Es war wie in der Wüste: Ein andauernder Sturm
fegte nicht nur den Sand in die Augen der Fans, sondern auch den Sand
ins Getriebe... Selten gab es so viele Ausfälle wie in Roden, doch
ob diese Verhältnisse
wirklich dafür verantwortlich waren, sei dahin gestellt. Unermüdlich
sorgte der Bahndienst für angemessene Bahnverhältnisse, doch
wehte der Wind das Wasser eher wieder trocken, als dass dieses in den
Boden sickern konnte. Als gesamte Anlage ist das Stadion ein Schmuckstück,
so einige der Piloten, doch machte der Untergrund, der auch beim 2. Rennen
seit der Eröffnung immer noch
keinen wirklich verdichteten Eindruck und ein Strahl tat höllisch
weh. Mit 1 1/2 Stunden Verspätung fand das
Rennen gegenüber
dem vorgesehenen Zeitplan mit den Siegerehrungen sein Ende, doch konnte
der Vorsitzende Bert Oosterling auf unfallfreie Rennen zurückblicken. |
Matten zeigte die Kopfmode, die |
Heat 1
Den Start zum 1. Heat gewann ganz klar Maik Groen,
doch war er bereits eine halbe Runde später das erste Ausfallopfer.
Janoschka übernahm daraufhin
die Führung und baute Vorsprung heraus, während
sich hinter ihm Kollege Katt erst wieder von fast ganz hinten nach vorne
kämpfen musste.
Katt klagte (auch in den folgenden Läufen) mit Getriebe-Probleme,
doch wusste er dann diesem Getriebe Paroli zu bieten. Mit der gelben
Flagge mit dem schwarzen Kreuz kam der Ausfall für Janoschka. Der
Zahnriemen riss und der Güstrower musste das Feld vorbei ziehen
lassen, während er den
Schwung noch für die letzte Runde aber dennoch hatte, um nach Groens
Ausfall zumindest noch einen Punkt zu sichern. Gewinnen konnte übrigens
Harm Jannes Renkema, der nach seinem Crash in Balkbrug, wo man einen
Schlüsselbeinbruch diagnostizierte, schon wieder am Band stand.
Die Ärzte
irrten sich beim ersten Blick aufs Röntgenbild und sahen, dass die
Bruchstelle eine Alte war und HJ somit doch keine akute Verletzung vom
Crash davon trug. |
Heat 2
Uppie Bos dominierte ganz klar den 2. Lauf dieser
Konkurrenz und legte einen perfekten Start-Ziel-Sieg hin. Toni Svab hielt
am ehesten Anschluss, der seinerseits Kröger in Schach halten konnte.
Während sich der nun doch in die Jahre gekommene Trevor Banks durch das Verlassen der Bahn ins Aus katapultierte, riss bei
Christian Hülshorst der Schaltzug und er war das 3. Ausfallopfer. |
Heat 3
Mit dem 3. Lauf kamen alle 8 Piloten auch ins Ziel
und am schnellsten absolvierte erneut Uppie Bos diese 4 Runden. Dennoch
wurde er hart attackiert von Sirg Schützbach, der nach einem 4. Rang
aus dem 1. Lauf nun weitere 6 Zähler schreiben durfte.
Maik Groen schrieb nach seinem Ausfall jetzt seine ersten Punkte, ehe Kröger
das Ziel erreichte. Ausgangs der Startkurve bekam er eine fürchterliche Packung
und verlor daraufhin mehrere Plätze, doch lag
er mit seinen 9 Punkten noch relativ gut im Rennen. |
Heat 4
Noch immer unzufrieden über das Verhalten des Getriebes,
schaltete Katt wesentlich früher in den 2. Gang, als sonst.
Mit dieser Taktik fuhr nicht nur gut, sondern vor allem vorne weg. Janoschka,
der sich zunächst von 3 auf 2 vorfahren konnte,
wurde in der 2. Runde schon wieder langsamer, nahm eine aufrechte Position
ein und liess das Feld erneut fahren. Für ihn war es jetzt schon
der 2. Ausfall und an einen ähnlichen Erfolg, wie beim Eröffnungsrennen, wo
er gewann, war nun nicht mehr zu denken. Die genaue Ursache konnte er nicht
finden, doch tippte er auf Vergaser- und Zündungsprobleme.
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Heat 5
Katt machte anschliessend gleich wieder da weiter,
womit er aufhörte,
nämlich mit einem Laufsieg. Überraschend auf dem 2. Platz konnte
sich Trevor Banks behaupten, der aber aufgrund des Ausfalls von Uppie
Bos profitieren konnte. Bos verlor seinen Ventildeckel und bekam soviel
Sand in den Motor, dass dieser komplett fest war. Nach seinem Maximumkurs
kam nun also das Aus und musste auch für den letzten Lauf und die
Finalrunde absagen. Nach einem Vergaserwechsel ging Janoschka ein letzte
Mal ans Band, denn fiel er ein weiteres Mal aus und er meldete sich ebenfalls
mit Maschinendefekt ab und machte sich schon vorzeitig auf die Heimreise,
während Bos noch
bis zum Schluss als Zuschauer ausharrte. |
Heat 8
B-Finale
Mit nur 7 Fahrern ging es auch hier ans Band, bei
dem es um die Platzierungen 9 - 15 ging (Rang 16 belegte schon Janoschka)
Maik Groen zeigte hier endlich das, was man von ihm gewohnt war und er
siegte verdient in diesem Finale vor dem Youngster Dirk Fabriek, Erik
Eijbergen, Jannik de Jong, Steven van der Helm, Christian Hülshorst und
Tim Korneliussen, der noch einmal einen Ausfall drauf setzte. |
Kröger sicherte sich nach einem perfekten Start
den ersten Sieg dieser Endlaufrunde vor Svab, Schützbach und Katt.
