Einer kam durchSchon auf dem Weg nach Teterow wurde man alle halbe Stunde durch die Werbung im Radio auf das Event hingewiesen: „Die jungen Wilden aus 8 Nationen treten in Teterow beim Speedway EM Semifinale an“ - Aus den 8 Nationen wurden 7 und vom anfänglichen Startaufgebot steigerte sich die deutsche Teilnehmerzahl beim U19 EM-Semifinale in Teterow um 100%. Die Reservisten Tobias Kroner und Danny Knakowski kamen ins feste Feld und somit stiegen die Chancen, auch mit deutscher Beteiligung in das EM Finale am 28.8 im polnischen Rybnik einzuziehen. |
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Alle 16 Teilnehmer |
Das Augenmerk galt aber unseren jungen Wilden |
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Sebastian und Mathieu Tresarrieu |
Red Bull verleihte Flügel |
Gleich wird es ernst |
Tobi erhielt am Mittwoch einen Anruf, dass er sich
auf einen Start einstellen könnte, denn sagte der Slowene Matic
Secnik aus Verletzungsgründen
ab. Dass aber Danny auch noch unter den 16 Akteuren kommen sollte,
daran glaubte er nicht mehr. Doch es kommt ja meistens anders: Matic
Voldrih, ebenfalls aus Slowenien mit einer 12 stündigen Anfahrt,
verletzte sich zwar beim freien Training leicht an der linken
Hand, doch durfte er aus einem anderem Grund nicht starten. Warum man
erst nach dem Training darauf kam, war unklar, doch war es sicher,
dass Matic zu jung war. Sein Team und natürlich auch er waren
mehr als sauer und ein Teammitglied sagte: „Ja, Matic ist 15, doch
wird er im September 16“. Das sind laut
Reglement aber 2 Monate zu jung, um an diesem UEM-Prädikat teilzunehmen.
Hier liegt ganz klar ein Fehler der slowenischen Förderation vor,
die es versäumt hat, sich mit der Ausschreibung zu befassen.
Tja, und so kam Knacker ins Feld und neben 3 Polen, 2 Tschechen, 2 Franzosen, 2 Niederländer 2 Italiener und einem Kroaten stellte die deutsche Fraktion mit 4 Akteuren das stärkste Potenzial an Fahrern. Christian Hefenbrock, der bereist in der Trainingsession bestätigte, dass die Bahn viel besser als zu Pfingsten war, war am Ende der einzige, der unter die 6 EM-Finalisten zu finden war. Aus diesem Halbfinale gingen 6 hervor, es sei denn, es hätte sich kein Pole für den Endlauf in Polen qualifiziert. In diesem Fall hätten die Ausrichter eine Wildcard für einen polnischen Landsmann erhalten. „Das wird aber nicht passieren“, so Rennsekretär Matthias Hegenbarth, „hier sind die 3 besten polnischen Fahrer am Start, die es in dieser Altersklasse gibt.“ Er sollte recht behalten und während es Hefe als
einziger gelang, dem späteren Tagessieger Pavel Hlib eine Punkt
abzunehmen, mussten Adrian Miedzinski und Karol Zabik nach Abschluss
der 20 Heats eben mit Hefe ein Stechen um die Plätze 2, 3 und 4
fahren. Der Abiturient
war sauschnell unterwegs, was auch schon die schnellste Trainingszeit
(nach eigener Messung) bestätigte. Doch plagten ihn aufgrund der
schwülen Witterung den ganzen Tag und auch während der Rennen
schlimme Kopfschmerzen. Er biss auf die Zähne und konzentrierte
sich und wurde am Ende mit dem 3. Rang belohnt. Zabik und Miedzinski
konnten Hefe jeweils auf Rang 2 verdrängen, während er ansonsten
