Grasbahnrennen in Gorredijk,
22.05.2005

Bei herrlichstem Sonnenschein ging es in Gorredijk auf der Grasbahn um Punkte und tolle Pokale. Man hatte im Vorfeld viel organisiert und alles war bestens vorbereitet. Doch es schlich sich ein Wurm in die Veranstaltung, der sich bis zum Ende hin durch zog.
In der Mittagspause streikte der Strom und es folgte ein fürchterlicher Crash im Rahmenprogramm. Zu guter letzt machte sich dann auch noch verständlicher Weise Unmut breit, da man den Akteuren des Hauptfeldes bei der Fahrerbesprechung nicht mitteilte, dass die B- und A-Finals wie in der Wertung zur holländischen Gespann-Meisterschaft ausgetragen werden sollten.

Nachdem die Kids auf ihren 125ccm Maschinen ihren ersten Lauf absolvierten, kamen die Akteure des Länderwettkampfes an den Start. Für Holland sollte auch René van Weele an den Start gehen, der noch am Abend zuvor in Pardubice am U21 WM-Qualifikationslauf teilgenommen hatte. Nach seinem Nachzüglertraining kam es dann im ersten Lauf gleich zu einem schlimmen Sturz: Wouter Duursema verursachte einen Fehlstart, doch der Referee drückte zu spät auf rot. Duursema lag in Front und machte den Hahn in der Kurve zu, worauf van Weele nach rechts vom Bike fiel. Patrick Diener hatte als nachfolgender Fahrer nicht den Hauch einer Chance auszuweichen und erwischte van Weele. Aber auch Mark Stiekema konnte nichts mehr tun und flog auch noch über van Weele und sein Bike. Während Diener mit einer leichten Knieverletzung noch relativ glimpflich davon kam und am Renngeschehen weiter teilnehmen konnte, musste Stiekema nach einer Behandlung im Sanizelt mit Nackenschmerzen und einer Knöchelverletzung aufgeben.
Van Weele allerdings musste mit schlimmsten Befürchtungen ins Krankenhaus nach Drachten gebracht werden. Doch zur Mitte der Veranstaltung kam die erlösende Entwarnung aus dem Krankenhaus: René hat nichts gebrochen, "nur" heftigste Prellungen und konnte noch am Nachmittag nach Hause. Ein Telefonat mit seiner Mutter brachte am Abend dann die endgültige Gewissheit: "René tut alles weh, aber er hat Glück gehabt, es ist nichts gebrochen. Er schläft jetzt"

Speedway.org wünscht allen 3 Fahrern weiterhin gute Besserung

Nach der Zwangspause ging es dann aber nahtlos weiter und die Fahrer der I-Lizenz hatten je 5 schwere Vorläufe sich, ehe die Finalrunde anstand. Matten Kröger spielte in diesen 5 Läufen seine Grasbahnspezialitäten aus und siegte in jedem seiner Heats - klar dass er mit 25 Punkten im A-Finale stand. Bahnrekordsieger Jannick de Jong erfuhr sich insgesamt 21 Punkte und stand ebenfalls im A-Finale wie auch Stephan Katt, der es auf 20 Zähler brachte. Erik Eijbergen stand nach der Vorrunde mit 15 Zählern auf Rang 4 und schickte somit Enrico Janoschka und Bernd Diener ins ungewohnte B-Finale.
Grund: Nur die 4 besten der Vorrunde kamen direkt ins A-Finale, während alle - bis auf die 2 Punktschlechtesten - sich über die Platzierungen des B-Finals noch 2 Tickets für das A-Finale sichern konnten. Gerade für Janoschka und Diener, die wie üblich mit der direkten Teilnahme gerechnet hatten, kam dieser zusätzliche Lauf völlig überraschend und Diener konnte angeblich die Zeitfrist nicht einhalten und wurde vom B-Finale ausgeschlossen, was mit 13 Punkten am Ende Rang 10 bedeutete.
Janoschka allerdings wollte seine Chance wahren und erwischte einen guten Start, doch da sich Harm Jannes Renkema mit dem Fuss bei Dirk Fabriek einhakte und beide zu Fall kamen, wurde der Lauf abgebrochen. Mit allen 5 Piloten ging es zum Restart, doch konnten nun andere Piloten die Spitze übernehmen. Paul Cooper setzte sich nämlich vom Feld ab und konnte, nachdem er in der Vorrunde mit seinem Setup unzufrieden war und nun auf einen Tipp von Egon Müller bauen konnte, mit nur 8 Vorlaufzählern um den Sieg mitfahren.
Um Rang 2 fighteten derweil aber die "Streithähne" Fabriek und Renkema erneut, deren Sieger der jüngere der beiden WM-Semifinalisten wurde. Mit den weiteren Platzierungen auf 3,4 und 5 wurden dann Renkema, Jörg Tebbe und Janoschka, der diesen Lauf vorzeitig abbrach in der Endwertung auf 7, 8 und 9 gewertet, während hinter Diener nur noch Gareth Hyckmond und Zdenek Schneiderwind zu finden waren. Ihre Vorlaufpunkte von 4 bzw. 1 reichten nicht, um sich übers B-Finale noch ins A-Finale zu schieben.

