Supercup in Berghaupten,
11.09.2005

Das grosse Thema dieser Saison machte auch vor dem Supercup in Berghaupten keinen Halt. Der Regen!! Nachdem das Training planmäßig durchgeführt werden konnte und auch die ersten Läufe in den Schülerklassen durchgeführt wurden, regnete es fast 2 Stunden lang und die Veranstaltung wurde unterbrochen. Zufluchtartig wurde das grosse Festzelt von den zahlreichen Fans belagert und es schien, als würde es in Berghaupten keine Rennen mehr geben.
Doch zum einen klarte der Himmel wieder auf und zum anderen konnte Rennleiter Frank Ziegler seine Geheimwaffe in Form von Sägemehl wieder zum Einsatz bringen. Mit gut einer halben Stunde Verspätung gegenüber dem Zeitplan drehten sich die ersten Räder auf dem Oval. Die Quadfahrer sollten die Bahn "trocken" fahren und jede Klasse bekam vor dem ersten Lauf 2 Einführungsrunden zugesprochen, ehe das Startband zu verkürzten 3 Runden hochschnellen sollte. Innerhalb von nur 2 Stunden wurden ohne weitere Bahndienstpausen 22 Läufe absolviert, ehe die ersten Siegerehrungen auch für den Schiedsrichter Joachim Ohmer und weitere Offizielle eine kleine Verschnaufpause boten. Mit den Finalläufen der I-Gespanne, sowie B- und A-Finale der Solisten und dem nach der letzten Siegerehrung doch noch angehängtem Bahnrekord ging diese Veranstaltung in gut 3 Stunden über die Bühne.
 

Es sah nicht gut aus, was von oben kam

Die Bahn machte es deutlich

   
Die Pampe wurde nach aussen gezogen
Hm - lecker :-)
Die Wassermassen wurden besiegt
   
Die Trumpfkarte: Das Sägemehl
Erste prüfende Blicke
Einer muss ja dran glauben

 
Er kam als einer der Letzten morgens im Fahrerlager an und konnte nach einem für ihn nur durchwachsenen Rennverlauf als Sieger das Gelände wieder verlassen. Die Rede ist von Robert Barth, der nach der Vorrunde mit 17 Punkten nur den 7. Rang und somit vorletzten A-Finalplatz ergattern konnte. Nur einen Laufsieg brachte er ins Ziel und musste sogar im 3. Durchgang wegen einem gerissenen Zahnriemen den Lauf vorzeitig beenden. Im A-Finale trumpfte der frischgebackene Weltmeister aber wieder auf und konnte zum ersten Mal in seiner Karriere den Supercup in Berghaupten gewinnen.
Die Vorlaufbesten Bernd Diener (27 Pkt) und Theo Pijper (24) fighteten wie schon in der Vorrunde um jeden Meter und der Niederländer sicherte sich den 2. Rang vor dem Lokalmatadoren. Beide nahmen im übrigen auch noch am Bahnrekord teil, den Diener mit 21, 56 sec und 98,30 km/h gewann.
Einen glänzenden Eindruck hinterließ Otto Niedermeier, der kurzfristig für Jannick de Jong einsprang und sich sogar zu einem Laufsieg steigerte. Mit 21 Punkten belegte er nicht nur nach der Vorrunde den 4. Rang, sondern konnte auch diesen im Ziel des einzigen 4-Runden Rennen des Tages behaupten.
Zum ersten Mal wurde Jungvater Jörg Tebbe von seiner Frau Tanja und Sohnemann Louis auf dem Rennen begleitet und der Dohrener konnte seine sehr gute Saisonbilanz mit einem 5. Gesamtrang am Ende wieder einmal bestätigen. Er hielt Dirk Fabriek und Antonin Svab in Schach. Fabriek, der sich immer im Mittelfeld aufhalten konnte, konnte den GP-Sieger aus Morizes Svab auf Rang 7 verweisen. Der Tscheche hatte aber auch etwas Pech, denn zum einen bekam er im ersten Heat noch die letzten Spuren des Schlamms zu spüren und musste sich nach einer kurzen Auszeit von 8 auf 6 wieder vorkämpfen. Und zum anderen fiel er nach einem 2. Rang und einem Laufsieg im letzten Vorlauf wieder aus. Ein schlechter Start im A-Endlauf spiegelte den verkorksten Renntag dann wieder.
Ein schlechter Start war auch Ursache bei Sirg Schützbach für den 8. Rang. Mit diesem Platz ist der Baindter völlig unter Wert geschlagen, denn hatte er nicht nur in seinen Läufen immer ein Wörtchen um den Laufsieg mitzureden gehabt, sondern auch den dritten Vorlaufplatz mit 22 Punkten.