3 Laufsiege ins Ziel brachte. Der jüngste der fahrenden Tresarrieu-Brüder, der von Sébastien begleitet wurde (der selber noch verletzt ist) fuhr ein starkes Rennen und überraschte auch zum Teil die ca. 850 Zuschauer. Sitera sicherte sich erst im letzten Heat mit einem 2. Rang das Ticket zum EM-Finale und hatte somit ein Punkt mehr auf dem Konto als diejenigen, die mit 8 Punkten jeweils ausschieden. Tommy und Tobi waren diese Jungs und auch Danny, der mit 7 Punkten ebenfalls knapp an den Top 6 scheiterte, hatte wichtige Punkte durch Pech verloren. Nach 2 Durchgängen sah es aber noch mehr als vielversprechend aus, wobei Hefe, Tommy und Danny jeweils 5 Punkte auf dem Konto hatten. Tobi schrieb derweil nur 2, doch wurde er auch unsanft vom Bike geholt und Schiedsrichter W. Grotzki aus Polen fällte die wohl einzige Fehlentscheidung des Abends: Auf dem digitalen Bildmaterial eines (polnischen) Fotografen war eindeutig zu sehen, dass Miedzinski Tobi das Vorderrad in der Startkurve der letzten Runde weggefahren hatte. Anstatt aber nach dem Zieleinlauf seinen Landsmann zu disqualifizieren, erhielt dieser von Grotzki die 3 Punkte und der Dohrener ging leer aus. Das Wichtigste war aber, dass Tobi unverletzt blieb und sein Vater sowie Tuner Willy Duden kümmerten sich um das ramponierte Material. Einen weiteren wichtigen und wohl auch entscheidenden Punkt, der ihn ein Stechen mit Sitera ermöglicht hätte, liess er im 14. Heat auf der Strecke. Er schaute sich einfach zu oft nach seinem Gegner Tresarrieu um, der das erkannte und ihn dann aussen überholte, während Tobi ihn innen vermutete. Tobi war natürlich extrem sauer über diesen unnötigen Punktverlust, doch war ihm klar, dass er es auf seine Kappe nehmen musste. Tommy hatte dann nach seinen ersten beiden Läufen in den 2 folgenden Durchgängen leider 2 Nullrunden. Im Duell gegen Hlib, Hefe und auch Tobi hatte er das Nachsehen, doch lief sein Gerät auch nicht richtig rund. Auch im vermeintlich schwersten Lauf gegen Miedzinski, Zabik und Sitera hatte er Vergaser-Probleme, die er aber zum Glück für den letzten Lauf wieder in den Griff bekam. Hier drehte er dann aber noch einmal wieder wie gewohnt auf und sicherte sich einen Laufsieg über Tresarrieu. Nun musste er einfach nur abwarten, was Tobi und Sitera aus ihrem letzten Lauf machten. Ein Stechen um das letzte Ticket war zum Greifen nahe, doch klärte sich diese Situation mit dem Sieg von Tobi vor dem Tschechen von ganz alleine. Mit der Majorität der besseren Plätze erhielt er zumindest gegenüber seinem punktgleichen Teamkollegen des MSC Diedenbergens den besseren Rang in der Endwertung. Aber auch Danny hatte seine Probleme mit dem Material. Sein Glück war im 4. Heat auch, dass der Italiener Franchetti ins Band zog und er sein Bike vor dem Restart noch einmal wechseln konnte. Der Kipphebel war gebrochen, und so konnte er, anstatt eines Ausfalles, einen Laufsieg sichern. Im Clinch mit Sitera im 10 Heat, wobei sie sich auch berührten, zog er am Ende den kürzeren, doch war bis jetzt nach 3 Durchgängen mit 6 Punkten noch nichts verloren. Das eigentliche Aus kam dann aber im 16. Lauf, als in der 2. Runde an 3.Stelle liegend aufgeben musste - ein Riss im Methanolschlauch war die Ursache. Gegen Hlib und Zabik konnte er im letzten Durchgang nur einen Zähler holen und er wusste bereits, dass das nicht reichen würde. Tommy, Tobi und Danny bildeten zwar aus Punktesicht eine Einheit, doch hätten auch diese 3 mit etwas mehr Glück Hefe nach Rybnik begleiten können. Die Italiener Franchetti und Carpanese waren ebenfalls gleich stark und schrieben je 5 Zähler, während der Kroate Oto (2) in der Wertung am Ende zwischen den Niederländern Henry van der Stehen(4) und René van Weele (2) rangierte. Schlusslicht wurde Gabriel Dubernard, der nur 2 mal auf Rang 4 neben 2 Ausfällen und einer Überrundung ins Ziel kam.
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Chrischi kam trotz Kopfschmerzen aufs Podest |
Parc Fermét |
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Zabik - Hlib - Hefenbrock
Vorn: Miedzinski - Tresarrieu - Sitera
| Da Thilo nach langer „Abstinenz“ auch einmal wieder
live vor Ort war und fleißig Fotos machte, können wir uns
in einigen Tagen auf weitere Actionfotos freuen. |