Deutsche Speedway Meisterschaft
Lauf 1 in Norden,
16.05.2004

Zum 1. Lauf der Speedway DM trafen sich die Akteure in Norden und noch am Renntag gab es wiederum Änderungen in Bezug auf die Startaufstellung. Hans-Jörg Müller sagte wegen seiner Abiturprüfung ab und dadurch wurde ein Platz bei den gesetzten Fahrern frei. Laut Reihenfolge wäre Michael Hertrich der Nächste gewesen, der den Platz auffüllen sollte, doch zwang ihn seine Verletzung, die er sich bei einem Sturz in Pfaffenhofen zugezogen hat, ebenfalls zur Absage. So rutschte Tommy Stange in die Top 8, während Dominik und Michael Möller die Plätze von Michi und Tommy auffüllten. Bei der Fahrerbesprechung wurden anschliessend alle noch offenen Fragen besprochen und so erfuhr man, dass sich die besten 20 des heutigen Tages fest für den 2. Lauf in Diedenbergen qualifizieren werden und die Top 8 von ihnen direkt in der Hauptrunde starten. Auch die Matchpunktverteilung gleicht der, die man auch im Speedway GP anwendet, denn schließlich handelte es sich bei diesem System ja auch um den GP-Modus. 4 Plätze, die noch nicht vergeben werden, werden den Fahrern zunächst reserviert, die aus Verletzungsgründen beim 1. Lauf in Norden nicht dabei sein werden.

Pre-Main Event

Heat 1
9 Tobias Busch 1.
16 Marco Müller A
17 Matze Bartz A
24 Jan Pape 2.
Heat 2
10 Dominik Möller 3.
15 Danny Knakowski 1.
18 Marcel Limberger 2.
23 Henning Loof 4.
Heat 3
11 Michael Möller 3.
14 Daniel Rath 2.
19 Martin Smolinski 1.
22 Dennis Fischer A
Heat 4
12 Björn Danielczik 4.
13 René Schäfer 2.
20 Tobias Gävert 3.
21 Tobias Kroner 1.

Durch die Läufe 1-4 mussten 50% von ihnen gleich in die erste KO-Runde, doch betraf das nicht Tobias Busch, Danny Knakowski, Martin Smolinski und Tobias Kroner, die in ihren Heats souverän siegten. Durch einen Ausfall von Matze Bartz in der 2. Runde des 1. Laufes konnte Marco Müller nicht mehr ausweichen und kam zu Fall. Bartz wurde somit direkt auf Rang 4 gewertet, während Müller im Wiederholungslauf einen technischen Defekt zu beklagen hatte. So schaffte Jan Pape hinter Busch den Sprung direkt in die nächste Runde. Ebenfalls eine Runde kamen Marcel Limberger, Daniel Rath und René Schäfer. Doch ausser einigen Überholvorgängen passierte in diesen Läufen nichts Aussergewöhnliches mehr.

Tobi Busch fuhr zum 1. Sieg des Tages

Heat 5 - Hoffnungslauf 1
16 Marco Müller 4.
11 Michael Möller 3.
23 Henning Loof 1.
12 Björn Danielczik 2.
Heat 6 - Hoffnungslauf 2
10 Dominik Möller 3.
20 Tobias Gävert 2.
17 Matze Bartz 1.
22 Dennis Fischer N
Heat 7
9 Tobias Busch 3.
19  Martin Smolinski 1.
18  Marcel Limberger 2.
13  René Schäfer 4.
 
Heat 8
15 Danny Knakowski 1.
21 Tobias Kroner 3.
24 Jan Pape 4.
14 Daniel Rath 2.



