Aces on Ice in Unna,
27.03.2004

Internationale Solisten

Bereits zum 7. Mal fand das Aces on Ice in Unna statt und wie immer war es ein grosses Spektakel auf dem Eishockey-Oval. Titelverteidiger Christian Hülshorst war bestens motiviert und wollte den Cup zum 2. Mal sichern. Er war auch schon auf dem besten Wege dorthin, bis er in Lauf 20 auf seinen bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Kristian Lund aus Dänemark traf. Eigentlich war dieser gar kein Problem für den Lüdinghauser, doch beförderte sich Hülse selber durch einen Ausrutscher in Führung liegend aus dem Rennen. Robert Barth ging dann zwar als Sieger aus diesem Lauf hervor, doch war dies auch erst sein 1. Heat-Gewinn überhaupt. Diese 3 genannten Piloten trafen dann erneut im 1. Semifinale noch einmal aufeinander und nahmen dabei noch Stephan Katt mit an ihre Seite. Katt sammelte bis dahin 7 Zähler, allerdings ging auch er einmal leer aus, als er in der letzten Runde des 14. Laufes eine Rutschpartie einlegte. Wie schon erwähnt schrieb Barth bis zum Semi-Finale nur einen Laufsieg, doch stand er im Mittelpunkt einer kurzen Live-Übertragung im TV der WDR-Lokalzeit.

Titelverteidiger Hülse

Jörg Pingel gehört jedes Jahr dazu

Durch seinen Outslider kam Hülse so auch "nur" auf 9 Zähler, die er mit ins Semi nehmen konnte, dem auch der Däne Lund mit 11 Punkten ins Auge sah. Für das 2. Halbfinale qualifizierten sich Jörg Pingel (10), der auf dem Weg war sein bestes Aces on Ice-Ergebnis zu schreiben, Steven van der Helm (9), der erfahrungs-gemäß immer gut unterwegs ist auf dem Eis, Matze Schultz (8), der sich über seinen schlechten Starts beklagte und Markus Eibl (5), der auch in der Gespannklasse an den Start ging. Lund und van der Helm setzten sich in ihren Läufen durch jeweils gefolgt von Hülshorst und Pingel. Nach erneuter Rechnung standen diese Piloten dann auch für das 6-Runden Finale fest, während sich Katt und Barth aus dem 1. sowie Eibl und Schultz (nach einem Sturz) aus dem 2. Semifinale verabschieden mussten und sich auf die Gesamtplätze 5-8 verteilten.

Markus Eibl
Matze Schultz

Finale-Grande über 6 Runden

Die Positionen waren dann aber im Finale schnell verteilt und Lund zog dem Feld auf und davon. Hülse folgte ihm als Erster und konnte zumindest den 2. Rang im Endklassement sichern. "Ich bin schon zufrieden, doch wäre mir der 1. Platz lieber gewesen", so der 26-Jährige. Für Pingel sprang am Ende der 3. Platz heraus, über den er sich riesig freute. "Es ist die beste Platzierung, die ich hier je geschafft habe", bestätigte der Schleswig-Holsteiner die zuvor zu sehende Tendenz. Für van der Helm endete das Finale ohne Podestplatz, doch zeigte er im 16. Lauf, dass man auch ohne Schraubenzieher die Verkleidung des Vorderrades sogar während der Fahrt lösen kann.

Kristian Lund fuhr einwandfrei

Letzter Check am Bike

Kurios auch die Szenen im 17. Heat: Blitzstarter Danielczik führt seine Konkurrenz durch die Kurven, doch crashte er in der 3. Runde, rutschte übers Eis und konnte, trotz Berechtigung, nicht am Re-run teilnehmen. Somit blieben Löding, Eibl und Hegener übrig. Doch nützte auch der letzte Check am Bike nichts bei Hegener, denn kam nach dem leichten Verletzungspech im Training auch das maschinelle Problem während der Rennen hinzu. "Keine Ahnung was das ist, immer wenn die Maschine warm ist, geht der Motor aus", so der werdende Vater. So fiel er in diesem Wiederholungslauf aus und es fuhren nur noch Löding und Eibl ihre Runden.

