![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Ey, schon gehört,... |
..dass man in Herxheim... |
...jetzt auch Speedway... |
....fahren kann??? |
Die Tribüne relativ war gut besucht

Der Aufmarsch der Gladiatoren
| Am 17.April war die Premiere des 1. Speedwayrennens
in der Pfalz. Nachdem am Tag zuvor mehr als 70 Akteure der Einladung
folgten, am Sandbahntraining teilzunehmen, sollte es vor den Tribünen
zu diesem Debüt kommen. Und während es am Samstag bei gewohntem sonnigen
"Herxe-Wetter" auf der Langbahn rund ging, meinte es der Wettergott am
Sonntag zunächst nicht wirklich gut. Es regnete die Nacht über und
auch während der Trainingseinheiten der 5 Klassen schüttete es aus allen
Wolken. Auf das Pflichttraining verzichtete man und verlängerte gezwungenermaßen
die Mittagspause. Doch mit der offiziellen Einweihung der Bahn und
dem Segen des Pastors kam die Sonne heraus. Die Bahn war allerdings noch sehr tief und sehr schlammig, was gerade im 2. Heat für einen Angriff auf die Lachmuskeln sorgte. Doch nach dem 8. Heat legte man einen ausführlichen Bahndienst ein. Die Rennen wurden daraufhin immer schneller, was der 5-malige neu aufgestellte Bahnrekord bewies. Nachdem Mell mit 65,73 Km/h begann und sich selber auf 66,81 Km/h verbesserte, schraubte ihn zunächst Stange auf 66,92 Km/h, ehe 2x Dilger diese Bestmarke mit 67,95 und 68, 35 überbieten konnte. Am Ende holte sich Mell diesen Bahnrekord aber wieder zurück, der nun mindestens bis zum nächsten Rennen mit 68,50 Km/h Bestand haben wird |
![]() Rennleiter Joachim Ohmer und Schiedsrichter Frank Ziegler
|
Um den Fahrern einige Meter vom Fahrerlager bis zur Bahn abzunehmen,
errichtete
man auf der Sandbahn den Vorstart, wo sich die Fahrer vor den
Augen der Fans
auf ihre Rennen vorbereiten konnten.

