Vor dem Rennen:24 junge Wilde trafen sich in Teterow zum Junioren DM-Finale. Aufgrund des kuriosen Rennausganges beim letzten Lauf der Gruppe Nord in Güstrow entschloss man sich, statt die je 8+1 Besten aus dem Norden und Süden auf 24 Fahrer aufzustocken und im GP System zur Tat zu schreiten. Leider musste der Titelverteidiger Martin Smolinski aufgrund seiner Schulterverletzung, die er sich eine Woche zuvor in Pardubice zugezogen hat, absagen und es fehlte schon einmal ein grosser Mitfavorit.Seine Startnummer übernahm Tobias Kroner, und somit erhielt auch Danny Knakowski einen Startplatz. Danny war allerdings auch noch angeschlagen: Sein Sprunggelenksbruch, den er sich 4 Wochen zuvor in Stralsund zugezogen hatte und einen 10 tätigen Krankenhausaufenthalt inkl. OP mit sich zog, stütze er mit einem Spezialschuh, doch war er bei seinem ersten Start nach dem Crash noch nicht der Alte. Zum Schluss rückte dann auch noch Hans-Jörg Müller in die Top 8 auf, da Marcel Limberger gar nicht erst zum Rennen erschien und für Hans-Jörgs eigentlichem Startplatz konnte man kurzfristig Ricardo Hermann aktivieren. |
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Heat 9 |
Heat 10 |
Mit dem 9. Heat kamen dann die vermeintlichen
Favoriten erstmals ans Band und fanden in Tobias Kroner ihren ersten
Laufsieger. Der bei uns Fotografen als stilistisch bester
Akteur gehandelte Kroner setzte sich |
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gleich mit einem Start-Ziel-Sieg in Szene,
während sich Matze Schultz mit Hans-Jörg
Müller um Rang 2 duellierte. Schultz gewann am Ende dieses Match
und so mussten Müller als auch Tommy Stange mit den Plätzen
3 und 4 Vorlieb nehmen. Der 10. Heat lebte zunächst vom Zweikampf von Michael Hertrich und René Schäfer. An der Spitze bekam Christian Hefenbrock allerdings nichts davon mit. René und Michi fuhren in einer Art "Duplo-Steck-System " durch die 3. Kurve, nicht mal ein Blatt Papier hätte dazwischen gepasst. René kam als Sieger aus diesem ersten Kontakt heraus, doch liess Michi nicht locker. 3 Ecken später schaffte es Michi dann, an René vorbeizuziehen, der daraufhin anscheinend erschrocken stürzte. Nach dem Abbruch nahm man René dafür aus dem Rennen, der mächtig sauer auf die Folgen des Sturzes reagierte. Im Rerun setzte sich dann Hefe erneut an die Spitze, doch wollte sich Michi auch hier nicht dem 2. Rang zufrieden geben. Mit dem Drang nach vorne gelang ihm der Führung und der Sieg des 10. Laufes vor Hefe und Kevin Wölbert, der achtbar mithielt. Die letzte Chance konnten daraufhin 4 weitere Akteure begraben. Während Bauer und Speiser sich wieder ins Spiel brachten, musste Kurz einpacken. Henning Loof, der in der Startkurve beim ersten Versuch stürzte und disqualifiziert wurde, blieb somit ebenfalls unter seinen Möglichkeiten. Aus dem anderen Hoffnungslauf gingen Petersen und Busch als Qualifizierte über die Ziellinie, wobei hingegen Wilk und Lieschke ausschieden. |
1. Start Heat 11 Heat 12 |
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Mit 62,66 sec und 72,16 Km/h legte Tobi Kroner zum
Auftakt der Sweet 16 den schnellsten Lauf des Tages hin. Der Emsländer
bezwang dabei Schäfer
und Diener, während Busch einen Ausfall zu verzeichnen hatte. Fast
eine Sekunde langsamer war im Anschluss Hefenbrock, der allerdings klar
und deutlich vor Bartz die Ziellinie erreichte. Eng wurde es aber noch
auf dem 3. Rang: zunächst lag Müller auf diesem Platz, doch
kam Speiser ihm im ersten Drittel der Renndistanz immer näher und überholte
ihn. Müller
blieb allerdings am Ball und pirschte sich im Schlussspurt wieder heran.
Nur Zentimeter fehlten am Ende, um den 3. Rang auch in die Wertung zu
bringen, was nun Speiser vorbehalten war. Petersen kam im 15. Heat in der Startkurve zu Fall, als er aussen an Schultz und Wölbert vorbeiziehen wollte. Referee Bernd Sagert ließ diesmal alle 4 Akteure wieder ans Band und Schultz sicherte sich souverän den Sieg vor Wölbert, während Sönke im Kampf um Rang 3 Facher besiegen konnte. Auch im 16. Lauf gab es einen Fight, und zwar den von Dilger und Stange um den 2. Rang. Hertrich machte derweil seine Meter an der Spitze, während Bauer am Ende des Feldes schließlich ausfiel. Über 2 Runden währte der Kampf, bei dem sich am Ende Tommy auf eben dem 2. Rang behaupten konnte. |
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Heat 16 |
Schnellster Mann in der Arena |
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Das nächste Ausscheiden auf den Plätzen
13 -16 stand auf dem Plan. Diesem Ausscheiden von der Schippe springen
konnten noch einmal Petersen und Diener, sowie Dilger und Busch. Für
Bauer und Müller, der sein Ticket nach verlorenem
Kampf Diener überlassen musste, endete die Jun-DM 2004 nach Lauf
17. Und auch Speiser und Facher durften zusammenpacken. Speiser machte
es aber noch bis zur Ziellinie spannend, doch blieb Zweikampfsieger Busch
wenige Zentimeter länger
im Rennen.
