ADAC Goldhelm in Mulmshorn
11.07.2004

"Ich habe gewusst, dass mir ein 2. Platz hinter Matten reicht und habe nur gehofft, dass mir der Katt nicht noch dazwischen funkt", so Bernd Diener nach dem Gewinn des ADAC Goldhelmes in Mulmshorn. Es ist der 2. Helm, den der 45 Jährige mit nach Hause nehmen durfte, aber der erste in Gold. Die Voraussetzung zum Gewinn dieses Preises schaffte er sich bereits in den Vorläufen, wo nach er ungeschlagen ins Finale ging. 2 Punkte Vorsprung gegenüber Kröger reichten ihm, einen 2. Platz im Finale zu fahren, denn waren Katt und Sohnemann Patrick mit je 12 Punkten die ersten Verfolger wiederum auf Kröger. Zdenek Schneiderwind war der letzte Pilot, der mit einer zweistelligen Punktzahl ins Finale ging aber hier nur noch theoretische Chancen auf den Gewinn des Helmes hatte.

Foto: René Sönke

Heisse Fights standen auf der Tagesordnung bei Bernd und Matten


Bernd und sein Arbeitsgerät

Heat 1


Heat 6


Finale


Die Welle ist fest

Es war also ein Fünfkampf um die Trophäe, bei dem sich Aufsteiger Patrick sehr gut in Szene setzten konnte und dabei sogar 2x den Ex-Europameister aus Tschechien hinter sich lassen konnte. Gegen den Papa ging es dann nur im Finale, doch blieb der Youngster hier das einzige Mal ausserhalb der Punktewertung. Catman, der wie Patrick mit 12 Zählern ins Finale ging, sicherte sich mit einem 3. Rang im Finale auch den 3. Platz auf dem Podest. Matten hingegen, der im NBM-Lauf vor Bernd und Katti siegen konnte und auch Trainingsschnellster war, unterlag Bernd nach einem Laufsieg über Patrick 2 Mal in den Vorläufen 2 und 3. Der Sieg im Finale ging zwar voll in Ordnung, doch war es am Ende ein Punkt zu wenig zum Gewinn dieser Trophäe. So freute sich Bernd schon auf der Ziellinie und streckte die Faust "so wie Schumacher", wie Bernd anschliessend das Foto betitelte.
Zdenek, der hinter diesem Trio ins Ziel kam, belegte den 4. Gesamtrang vor Patrick, der hinter Christian Hülshorst auf Rang 6 ins Ziel kam. Hülse kam punktgleich mit Benjamin Hegener schon abgeschlagen mit 7 Vorlaufpunkten ins Finale und während Hülse sein Punktekonto auf 8 Zähler durch den 5. Platz aufstocken konnte, kam Benny nach einem sonst guten Rennen das erste Mal mit der roten Laterne ins Ziel.

Mit Sicherheit wäre das Bild der Finalteilnehmer auch anders gewesen, hätte Jörg Tebbe nicht einen Maschinenschaden bereits im Training einstecken müssen. Er war sauschnell unterwegs und hatte grad Matten passieren können, als er merkte, dass der Motor schiebt. "Ich habe dann das Gas zu gemacht, um Schlimmeres zu verhindern", so Jörg, der sowohl auf den wichtigen NBM-Lauf als auch auf das Rennen verzichten musste. Die Welle hatte kein Spiel mehr und ohne 2. Motorrad wurde er zum Zuschauen verdammt.
Auf den weiteren Plätzen landeten Manfred Knappe, der aus dem Qualifikationslauf mit Patrick und Kalle König zuvor schon fest ins Feld für Arjan Borgers kam. Der Bayer fuhr stets in den Punkterängen und schrieb 6 Zähler. Englishman Paul Cooper, der das erste Mal auf dem Wümmering fuhr und diese Strecke mag, kämpfte verbissen mit der Konkurrenz, doch konnte er nicht mehr als 3 Punkte schreiben. Die hatte auch Klaus Peter Gerdemann, der sehr kurzfristig nun den frei gewordenen Qualifikationsplatz von Knappe erhielt und als 1. Reservist für Tebbe 2 Punkte holte. Daniel Bacher, der seinerseits kurzfristig für Ralle Löding ins Feld kam, fuhr bei einer Startband-disqualifikation nur einen Zähler, sowie Kalle König, der für Dani nach der Bandberührung ins Feld durfte. Siegbert Keller, Tim Korneliussen und Nynke de Jong blieben ohne Punkte und belegten die letzten Plätze. Nynke verletzte sich aber auch leicht im 2. Heat, als sie an 2. Stelle liegend in der Startkurve einen Schlag am Bein durch Catman verspürte. Für diesen Lauf gab sie auf, doch biss sie die Zähne zusammen und trat zum letzten Vorlauf wieder an.

