Grasbahn EM Semifinale 3 in Schwarme,
25.07.2004

Was zuvor noch alles los war - 23./24.07.2004

Nach der geglückten Premiere des 1. Mofarennens 2003 fiel auch in diesem Jahr in Schwarme im Rahmen des Grasbahn EM Semifinals 3 am Freitagabend der Startschuss zu einem langen Motorradsport-Wochenende. 24 Teams hatten sich angemeldet und bei einer verkürzten Distanz auf 2 ½ Stunden (statt deren 3) fuhr das Siegerteam 177 Runden.
Aus der Bahnsportszene traf man nur auf einen bekannten Namen, da die anderen Mannschaften vom letzten Jahr aus Verletzungsgründen oder anderen wichtigen Verpflichtungen anderweitig unterwegs waren. Jens Buchberger, der in diesem Jahr aus privaten Gründen noch kein Langbahnrennen fahren

"Born to wild"

konnte, liess es sich aber nicht nehmen und trat erneut an. Leider brach nach 42 Runden das Vorderritzel samt Welle ab und so ging er mit seinem Partner auf Rang 18 in die Wertung. Bei einer völlig anderen Streckenführung gegenüber dem letzten Jahr ging es wieder mit einem "Le Mans-Start" auf die Plätze, durch den Wassergraben fertig und durch unzählige Kurven los. Wieder fiel dabei auf, dass es nur 2 reine Mofas gab und sich das Fahrerfeld der anderen aus grösseren Vehikels zusammensetzte. Nach der Siegerehrung gegen 22.00 Uhr im Festzelt, bei dem die einzigen beiden Mofateams noch einen Extrapreis in Empfang nehmen durften, ging es nahtlos in die Fete rüber.

Husch husch -
Zündkerze reingedreht
und ab durch den Matsch

Am Samstag folgte dann bei fast gewohntem Schwarme-Wetter neben dem Oldtimertreffen mit Ausfahrt das Training der EM-Piloten und die Rennen der 250er Klasse. Hier siegte Jörg David mit 3 Laufsiegen

Sieger Jörg David

gegenüber Jürgen Schmidt, der Jörg zumindest einen Sieg abnehmen konnte. Jörg Dau sicherte sich bereits abgeschlagen den 3. Rang mit einem Punkt vor Christian Puck, der nach 2 Läufen mit Maschinenproblemen das Bike wechselte und damit gewohnt bessere Ergebnisse erzielte. Rudi Gaschka, der erst in dieser Saison in diese Truppe hineinkam, holte Rang 5 vor Sven Warner, der die letzten Punkte schrieb und Ingo Allert, Rainer Schmidt sowie Gespannpilot Dittmar Friscovec, der als Reservist einmal zum Einsatz kam und auch ohne Beiwagen Spass am Fahren fand, obwohl er einen Ausfall zu beklagen hatte, belegten die letzten Plätze.

#
Name
1
2
3
4
Pkt
Platz
3
Jörg David
5
5
4
5
19
1.
1
Jürgen Schmidt
4
4
5
4
17
2.
5
Jörg Dau
3
3
1
2
9
3.
2
Christian Puck
2
0
3
3
8
4.
6
Rudi Gaschka
1
1
2
1
5
5.
7
Sven Warner
0
2
0
0
2
6.
4
Ingo Allert
0
0
0
0
0
 
8
Rainer Schmidt
0
0
N
0
0
 
9
Dittmar Friskovec
N
N
A
N
0
 

Foto: Arno Grabosch

Neben der Siegerehrung dieser Klasse, die noch am Abend wiederum im Festzelt stattfand, gab es auch eine Fahrervorstellung einiger EM-Akteure, die in Interviews einiges zu erzählen wussten. Highlight des Abends war aber der Gastauftritt vom 1. Vorsitzenden Kurt Harries, der die Band "Hermann und die Hilflosen" an der Gitarre mit einigen Hits begleitete.
Vor 35 Jahren lernte Kurt das Gitarrespielen und übte das letzte halbe Jahr mit Hermann und seinen Hilflosen eifrig für diesen Auftritt.

Volle Konzentration und der Applaus war ihm sicher

Das Hauptprogramm bestand aber aus dem EM-Semifinale zur diesjährigen Europameisterschaft dessen Trainig, wie schon erwähnt, am Samstagnachmittagüber die Bühne ging. Mit den schnellsten Trainingszeiten sowohl im freien Training (mit eigener Messung) als auch Bandtraining führte Titelverteidiger Gerd Riss die Zeitwertung an. Aber auch die anderen deutschen Akteure fuhren gute Zeiten. Mit Björn Danielczik, der für den noch verletzten Uppie Bos ins Feld rückte, erhöhte sich sogar die Teilnehmerzahl aus deutscher Sicht noch. Und wenn man sich an das letzte Jahr zurück erinnert, konnte man schon einige Parallelen ziehen. Damals kam er auch kurzfristig ins feste Feld und schaffte mit einem 6. Rang den Einzug ins EM-Finale 2003. Diesmal scheiterte Björn aber denkbar knapp - um es einmal vorweg zu nehmen.
 
Name 1 Runde freies Training Startband Training 2 Runden sec Startband Training Km/h
Gerd Riss
22,84
48,45
117,10
Herbert Rudolph
23,60
48,97
115,86
Enrico Janoschka
24,13
49,09
115,58
Jannik de Jong
24,22
49,18
115,36
Sirg Schützbach
23,78
49,79
113,95
Vladimir Trofimov
24,09
49,95
113,59
Bernd Diener
24,00
Dirk Fabriek
24,75
Björn Danielczik
24,81
Richard Hall
25,40
Auf das Training verzichten musste der 1. Reservist Jörg Tebbe, der beim 2. Bundesligarennen in Olching einen Einsatz hatte, doch hörte man von dort, dass das Rennen wegen Regen nach 4 Heats abgebrochen wurde. So musste Jörg am Sonntag im Falle eines Einsatzes ohne Training auf die Bahn. (Doch dazu kommen wir noch)
Mit von den Zeiten dabei waren auch die niederländischen Youngster Jannik de Jong und Dirk Fabriek, die u.a. für den Sonntag eine ganz besondere Rolle spielten: Würde sich nämlich einer oder sogar beide für das EM-Finale qualifizieren, dann kommen 6+1 Fahrer nach Eenrum. Blieben die Top 6 ohne niederländische Beteiligung, so kämen nur 5+1 Fahrer weiter, da sich somit die KNMV einen Wildcardplatz offen halten konnte. Natürlich musste man auch das 2. Semifinale im britischen Folkestone im Auge behalten, denn wenn sich dort einer der 3 Niederländer qualifizierten könnte, dann wären auch in Schwarme 6+1 weiter auch ohne Jannik, Dirk oder Steven van der Helm und Ralf Strack die ebenfalls für den niederländischen Verband an den Start rollten.
Nach Klärung dieser Regelung bei der Fahrerbesprechung gab es aber schon optimistische Prognosen seitens der KNMV. Sie wussten um das Können ihrer Youngster und diese enttäuschten dann im Laufe der Rennen auch die niederländischen Fans unter 2500 Zuschauern nicht.

Trainingseindrücke

Start frei zum EM Semi-Finale 3