Der RSC Pfarrkirchen gab sich viel Mühe
mit der Ausrichtung des Langbahn WM-Laufes 3 und richteten am Samstagabend
im Festzelt im Fahrerlager einen Fahrerempfang vom Feinsten aus. Nach
den Festreden u.a. durch Schirmherrin und Landrätin Bruni Mayer
und Bürgermeister
Georg Riedl und einer Filmpräsentation
der Stadt Pfarrkirchen gab es Essen und Getränke satt für die
ca 250 geladenen Gäste,
ehe auch die Fans im angrenzenden Zelt nebenan der Fahrerpräsentation
beiwohnen durften. In der Mittagspause des Renntages traten dann alle
Piloten - sowohl die WM Piloten als auch die Akteure der B-Lizenz - zur
ausgiebigen Autogrammstunde an und mit fortlaufender Stunde stieg auch
die Spannung bis zum Start. |
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Wie üblich in der WM-Runde gab es zunächst
für 6 Last Chance
Fahrer den Kampf um die 2 letzten Tickets für das Hauptfeld. Hier
traten u.a. Bernd Diener und Matten Kröger erneut an, die sich durch
die letzten 2 Last Chance Läufe in Bielefeld und Marmande bereits
viele Punkte in der Gesamtwertung ergattern konnten und in den Top 5 zu
finden waren. Jörg
Tebbe, ebenfalls schon 2x in der WM zum Einsatz gekommen, sowie Nynke de
Jong und Matthieu Tresarrieu mussten sich dann aber auch noch gegen Sirg
Schützbach
versuchen durchzusetzen, der in Marmande durch einen Crash im 1. Heat
in diesen Extra-Lauf verdonnert wurde. Für Matten war es der 1. Einsatz
nach seinem Schlüsselbeinbruch, den er sich 3 Wochen
zuvor in Schweden eingefangen hat. Es sah für den Bokeler zunächst auch ganz gut aus, denn konnte er sich hinter dem stark auftrumpfenden Schwarzwälder zunächst Rang 2 sichern. Allerdings konnte er nur gut 1 Runde diesen Rang gegenüber Sirg behaupten, der seinerseits mächtig Druck machte und Matten letztendlich auf Rang 3 verdrängte, ehe Matten in der 3. Runde leider ausfiel und somit keine WM-Punkte in Pfarrkirchen schreiben konnte. Jörg, Matthieu, der im übrigen aufgrund des U19 EM-Finals in Rybnik PL am Tag zuvor nicht am Training teilnehmen konnte, und Nynke fuhren auf die folgenden Plätze, doch blieben Jörg und der Franzose als Reservisten ohne Einsatz. |
Die Last Chance Teilnehmer
1. Ecke Last Chance: |
Somit standen also Bernd und Sirg fest im Feld und
beide konnten ordentlich mitmischen in der Vorrunde. Gespannt war man
allerdings auch auf Kelvin Tatum, Gerd Riss und Robert Barth, die alle
als Topfavoriten dieser WM mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Während
Robert sich wieder 100%ig fit fühlte und sich
in Pfarrkirchen nun zum 1. Mal dem WM-Feld stellte, hatte Gerd immer
noch Probleme mit seinem Arm. Kelvin fühlte sich hingegen eigentlich
ganz gut nach seinem bösem Crash eine Woche zuvor in Eenrum. Dass
sich dann ausgerechnet diese 3 von mir scherzhaft bezeichneten"WM-Invaliden" auf
dem Podest wieder fanden, war ein Zeichen ihres eigenen Leistungsvermögen
und der gut präparierten Strecke.