NBM-Lauf

1. Matten Kröger
2. Bernd Diener
3. Stephan Katt
4. Benny Hegener
5. Patrick Diener
6. Christian Hülshorst
7. Klaus Peter Gerdemann - Ausfall

Während das Team Diener nach dem Rennen im Fahrerlager schon etwas feierte, machten Katt und Kröger aus zwei eins. Es wurde gepackt, gestapelt und gestopft. Mit dem Kattmobil ging es noch am selben Abend Richtung Marmande, wo der 2. Langbahn GP Lauf ansteht. Aber auch Schneiderwind, Tebbe, der den festen Startplatz für den noch verletzten Uppie Bos übernehmen wird und die Dieners (Patrick wird im B-Feld an den Start gehen, während Bernd wie Matten in den Last Chance Heat muss) werden sich in Frankreich wiedersehen. Katt erhielt im übrigen nach der Absage von Robert Barth dessen Startplatz und kommt somit um den Last Chance Heat herum.

#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
Pkt
Fin
Pkt
Platz
17
Bernd Diener
5
5
5
15
4
19
1.
6
Matten Kröger
5
4
4
13
5
18
2.
5
Stephan Katt
4
5
3
12
3
15
3.
1
Zdenek Schneiderwind
3
3
5
11
2
13
4.
19
Patrick Diener
4
4
4
12
0
12
5.
11.
Christian Hülshorst
2
2
3
7
1
8
6.
8
Benjamin Hegener
3
2
2
7
0
7
7.
10
Manfred Knappe
1
3
2
6
6
8.
9
Paul Cooper
2
0
1
3
3
9.
25
Klaus Peter Gerdemann
0
1
1
2
2
10.
12
Daniel Bacher
1
T
0
1
1
11.
21
Kalle König
1
1
1
12.
20
Siegbert Keller
0
0
0
0
0
13.
22
Tim Korneliussen
0
0
0
0
0
14.
16
Nynke de Jong
0
A
0
0
0
15.

I-Lizenz Gespanne

Die Pechsträhne reißt nicht ab bei den Bornfleth-Brothers. Schon wieder ging ein Motor im Training fest - Nr 6 in dieser Saison - und die Brüder konnten nicht mehr am Rennen teilnehmen. So kamen die Aufsteiger Markus Gössing und Maik Domscheit fest ins Feld, doch waren mit ihnen nicht mehr als 4 Gespanne am Start, denn auch Marco Hundsrucker mit Mario Siebert mussten nach einem Motorschaden im Training fürs Rennen kapitulieren.
Es wurde ein Zweikampf zwischen Herbert Brüner mit Axel Immig und Karl Keil mit Desirée Daubert. Nach 2 Laufsiegen seitens der Osnabrücker ordnete Karlchen auch einen Bahndienst vor den Gespannläufen an, da die Bahn zu viele Löcher hatte und ein Überholen unmöglich sei, andernfalls würde er auf die weiteren Starts verzichten. Dieser zusätzliche Bahndienst zog das Rennen dadurch ungewollt in die Länge und erst im letzten Lauf kam der Altmeister zum gewollten Erfolg, als er Herbert überholen konnte. Herbert konnte das verschmerzen, dann lag er am Ende trotzdem noch mit 2 Punkten in Front und gewann diese dezimierte Konkurrenz. (Das soll nicht heissen, dass er bei voller Besetzung nicht gewonnen hätte)
Um den 3. Rang ging es dann noch rund zwischen Arne Jasper mit seinem ehemaligen Beifahrer Thorsten Cohrt und Markus mit Maik. Arne musste auf seinen Stammbeifahrer Arne Friskovec verzichten, da sich dieser beim Speedway (Solo) Training einen 3-fachen Schlüsselbeinbruch und einen 3-fachen Bänderriss in der Schulter zuzog und für vorraussichtlich 16 Wochen ausfallen wird. Mit einem Punkt Vorsprung gingen Jasper/Cohrt in den letzten Lauf, bei dem Markus noch einmal die Chance um den Podestplatz wahrnehmen wollte, doch riss ihm am Start die Kette, was ihn mächtig ärgerte. So kamen die "Paradiesvögel" Arne und Thorsten auf den 3. Gesamtrang.

.#
Name
1
2
3
4
Pkt
Platz
3
Herbert Brüner/Axel Immig
4
4
4
3
15
1.
2
Karl Keil/Desirée Daubert
3
3
3
4
13
2.
13
Arne Jasper/Thorsten Cohrt
1
2
2
2
7
3.
20
Markus Gössing/Maik Domscheit
2
1
1
A
4
4


Herbert vor Karl


Start Finale


Mehr Bahndienst für Karl


Markus nach dem Ausfall


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