Knapp am A-Finale scheiterte wieder einmal Christophe Dubernard, der aber dafür klar das B-Finale für sich entschied. Und wie so oft konnte sich Herman Bacher dann im entscheidenden Endlauf auf einen sehr guten Platz nach vorne fahren, während es in der Vorrunde nicht wirklich klappen sollte. Er kam als Reservist für seinen Bruder Daniel ins Rennen, der nach dem 1. Lauf wegen seinen Knieproblemen aus Morizes aufgeben musste - auch wenn er am Abend zuvor in Berlin auf der glatten Bahn noch mit Rang 4 glänzen konnte.
Den Hut muss man für den 3. im B-Finale ziehen, denn zog Patrick Diener entgegen seiner Prognose vom Samstag seine Rennen komplett durch, auch wenn der Oberschenkel immer noch schmerzte. Er scheute auch den Kampf um Rang 3 in diesem Endlauf nicht und wurde mit Applaus seines Heimpublikums belohnt.
Hinter Diener jun kam Manfred Knappe ins Ziel, der den weit aus stärkeren Stéphane Tresarrieu schlagen konnte. Der Franzose war auch der letzte Pilot, der das Ziel erreichte, denn stürzte Christian Hülshorst im B-Endlauf und Massimo Mora fiel einmal mehr vorzeitig aus. Wie Dani Bacher musste aber auch schon zuvor Hans Jörg Müller aufgeben, da sein Material nicht mehr mitspielte.

#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
Pkt
B-Fin
A-Fin
Platz
7
Robert Barth
4
A
7
6
17
1.
1.
1
Theo Pijper
7
6
6
5
24
2.
2.
6
Bernd Diener
7
7
6
7
27
3.
3.
16
Otto Niedermeier
6
4
4
7
21
4.
4.
11
Jörg Tebbe
3
5
5
6
19
5.
5.
5
Dirk Fabriek
6
5
3
4
18
6.
6.
3
Antonin Svab
2
6
7
A
15
7.
7.
15
Sirg Schützbach
5
7
5
5
22
8.
8.
12
Christophe Dubernard
4
3
3
4
14
1.
9.
17
Hermann Bacher
1
1
1
3
2.
10.
14
Patrick Diener
A
2
2
2
6
3.
11.
9
Manfred Knappe
1
1
1
1
4
4.
12.
2
Stéphane Tresarrieu
3
3
4
2
12
5.
13.
10
Christian Hülshorst
A
4
2
3
9
S
14.
4
Massimo Mora
5
2
A
3
10
A
15.
8
Daniel Bacher
2
N
N
N
2
16.
13
Hans Jörg Müller
0
N
N
N
0
17.

   
2. Theo Pijper
1. Robert Barth
3. Bernd Diener

In den Rahmenprogrammklassen gab es tolle Kämpfe um die vordersten Plätze. Allerdings konnten die I-Seitenwagenakteure nichts am Gesamtsieg der Matthijssens ändern. Sie fuhren mit Maximum zur EM-Revanche gegen Sven Holstein und Daisy Daubert. Die Europameister landeten aufgrund eines Ausfalles im letzten Lauf auf den 3. Gesamtrang zurück. Wären sie ins Ziel gekommen, hätte man noch rechnen müssen mit Karl Keil, der sich Berit Tralau ins Boot geholt hatte. Der Altmeister und seine Aushilfs-Beifahrerin schrieben am Ende 14 Punkte, während es bei Sven und Desirée bei 11 blieb.
Für Philip Wierenga mit Roelof Mellens (7), Wilfried und Danny Detz (5) sowie Martin Pastor und Rhamon Dijkstra (3) waren die Podestinhaber eine Kategorie zu schnell und sie fanden sich auf den Plätzen 4, 5 und 6 wieder.

