2. Bundesliga in Neuenknick,
20.06.2004

Nach soviel Regen und schlammigen Bahnen gab es endlich wieder eine sonnige Veranstaltung auf einer knüppelharten Bahn. Die Teams von ST Wolfslake, MC Güstrow und DMV LG Berlin traten gegen den Gastgeber SC Neuenknick an. Mit einer ausgeglichenen Mannschaft mussten die "Hexen" auf René Schäfer verzichten, der erst einige Tage zuvor aus dem Krankenhaus kam. René war dennoch vor Ort und fungierte als "Maskottchen" und brachte seinen Mannschaftskollegen mehr als Glück. Marcel Limberger, Kevin Wölbert, Tobias Genz, Jan Pape und Reservist Patrick Döllmann holten 50 von 60 möglichen Punkten und gaben vom 1. Heat an die Führung nicht mehr ab. In fast 10er Schritten sammelten sie pro Durchgang die Punkte. Marcel und Jan fuhren dabei einen Punkt unter Maximum und während auch Wolfslakes Miroslaw Daniszewski 14 Zähler einfuhr, ging der Pokal des Tagesbesten an Jan Pape. Papa Jürgen, der das Amt des Teambetreuers hat, prognostizierte schon bei der Fahrervorstellung den Sieg, denn wäre alles andere in seinen Augen eine Enttäuschung gewesen. Und er behielt Recht. Seine Jungs enttäuschten ihn und den SC Neuenknick nicht und standen somit verdient auf dem obersten Podest.
Jan Pape - 14 Pkt


Marcel Limberger - 14 Pkt

Foto: Ubbo Bandy

Heat 1
Heat 2

Heat 3
Heat 4


Miroslaw Daniszewski

Michael Möller

Torsten Berger
Neben Daniszewski schafften nur Domingo Krecklow, ebenfalls für Wolfslake startend, Michael Möller für Güstrow und Torsten Berger für die Berliner einen Laufsieg und mussten ansonsten mit den Plätzen hinter den Neuenknickern Vorlieb nehmen. Der Pole entpuppte sich als Einzelkämpfer und schrieb in der Vorrunde nach der Niederlage gegen Pape 11 Punkte und war somit Hauptgarant der 18 Gesamtpunkte. Die restlichen 7 Punkte teilten sich Krecklow (3), Thomas Lata (1), der 2 mal wegen Bandberührung 15m zurückgestellt wurde, Tobias Gävert (2) und Johannes Kreienbrock (1).

Etwas anders sah es da schon bei den Güstrowern aus, die kurzfristig wieder Enrico Janoschka ins Boot zogen. Nach Ewigkeiten sass er wieder auf dem Speedwaybike und konnte 4 Punkte bei einem Ausfall aus der Vorrunde nehmen. Auch Reservist Robert Baumann, der alle Einsätze von Tobias Markgraf übernahm, konnte 4 Punkte erzielen sowie Christoph Zöllner, der es auf 3 brachte. Bester Akteur war aber Michael Möller, der neben einem Laufsieg 3 zweite Plätze ins Ziel brachte. Das ergab in der Wertung vor den Finals 20 Zähler und der 2. Platz in der Zwischenwertung.

Zwischen Wolfslake und Güstrow platzierten sich mit 19 Zählern die Berliner, die alleine durch Berger 8 Punkte schrieben. Gut in Szene setzten konnten sich auch Denis Wienke, der konstant in den Punkterängen fuhr und 5 auf sein Konto schrieb und Pedro Albs, der bis zur Ziellinie kämpfte und 2 mal 2 Punkte mit ins Fahrerlager bringen konnte. Steffen Vagt, der einen Ausfall zu beklagen hatte, brachte es nur auf 2 Zähler während Pedros Bruder Martin bei seinem einzigen Einsatz ohne Punkt blieb.

Finale der Viertplatzierten
Finale der Drittplatzierten

Die Spannung stieg, und während Kevin Wölbert für Neuenknick klar den Sieg entschied, holte Zöllner für Güstrow den 2. Rang vor Lata (Wolfslake) und Vagt (Berlin). Das bedeutete NEU - 42, WOL - 19, GÜ - 22, BER - 19.

Tobi Genz enteilte seinen Mitstreitern schnell im Finale der Drittplatzierten, während Tobias Gävert für Wolfslake davon profitierte, dass Berlins Pedro Albs mit dem Material zu kämpfen hatte und drohte auszufallen. 1 Punkt konnte er trotz dieser Probleme noch vor Güstrows Robert Baumann ins Ziel retten, was dann zur Zwischenwertung von NEU - 45, WOL - 21, GÜ 22, BER - 20 führte.

Finale der Zweitplatzierten
Finale der Erstplatzierten

Eine grosse Wolke, die sich über dem Stadion breit machte, leerte sich während der Zeit des Finals der Zweitplatzierten aus, und die Akteure hatten einen hohen Schwierigkeitsgrad zu bewältigen. Am besten gelang dies Limberger, der sich gegen Güstrows Janoschka durchsetzten konnte. Berlins Wienke sicherte noch einen Punkt vor Krecklow für Wolfslake. Die Punkte vor dem letzten Lauf waren: NEU - 48. WOL - 21, GÜ - 24, BER - 21. "War der 2. Platz jetzt schon an Güstrow vergeben?", fragte man sich. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt:

Ein heisser Fight zwischen Pape und Daniszewski begann und der Pole holte sich den Laufsieg, den er zu Beginn gegen Pape verloren hat, wieder zurück, während Möller eigentlich sicher auf dem 3. Rang und somit auf Kurs "Podestplatz 2" unterwegs war, da er Berlins Berger kontrollierte. Doch wehrte diese Konstellation nur 3 Runden, denn riss dem grossen Blonden die Kette und es kam zum Gleichstand der Punkte zwischen Wolfslake und Güstrow. NEU - 50, WOL - 24, GÜ - 24, BER 22. Die Platzierungen von Neuenknick und Berlin standen fest, doch musste ein Stechen um den 2. Platz entscheiden.

Daniszewski und Möller traten als beste Akteure ihrer Teams nach einer Verschnaufpause wieder an. Möller bezog auf der Innenbahn Position, Daniszewski aussen. In der Startkurve ging es eng her, sie berührten sich an der Schulter, doch ging es alles gut. Der Pole holte sich die Führung und wurde noch einmal kurz in der 3. Runde von Möller wieder angegriffen. Den Sieg machte der Älteste des gesamten Rennfeldes aber dann für die Wolfslaker klar und Möller fühlte sich im Anschluss für die "Niederlage" verantworlich.

Foto: Ubbo Bandy

Alle Punkte Heat für Heat

Das Rahmenprogramm