Naja, eigentlich auch nur noch Eibl, denn fiel auch Ralle aus und so konnte Markus eigentlich gar nichts für diesen Laufsieg, den er mit Achselzucken auf der Ziellinie registrierte. Aber immerhin sicherte ihm dieser Laufsieg dann den Einzug in die Halbfinalrunde. Wie Hegener suchte auch Löding noch einige Zeit nach der Ursache des Ausfalles. "Keine Ahnung was das war, der ging einfach aus", so der Rotschopf, der sich wie Hegener und Danielczik mehr am Ende der Gesamtwertung wiederfand.

Der Rerun vor den Ausfällen

Hinter den ersten 8 genannten Platzierten gingen dann wie folgt die Fahrer in die Wertung:

  • Sönke Petersen (5), der für den an der polnischen Grenze festsitzenden Dariusz Lowicki fest ins Feld kam, aber aufgrund einer Zerrung im Arm nach dem 3. Durchgang aufgeben musste.
  • Marcin Nowaczik (5), der für seinen Landsmann Ptr Dym einsprang, doch nur in den ersten 2 Durchgängen mit jeweils 2. Plätzen glänzen konnte.
  • Matten Kröger (4), der nicht so zurecht kam, wie man es von ihm gewohnt war. Kröger musste aber wie Katt und Schultz am nächsten Tag nach Diedenbergen reisen, um dort den 1. Lauf zur 1. Bundesliga zu bestreiten.
  • Björn Danielczik (3), der mit einem tollen Laufsieg begann und nach einem Nuller im 2. Durchgang dann den Sturz einstecken musste und im sich letzten Lauf durch eine Pirouette aus den Punkten drehte.
  • John Cox (3), der sich von Lauf steigern konnte und sich auch nicht scheute in Zweikämpfe zu gehen.
  • Lubos Tomicek (2), der sich mehr von dem Eisoval versprach, nachdem er bei den Indoor-Meetings in Neustadt-Dosse sowie in Winschoten und Exloo mehr als gut zurecht kam.
  • Ralf Löding (1), zum dem schon alles gesagt wurde
  • Benny Hegener, der ohne einmal punkten zu können das Schlusslicht bildete

Ein Blick unter den Kettenschutz
Startvorbereitungen
Der Kater lässt das Mausen nicht
Startmarschall der Extra-Klasse - Benny aus Belgien

# Name Nat
2
3
4
5
8
9
10
11
14
15
16
17
20
21
22
23
Pkt
S1
S2
Pkt
Fin
Pkt
Platz
3 Kristian Lund Dänemark
3
3
3
2
11
3
14
3
17
1.
13 Christian Hülshorst Deutschland
3
3
3
S
9
2
11
2
13
2.
14 Jörg Pingel Deutschland
2
2
3
3
10
2
12
1
13
3.
7 Steven van der Helm Holland
2
2
2
3
9
3
12
0
12
4.
1 Robert Barth Deutschland
2
2
2
3
9
0
9
5.
9 Stephan Katt Deutschland
3
1
S
3
7
1
8
6.
2 Matthias Schultz Deutschland
1
3
2
2
8
0
8
7.
16 Markus Eibl Deutschland
S
1
3
1
5
1
6
8.
15 Sönke Petersen Deutschland
1
3
1
N
5
5
9.
11 Marcin Nowaczik Poland
2
2
S
1
5
5
10.
5 Matthias Kröger Deutschland
1
1
1
2
5
5
11.
8 Björn Danielczik Deutschland
3
0
S
D
3
3
12.
10 John Cox England
1
0
1
1
3
3
13.
6 Lubos Tomicek Tschechei
0
0
0
2
2
2
14.
4 Ralf Löding Deutschland
0
1
A
A
1
1
15.
12 Benny Hegener Deutschland
0
0
A
0
0
0
16.