Kröger machte dann im A-Finale alles klar und setzte sich mit einem Start-Ziel-Sieg durch, während Katt mit de Jong um Rang 2 fightete. Doch der junge Draufgänger de Jong wollte in der letzten Ecke auf dem 2. Rang fahrend immer noch mehr und rutschte weg. Katt profitierte von diesem Ausrutscher und eroberte den 2. Gesamtrang vor Fabriek, der mit nur 8 eingefahrenen Zählern durch (aus seiner Sicht) glücklichen Umstand doch noch den 3. Podestrang ergattern konnte. Eijbergen kam auf Rang 4 ins Ziel vor Cooper und der wieder aufs Bike gestiegene de Jong, der sich mit einem Achselzucken während der Zieldurchfahrt bei seinen Fans entschuldigte.

In der Mittagspause

Specials International Solo

#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Pkt
B-Fin
A-Fin
Platz
2
Matthias Kröger Deutschland
5
5
5
5
5
25
1.
1.
8
Stephan Katt Deutschland
4
5
4
4
3
20
2.
2.
6
Dirk Fabriek Niederlande
2
0
1
3
2
8
2.
3.
3.
4
Erik Eijbergen Niederlande
3
2
2
5
3
15
4.
4.
11
Paul Cooper England
1
3
1
1
2
8
1.
5.
5.
7
Jannick de Jong Niederlande
5
4
5
3
4
21
S
6.
9
Harm Jannes Renkema Niederlande
2
1
3
4
1
11
3.
7.
10
Jörg Tebbe Deutschland
0
2
2
2
4
10
4.
8.
12
Enrico Janoschka Deutschland
3
3
3
S
5
14
A
9.
1
Bernd Diener Deutschland
4
4
4
1
A
13
D
10.
5
Gareth Hyckmond England
0
1
0
2
1
4
11.
3
Zdenek Schneiderwind
1
0
0
0
0
1
12.

Am Rande

Im sogenannten Ländervergleichskampf mit den Gästen aus Deutschland gab es im Vorfeld einige Absagen, s.d. sogar Mark Stiekema für Deutschland ans Band fahren sollte. Doch nach dem Sturz im ersten Lauf dezimierte sich das Fahrerfeld auf nur noch 6 Akteure, die aber im Verhältnis ausgeglichen waren. Patrick Diener, Markus Eibl und Jens Klein hatten aber wenig Chancen die Überlegenheit von Sjoerd Rozenberg, Wouter Duursema und Henry van der Steen zu knacken. Diener konnte trotz seiner leichten Verletzung noch am ehesten mithalten und schaffte es im allerletzten Lauf dann auch, das niederländische Trio wenigstens einmal zu knacken. Das Endergebnis dieses Wettstreits ging mit 83 : 49 klar für die Gastgeber aus, die somit auch 3 Sieger auf dem Podest stellten. Rozenberg siegte vor Duursema trotz Punktgleichheit. Beide schenkten sich nichts in den Heats und machten die Laufsiege unter sich aus.

Ländervergleich Deutschland - Holland

# Name
1
2
3
4
Pkt
Platz
Team Deutschland Deutschland
2 Markus Eibl
4
4
4
4
16
5.
4 Jens Klein
3
3
3
3
12
6.
6 Mark Stiekema
S
N
N
N
0
 
8 Patrick Diener
5
5
5
6
21
4.
 
43
2.
Team Niederlande Niederlande
1 Sjoerd Rozenberg
7
8
7
8
30
1.
3 Henry van der Steen
6
6
6
5
23
3.
5 Wouter Duursema
8
7
8
7
30
2.
7 René van Weele
S
N
N
N
0
 
 
83
1.