Katt hatte ausgerechnet in diesem Lauf, wo es ums Podium ging, wieder extremste
Probleme, als er in den 2. Gang schalten wollte. Erst Mitte der Kurve
kam er in diesen und musste nun Jagd auf die Spitze machen, was ja, wie
schon erwähnt,
mit dem 4. Rang ausging.
2. A-Finale Im 2. A-Finale klappte das mit dem Schalten dann wieder besser, doch war Kröger schneller als Katt und der 2-fache Familienvater fuhr einem klaren Gesamtsieg entgegen. Für Katt reichte es am Ende dann doch grad noch zu Platz 2, auch wenn Ortema-Kollege Schützbach und Svab ebenfalls 10 Finalpunkte aufweisen konnten. Das bessere Abschneiden im 2. Endlauf war ausschlaggebend und so standen am Ende des doch sehr langen Renntages 3 deutsche Piloten auf dem Podium. HJ Renkema fuhr konstant auf dem 5. Platz ins Ziel und erbrachte damit ein tolles Ergebnis als bester Niederländer. Trevor Banks und Marius Rokeberg komplettierten die Plätze 6 und 7, da der 8. Rang vergeben war an Uppie Bos. |
| Punktewertung: 7-6-5-4-3-2-1-0 | Die Finals werden mit 0 Punkten begonnen | |||||||||||||||
| # | Name | Nat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | Pkt | B-Fin | A-Fin 1 | A-Fin 2 | Pkt | Platz |
| 14 | Matthias Kröger | 5 | 4 | 7 | 7 | 23 | 7 | 7 | 14 | 1. | ||||||
| 4 | Stephan Katt | 6 | 7 | 7 | 7 | 27 | 4 | 6 | 10 | 2. | ||||||
| 8 | Sirg Schützbach | 4 | 6 | 2 | 5 | 17 | 5 | 5 | 10 | 3. | ||||||
| 10 | Antonin Svab | 6 | 6 | 6 | A | 18 | 6 | 4 | 10 | 4. | ||||||
| 3 | Harm Jannes Renkema | 7 | 3 | 4 | 6 | 20 | 3 | 3 | 6 | 5. | ||||||
| 13 | Trevor Banks | A | 3 | 6 | 6 | 15 | 2 | 2 | 4 | 6. | ||||||
| 2 | Marius Rokeberg | 5 | 5 | 3 | S | 13 | 1 | 1 | 2 | 7. | ||||||
| 9 | Uppie Bos | 7 | 7 | A | N | 14 | N | N | 0 | 8. | ||||||
| 6 | Maik Groen | A | 5 | 5 | 2 | 12 | 1. | 9. | ||||||||
| 12 | Dirk Fabriek | 2 | 2 | 5 | 4 | 13 | 2. | 10. | ||||||||
| 11 | Erik Eijbergen | 3 | 1 | 2 | 4 | 10 | 3. | 11. | ||||||||
| 16 | Jannik de Jong | 4 | 2 | 3 | 3 | 12 | 4. | 12. | ||||||||
| 1 | Steven van der Helm | 3 | 0 | 4 | 5 | 12 | 5. | 13. | ||||||||
| 15 | Christian Hülshorst | A | 4 | 1 | 3 | 8 | 6. | 14. | ||||||||
| 5 | Tim Korneliussen | 2 | A | A | T | 2 | A | 15. | ||||||||
| 7 | Enrico Janoschka | 1 | A | A | N | 1 | N | 16. | ||||||||
Gerade für das Ortema-Team war es ein toller Erfolg
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Im neuesten Outfit präsentierten sich Sirg, Hülse und Catman
und ihre Mechaniker |
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Finale Arai Special Senioren
Im Rahmenprogramm standen u.a. die Klasse der Special
Senioren auf dem Plan, dessen Sieger Wouter Duursema wurde. Durch eine
wahnsinnige Aufholjagd gelang es dem Youngster René van Weele noch kurz vor dem Ziel Sjoerd Rozenberg abzufangen, nachdem er auch nach den Vorläufen
als Punktbester da stand.
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Erfreulich aus deutscher Sicht war auch das Abschneiden
von Ramon Stanek und Kai Huckenbeck in der 125ccm Amusa-Klasse. Sie belegten
die Plätze 1 und 2 vor Jan Okke Loonstra, der die 9-Köpfige Riege der
Niederländer anführt. |