Nach seinem schweren Sturz in Brokstedt am 1. Mai
traf man auf einen gut gelaunten Ronni Weis, der sich von den Folgen
seines Sturzes prächtig
erholt zeigt. Einen Tag zuvor bekam er sein Gips am Bein ab und konnte
sich voll und ganz auf das Rennen konzentrieren, das er zwar nicht als
Fahrer, aber als Veranstalter zu bestreiten hatte. Das Konzept, ein Rennen
im Paarsystem unter Flutlicht auszurichten, ging voll und ganz auf und
die über 1600 Fans dankten es mit Applaus. 5-6 Wochen rechnet Ronni
allerdings noch mit seinem Comeback, dennoch hatte er am Ende eines
tollen Speedwaymeetings Grund zur Freude - auch Dank Stephan Katt und
Tommy Stange, die sich natürlich nach seinem Gesundheitszustand
erkundigten. |
Sächseln war angesagt in Meißen |
Jedes der Teams trat für ein Autohaus an
Neben Kevin Wölbert, Marco Müller und
dem Reservisten Tobias Gävert räumten
die Fans Tommy Stange und Stephan Katt doch die grösseren Chancen
auf einen Podestplatz ein. Erst am Donnerstag vor dem Rennen erhielt
Catman einen Anruf von Ronni, ob er nicht fahren möchte. Der eigentlich
geplante Fahrer Christian Hefenbrock musste aufgrund des Ligarennens
in Stralsund verzichten und so nahm Katt, der auf dem Weg nach Vilshofen
dieses Rennen dann noch mitnehmen wollte, das Angebot an. Mit dem
Youngster aus dem Schwarzwald entwickelten sich beide zum Dreamteam.
Sie konnte nach der Hälfte des Rennens
eine fulminanten Aufholjagd starten, was ihnen am Ende den 2. Rang bescherte.
Beide hatten mehr als Spaß an dieser Veranstaltung und freuen sich
schon jetzt auf das nächste Rennen in Meißen. |
Mit einem 4 : 2 eröffneten Stange und Katt
die Veranstaltung gegen die Italiener. Aufgrund der Regenschauer, die
bis 14.00 Uhr anhielten, verzichtete man auf das Training und man tat
gut daran. Das 394 Meter-Oval war top in schuss und jeder kam mit der
Strecke bestens zurecht. In einer Zeit von exakt 69 Sekunden verpasste
Tommy nur um 0,5 Sekunden den Bahnrekord von Jurica Pavlic aus dem letzten
Jahr, doch standen die ersten 4 Punkte fürs Team Deutschland 1 eh
im Mittelpunkt. Wie Stange hatten auch Jernej Kolenko und Primoz Legan den Weg von Krsko nach Meißen gefunden und schlugen die Ungarn in ihrem ersten Rennen mit 5 : 1. |
Mit dem 3. Heat musste das 2. deutsche Team gegen
die Polen ans Band. Marco Müller erwischte einen
tollen Start, doch fiel er in der 2. Runde an 2. Stelle liegend aus. Kevin
Wölbert hatte da keine Chance mehr, etwas gegen das 1 : 5
gegen Dudek und Kaspaviak zu ändern. Im 4. Lauf rollte Deutschland 1 wieder an den Start und holte ein 3 : 3 gegen die Tschechen in Person von Miroslav Fencl. Italien unterlag anschliessend mit 1 : 5 gegen die Slowenen, die nach 2 Läufen noch keinen Punkt abgegeben hatten und sich an die Spitze setzten. Nach einer Startbandberührung vom Ungar Sike gingen Müller/Wölbert allein gegen Zsolt ins Rennen. Wölbert holte überraschend 3 wichtige Zähler für sein Team vor Zsolt während Müller in der letzten Ecke noch einen Ausfall hatte, aber noch einen Punkt errollen konnte. 4 : 2 ging dieses Match am Ende aus und die beiden fanden wieder Anschluss in der Wertung. Unentschieden 3 : 3 ging dann das Duell Tschechien gegen Polen aus. Fencl siegte erneut und unterbot die bisherige Bestzeit von Stange um 3/100 Sekunden. |
Mit dem 8. Lauf wurde es schon mächtig dunkel
auf der Bahn, doch plante man erst nach diesem Lauf mit einer Darbietung
das Flutlicht einzuschalten. Gegen die Slowenen erwischte Katt einen