Einen wahrlich "heissen" Lauf hatte anschliessend Björn Danielczik zu spüren bekommen, denn brannte ihm sein Bike fast unter dem Hintern weg. Die Startmaschine streikte und auf der Aussenbahn, wo Björn Platz nahm, und das Band ging an seiner erst gar nicht hoch. Seine Kollegen bekamen die rote Flagge wegen des Abbruchs gezeigt, doch in dieser Zeit versuchte Björn schon den Flammen Herr zu werden. (Bis die Feuerwehrleute direkt am Geschehen waren, war das meiste aber schon verbrannt.) Natürlich bekam er die Zeit, um sich mit dem Reservebike auf diesen Rerun vorzubereiten und der Lange fuhr einen Klasselauf, bei dem er am Ende nach toller Aufholjagd auf der Ziellinie hinter Henning Loof nur um Zentimeter Michael Möller zum Zugucken verdonnerte.

Auch im 2. Hoffnungslauf ging es um den 3. Rang, da Dennis Fischer gar nicht mehr nach einem Ausfall im 1. Durchgang antrat. Hinter Matze Bartz konnte Dominik Möller sicher den 2. Rang behaupten, doch machte er in der Zielkurve einen bösen Fahrfehler und Tobias Gävert schlüpfte nicht nur durch, sondern kam somit ganz unverhofft doch in die nächste Runde. Smoli und Knacker gingen in ihren folgenden Heats wieder als Sieger hervor und nahmen auch noch Limberger und Rath direkt mit in die nächste Runde, während Busch und Schäfer, sowie Kroner und Pape auf die Sieger der ersten Hoffnungsrunde treffen sollten.

Heat 9
1 Mathias Schultz 1.
4 Joachim Kugelmann 2.
5 Jörg Pingel 4.
8 Tommy Stange 3.
Heat 10
2 Christian Hefenbrock 3.
3 Mirko Wolter 1.
6 Steffen Mell 2.
7 Roberto Haupt 4.
Heat 11 - Hoffnungslauf 3
9 Tobias Busch 1.
24 Jan Pape 4.
23 Henning Loof 3.
20 Tobias Gävert 2.
Heat 12 - Hoffnungslauf 4
21 Tobias Kroner A
13 René Schäfer 1.
17 Matze Bartz 3.
12 Björn Danielczik 2.

Mit dem 9. Heat stiegen dann endlich die gesetzten Fahrer ins Geschehen ein und fanden im amtierenden und dem Ex-Meister ihre Sieger. Ebenfalls eine Runde weiter fuhren sich Joachim Kugelmann und Steffen Mell, während Tommy Stange und Jörg Pingel, sowie Christian Hefenbrock, der einen Tag zuvor seinen 19 Geburtstag feierte, und Roberto Haupt einen Lauf mehr fahren sollten.

Wer nach den folgenden Läufen dann immer noch weiter fahren durfte, musste in der 2. Hoffnungsrunde entschieden werden. Busch und Gävert schafften dies, nachdem Gävert sich im direkten Duell gegen Loof durchsetzten konnte, während Pape vom Start weg auf dem 4. Rang unterwegs war. Aus dem 2. KO-Lauf kamen Schäfer und Danielczik weiter. Kroner, auf den man in diesem Lauf setzte, wurde zunächst von Danielczik überholt, doch hatte der Dohrener keine Chance mehr zum Kontern, da er wegen eines technischen Defekts ausfiel. Für Bartz, der am Ende des Feldes fuhr, bedeutete dies eine bessere Platzierung in der Endwertung, da für ihn das Rennen nun auch zu Ende war.

Sweet Sixteen

Heat 13
1 Matze Schultz 1.
7 Roberto Haupt 2.
19 Martin Smolinski 3.
12 Björn Danielczik 4.
Heat 14
6 Steffen Mell 1.
8 Tommy Stange 2.
15 Danny Knakowski 3.
20 Tobias Gävert A
Heat 15
4 Joachim Kugelmann 3.
2 Christian Hefenbrock 2.
18 Marcel Limberger 4.
13 René Schäfer 1.
Heat 16
3 Mirko Wolter 1.
5 Jörg Pingel 2.
14 Daniel Rath 3.
9 Tobias Busch A