In der B-Lizenz Solo siegte einmal mehr Paul Bauer, der es aber vor allem im 1. Heat mit Jean Michel Bouillaud zu tun hatte. Der Franzose, der schon im Training einen glänzenden Eindruck hinterliess, griff Bauer mehrmals an, doch konterte der Bayer und sicherte sich somit den ersten seiner 2 Laufsiege. Trotz Punktgleicheit mit Marcel Dachs, der die schnellste Trainingszeit fuhr, unterlag der Gast aus Frankreich am Ende und Dachs sicherte sich Rang 2. Jamie Isherwood (7), Nadine Frenk (7), Jens Klein (4), André Daubert (1) sowie Bernd Dinklage (1) komplettierten das Fahrerfeld nach dem Training und das Endergebnis.

Tolle Fights gab es auch in der B-Gespannklasse zu sehen, wobei sich die ersten 3 Teams gegenseitig die Punkte wegnahmen. Das bessere Ende hatte nach 2 Läufen das Ehepaar Harald und Angelika Mößmer für sich, die mit einem Punkt Vorsprung vor Stefan und Sebastian Steigerwald siegen konnten. Gespannküken Patric Metzger fuhr mit Tobias Stett immer in den Spuren der vor ihnen Platzierten und sicherten sich Rang 3. Etwas abgeschlagen hinter ihnen kamen jeweils Willi Bänsch und Kathrin Wohnhas sowie Heinz Hopfensberger und Hans Peter Muck ins Ziel und auf die folgenden Plätze.

Robby Swoboda, Maik Hofmann und Steve Braun teilten sich wie schon am Vorabend die Podestplätze in der Schülerklasse A. Und auch Christian Rinkenburger konnte nach dem Erfolg knapp 18 Stunden zuvor wieder in der Schülerklasse B1 ganz oben stehen. Ihm folgten Philine Ittermann und Tim Scheunemann. Frauenpower wurde in der Schülerklasse B2 mit den einzigen beiden Mädels des Feldes wieder unter Beweis gestellt. Anja Kammermeier siegte hier vor Michell Hofmann und Ronja Kratzer

 

Startergirls hatten nur kurze Zeit zum verschnaufen

Die Detz-Boys fuhren das erste Mal in Berghaupten und hatten einen Ausritt ins Innenfeld

Pause bei den Mädels? Von wegen - Vollgas bis zum Ende

I-Lizenz Gespanne
#
Name
Nat
1
2
3
4
Pkt
Platz
3
William Matthijssen / Nathalie Matthijssen
5
5
5
5
20
1.
2
Karl Keil / Berit Tralau
3
4
3
4
14
2.
1
Sven Holstein / Desirée Daubert
4
3
4
A
11
3.
4
Philip Wierenga / Roelof Mellens
1
2
2
2
7
4.
6
Wilfried Detz / Danny Detz
2
A
0
3
5
5.
5
Martin Pastoor / Rhamon Dijkstra
0
1
1
1
3
6.

B-Lizenz Solo
#
Name
Nat
1
2
Pkt
Platz
31
Paul Bauer
7
7
14
1.
33
Marcel Dachs
5
6
11
2.
51
Jean Michel Bouillaud
6
5
11
3.
35
Jamie Isherwood
3
4
7
4.
36
Nadine Frenk
4
3
7
5.
6
Jens Klein
2
2
4
6.
43
André Daubert
0
1
1
7.
15
Bernd Dinklage
1
0
1
8.

B-Lizenz Gespanne
#
Name
1
2
Pkt
Platz
11
Harald Mößmer / Angelika Mößmer
4
5
9
1.
14
Stefan Steigerwald / Sebastian Steigerwald
5
3
8
2.
12
Patric Metzger / Tobias Stett
3
4
7
3.
16
Willi Bänsch / Kathrin Wohnhas
2
2
4
4.
15
Heinz Hopfensberger / Hans Peter Muck
1
1
2
5.

Schüler A

Schüler B1

Schüler B2