gewannen, während die Lokalmatadoren und absolut frischesten I-Lizenz-Aufsteiger Markus Gössing und Maik Domscheit von vorn herein den 2. Reserveplatz inne hielten. Dadurch, dass die Brüder Jörg und Steffen aber komplett auf ihre Einsätze verzichten mussten, rutschten Hoekstra/Auwema schon fest ins Feld und die M&M's auf die erste Standby-Position.
Aus ihren geplanten 6000 Meter Training wurde leider nichts, da sie im freien Training bereits Probleme mit dem Gaszug hatten. Nachdem Hoekstra im 1. Lauf ausfiel und anschließend nicht mehr antrat, erhielten Markus und Maik die Chance aus den anstehenden 9000 Metern (3 Läufe à 3 Runden) zumindest einen Punkt zu ergattern, so lautete die Zielrichtung am Vorabend, wo man noch davon ausging, überhaupt keinen Einsatz zu haben. Doch immer wieder konnten die beiden nur mit stotterndem Motor ihre Runden drehen, wobei sie sich anfangs mit ihren ehemaligen B-Lizenz Kollegen Arne und Arne bekämpften. Am Ende reichte es sogar für 2 Punkte, die sie aber aufgrund der erwähnten Ausfälle der Engländer geschenkt bekamen. Egal - hauptsache, sie konnten ihre ersten "Heim Grand-Prix" überhaupt mit Punkten beenden und kriegen das Material bis zum nächsten Einsatz wieder flott.






Husch husch ins Körbchen Nathalie, sonst geht die Post im Finale ohne dich ab.

#
Name Nat
1
2
3
4
Pkt
Platz
2
William Matthijssen / Nathalie Matthijssen Niedelande
4
5
5
5
19
1.
3
Herbert Brüner / Axel Immig Deutschland
5
4
4
4
17
2.
8
Alfons Pflügl / Franz Heublhuber Deutschland
3
3
3
3
12
3.
13
Arne Jasper / Arne Friscovec Deutschland
1
1
2
2
6
4.
7
Lester Goodwin / Tony Martin England
2
2
A
A
4
5.
20
Markus Gössing / Maik Domscheit Deutschland
N
A
1
1
2
6.
12
Tjeerd Hoekstra / Henk Auwema Niedelande
A
N
N
N
0
7.

B-Lizenz Solo




Stephan holte sich die Sieger vors Mikro
In der B-Lizenz Solistenklasse, auf deren Teilnahme Jens Klein schmerzlich verzichten musste, dominierten 2 Fahrer das Geschehen. Zum einen war es Sven Lohmeier, der jeden Start für sich entschied, und zum anderen Enrico Sonnenberg, der schon in den frühen Morgenstunden an seinem Material werkelte. Wie schon in Vechta kam Enrico überhaupt nicht aus den Bändern, dessen Ursache er nicht beantworten konnte. Fakt war nur, dass er, wenn sein Aggregat erst einmal in Schwung kam, soviel Geschwindigkeit aufnehmen konnte, dass er zumeist aus dem hinteren Teil des Feldes die Jagd nach vorne begann und im Laufe der 3 Runden zumindest 2 Mal ganz an die Spitze preschen konnte, während Sven mit ebenfalls 2 Laufsiegen im Gepäck im 2. Lauf den Kampf in der letzten Runde gegen Ulrich Büschke um Platz 2 verlor. Trotz Finalsieg, den er mit einem Fussjubel nach der Zieldurchfahrt kund tat, schrieb er am Ende einen Zähler zu wenig, um seine bisher beste Platzierung mit einem 2. Rang im letzten Jahr in Schwarme zu toppen. Dennoch freute sich Sven ungemein über diesen wahrlich tollen 2. Rang, während Büschke bereits abgeschlagen mit 5 Punkten weniger den 3. Rang sicherte. Kay Scheibe, der im Training noch 2 verschiedene Setups testete, gebührte der 4. Gesamtrang, nachdem er drei 4. und einen 3. Platz vor Ulrich ins Ziel brachte. Marc Hansen fuhr konstant 5 Plätze ins Ziel und landete letztendlich auf diesem im Endklassement. Norbert Renkel, Björn Ricker und Ulrichs Bruder Andreas, die sich im Training ebenfalls aus dem 13er Feld für die Rennen qualifizierten, blieben auf den Null-Punkte-Rängen sitzen und vervollständigten das Ergebnis.
# Name 1 2 3 4 Pkt Platz
32 Enrico Sonnenberg 5 5 4 4 18 1.
34 Sven Lohmeier 4 3 5 5 17 2.
36 Ulrich Büschke 3 4 2 3 12 3.
53 Kay Scheibe 2 2 3 2 9 4.
37 Marc Hansen 1 1 1 1 4 5.
39 Norbert Renkel 0 0 0 0 0 6.
51 Björn Ricker 0 0 0 0 0 7.
56 Andreas Büschke 0 0 0 0 0 8.

1000er Klasse

Wie in jedem Jahr nahmen auch die 1000er Gespanne aus England den Weg wieder auf sich und reisten komplett am Mittwochabend an. Tolle Rennen boten natürlich auch sie und Sieger-Beifahrer Symen Wall hatte während der Fahrt mit Geschwindigkeiten von über 120 Km/h auf den Geraden noch genügend Zeit ins Publikum zu grüßen

184
John Hiscock / Symen Wall 5 4 3 5 17 1.
74
Duncan Tolhurst / Michael Day 1 5 4 4 14 2.
24
Rob Wilson / Ian Whale 3 2 5 3 13 3.
13
John Halsey / David Williams 4 3 2 1 10 4.
62
Mick Turell / Tony Basby 2 1 1 2 6 5.