Die Herxheimer "Chilling-Lounge"
Der grosse Bahndienst...
...unter strenger Beobachtung
![]() Es gab viel zu sehen für die Fans
Showman Katt
Rang 3 an Max Dilger
Rang 2 an Stephan Katt
1. Speedwaysieger in Herxheim Steffen Mell |
Mit dem Startschema der Speedway DM-
und WM Prädikate
ging es in die Rennen, allerdings mit dem Unterschied, dass die Punkte
im Finale der 4 Besten mitgenommen wurden und der Endlauf über 6
Runden ging. In dieses Finale kämpften sich Steffen Mell (13), Stephan
Katt und Tobias Kroner (je11) und der jüngste Akteur mit 15 Jahren
Max Dilger (10). Mell war der Einzige, der über alle 5 Vorläufe
kam, ohne einmal zu patzen. 2 abgegebene Punkte gegen Kroner und Katt
waren sein einziges Manko, während Katt den
2. Vorlauf mit Rang 4 verspielte. Vergaserprobleme waren bei Kroner der
Grund für den Ausfall in Heat 3, wo er an 1. Stelle liegend die
Bahn nach Aussen hin verliess. Auch Dilger musste den 1. Heat in Führung
liegend unfreiwillig aufgeben und auch im 2. Durchgang hatte er aufgrund
von Motorenproblemen keine Chance mehr als einen Zähler zu sichern.
Doch drehten Kroner und Dilger in den übrigen Vorläufen
mächtig am Gashahn, so dass bei ihnen
insgesamt 6 Laufsiege heraussprangen - u.a. auch die gegen den starken
Mell. 3 Laufsiege konnte auch Matten Kröger hinlegen, aber waren diese erfahrenen Zähler auch die Einzigen, denn bildete er nach einem Sturz in der 1. Ecke und dem darauf folgenden Rerun nur das Schlusslicht. Noch mehr wurmte ihn aber der Ausfall am Start des 12. Heats, der alle Hoffnungen auf das Finale beendete. Christian Hülshorst begann zunächst furios mit 5 Punkten aus 2 Läufen, wobei sein Auftaktheat die Fans mehr als amüsierte: Jan Pape wurde zunächst wegen Bandberührung aus dem Rennen ausgeschlossen und für ihn kam der 1. Reservist Karel Kadlec zum Einsatz. Dieser rutschte in der 1. Ecke weg, stieg aber wieder auf und fuhr hinterher. Eine Runde später kam an gleicher Stelle Marius Rokeberg zu Fall, so dass Hülse sein Bike ebenfalls umlegen musste. Zu diesem Zeitpunkt war der Führende Kroner bereits wegen seinem Ausfall schon nicht mehr mit ihm Geschehen. Hülshorst sammelte sein Motorrad also wieder auf und fuhr dem nun Führenden Kadlec in seiner Harakiri-Art hinterher, während Rokeberg die Bahn verliess. Hülse kam aber nicht weit, denn legte er sich in der folgenden Ecke erneut in den Dreck und Kadlec's Chancen auf einen Laufsieg stiegen. Doch hatte der Tscheche die Rechnung ohne Hülse gemacht, denn schaffte er es tatsächlich doch noch, als Sieger diesen kuriosen Lauf zu verlassen. Mehr als 3 weitere Punkte aus den 3 restlichen Läufen waren aber nicht mehr drin. Der Norweger Rokeberg kam nach seinem Sturzauftakt aber gut ins Rennen und konnte sich auch in Zweikämpfen durchsetzen und erreichte 4 zweite Plätze. Ihm folgte dann René Schäfer, der wie Hülse mit 5 Punkten aus 2 Läufen sehr gut Punkten konnte. Auch der 3. Vorlauf ging mit Rang 2 noch in Ordnung, doch dann verliess ihn das Glück und er musste 2x in aussichtsreichen Positionen die Bahn verlassen. Die zweite Hälfte des Klassements führte dann Alexander Lieschke an, der im Training noch mehr als grosse Probleme hatte, dem Streckenverlauf der Speedwaybahn zu folgen. Im Rennen hatte diese Ausflüge auf die Sandbahn aber abgelegt und er kam auf den Rängen 2 und 3 jeweils ins Ziel. Etwas haarig war allerdings die Situation, als Tommy Stange wegen ihm die Bahn verlassen musste. Dadurch, dass aber keine Bande die Bahn umsäumt, blieb es in Stanges Fall "nur" beim ärgerlichen Ausritt ins Grüne. Zuvor kam der im neuen Outfit auftretende Schwarzwälder aus 2 Läufen ebenfalls zu 5 Zählern, die bis zum letzten Vorlauf bestand haben sollten. Denn auch nach dem missglückten 3. Heat kam ein Nuller hinzu, da er in der letzten Ecke an Rang 2 fahrend einen Ausfall hatte. Und so konnte er mit einem weiteren Zähler aus Lauf 20 sein Konto nur auf 6 Punkte schrauben. Michael Hertrich hatte noch mehr Probleme als Stange und musste die Bahn öfter verlassen, und das nach einem tollen Laufsieg zu Beginn. 2x blieb er im Grünen, nachdem er sich verfahren hatte, während er im 4. Vorlauf fast die grüne Aussenfläche befuhr und im letzten Lauf schon draussen war, |
dieses Mahleur aber nicht
gesehen und geahndet wurde und sogar noch zu einem Punkt kam, da sich
Hans Jörg Müller hier an 2. Stelle liegend über den Ausritt
mehr als ärgerte.
Doch bevor Müller mit insgesamt 4 Punkten in der Ergebnistabelle zu finden ist, sind Jan Pape und Ronnie Weis zu finden. Nach Papes Bandberührung in Heat 3 kam er auch im 2. Vorlauf zu keinem Punkt. Hier rutschte er wie Kröger in der ersten Ecke weg. Der Unterschied war hier aber, dass der Lauf nicht für einen Wiederholungsstart abgebrochen wurde und Pape somit um vermeindliche Punkte betrogen wurde. Der fahrende Vorsitzende aus Meissen Ronnie Weis, der wie Mell das erste Mal in Herxheim war, setzte nach 2 Läufen und 2 Punkten nun auf die richtige und 3. Übersetzungsfariante. Doch um diese zu testen musste er sich noch bis zum letzten Lauf gedulden, denn zog er in Lauf 10 ins Band und durfte nicht mehr starten. Insgesamt holte er dann aber noch 2 weitere Punkte aus 2 Läufen. Insgesamt 4 Punkte holte auch Müller, der neben seinem Ausritt im letzten Lauf auch im Heat zuvor in der ersten Runde einen Ausfall hatte. Pechvogel des Rennens war wohl Peppi Rudolph, der es sogar schaffte, einen Feuerwehreinsatz auf die Bahn zu zaubern. Im 2. Lauf rutschte er nämlich so unglücklich weg, dass sich sein linker Fuss in der Kette verfing und alleine einfach nicht aus dieser Lage kam. Doch der Einsatz der Feuerwehrmänner war umsonst, denn konnte man ihm helfen, sich zunächst wieder aufs Bike zu setzten, dieses wieder aufzurichten und die Mechaniker nun das Hinterrad einfach rausschrauben konnten. Es grenzte doch schon an ein Wunder, dass nicht mehr als eine kleine Wunde am kleinen Zeh passierte und Peppi im Anschluss die Rennen weiter bestreiten konnte. Viel mehr Glück hatte er hier aber bis auf einen 2. Platz im 4. Durchgang auch nicht und kämpfte mehr mit der Bahnbegrenzung (auch wenn er sich einmal zurück auf die Strecke retten konnte) als mit den Gegner. Ganz Gastgeber-Like liess Lokalmatador Sirg Schützbach der Konkurrenz den Vortritt und trug sich mit 3 Punkten in die Wertung ein, wobei er ebenfalls doch einer der wenigen war, der in allen Läufen ins Ziel kam. Nur Kadlec und der 2. Reservist Daniel Bacher, der nach Weis' Disqualifikation bei diesem einen Einsatz 1. Punkt holte, blieben hinter Schützbach. Mit dem 6-Runden Finale wurde die Speedwaypremiere
dann ordnungsgemäß beendet, wobei sich das Quartett schnell in ein Trio
verwandelte. Wieder musste Kroner die Bahn verlassen, doch war er nicht
enttäuscht über
den verpatzten Podestplatz. Im Gegenteil, der Abiturient war mehr als
zufrieden über sein endgültiges Abschneiden. |
|

|