tollen Start und sicherte somit 3 Punkte des 4 : 2 Erfolges. Ungarn und Italien trennten sich daraufhin mit einem 3 : 3 und lagen in der Zwischenwertung hinter dem Team Deutschland 1. Müller büsste im Anschluss seine führende Position gegen Fencl für Tschechien startend ein und somit kam es zu einer 2 : 4 Niederlage beim 3. Auftritt. Ein 2 : 4 mussten auch Katt, der die 2 Zähler sicherte, und Stange einstecken, doch war dies die einzige Niederlage der Jungs, was aber gegen die starken Polen keine Schande war. Nach einer nur kurzen Verschnaufpause musste sofort Deutschland 2 wieder ans Band und trennten sich von den Italienern mit 3 : 3. Ein spannendes Duell bot auch die Paarung Polen gegen Slowenien, was die Polen mit 4 : 2 für sich entschieden. Nach dem 14. Heat, welches 5 : 1 für Tschechien gegen Ungarn ausging, konnte man ein kleines Punkte-Résume ziehen. Mit 16 Punkten führten die Polen vor den Tschechen, wobei Fencl allein 12 der 15 Gesamtzähler einfuhr, Slowenien 14 und Deutschland 1 mit 13 Punkten, während die anderen Teams wohl keine Chance mehr aufs Siegerpodest zu haben schienen. Für Deutschland 1 standen mit den Paaren aus Deutschland 2 und Ungarn jetzt noch vermeintlich leichte Gegner noch auf dem Plan, während z.B. die Slowenen erst einmal gegen die Tschechen bestehen mussten. |
Heat 15 war gleich der Lauf der deutschen Piloten
unter sich. Für Wölbert
ging in diesem und im letzten Lauf Tobias Gävert ins Rennen, und
während
er auf dem letzten Platz ins Ziel kam, musste sich sein Kollege Müller
nach gutem Start auf die 3. Position verdrängen lassen. Katt und
Stange siegten also folglich mit einem 5 : 1 und warteten auf die Punkte,
die die gegnerischen Teams ins Ziel bringen sollten.
Daniele Tessari sprengte überraschend das Polen-Duo im Anschluss und sorgte somit dafür, dass die Polen nur mit einem 4 : 2 siegen konnten. Fencl legte im 17. Lauf seinen 5. Laufsieg in Folge hin und nachdem auch Hlacina einen Punkt ins Ziel brachte, gewannen sie mit 4 : 2 gegen die Slowenen. Nachdem Sike im 14. Lauf gegen die Polen kurz vor der Ziellinie zu Sturz kam, musste sein Mannschaftskollege Zsolt alleine gegen Deutschland 1 antreten. Katt und Stange holten mit riesigem Vorsprung ein weiteres und erlösendes 5 : 1 gegen Ungarn und schien jetzt schon einen Podestplatz sicher zu haben. Welcher das sein sollte, musste noch abgewartet werden, denn standen noch 3 Duelle aus. Das erste Duell ging unentschieden 3 : 3 mit Fencl (also Tschechien) gegen Italien aus. Der 5 : 1 Sieg von Slowenien gegen Müller/Gävert, der sich noch einmal auf der Bahn lang machte, war noch einmal Paarfahren der hohen Schule angesagt, nachdem der schnellere Kolenko auf seinen Landsmann Legan wartete, ihn vorbei liess und dann von hinten abschirmte. Damit stand aber schon einmal fest, dass weder die Slowenen noch die Tschechen an Deutschland 1 vorbei gezogen waren. Und es hätte schon ein Wunder geschehen müssen, hätte Einzelkämpfer Zsolt für die Ungarn ein 3 : 3 gegen die Polen herausfahren sollen, was ein Stechen mit Polen und Deutschland 1 um den Gesamtsieg nach sich gezogen hätte. Ein 5 : 1 war am Ende das Resultat dieses letzten Laufes und sie schrieben somit 25 Zähler. |
| Miroslav Fencl CZ konnte mit 18 Punkten Maximum
die Einzelwertung für sich entscheiden gefolgt von Slawomir Dudek PL 16 und Stephan Katt mit 14 Zählern. |
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* Deutschland 1 |
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Bei der Siegerehrung betonten Catman
und Tommy noch einmal die Klasse der Veranstaltung, was Speedway.org
nur bestätigen kann, und wurden im Anschluss zu einem TV-Interview
eingeladen. |
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