Eisspeedway WM Semifinale in Örnsköldsvik S,
07./08.2004

Nikolai der Grosse führt seinen Triumph fort

Nikolai Krasnikov gewann das Semifinale im schwedischen Örnsköldsvik. Er verlor nur drei Punkte während des ganzen Wochenendes, hauptsächlich durch schlechte Starts. Überhol-vorgänge der Extraklasse und eine Geschwindigkeit, bei der keiner mithalten konnte, machen ihn zu einem sehr sehr starken Titelaspiranten für die diesjährige WM.

Deutscher Sonnenschein in Schweden

Der Sieg im Finale wurde zwischen Krasnikov, Ivanov, Bauer und Serenius entschieden. Im ersten Versuch übernahm Ivanov die Führung, Bauer folgte ihm und Krasnikov, mal wieder mit einem schlechten Start, war nur Dritter. Bauer konnte dann die Führung übernehmen. Ivanov versuchte, die Führung wieder zu erlangen und Krasnikov, der inzwischen auf Platz 2 lag, innen zu überholen. Da ihm aber der Platz ausging, kollidierte er mit dem Hinterrad seines Gegners und nahm beide mit in die Strohballen. Trotz dieses schweren Sturzes blieben beide unverletzt. Im Neustart übernahm Krasnikov gleich die Führung, Bauer und Posa hatten keine Chance, ihn zu erreichen.

Trotzdem hinterliess Bauer während des Wochenendes einen starken Eindruck und die deutschen Fans können eine spannende Eis GP Serie erwarten. Der zweite deutsche Pilot Robert Eibl war in einen weiteren schweren Crash verwickelt, als er in Führung lag und Drogalin versuchte, unter ihm durch zu tauchen. Kirill war neben ihm auf der Geraden und brachte den Deutschen dann zu sturz.

Robert rutsche auf dem Rücken über das Eis und wurde zum Glück weder von der eigenen Maschine, noch von anderen Fahrern dabei erwischt. Bei dieser Aktion verletzte sich Drogalin am rechten Fuss, war aber in der Lage, in seinem letzten Lauf zu starten. Sein Fuss war aber so verletzt, dass er es kaum schaffte, den ersten Gang an den Startbändern einzulegen und verzichtetet deswegen auch auf einen Start im Semifinale. Eibl konnte am Rerun wieder teilnehmen und bekam von Krasnikov das Ersatzbike geliehen. Dabei zeigte sich Teamgeist im deutschen Lager: Kreklau wollte Eibl nicht überholen während dieser versuchte, sich an die ungewohnte Maschine zu gewöhnen. Die letzte Kurve nahm Marian dabei extrem langsam und fuhr nur mit einer Hand am Lenker.

Marians Wochenende hatte zwei Seiten: Samstags kam er kaum zu recht, und erst Sonntags kam der Kämpfer raus, der auch schon in Oulu zu sehen war.

Robert Eibl schlug sich durch

von li: Aakko, Ivanov, Bauer

Für die Finnen und Schweden war es ein Rennen, über das noch länger geredet werden wird. Aakko und Svensson beendeten die Läufe mit jeweils 17 Punkten, theoretisch auf Platz 8 und warteten deswegen auf ein Stechen. Aber da wir ja alle wissen, dass es kein mehr Stechen mehr gibt, (Antti und Stefan wissen das jetzt auch) wurde das Ergebnis entsprechend den Regeln gewertet. Da Aakko mehr Siege gegenüber Svensson hatte, ist er direkt für den GP qualifiziert und Svensson startet im ersten GP als Reservefahrer.

Günther Bauer erfüllte die Erwartungen, die in ihn gesteckt wurden, mehr als man es erhofft hatte, doch befindet sich "Schliff" auch in einer ausgezeichneten Form.

rechts: Für Marian Kreklau ist das Unternehmen Eis GP 2004 nun zu Ende

Start frei zu Heat 14
Kreklau, Tuinstra, Serenius, Eibl

3. Posa - 1. Nikolai - 2. Günther

Das Ergebnis

 1. Nikolai Krasnikov     RUS     12+15 27
 2. Günther Bauer         D       13+11 24
 3. Per Olov Serenius     S       12+11 23
 4. Ivan Ivanov           RUS     12+12 24
 5. Vladimir Lumpov       RUS     13+10 23
 6. Robert Eibl           D        9+ 9 18  
 7. Kirill Drogalin       RUS/BMX  9+10 19
 8. Antti Aakko           FIN     11+ 6 17
Reserve:
 9. Stefan Svensson       S        6+11 17
Ausgeschieden:
10. Marian Kreklau        D        1+ 8  9
11. Tommy Björklin        S        5+ 3  8
12. Tomas Ekström         S        5+ 2  7
13. Tjitte Bootsma        NL       5+ 1  6
14. Johnny Tuinstra       NL       3+ 3  6
15. Mikael Persson        S        2+ 4  6
16. Seppo Klemettilä      FIN      2+ 3  5
17. Torleif Burmann       S        N+ 1  1  
18. Kent Peltonen         S        N+ 0  0

Video (6.5MB) vom Finallauf und dem Rerun von Peder Nordin.

Das Video wurde uns freundlicherweise von Wolfgang von www.spike-bauer.com zugesandt.

Text und Fotos: Markku Jurmu - Finnland