RG Parchim
Wolfslake |
MSC Diedenbergen |
MC Güstrow |
SC Neuenknick |
Nur knapp 24 Stunden nach dem Start in Brokstedt
trafen sich zumindest der MSC Diedenbergen und der MC Güstrow gleich
wieder in Wolfslake. Neben den Gastgebern war dann der SC Neuenknick
als vierte Mannschaft mit von der Partie und eine Frage beschäftigte
alle: Wird Robert Barth kommen, und wenn ja, für wen wird er ans
Band gehen? Robert kam nicht und während der MC Güstrow unverändert
gegenüber
dem Brokstedter Rennen wieder ans Band rollte, kamen für den MSC
Diedenbergen Gerd Riss und Max Dilger (als Reservefahrer). Der SC Neuenknick
rüstete
mit Piotr Swist auf, während die Gastgeber wieder mit Hamill dieses
Match bestritten. |
Piotr Swist sicherte sich gleich den ersten und
für die Neuenknicker
Hexen auch den fast einzigen Laufsieg des Tages. Vor Riss und den Youngstern
Knakowski sowie Bartz, die beide gleich als Reservisten für ihre Teams
ins Rennen gingen, siegte der Pole. Anschliessend konnte erneut ein Pole
3 Punkte ins Ziel bringen und zwar Miskowiak, der in den Diensten des
MSC Diedenbergen steht. Mit neuem Bahnrekord von 75,73 Km/h brachte er
sein Team in Führung und verwies damit Matze Schultz und Steffen
Mell. Jan Pape verzog in der letzten Kurve das Bike und stürzte
unglücklich zu Boden.
Zum Glück bestätigten sich seine Befürchtungen, wieder
was am Lendenwirbel zu haben, nicht, und er konnte nach der Untersuchung
im Krankenhaus mit einer Steißbein-Prellung wieder nach Hause.
Was allerdings den Bahnrekord anging, wusste Peter Karlsson noch einen
drauf zu setzten: Mit 76,21 Km/h gewann er für die Güstrower und konnte
aufgrund der Nullrunde von Diedenbergen erstmal gleichziehen. Billy Hamill
hatte gegen den Schweden nicht viel hinzuzusetzten und hielt somit nur
Dariusz Lowicki und Tommy Stange in Schach. Kapitän Kugelmann sorgte
daraufhin für die Gastgeber für den ersten Sieg und gleichzeitig die
gemeinsame Führung mit den Güstrowern, die mit Jörg Pingel 2 Zähler schrieben.
Dieses Duell entschied sich allerdings erst auf der Ziellinie, nachdem
Kugelmann es erst mit Tobias Kroner zu tun hatte und sich gegen ihn auf
Rang 2 behaupten musste. Für René Schäfer blieb daher nur der letzte
Platz. |
Peter Karlsson fuhr zum Bahnrekord |
Nach dem ersten Break ging Karlsson erneut ans Band
und siegte wiederum, diesmal vor Miskowiak und Bartz, während Marcel
Limberger bei seinem ersten Einsatz ohne Punkt blieb. Nach dem 2-Punkte-Vorsprung
der Güstrower machte
sich Riss anschliessend drauf und dran, das zu ändern. Nach seinem
Laufsieg und den 2 Punkte von Schultz blieb für Pingel nur noch
der letzte Zähler.
Lowicki übte sich derweil im Pirouetten-Drehen und katapultierte
sich in der 2. Runde allerdings an letzter Stelle aus dem Rennen. Damit
zog Diedenbergen wieder gleich mit Güstrow und es folgte der Lauf
der Gegensätze. Zum einen
nahm Hamill auf der Aussenbahn Platz und stellte sich einer Junioren-Crew,
die sich mit Knakowski, Schäfer und Max Dilger zusammensetzten. "Ich
war schon sehr nervös" gestand der erst 14-Jährige Dilger
im Anschluss, denn wird er mit Sicherheit einer der jüngsten Gegner
gewesen sein, die der US-Boy neben sich hatte. Hamill gewann ganz klar
und während Schäfer arge
Probleme hatte, aus der ersten Kurve zu kommen und sich trotz bösem
Schlenker auf dem Motorrad zu halten, nutze Max die Situation aus und
huschte von 4 auf 2 durch. Knakowski kam trotz andauernder Angriffe
nicht mehr vorbei. Dafür holte dann Mell die Kohlen wieder aus dem
Feuer und siegte vor Stange, Swist und Kugelmann, was einen überraschenden
Einlauf wiederspiegelte. Güstrow teilte sich nach dem 2. Durchgang
nun wieder die Führung, doch
diesmal mit Diedenbergen, die gegenüber dem Vortag nicht wieder
zu erkennen und mit Riss konkurrenzfähiger waren. |
| Billy gegen Max |
|
Nach dem Mahleur mit dem verpatzten Lauf gegen Hamill
holte Schäfer nach
einer weiteren Bahndienstpause einen tollen Laufsieg. Er brachte es fertig,
Pingel hinter sich zu lassen, obwohl der alles gab, um an René vorbeizukommen.
Michael Diener, der für die Gastgeber das erste Mal in die Arena
rollte, schnappte sich den letzten Punkt vor Max, der nur wenig Zeit
zum Verschnaufen hatte. Das bedeutete aber aus güstrower Sicht eine
erneute 2-Punkte-Führung,
die nach dem nächsten Lauf auf 4 Punkte ausgebaut werden konnte.
