Eisspeedway WM Quali 3 in Oulu FIN
17.01.2004

Nikolai Krasnikov dominierte das Feld

Er ist schnell, er ist fair, er ist jung, er trägt den Namen der Zukunft im Eisspeedway-Sport. Er gab nicht einen Punkt ab und er gewann. Sein Name ist Nikolai Krasnikov.
Keiner konnte ihm das Wasser reichen und so siegte er souverän beim WM Viertelfinale in Oulu. Sein ärgster Rivale Antti Aakko war dicht dran, doch konnte er ihm auch im direkten Duell keine Paroli bieten. Aakko besiegte alle anderen russischen Piloten und fuhr auch gleich im 1. Heat die schnellste Zeit des Abends mit 56.00 sec. Selbst Lumpov, der für den verletzten Maksim Zacharov in dieses Viertelfinale kam, und Polikarpov konnten Aakko nicht halten. Ivan Ivanov lag im 9. Heat zwar vor dem jungen Finnen, doch fing sein Bike in der letzten Kurve an zu springen und Ivanov flog aufs Eis und das nur wenige Meter vor der karierten Flagge. Im Semifinale zeigte Aakko aber dann, dass er Ivanov auch über die Distanz von 4 Runden schlagen kann.

Die Deutschen Stefan Pletschacher, der die viertbeste Trainingszeit am Freitag fuhr, und Marian Kreklau zeigten ein wirklich tolles Rennen und belegten die Plätze 6 und 7, was ihnen den Einzug in die Semifinalrunde bescherten. Der 3. deutsche Akteur Reinhard Greisel kam am Ende auf den 12. Rang, nachdem er insgesamt 4 Zähler ins Ziel brachte. "Noch war anscheinend das Level für Greisel etwas zu hoch, doch mit etwas mehr Erfahrung und Training wird Deutschland einen weiteren guten Fahrer haben", so Markku Jurmu, der Live vor Ort war und Speedway.org seine Eindrücke zur Verfügung stellte.

Bilder von 2 Trainingsstarts am Freitag

Neben den Siegern Krasnikov, Aakko und Ivanov kamen desweiteren folgende Eiscowboys eine Runde weiter: Juri Polikarpov, Vladimir Lumpov, Marian Kreklau, Stefan Pletschacher, und Seppo Klemettilä sowie die 2. Reservisten Tomas Ekström und Kent Peltonen.

Fazit: Nachdem nun alle 3 Qualifikationsrunden über die Bühne gingen, stehen alle Fahrer für die 2 Semifinals fest. Die Auslosung über die Teilnahmeorte erfolgt in den nächsten Tagen, doch ist eines jetzt schon Gewiss: Allein 12 russische Fahrer (inkl. Drogalin und Bazeev, die unter der weißrussischen Flagge starten) treffen auf die weiteren 12 Fahrer, die aus insgesamt 6 Nationen kommen. Es wird also ein heisser Tanz auf dem Eis, wenn es am 07./08. Februar in Lukhovitsy/RUS und Örnsköldsvik/S um die insgesamt 16 + 2 Reservetickets geht. Aus jedem Semifinale qualifizieren sich 8 und ein Reservefahrer für die Eisspeedway GPs 2004.

# Fahrer
Nat
FMN
01 02 03 04 05 06 07 08 Pkt 09 10 11 12 Pkt 13 14 15 16 Pkt 17 18 19 20 Pkt
Sf-1
Sf-2
Fin
Platz
7 Nikolai Krasnikov Russland MFR 3 3 6 3 9 3 12 3 15 1. 1. 1.
1 Antti Aakko Finnland SML 3 3 6 3 9 2 11 3 14 1. 2. 2.
11 Ivan Ivanov Russland MFR 3 2 5 D 5 2 7 3 10 2. 3. 3.
12 Juri Polikarpov Deutschland MFR 2 3 5 2 7 1 8 3 11 2. 4. 4.
2 Vladimir Lumpov Russland MFR 2 3 5 3 8 3 11 1 12 3. 5.
4 Marian Kreklau Deutschland DMSB D 2 2 2 4 3 7 2 9 3. 6.
16 Stephan Pletschacher Deutschland DMSB 3 1 4 1 5 3 8 2 10 4. 7.
6 Seppo Klemettilä Finnland SML 1 2 3 2 5 2 7 2 9 D 8.
3 Tomas Ekström Schweden SVEMO 1 1 2 3 5 2 7 1 8 9.
8 Kent Peltonen Schweden SVEMO 2 0 2 2 4 1 5 2 7 10.
14 Tomi Kirilov Finnland SML 2 1 3 1 4 0 4 1 5 11.
9 Reinhard Greisel Deutschland DMSB 1 2 3 0 3 1 4 0 4 12.
10 Jan Pecina Tschechei ACCR 0 D 0 1 1 1 2 1 3 13.
5 Martin Posch Österreich ÖAMTC 0 1 1 1 2 D 2 0 2 14.
15 Mark Uzzel England ACU 1 0 1 0 1 0 1 0 1 15.
13 Martin Behal Tschechei ACCR 0 0 0 0 0 D 0 0 0 16.

Statistik am Rande

Stürmischter Fahrer Martin Behal
Pechvogel des Tages Ivan Ivanov
Schönster Fahrstil Antti Aakko
Überraschung des Tages Seppo Klemettilä und Marian Kreklau
Schnellster Lauf Antti Aakko - Heat 1 - 56,00 sec
Streckenlänge 330 Meter
Zuschauer 2000
Referee Krister Kardell