Kelvin Tatum liess ja schon nach dem GP von Mühldorf verlauten, dass
er wohl nicht an den GPs in Frankreich teilnehmen wird. Dass er jetzt aufgrund
von Hüftproblemen absagen musste, brachte schon im Vorfeld Enrico Janoschka
den festen Platz im Feld.
Durch den Sturz von Theo Pijper und Stephan
Katt in Cloppenburg, wurden weitere 2 Plätze frei, die durch Antonin
Svab und Philip Ostyn (der nächste Mann auf der Substitude-List)
ersetzt wurden. Für den Last Chance Heat blieben also nur noch 4
Fahrer übrig, bei dem
Matten Kröger, der sich im Bandtraining durch eine spektakuläre
Bandenberührung
kurz vor der Zielflagge schon fast um alle Chancen brachte, nicht nur
gegen 3 Franzosen fahren, sondern auch gegen das lautstarke Publikum
ankämpfen
musste. Am Laufsieg von Stéphane Tresarrieu war nichts zu rütteln,
doch konnte sich Kröger in einem tollen Fight gegen Christoph Dubernard
am Ende doch durchsetzten, allerdings blieb der Kampf bis zur Ziellinie
aus - Dubernard bekam technische Probleme und musste das Feld räumen.
Cyril Thomas blieb ohne Chance und auch wie Dubernard als Reservist ohne
Einsatz im Rennen.
A-Finale
Auch wenn es so aussah, als ob Robert Barth durch die Absagen als haushoher
Favorit galt, war es dennoch ein hartes Stück Arbeit für ihn.
Er gewann klar die ersten 3 Heats und musste sich nur im letzten Vorlauf
Joonas Kylmäkorpi geschlagen geben, der seinerseits erst zum Bandtraining
erschien, und sich erst im Laufe der Rennen mit dem "Dreieck" anfreundete.
Mit der Startplatzwahl auf gelb zog Barth im A-Finale aber dann doch
auf und davon und übernimmt
jetzt mit dem Sieg die WM-Führung nach 2 von 5 GPs.
Den 2. Rang belegte Paul Hurry, der immer auf den Plätzen 1-3 zu
finden war. Mit 17 Punkten ging er als Vorlaufdritter ins A-Finale und
konnte sich hinter Barth klemmen. Hurry, der in Marmande immer stark
unterwegs ist, konnte sich in der Gesamtwertung somit auf Rang 4 vorschieben.
Absolut unzufrieden bei der Siegerehrung schaute der junge Finne Kylmäkorpi
drein, der sich anscheinend mehr erhofft hatte. Mit nur 2 abgegebenen
Zähler gegen Janoschka und Barth, gelang es ihm allerdings als einziger
- wie schon erwähnt - das Maximum von Barth zu verhindern. Im Finale
fuhr er dann so geschickt, dass er dem angreifenden Janoschka keine
Möglichkeit zum Überholen mehr gab und sicherte sich somit
wenigstens den 3. Rang, was auch Rang 3 in der WM-Wertung ausmacht.
Janoschka hielt neben Barth die deutschen Farben extrem hoch und konnte
sich für das A-Finale qualifizieren. Es hätte im Vorlaufranking
aber auch mehr als Rang 4 sein können, denn schmiss ihn ein spektakulärer
Aufsteiger in der Startkurve des 2. Durchgangs von der Spitze zurück
ans Ende des Feldes. Diese dann 2 hart erarbeiteten Punkte waren dann
aber der Garant für die Teilnahme am A-Endlauf, in dem er sich erneut
durch seine bekannten Überholvorgänge von 6 auf 4 schieben
konnte. Aber es wurmte ihn, dass er am Finnen keinen Weg vorbei fand.
Obendrein bemerkte er im Anschluss, dass man ihm sein Hinterrad, das
am Pfeiler gelehnt in seiner Box stand, einfach geklaut hatte. Dennoch
konnte er in der Gesamtwertung einen mächtigen Sprung auf Rang 6
machen.
Der wie entfesselt gefahrene Stéphane Tresarrieu
konnte bei jedem seiner Läufe auf lautstarke Unterstützung
bauen, die ihn zumindest in den ersten Heats nach vorne peitschte. Doch
nach diesen 2 Laufsiegen baute er etwas ab und holte nur noch weitere
5 Punkte aus den übrigen 2 Heats. Klar,
dass er trotzdem im A-Finale stand, wo er auf Rang 5 ins Ziel kam.
Wie in Frankreich üblich, bekam er bei der Siegerehrung dann einen
Pokal für den bestplatziertesten Franzosen.
Das A-Finale konnte Antonin Svab abrunden, der mit einer Nullrunde
begann. Doch konnte er in den übrigen Läufen nach und nach
so auf Angriff fahren, dass ihm am Ende 13 Punkte gut geschrieben wurden.
2 zweite Plätze und eine
Laufsieg reichten aus, um letztendlich den zuvor auf A-Finalkurs fahrenden
Jörg Tebbe und den nun punktgleichen Matten Kröger das Ticket
weg zu schnappen. Im Finale hatte er dann aber keine Chance mehr und
kam mit der roten Laterne ins Ziel. Mit diesem 6. Platz verbesserte
er sich in der Gesamtwertung vom letzten Rang nun auf Platz 13. B-Finale
Der hart arbeitende Kröger unterlag aufgrund der Majorität der besseren Plätze
also Svab, auch wenn er 4x auf den Plätzen 2-4 in die Punkte fahren konnte.
