Grasbahnrennen in Bielefeld
12.06.2005

Bildergalrie

„Der Strahl tut mächtig weh“, so nicht nur die Aussage der Gespannfahrer Markus Brandhofer und Thomas Scheunemann, denn sah man man bei Theo Pijper die Spuren der Verfolgungen an Arm und Bein. Doch die Bahn war mehr als optimal vorbereitet, was die stetige Verbesserung der Zeiten deutlich machte.
Nach dem der DMSC Bielefeld 3 Jahre in Folge einen WM-Finallauf austragen konnte, wurde nun ein offenes Rennen ausgeschrieben. In insgesamt 5 Klassen, wovon eine die Shorttrack-Klasse war, kämpften die Fahrer um Punkte und Pokale.

In der „Elite-Klasse“ sah einen zumeist vom Start weg führenden Robert Barth und einen von hinten nach vorne kämpfenden Theo Pijper, der sich immer wieder ans Hinterrad von Barth klemmte. 3 Mal unterlag der Europameister dem EX-WM, doch im letzten Lauf drehte der Niederländer noch einmal ordentlich auf und fuhr zumindest einen Laufsieg nach Hause und das am Ende in der schnellsten Zeit des Tages. Mit 113,92 Km/h gewann Pijper nicht nur den Pokal des Zeitschnellsten, sondern konnte auch damit die bisherige Bestmarke der vergangenen Jahre über 4 Runden toppen.
Barth ging mit 19 Punkten trotzdem klar als Sieger aus diesem Rennen vor Pijper, der 16 Punkte auf seinem Konto hatte. Rang 3 sicherte sich Stephan Katt (13), der relativ ungefährdet zumeist auf dem 3. Rang ins Ziel kam. Doch dahinter fighteten besonders Enrico Janoschka und Matten Kröger um die Plätze. Bis zur letzten Runde des letzten Heats sah es auch so aus, als ob dieses Duell unentschieden ausgehen würde, doch konnte Janoschka mit einem Generalangriff aus der letzten Kurve heraus auf der Ziellinie ein 3:1 gegenüber Kröger für sich entscheiden. Somit ging Rang 4 an den Güstrower, der auch den NBM-Lauf klar gewinnen konnte, mit insgesamt 7 Punkten vor Kröger, der 5 Punkte schrieb. Für Andrew Appleton und Dirk Fabriek, die ihrerseits durch kämpferischen Einsatz an den Punkten kratzten, blieb die Punkteliste allerdings leer und blieben am Ende der Wertung.

In der „Newcomer-Klasse“ stellte man eine aufeinander abgestimmte Truppe zusammen, die vor allem durch ihre 3 Platzierten auf dem Podest interessante Fights zum besten gaben. Jörg Tebbe hiess am Ende der glückliche Sieger, der sich diesen Sieg erst kurz vor dem Ziel des letzten Laufes sicherte. Bis dahin sah allerdings der hinter Glen Philips fahrende Christian Hülshorst wie der Tagessieger aus, doch vereitelte ein Plattfuss diesen Erfolg. Hätte man allerdings Philips im 2. Lauf nicht wegen Durchfahrens des Innenfeldes disqualifiziert, so wäre der Gesamtsieg wohl nach England gegangen.
Doch hätte, wenn, aber – Tebbe, der im letzten Lauf von ganz hinten das Feld aufräumte, hat sich diesen Sieg dank seines kämpferischen Einsatzes bestimmt verdient und kam so vor den punktgleichen Philips und Hülshorst auf das oberste Podest. Rang 4 ging an Jan Pape, der vor allem im 2. Lauf durch 4 Punkte glänzen konnte, vor Kalle König, der einen Ausfall wegen einer abgebrochener Fussraste einstecken musste. Markus Eibl wurde am Ende mit dem Pechvogel-Pokal bedacht, da die Technik am Bike nicht mitspielte und er so nur auf Rang 5 wieder zu finden war. Bleibt nur noch Nynke de Jong zu erwähnen, die trotz guter Starts das Tempo der anderen nicht ganz halten und ohne Zähler ins Ziel kam.

Reservist für beide Gruppen war Benny Hegener, der allerdings vergeblich auf einen Einsatz wartete. Seinen Lauf hatte er im NBM-Lauf, wo er allerdings keine Punkte schrieb.

In der Gespannklasse waren die Matthijssen mal wieder das Maß aller Dinge. Sie fuhren einmal mehr von Sieg zu Sieg und ernteten den X-ten Tagessieg in dieser Saison.
Dafür gab es aber hinter ihnen tolle Szenen um die Plätze. Gerade Markus Brandhofer und Thomas Scheunemann kämpften sich immer wieder nach schlechten Starts durchs Geschehen und wurden am Ende mit dem 2. Gesamtrang belohnt, auch wenn es das ein oder andere Mal, wie bereits erwähnt, schmerzhaft durch den Strahl ging.