Langsam wurde es ernst und keiner von ihnen konnte sagen, wer sich bis zum Ende halten könnte. Das beste Beispiel dafür zeigte Smoli, der in der Startkurve der letzten Runde an 2. Stelle liegend wegrutschte und Haupt sowie Danielczik dem führenden Schultz nun folgten. Doch sprang der Bayer sofort wieder aufs Bike und nahm die Verfolgung auf, die am Ende auf der Ziellinie mit dem 3. Platz gegenüber Danielczik belohnt wurde. Allerdings bedeutete dies ebenfalls ein KO-Lauf, in dem es ums Weiterkommen oder Ausscheiden ging. Mell und Stange überzeugten anschliessend auf den Plätzen 1 und 2, während Knakowski Rang 3 belegte und Gävert durch einen Ausfall in den Hoffnungslauf musste. Die Youngster Schäfer und Hefe hielten Kugelmann und Limberger in Schach, die sich dann mit Rath und Busch auf einer ebene wiedertrafen, während Wolter und Pingel direkt weiter kamen. Beinahe hätte sich aber Pingel im Hoffnungslauf wiedergefunden, denn profitierte gerade er vom Ausfall des 16-Jährigen Busch, der wegen einen Ausfall an 2. Stelle liegend einstecken musste.

Heat 17 - Hoffnungslauf 5
19 Martin Smolinski 1.
Joachim Kugelmann 2.

20

Tobias Gävert A
Tobias Busch 3.
Heat 18 - Hoffnungslauf 6
15 Danny Knakowski 1.
14 Daniel Rath A
12 Björn Danielczik 2.
18 Marcel Limberger 3.
Heat 19
1 Matze Schultz 1.
13 René Schäfer 2.
8 Tommy Stange S
5 Jörg Pingel 3.
Heat 20
6 Steffen Mell 2.
3 Mirko Wolter 1.
7 Roberto Haupt 3.
2 Christian Hefenbrock 4.

So langsam trennte sich jetzt also die Spreu vom Weizen und während Smolinski und Kugelmann sowie Knakowski und Danielczik die allerletzte Chance auf ein Weiterkommen nutzten, stiegen Busch, der sich wirklich bravourös schlug, Gävert, Limberger und Rath aus. Schultz und Schäfer sowie Wolter und Mell fanden sich anschliessend durch ihre Siege bzw. 2. Plätze direkt im Semifinale wieder, doch muss man erwähnen, dass Schäfer nur vom Sturzpech Stanges profitierte, der eingangs der letzten Runde an 2. Stelle liegend wegrutschte und somit an Stelle Schäfers in die letzte Hoffnungsrunde musste. Hefenbrock ereilte im übrigen ähnliches Missgeschick, doch befand er sich zum Zeitpunkt des Ausrutschers auf keinen der beiden vorderen Plätze und er konnte noch wieder aufspringen und fuhr dem Feld hinterher. (Lauf 20 stand im übrigen mit den selben Piloten am Band wie der 10 Heat und beide Mal ging Wolter vor Mell durchs Ziel. )

Heat 21 - Hoffnungslauf 7
5 Jörg Pingel 2.
Christian Hefenbrock 3.
19  Martin Smolinski 1.
12  Björn Danielczik 4.
Heat 22 - Hoffnungslauf 8
7 Roberto Haupt 1.
8 Tommy Stange 3.
15 Danny Knakowski 4.
4 Joachim Kugelmann 2.
Semi 1
6 Steffen Mell 1.
1 Matze Schultz 2.
4 Joachim Kugelmann 4.
19 Martin Smolinski 3.
Semi 2
3 Mirko Wolter 1.
7 Roberto Haupt 4.
5 Jörg Pingel 2.
13 René Schäfer 3.

Viele Überholvorgänge warteten auf die Fans in den beiden Semifinals, in denen sich letztendlich Mel und Schultz, sowie Wolter und Pingel durchsetzten konnten. Sie verdrängten somit Smoli und Schäfer auf den gemeinsamen 5. Rang sowie Kugelmann und Haupt und Rang 7.