Hülse - Kristian - Jörg

Internationale Gespanne

Wo wollte Kunert eigentlich so schnell hin? Er fegte mit Markus im Pantoffel so schnell durch die Kurven, dass man hätte meinen können, er will den nächsten Bus nicht verpassen. Es war der pure Wahnsinn, mit was für einer Drehzahl er dem kurzen Oval entgegen trat, doch hatte er vor fast jedem Start Probleme, den Bock überhaupt in Gang zu kriegen. Insgesamt gesehen entwickelte sich diese Klasse zu den "Klau-das-Hütchen"-Spielen, doch selbst wenn sich eines dieser Hütchen unters Gespann verkeilte, wurde dieses unermüdlich bis ins Ziel mitgeschleift. Als zweitbester "Hütchensammler" entpuppte sich Thomas Raesfeld, der Bruder von Albert, der sich nach jahrelanger Abstinenz erstmals wieder in ein Gespann setzte. Mit Olaf Heil gab er nur in den direkten vergleichen gegenüber Kunert Punkte ab, ansonsten fuhren sie als Sieger durchs Ziel.

"Ich springe halt ganz schnell von der Solo-Maschine ins Boot, dann geht das schon"
Markus Eibl

Als drittes und letztes Gespann bekam Karl Keil mit seinem alten Beifahrer Reiner Falter (Desirée musste absagen) den Zuschlag fürs Finale, nachdem er sich in der Vorrunde gegenüber der restlichen Konkurrenz behaupten konnte. Sie blieben am Ende auf dem 3. Rang. Trotz Punktgleichheit nach der Vorrunde mussten Herbert Brüner und Axel Immig, die mit ihren Gefährt für den lautesten Sound in der Halle sorgten, dem Finale fern bleiben, ehe am Ende mit jeweils 3 Zählern die B-Lizenz-Kontrahenten von 2003 wiederfanden. Arne Jasper und Arne Friskovics blieben nach einer Disqualifikation wegen Durch-fahrens des Innenfeldes auf den Punkten sitzen, sowie Markus Gössing und Maik Domscheit, die das Beste aus ihrem ersten Auftritt auf dem Eis machten und ausserdem eine gute Figur dabei behielten.

Brüner/Immig
Jasper/Friscovics
Gössing/Domscheit

Raesfeld/Heil - Kunert/Eibl - Keil/Falter

#
Name
Nat
1
6
7
13
18
24
Pkt
Fin
Pkt
Platz
1
Thomas Kunert/Markus Eibl
3
3
3
9
3
12
1.
4
Thomas Raesfeld/Olaf Heil
3
3
2
8
2
10
2.
2
Karl Keil/Rainer Falter
2
1
3
6
1
7
3.
5
Herbert Brüner/Axel Immig
2
2
2
6
6
4.
6
Arne Jasper/Arne Friscovics
D
2
1
3
3
5.
3
Markus Gössing/Maik Domscheit
1
1
1
3
3
6.

125ccm-Klasse

Natürlich durfte auch die 125ccm-Klasse nicht fehlen, die sich dieses Jahr allerdings nur aus 3 Fahrern zusammen setzte. Vorjahressieger Jack Hargreaves, der auch ein exzellenter Indoor-Speedwayfahrer ist, zeigte wieder einmal auch auf dem Eis, welch Talent in dem jungen Engländer schlummert. Maikel van der Helm hatte gegen Jack zwar keine Chance, doch gewann er zumindest die interne Wertung gegen seinen Landsmann Andy ter Schuur, der das Feld letztendlich komplettierte.

#
Name Nat
1
2
3
Pkt
Platz
20
Jack Hargreaves England
3
3
3
9
1.
5
Maikel van der Helm Holland
2
2
2
6
2.
2
Andy ter Schuur Holland
1
1
1
3
3.