Bundsliga Finale in Brokstedt,
03.10.2005

 
MSC Brokstedt
MC Bergring Teterow
 
MSC Diedenbergen
MC Nodstern Stralsund

Max musste zuschauen

 

Das letzte DM-Prädikat 2005

Ein neuer Tag, eine neue Entscheidung! Und auch dieser Tag war wieder herrlicher Tag, was das Wetter anging.
Der MSC Brokstedt schaffte es, sich als Gastgeber des 1. Ligafinals 2005 zu empfehlen, obwohl der MC Bergring Teterow alle Chancen in den Händen hatte, sich das Finale nach Hause zu holen. Doch was in der gesamten Vorrunde der 2 Gruppe geschah, ist Schnee von Gestern. Neben Brokstedt und Teterow standen auch der MSC Diedenbergen und der MC Nordstern Stralsund in diesem Endlauf, bei dem alles offen war.

Personelle Änderungen musste jeder Club in Kauf nehmen, und so verpflichteten die Wikinger für den verletzten Kapitän Kröger den jungen Finnen Joonas Kylmäkorpi, der das erste Mal auf dem Holsteinring war. Morton Risager, der am Tag zuvor in Pardubice einen Sturz einstecken musste, war ebenso angeschlagen wie der Junior Sönke Petersen, der immer noch den Sturz von Vechta in den Knochen hatte und obendrein noch den Crash vom Vortag zu verdauen hatte. Doch die beiden Youngster standen ihrem Club zur Verfügung.

Die Teterower, die nun auf Mirko Wolter verzichten mussten, holten schnell Stefan Bromberg in den Kader, während die anderen laut Aufstellung ins Rennen gehen konnten.

Durch den Schlüsselbeinbruch von Max Dilger blieben die Diedenbergener mit nur 4 Mann in der Konkurrenz, doch war die Marschroute von Teambetreuer Hans Werner Stange gegenüber Sohnemann Tommy und Tobias Kroner eindeutig: Um die 5-8 Punkte sollte jeder fahren, denn setzte Stange voll auf das Leistungspotenzial der Dryml-Brüder, die wie Risager aus Pardubice kamen. Sie verzichteten aber als Einzige auf das Training.

Die Nordsterne aus Stralsund, die Andreas Jonsson für Tomasz Gapinski einkauften, mussten aber auch auf den GP-Piloten verzichten, da er krank war und so kam Roberto Haupt ins Rennen.

Bis zum 4. Lauf war die Partie mit jeweils 7 Punkten für Teterow und Diedenbergen, sowie Brokstedt mit 6 und Stralsund mit 4 Punkten noch ausgeglichen. Allerdings hätte es auch anders ausgesehen, wenn Jesper B. Jensen für Stralsund nicht im 2. Lauf an 2. Stelle liegend wegen eines Kettenrisses einen Ausfall gehabt hätte, und Katt nicht im 4. Heat in Führung liegend der Motor geplatzt wäre.

Während die Jungs um Steffen Leonhardt nur ganze 3 Punkte aus den folgenden 4 Heats ins Ziel bringen konnten, setzten sich Diedenbergen (16), Teterow (15) und Brokstedt (10) nun deutlich ab. Die Stralsunder kamen im ganzen Rennen nicht mehr wirklich zum Zuge und schafften nach Peter Ljung in Heat 3 nur noch in Heat 16 durch Jensen einen Laufsieg.

Durch die Laufsiege von Ales Dryml, der sich im übrigen seinen alten Bahnrekord wieder zurück holte und die Marke auf 67,90 sec verbessern konnte, fuhr insgesamt 4 Siege und Bruder Lukas deren 2. Und so zogen die Hessen nicht nur die meisten Heatgewinne an sich, sondern setzten sich konstant bis zum Ende der Vorrunde mit 32 Punkten ab.

Mit jeweils 24 Zählern standen Teterow und Brokstedt in den Startlöchern, ihrerseits noch das Beste aus den 4 Finalheats zu machen. Petersen, der im 8 Lauf für Katt ins Rennen kam, stürzte auch an diesem Tag und gab sich dann endgültig geschlagen und meldete sich verletzungsbedingt ab. Es hatte auch wirklich keinen Sinn mehr, bei den ganzen Prellungen und Schmerzen am Knie noch ein weiteres Mal den Schutzengel herauszufordern.

Aufgrund dieses 8 Punkte-Vorsprunges reichten den Diedenbergenern, die 2004 nicht einmal ins Finale kamen, nur noch 5 Pünktchen aus 4 Heats. Kroner legte den Grundstein dieses 5-Punktpolsters mit einem Laufsieg. Dadurch, dass Katt (Bro), Ljung (Stra) und Bromberg (Tet) in dieser Reihenfolge ins Ziel kamen, lag es jetzt an Tommy Stange, den Sieg schon vorzeitig mit einem nun nur noch einzigen Zählern perfekt zu machen. Er schaffte es mit einem 2. Platz hinter Walasek (Tet) und vor Haupt (Stra) und Risager (Bro). Die Meisterschaft war also entschieden, doch gab es immer noch den Kampf um die Silbermedaille. Vor den letzten 2 noch zu fahrenden Finals lagen sie nur1 Punkt auseinander. Und während Lukas Dryml einen weiteren Laufsieg drauf setzte, konnte sich Jensen für Stralsund auf Rang 2 vor Teterows Hefenbrock durchbeißen. Niklas Klingberg hatte für die Lokalmatadoren somit das Nachsehen und Teterow lag nun mit 2 Punkten vor den Finalausrichtern.

Ales Dryml, der nur als Vierter aus den Bändern kam, schob sich im allerletzten Lauf innerhalb nur einer Runde an die Spitze und sicherte sich das eigene Maximum und neben der Team-Meisterschaft auch den Titel des besten Akteurs des Tages.

Sebastian Ulamek sicherte sich dann aber seinerseits den 2. Rang und für seinen Club die Vizemeisterschaft. Teterows Teambetreuer Maik Ebensing war mächtig stolz auf seine Jungs, die aus der Not doch noch eine Tugend gemacht hatten und noch einmal herzliche Genesungsgrüße ins Krankenhaus zu Mirko Wolter schickten.

Kylmäkorpi, der zum besten Brokstedter avancierte, fuhr den letzten Punkt ins Ziel, da Ljung in der 3. Runde stürzte, aber fairplay die Bahn für die letzte Runde des Tages wieder frei machte.

Die Brokstedter, die zuletzt 1997 Meister wurden, ernteten trotzdem von den vielen Fans den Applaus, während die Stralsunder am Ende mit nur 20 Punkten untergingen.

   
         
   
         
   
         
   
         
   

Das Ergebnis Heat für Heat

MC Bergring Teterow
MSC Diedenbergen
MSC Brokstedt