Finale
5 Jörg Pingel 3.
3 Mirko Wolter 1.
6 Steffen Mell 4.
1 Matze Schultz 2.
Wolter trat zum 5. Mal ans Band und blieb auch bei diesem Lauf ungeschlagen und sicherte sich die ersten 25 Matchpunkte für diese Speedway DM. Titelverteidiger Schultz blieb ihm auf den Fersen und sicherte sich Rang 2, während Pingel nach der Siegerehrung gestand: "Da habe ich mich aber ganz schön durch gemogelt". Mell blieb Rang 4 und obwohl er keinen Preis bekam, konnte auch er eine gute Grundlage für die beiden noch zu fahrenden DM-Läufe schaffen.

Das Endergebnis

 1. Mirko Wolter        25
 2. Matthias Schultz    20  
 3. Jörg Pingel         18  
 4. Steffen Mell        16  
 5. Martin Smolinski    13   
    René Schäfer        13  
 7. Roberto Haupt       11   
    Joachim Kugelmann   11  
 9. Tommy Stange         8   
    Christian Hefenbrock 8  
11. Danny Knakowski      7   
    Björn Danielczik     7  
13. Marcel Limberger     6   
    Tobias Busch         6  
15. Daniel Rath          5   
    Tobias Gävert        5  
17. Matze Bartz          4   
    Henning Loof         4  
19. Tobias Kroner        3   
    Jan Pape             3  
21. Dominik Möller       2   
    Michael Möller       2  
23. Dennis Fischer       1   
    Marco Müller         1

Im Rahmenprogramm startete am Nachmittag die J-Lizenz und fand in Patrick Döllmann ihren Sieger. Patrick konnte am Ende vor dem punktgleichen Malte Zyweck gewinnen, da er mit einem Sieg im letzten Lauf das bessere Abschneiden hatte. Auf Rang 3 kam Dennis Möller, der 2 Zähler weniger als das Erfolgsduo schrieb. Mit Sicherheit wäre auch Arne Ledwig ein Kandidat fürs Podest gewesen, denn siegte er gleich zu Beginn der Serie, doch konnte er nach einem Sturz im 2. Heat nicht mehr antreten. Sam Seelfeld und Nadine Papke bildeten das Schlussbild dieser Wertung.

#
Name
1
2
3
4
5
6
Pkt
Pl
41 Patrick Döllmann  
2
2
3
3
 
10
1.
16 Malte Zyweck  
3
3
2
2
10
2.
11 Dennis Möller
2
1
 
2
3
8
3.
3 Arne Ledwig
3
 
S
N
N
3
4.
15 Sam Seelfeld
1
0
 
1
1
3
5.
14 Nadine Papke
0
 
1
0
S
 
1
6.

Mini-Flitzer

Foto: Trev White

Mit einem neuen fahrbaren Untersatz bewegte sich "Mini-Flitzer" Dion Deddens (Bruder von René) an seinem 2. Geburtstag durchs Fahrerlager in Norden während der grosse Flitzer auf der Bahn seine Kreise
drehte. Siegen konnte er allerdings nicht, da er im letzten Lauf einen Ausfall zu beklagen hatte. Jesper Zyweck stand dafür auf dem obersten Podest gefolgt von Sven Blankenhagen, der noch im ersten Lauf auf einem für ihn fremden Motorrad fahren musste, nachdem seines nicht ansprang. René blieb trotz des Ausfalles der 3. Rang vor Philine Ittermann und Marcel-David Schwierz, der ebenfalls im letzten Lauf ausfiel.
# Name
1
2
3
Pkt Platz
35 Jesper Zyweck 8 7 8 23 1.
37 Sven Blankenhagen 4 6 7 17 2.
31 René Deddens 7 8 A 15 3.
38 Philine Ittermann 5 4 6 15 4.
44 Marcel-David Schwierz 6 5 A 11 5.