Karlsson schlug erneut zu und liess seinen Gegnern keine Chance. Schultz,
Swist und Kroner blieben machtlos gegen den super aufgelegten Team-Weltmeister.
Doch diese 4-Punkte-Führung wehrte nicht lange, denn schlug Hamill
anschliessend zurück, siegte für Parchim/Wolfslake vor Limberger,
der es schaffte, nicht nur an Riss vorbei zu ziehen, sondern auch den
Angriffen stand zu halten. Für Mell blieb da nur die rote Laterne übrig
und Marcel durfte die persönlichen
Glückwünsche von Riss anschliessend im Fahrerlager entgegen
nehmen. Bis auf einen Zähler kamen die Hausherren wieder an Güstrow
heran und es folgte der letzte Lauf im 3. Durchgang. Hier machte dann
Miskowiak auf sich aufmerksam und brachte die Hessen wieder zurück
ins Spiel. Kugelmann, Knakowski und Lowicki mussten sich dem Polen beugen.
Neuenknick brachte es mit einer 6-Punkte-Ausbeute zur besten Ausbeute
einer Runde, während jetzt nur noch 2 Zähler
die punktgleichen Güstrower
und Parchimer sowie die Männer aus Diedenbergen trennten. |
René Schäfer sorgte für eine Überraschung |
Einen wichtigen Laufsieg holte dann Stange für Diedenbergen,
der für sein Team eine tolle Aufholjagd einläutete.
Schultz schaffte es nicht, am Schwarzwälder vorbeizuziehen und konnte nur noch
Knakowski hinter sich lassen. Limberger stürzte
in der
2 Runde an 4. Stelle liegend, doch konnte er das Motorrad rechtzeitig von der
Bahn schieben, um nicht für einen Neustart verantwortlich zu sein.
Beflügelt von Stanges Sieg setzte anschliessend Kroner zur Punktesammlung an,
doch schaffte er es nicht ganz, Mell von der ersten Stelle zu verdrängen.
Lowicki und Diener blieben auf den Plätzen 3 und 4 hängen. Mit 25, 24 und 23
Punkten für
Güstrow, Diedenbergen und Parchim folgten noch 2 Heats bis zu den Finalläufen.
Miskowiak sorgte für einen weiteren Laufsieg
und die zwischenzeitige Führung, nachdem er Hamill schlagen konnte. Hinter
Hamill war es Swist, der Pingel diesmal alt aussehen liess und in diesem Match
so gesehen für Diedenbergen fuhr. Denn mit 2 Punkten führte Diedenbergen
nun vor Güstrow und Parchim, die wieder einmal
punktgleich waren. Im Kapitänslauf bestätigte Karlsson erneut seine Klasse
und machte seinen 4. Start-Ziel-Sieg perfekt. Kugelmann profitierte vielleicht
auch ein wenig vom Ausfall Riss', der nach einem Schlenker in ein Loch kam
und dabei seine Kette riss. Fürs Publikum war es mega spannend, denn war es
mehr als eng und nur ein Punkt trennte drei Teams. |
Auch Tommy Stange schöpfte aus dem Vollen |
Youngster Knakowski begann mit dem ersten Finalsieg
für Güstrow und verwies
Bartz und Limberger auf die Plätze. Nach dem Ausfallpech von Riss
folgte ein weiterer, nachdem Kroner in der 2. Runde an 3. Stelle liegend
einen Schlenker hatte und sich den Totmacher abriss. Das war Pech und
nur noch minimalste Hoffnungen auf den Tagessieg standen offen. Doch
Kugelmann mussten ebenfalls für sein Team punkten, um am Ball zu
bleiben. Mit diesem Sieg über Pingel
brachte er die Renngemeinschaft wieder bis auf einen Punkt an die Güstrower
heran, während Lowicki Sieger über Stange blieb. In einem tollen
Fight
über 3 Runden siegte Schultz vor Riss, der am Ende keine
Chance hatte, den amtierenden deutschen Meister zu halten. Mell brachte
noch einen Punkt ins Ziel, während Schäfer nach Problemen aufgeben
musste. Mit diesem Sieg führte nun Parchim/Wolfslake wieder mit
einem Zähler, während Diedenbergen
nichts mehr am 3. Rang rütteln konnte In der Vorrunde besiegte Karlsson
Hamill schon einmal, mit einem weiteren Sieg könnte es zu einem
Unentschieden kommen und ein Stechen müsste über den Sieg entscheiden.
Gesagt, getan: Karlsson holte den Laufsieg - Gleichstand und das Stechen!
Hinter Hamill konnte Swist Miskowiak seine erste persönliche
Niederlage des Wochenendes beibringen. |
Matze Schultz fuhr den wichtigsten Sieg für sein Team |
![]() |
Nach jetzt 4 Bundesligarennen hat man 4 wirklich
packende und mit tollen Fights geladene Rennen gesehen und man darf sich
noch auf weitere 3 Rennen freuen, ehe es beim Finale um den Titel geht.
Meister Güstrow sorgte mit
2 Siegen in 2 Rennen für einen Paukenschlag, während Ex-Serienmeister
Diedenbergen nur noch theoretische Chancen auf das Finale haben dürfte.
Man wird aber sehen, was diese Saison noch so alles bringen wird. |