Bereits nach Ablauf der Vorrunde standen sie als Punktbeste auf den Rängen 1,2 und 3. Tatum und Barth nahmen sich je einen Zähler in den Heats 6 und 12 weg und Gerd musste je einen an die Kontrahenten in Lauf 2 und 9 abgeben. Mit 19 bzw 18 Zählern hatten sie dann auch 2 Punkte Vorsprung gegenüber den folgenden Piloten. Der 3. der EM Bernd Diener konnte insgesamt 16 Zähler ins Ziel bringen und zeigte als ältester Teilnehmer einmal wieder, dass er noch immer zu den Stärksten gehört. Mit je 15 Punkten schafften dann Herbert Rudolph und Stephan Katt den Sprung ins A-Finale, auch wenn beide sozusagen einen Vorlauf verpatzten. Dieses Finale war dennoch ungefährdet. |
Heat 4
Heat 5
Heat6
Wie schon angedeutet konnte sich auch Sirg toll
in Szene setzten, doch hatte er einen grossen Schutzengel an seiner Seite,
als ihm im 10. Lauf in der letzten Runde die Aufhängung der hinteren
Schwinge brach. "Ich
dachte, ich hätte einen Plattfuss", so Sirg, der als Konsequenz
dieses Mahleurs
"nur" einen Platz an Andrew Appleton abgeben musste. Als Punktbester
der B-Finalisten hätte ihm der eine Zähler mehr aber auch keinen
Platz im A-Finale beschert. Neben ihm konnte sich dann der frischgebackene Grasbahn Europameister Theo Pijper für das B-Finale qualifizieren. Auch Theo musste auf das Training verzichten, da er wieder einmal ein Ligarennen für seinem Club Edingburgh Monarchs bestreiten musste. Er traf mit seiner Crew erst am Samstagabend zum Fahrerempfang ein, doch ist er Profi genug, um sich auch ohne Training schnell zurecht zu finden. Für 4 Akteure galt es noch die Plätze zu vergeben und diese 4 waren sich aus Punktesicht nach der Vorrunde einig. Während sich Sirg und Theo mit 11 Zählern qualifizierten, schrieben Matt Read, Enrico Janoschka, Andrew Appleton und Maik Groen je 8 Vorlaufpunkte und es galt nur die Reihenfolge für die Helmfarbenauslosung durch die Jury zu bestimmen. Matt Read wusste in der Vorrunde bei seinem Pfarrkirchen-Debüt wirklich zu beeindrucken, doch hätte er mit Sicherheit mehr Punkte auf dem Konto gehabt, hätte er sich nicht in Lauf 5 Zündungsproblemen stellen müssen. Auch Enrico musste einen Lauf vorzeitig beenden, als sich in Heat 6 der Zahnriemenadapter löste. Auch Andrew schrieb gleich zu Beginn eine Nullrunde, doch war kein Ausfall der Grund. Er wusste sich aber mehr und mehr zu steigern und konnte seine zuletzt gezeigte WM-Leistung wieder unter Beweis stellen. Der Dritte im Bunde, der ohne Training in die Arena trat, war Maik Groen, der noch bis spät in die Nacht im Rahmenprogramm der 125ccm Gold Trophy (wo Ramon Stanek Europameister wurde) in Siddeburen NL zugegen war. Ohne Ermüdungserscheinung konnte er als eigentlicher Grasbahnspezialist immer punkten und hatte mit dem Erreichen des B-Finals schon mehr Matchpunkte sicher, als in den Rennen in Bielefeld und Marmande, wo er jeweils nur im C-Finale stand. |
Ricky beugt dem schmerzenden Peppi weiss bescheid |
Vielleicht etwas überraschend stand Zdenek
Schneiderwind nur im C-Finale. Auch er gehörte nach den 2 voran
gegangenen WM-Läufen zu den Top 6 und musste
wie Enrico wichtige WM-Punkte
auf der Strecke lassen. Neben ihm stellten sich dann Stéphane
Tresarrieu, Massimo Mora, Dirk Fabriek, Uppie Bos und Glen Philipps dem
C-Finale. Bis auf Glen konnten alle anderen dieses Sextett ihre Punkte
ins Ziel fahren, doch bei dem jungen Engländer lief es einfach nicht.
Schon im Training am Samstag hatte er Probleme mit dem Setup und fiel
in den Vorläufen am Sonntag sogar
2 Mal aus. |
Die "WM-Invaliden" setzten sich durch
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Posa inspizierte alles ganz genau Andrea Gärtner schnappte sich Günther Bauer |
Am RandeMit 2000 KM Anreise traf man auch auf den ältesten Eisspeedwaypiloten Per
Olov Serenius aus Schweden. Wie in jedem Jahr verbringt er einige Wochen
im Sommer in Deutschland und besuchte u.a. auch seinen Freund Michael Lang.
Klar, dass er dann in Pfarrkirchen zum Methanol schnuppern kam. Neben Posa traf man aber auch auf Günther Bauer, Stefan Pletschacher, Viatscheslav Nikulin und Martin Leitner, die man ebenfalls aus der Eisszene kennt. Aber auch andere bekannte Gesichter aus dem Bahnsport zählten zu den Fans. So sah man Karl Maier, Alois Wiesböck, Georg Gilgenreiner und Egon Müller, der aber auch als Tuner von Enrico Janoschka vor Ort war. Ein Tunertreffen war es mit Anton Nischler, Hans Zierk, Klaus Lausch, Marcel Gerhard und Guiseppe Mazotto obendrein, um nur einige zu nennen. Nach langer Verletzungspause gab es auch ein Wiedersehen mit Josef Onderka, der seit 12 Monaten kein Rennen mehr fahren konnte. Auch Franz Heublhuber kam am Samstag sofort nach seiner Krankenhausentlassung (nach seiner Lendenwirbelverletzung) ins Stadion. |
Sieger Kelvin Tatum - Foto: Josef Strohhammer
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Die Rennen der B-Lizenz gibt es ab morgen