Das Viertelfinale folgte im Anschluss und hier ging es bereits um das direkte
Einziehen in die Semifinals. Der erste Lauf dieser Runde war spannend ohne
Ende und hatte schmerzhafte Folgen für Kroner: Stange zog von der
gelben Startposition von aussen an Kroner, Bartz und Schultz vorbei an
die Spitze. Kroner folgte seinem Diedenbergen-Clubkameraden, während
sich Schultz lieber auf Rang 3 zurückhielt. Die Angriffe, die er von
Kroner an Stange beobachten konnte, kamen ihm schon komisch vor und "Ich
habe lieber Piano gemacht", so Matze
nach diesem Lauf. Ausgangs der letzten Ecke kam der führende Tommy
auf die Linie von Tobi, der einen leichten Aufsteiger hatte und nicht mehr
wusste, wohin. "Da habe ich das Bike weggeschmissen, wo sollte ich
auch hin?",
so Tobi, der furchterregend in die Bande einschlug. Schäfer erwischte anschliessend den besten Start doch fing ihn alsbald Hefenbrock ab. Auch Hertrich blieb wieder im Kampfeifer und konnte René in der letzten Runde den 2. Rang abnehmen und somit ebenfalls wie Hefe direkt ins Halbfinale ziehen. |
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Mit nur 2 Fahrern ging das Rennen 21 über die
Bühne und somit fanden
sich Bartz und Wölbert direkt im Halbfinale wieder. Was war mit
den anderen beiden? Petersen, der nach seinem letzten Laufsieg in Heat
17 nach der Zieldurchfahrt den linken Arm hielt, befand sich in diesem
Moment auf dem Weg ins Krankenhaus: Der Sturz, den er im 15. erlitt,
verursachte solche Schmerzen, dass man ihn zur Vorsicht zum Röntgen
schickte. Nach Rennende war er wieder im Fahrerlager und konnte, trotz der verpassten Chance ins Halbfinale einzuziehen, schon wieder lachen. "Es ist eine Muskelzerrung" so Sönke. Tobi Busch hingegen, der noch mit am Band stand, katapultierte sich ebenfalls aus dem Rennen nach einem Sturz in der 2. Ecke. "Mir tut der A... weh", so Tobi, als er den Weg zurück ins Fahrerlager suchte. Somit schied auch er schmerzhaft und unfreiwillig aus. Mit 4 Akteuren wurde dann das Pendant zum 1. Hoffnungslauf dieser Runde gestartet: Hier setzten sich Kroner und Diener, der wie Dilger nun schon seinen 5. Einsatz hatte, durch. Tobi schien soweit okay zu sein und fuhr wieder wie ein junger Gott und auch Diener wusste zu überzeugen. Max, der sein Ziel, das Viertelfinale zu erreichen, schaffte war dennoch unzufrieden. Nicht wegen der Platzierung an sich, sondern eher wegen der Tatsache, dass er bei 5 Starts 4x von weiss ins Rennen gehen musste, und er in diesem Heat 22-Starterfeld aufgrund dieses Startgates keine Chance hatte. Immerhin besiegte er aber noch Schäfer, was ihm im Endeffekt einen Platz unter den Top 10 bescherte.
Bei den Semifinals ging es nun zur Sache; jetzt kam es drauf an und im ersten
Semi (das vermeindlich leichtere) katapultierte sich Stange mit einem Bandstart
und deren Disqualifikation aus den Medaillenrängen. Ärgerlich,
denn wäre
ein Platz auf 1 oder 2 allemal für den Schwarzwälder drin gewesen.
So konnten sich Hertrich und ganz zur Freude der teterower Fans auch Michael
Diener für den Endlauf qualifizieren."Diener darf man hier im
Osten nicht unterschätzen,
hier fährt er immer gut", so die einheitlichen Kommentare einiger
Mecklenburg-Kenner. |
Fuhr sensationell - Michael Diener |
| rechts: Auch Tobi Kroner schied aus, nachdem er Hefe und auch Michi Hertrich ziehen lassen muste. |
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Von 2 Süddeutschen und 6
Norddeutschen schafften je die Hälfte den Sprung aus dem Semifinale
ins Finale. Eine Vorherrschaft der Gastgeber? Wohl kaum, denn
fehlte zum einen ja auch der Titelverteidiger und zum anderen brachte
der Austragungsmodus diese Konstellation mit sich. Wer weiss, wie
das Rennen und die Platzierungen im "normalen" Fall ausgegangen
wären. |
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Die Leistungen der Finalisten sind damit aber bestimmt nicht angegriffen,. Im Gegenteil: Matze siegte verdient und bewies auch in Kroners Sturzheat Köpfchen, fuhr stets auf Sicherheit und im entscheidenden Moment taktisch clever. Vizemeister Hefenbrock, schien etwas enttäuscht zu sein, doch war er der zweitbeste Fahrer im Ring, was ihm die Silbermedaille einbrachte. Obwohl Michi einen perfekten Start hinlegen konnte, konnte er weder Matze noch Hefe halten und fiel auf Rang 3 zurück. Darüber freute er sich dennoch riesig. Ein Kompliment ist aber auch an Michael Diener für die tolle Leistung zu überbringen, der als einziger 7x Mal in die Arena trat und mit Rang 4 belohnt wurde. |
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