In der Gespannklasse ging es wieder einmal darum, wer den Matthijssens am ehesten Paroli bieten kann. Doch kein Team war in der Lage dazu und so wurden die Maßstäbe für die folgenden Ränge wieder hinter ihnen ausgefahren. Mit Stefan Brandhofer und Thomas Scheunemann sowie Marco Hundsrücker und Aushilfsbeifahrer Ten Hoeve waren auch 2 deutsche Teams am Start, doch kamen sie über das B-Finale nicht hinaus. Sieger wurden also William und Nathalie, die Tjeerd Hoekstra und Henk Auwema sowie Raymond de Rooy
und Sandra Mollema im Finale auf die Plätze verwiesen. De Rooy qualifizierte sich durch das B-Finale und nutze seine Chance fürs Podest. Somit verwiesen sie nach packenden Fight Mark Detz und Gerald Eelsing, die nach der Vorrunde noch auf Rang in der Wertung lagen. Rang 5 ging an die Brüder Wilfried und Dennie Detz, die sich ebenfalls aus dem B-Finale in den Tagesendlauf schoben. Sven Holstein und sein neuer Co-Pilot Hessel Auwema kam mit der roten Laterne ins Ziel und nahm somit Rang 6 ein.
Brandhofer kam im B-Finale zwar auf Rang 3 ins Ziel, doch wurde er nur auf Rang 6 gewertet, so dass der folgende Landsmann Hundsrücker, Martin Pastoor mit Rhamon Dijkstra und das gemischte Doppel Lester Goodwin mit Brown vor ihnen zu finden waren.

#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
Pkt
C-Fin
B-Fin
A-Fin
Platz
1
Matthijssen / Matthijssen Niederlande
5
5
5
15
1.
1.
4
Hoekstra / Auwema Niederlande
2
5
5
12
2.
2.
6
de Rooy / Mollema Niederlande
5
4
3
12
1.
3.
3.
3
Detz / Eelsing Niederlande
5
4
4
13
4.
4.
11
Detz / Detz Niederlande
4
3
3
10
2.
5.
5.
5
Holstein / Auwema Niederlande
3
4
5
12
6.
6.
22
Hundsrücker / Ten Hoeve Deutschland
4
2
1
7
3.
7.
7
Pastoor / Dijkstra Niederlande
3
2
2
7
4.
8.
21
Goodwin / Brown England
3
3
4
10
5.
9.
24
Brandhofer / Scheunemann Deutschland
4
3
1
8
D
10.
8
Wierenga / Mellens Niederlande
A
2
2
4
1.
11.
12
vd Werff / van Dijk Niederlande
2
D
1
3
2.
12.
20
Kerrisson / Kerrisson England
0
1
1
2
3.
13.
9
Schuurman / Burghgraaf Niederlande
1
1
2
4
4.
14.
23
Lund / Detlefs Dänemark
1
0
0
1
D
15.

8 Kids düsten auch in Gorredijk ums Oval, allen voran mal wieder Kai Huckenbeck. Mit 2 klaren Laufsiegen kontrollierte er das Feld und führte die Siegerliste vor Jan Okke Loonstra, der Kai im letzten Lauf einen Punkt abnehmen konnte, und Nick Lourens an. Bert-Jan Bos, Maurin Vochteloo, Kelly Velda, Robin Lukens und Nico Eijbergen konnten dem Trio nur schwer folgen und belegten die weiteren Plätze.

#
Name Nat
1
2
3
Pkt
Platz
1
Kai Huckenbeck Deutschland
7
7
6
20
1.
2
Jan Okke Loonstra Niederlande
6
6
7
19
2.
3
Nick Lourens Niederlande
5
5
5
15
3.
14
Bert-Jan Bos Niederlande
3
3
4
10
4.
4
Maurin Vochteloo Niederlande
4
4
D
8
5.
7
Kelly Velda Niederlande
2
2
2
6
6.
12
Robin Lukens Niederlande
1
1
3
5
7.
15
Nico Eijbergen Niederlande
0
0
1
1
8.

Die Sieger auf eine Blick

2. Stephan Katt
1. Matten Kröger
3. Dirk Fabriek
 
Bahnrekord: Jannick de Jong
Länderkampf: Sjoerd Rozenberg
Länderkampf
Gespanne
125ccm