Nach der geglückten Premiere des 1. Mofarennens
2003 fiel auch in diesem Jahr in Schwarme im Rahmen des Grasbahn EM Semifinals
3 am Freitagabend der Startschuss zu einem langen Motorradsport-Wochenende.
24 Teams hatten sich angemeldet und bei einer verkürzten Distanz
auf 2 ½ Stunden
(statt deren 3) fuhr das Siegerteam 177 Runden. Aus der Bahnsportszene traf man nur auf einen bekannten Namen, da die anderen Mannschaften vom letzten Jahr aus Verletzungsgründen oder anderen wichtigen Verpflichtungen anderweitig unterwegs waren. Jens Buchberger, der in diesem Jahr aus privaten Gründen noch kein Langbahnrennen fahren |
"Born to wild" |
konnte, liess es sich aber nicht nehmen
und trat erneut an. Leider brach nach 42 Runden das Vorderritzel samt
Welle ab und so ging er mit seinem Partner auf Rang 18 in die Wertung.
Bei einer völlig anderen Streckenführung gegenüber dem
letzten Jahr ging es wieder mit einem "Le Mans-Start" auf
die Plätze,
durch den Wassergraben fertig und durch unzählige Kurven los. Wieder
fiel dabei auf, dass es nur 2 reine Mofas gab und sich das Fahrerfeld
der anderen aus grösseren Vehikels zusammensetzte. Nach der Siegerehrung
gegen 22.00 Uhr im Festzelt, bei dem die einzigen beiden Mofateams noch
einen Extrapreis in Empfang nehmen durften, ging es nahtlos in die Fete
rüber. |
|
![]() |
![]() |
![]() |
Husch husch - |
Zündkerze reingedreht |
und ab durch den Matsch |
Am Samstag folgte dann bei fast gewohntem
Schwarme-Wetter neben dem Oldtimertreffen mit Ausfahrt das Training der
EM-Piloten und die Rennen der 250er Klasse. Hier siegte Jörg David
mit 3 Laufsiegen |
|
| Sieger Jörg David |
gegenüber Jürgen Schmidt, der Jörg
zumindest einen Sieg abnehmen konnte. Jörg Dau sicherte sich bereits
abgeschlagen
den 3. Rang mit einem Punkt vor Christian Puck, der nach 2 Läufen
mit Maschinenproblemen das Bike wechselte und damit gewohnt bessere Ergebnisse
erzielte. Rudi Gaschka, der erst in dieser Saison in diese Truppe hineinkam,
holte Rang 5 vor Sven Warner, der die letzten Punkte schrieb und Ingo
Allert, Rainer Schmidt sowie Gespannpilot Dittmar Friscovec, der als
Reservist einmal zum Einsatz kam und auch ohne Beiwagen Spass am Fahren
fand, obwohl er einen Ausfall zu beklagen hatte, belegten die letzten Plätze. |
|
Foto: Arno Grabosch |
Das Hauptprogramm bestand
aber aus dem EM-Semifinale zur diesjährigen
Europameisterschaft dessen Trainig, wie schon erwähnt, am Samstagnachmittagüber
die Bühne ging. Mit den schnellsten Trainingszeiten sowohl
im freien Training (mit eigener Messung) als auch Bandtraining führte
Titelverteidiger Gerd Riss die Zeitwertung an. Aber auch die anderen
deutschen Akteure fuhren gute Zeiten. Mit Björn
Danielczik, der für den noch verletzten Uppie Bos ins Feld rückte,
erhöhte
sich sogar die Teilnehmerzahl aus deutscher Sicht noch. Und wenn
man sich an das letzte Jahr zurück erinnert, konnte man schon einige
Parallelen ziehen. Damals kam er auch kurzfristig ins feste Feld
und schaffte mit einem 6. Rang den Einzug ins EM-Finale 2003. Diesmal
scheiterte Björn aber denkbar knapp - um es einmal vorweg zu nehmen. |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Auf das Training verzichten musste der
1. Reservist Jörg
Tebbe, der beim 2. Bundesligarennen in Olching einen Einsatz hatte, doch
hörte man von dort, dass das Rennen wegen Regen nach 4 Heats abgebrochen
wurde. So musste Jörg am Sonntag im Falle eines Einsatzes ohne Training
auf die Bahn. (Doch dazu kommen wir noch) Mit von den Zeiten dabei waren auch die niederländischen Youngster Jannik de Jong und Dirk Fabriek, die u.a. für den Sonntag eine ganz besondere Rolle spielten: Würde sich nämlich einer oder sogar beide für das EM-Finale qualifizieren, dann kommen 6+1 Fahrer nach Eenrum. Blieben die Top 6 ohne niederländische Beteiligung, so kämen nur 5+1 Fahrer weiter, da sich somit die KNMV einen Wildcardplatz offen halten konnte. Natürlich musste man auch das 2. Semifinale im britischen Folkestone im Auge behalten, denn wenn sich dort einer der 3 Niederländer qualifizierten könnte, dann wären auch in Schwarme 6+1 weiter auch ohne Jannik, Dirk oder Steven van der Helm und Ralf Strack die ebenfalls für den niederländischen Verband an den Start rollten. Nach Klärung dieser Regelung bei der Fahrerbesprechung gab es aber schon optimistische Prognosen seitens der KNMV. Sie wussten um das Können ihrer Youngster und diese enttäuschten dann im Laufe der Rennen auch die niederländischen Fans unter 2500 Zuschauern nicht. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
![]() |
|
![]() |
Start frei zum EM Semi-Finale 3 |