Ob sie diesen auch eingenommen hätten, wenn Oliver Wehrle und Christof Stelmaszek im ersten Lauf nicht wegen Zündungsproblemen ausgefallen wären, sei dahin gestellt, denn immerhin fighteten diese Kontrahenten bis zum Zeitpunkt des Ausfalles um den 3. Platz. Dieses Duell ging in den 2 übrigen Läufen unentschieden aus und durch den Nuller im ersten Heat langte es für die deutschen Meister „nur“ zu Rang 3.
Karl Keil und Desirée Daubert hätten ihnen diesen 3. Rang noch fast streitig machen können, denn lagen sie am Ende mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang 4 vor Thomas Raesfeld und Matze Stucke. Stefan Brandhofer und Markus kamen als Reservisten für Markus Gössing und Maik Domscheit am Ende noch 2x zum Einsatz, doch brachte sie nur einen Punkt ins Ziel, was am Ende Rang 6 bedeutete.

Paul Bauer war der grosse Abräumer in der B-Lizenz, denn siegte er ungeschlagen mit 15 Punkten in dieser Konkurrenz. Dabei waren seine Starts nicht wirklich gut, doch konnte er alle Mitstreiter der Reihe nach hinter sich lassen. Als besonderer Preis für den Sieg wartete ein neues Bike auf den Bayer, der mit diesem gleich einige Einlagen bei der Siegerehrung zeigte.
Ebenso ungefährdet war nach dem Start des letzten Laufes der 2. Gesamtrang von Volker Striepe (11), da sein ärgster Punkterivale Kay Scheibe diesen völlig verpatzte. Doch Scheibe wusste sich zumindest noch auf den letzten Punkterang heranzukämpfen und konnte so die im letzten Lauf auf Rang 3 fahrende Julia Frenk doch noch in der Gesamtwertung mit 8 Zählern in Schach halten. Die junge Schwarzwälderin sicherte sich am Ende mit 6 Punkten den 4. Platz in der Endwertung vor Pascal Swart, der insgesamt 5 Punkte auf sein Konto schrieb. Ohne Zähler fuhren Karsten Herzog-Fisch und Jamie Isherwood durch die Rennen und komplettieren die Wertung.

Erstmalig wurde auf dem Leineweberring eine Shorttrack-Klasse an den Start gelassen, die wie eine Horde Hummeln um die Bahn fegten. Über 3 Wertungsläufe und einen Hoffnungslauf gingen dann die 12 besten von ihnen ins 10-Runden Finale. Der bis dahin ungeschlagene Sytze Hilleger fand in diesem Endlauf aber seinen Meister im jüngsten Finalteilnehmer Berry de Vos, der eine Start-Ziel-Sieg hinlegte. Rang 3 ging an Jan Winters, während der einzige deutsche Vertreter Imanuel Schramm in dieser ansonsten niederländischen Konkurrenz am Ende Rang 10 für sich verbuchte.

Die Ergebnisse auf einen Blick

Um am Ende auf dem Podest zu stehen, muss eines auf alle Fälle klappen: Der perfekte Start:
NBM-Lauf
#
Name
Platz
Pkt
5
Enrico Janoschka
1. 
4
Matthias Kröger
2. 
10
Christian Hülshorst
3. 
11
Jörg Tebbe
4. 
3
Stephan Katt
5. 
17
Benny Hegener
6. 
24
Kalle König
7.
0

2. Matten Kröger
1. Enrico Janoschka
3. Christian Hülshorst

Int.Solo - Elite-Klasse
#
Name Nat
1
2
3
4
Pkt
Platz
7
Robert Barth
 5
 5
19 
1. 
1
Theo Pijper
 3
4
16 
2. 
3
Stephan Katt
 4
13 
3. 
5
Enrico Janoschka
 2
 1
4. 
4
Matthias Kröger
 1
1
5. 
2
Andrew Appleton
 A
6. 
9
Dirk Fabriek
0
0
0
0
0
6.

2. Theo Pijper
1. Robert Barth
3. Stephan Katt

Int. Solo - Newcomer Klasse
#
Name Nat
1
2
3
Pkt
Platz
11
Jörg Tebbe
12 
1. 
8
Glen Philips
 5
10 
2. 
10
Christian Hülshorst
 4
10 
3. 
25
Jan Pape
 1
 4
4. 
24
Kalle König
5. 
21
Markus Eibl
6. 
18
Nynke de Jong
7. 

2. Glen Philips
1. Jörg Tebbe
3. Christian Hülshorst

Int. Gespannklasse
#
Name Nat
1
2
3
Pkt
Platz
2
William Matthijssen / Nathalie Matthijssen
 5
 5
15
1. 
12
Markus Brandhofer / Thomas Scheunemann
 4
11 
2. 
1
Oliver Wehrle / Christof Stelmaszek
 A
3. 
3
Karl Keil / Desirée Daubert
 3
4. 
16
Thomas Raesfeld / Martin Stucke
 2
 0
5. 
R4
Stefan Brandhofer / Markus Venus
 N
6. 
9
Markus Gössing / Maik Domscheit
 A
7. 

2. Brandhofer/Scheunemann
1. Matthijssens
3. Wehrle/Stelmaszek

B-Lizenz
#
Name
1
2
3
Pkt
Platz
 31
Paul Bauer
5
15 
1. 
 26
Volker Striepe
11 
2. 
 2
Kay Scheibe
 4
 3
 1
3. 
 32
Julia Frenk
4. 
24 
Pascal Swart
5. 
 18
Karsten Herzog-Fisch
6. 
 35
Jamie Isherwood
0
6. 

2. Volker Striepe
1. Paul Bauer
3. Kay Scheibe

Shorttrack
1.
Berry de Vos
2.
Sytze Hilleger
3.
Jan Winters