Er durfte als erster seinen Startplatz wählen und entschied sich für die Aussenbahn.
Von dieser Position erwischte er einen guten Start und siegte am Ende im
B-Finale, was er nach seinem Bandeneinschlag im Training und den Schmerzen
am "besten Stück" bestimmt zunächst nicht
geglaubt hätte.
Hinter Kröger kam "Sorgenkind" Gerd Riss ins Ziel. Der Titelverteidiger machte
schon im Training nicht den besten Eindruck und musste sich so manches Mal
im Rennen von seinen Mitstreitern überholen lassen. Auch wenn der Trainingssturz
in Vilshofen schon mehrere Wochen zurück liegt, machten sich die Folgen auf
diesem extremen Kurs mehr als bemerkbar. Nur ganze 8 Punkte konnte Riss aus
den 4 Vorläufen ziehen und er
konnte am Ende mit dem 2. Rang hinter Kröger noch ein klein wenig Schadensbegrenzung
halten. Riss fiel zwar in der Zwischenwertung nun um 9 Punkte hinter Barth
zurück, doch
steht ihm immer noch der 2. Rang zu.
Mit ebenfalls 8 Punkten konnte sich Andrew Appleton aus der Vorrunde kämpfen.
Es gab bei dem jungen Briten allerdings neben den Tops auch die Flops auf
Rang 5 und 6, in denen er mit Sicherheit mehr Punkte schreiben wollte.
Nichtsdestotrotz griff er im B-Fianle noch einmal an und holte sich die
10 Matchpunkte des 9.Platzierten. Er liegt jetzt auf Rang 5 der WM-Wertung.
Jannick de Jong, der sich schon wie in Mühldorf das B-Finale als Ziel
gesetzt hatte, konnte sich wirklich in dieses fahren. Seine 8 Punkte stammen
aus den Plätzen 2x5 und 2x3. Überglücklich über den erneuten
10. Rang, freute er sich schon auf den nächsten GP in Parchim, und solange
gehört ihm der
8. Rang im WM-Ranking.
Völlig enttäuscht über den Ausgang seines Rennens war Jörg Tebbe, der 11
Punkt schrieb. Denn nicht nur, dass er das A-Finale durch eine Nullrunde
im letzten Vorlauf verpasste, wurde er hier mit Rang 5 auch noch völlig
unter Wert geschlagen. Denn gerade er fuhr in den ersten 3 Heats wie vom
anderen Stern und zog so manches Mal knallhart aber fair an den Gegnern
vorbei. Es war eine richtige Freude dem werdenden Vater zuzusehen, doch
weiss er, dass kaum einer in Zukunft noch weiss, was für ein tolles Rennen
er geliefert hatte, da in der Endwertung Rang 11 für Tebbe steht. Nach
seinem ersten WM-Einsatz (in Mühldorf kam er durch den Last Chance Heat
nicht ins Rennen) plaziert er sich jetzt noch auf Platz 18, allerdings
mit der Tendenz nach oben.
Das Schlusslicht in diesem B-Finale wurde Philip Ostyn, der wie Tresarrieu
auf einer Welle der Begeisterung durch die tausenden französischen Fans
getragen wurde. So konnte er in der Vorrunde 7 Punkte erzielen und wurde
mit der Teilnahme im B-Endlauf belohnt, auch wenn er hier keine Rolle mehr
spielen konnte.
C-Finale
Das C-Finale blieb am Ende somit nur noch für die weiteren deutschen Teilnehmer übrig.
Bernd Diener konnte nur im 3. Durchgang mit einem 2. Rang
überzeugen, Herbert Rudolph glänzte nur im 1. Heat auf Rang 3, Daniel Bacher
kam irgendwie überhaupt nicht in Gang und Sirg Schützbach
schien aufgrund seines Sturzes in Marmande im letzten Jahr mehr auf Sicherheit
zu fahren.
Das C-Finale gewinnen konnte aber letztendlich Massimo Mora, der im
4. Lauf auf Rang 3 liegend in der Zielkurve noch einen Ausfall wegen Kettenriss
einstecken musste und somit anstatt 8 nur 5 Punkte auf dem Konto hatte. Damit
verlor er die Teilnahme am B-Finale, doch zeigte er mit dem Sieg im C-Endlauf,
dass er in diesem Jahr viel stärker dabei ist als im letzten Jahr.
Nach 2 WM-Läufen liegt er nun auf Rang 10.
Herbert Rudolph, der erneut unter seinem Ziel blieb, konnte Mora als erstes folgen.
Nach dem 1. Lauf sah es noch so aus, als könne er sich gegenüber Mühldorf steigern,
doch zeigten die folgenden 3 fünfte Plätze das Gegenteil. Rang 2 im C-Finale
bedeuten nun für ihn Platz 15 in der Gesamtwertung.
Hätte der "alte Mann" in den Vorläufen so gekämpft,
wie im C-Finale, dann hätte
Diener bestimmt nicht im C-Finale gestanden. Nach einem Punkt aus 2 Läufen
ging er in den 3. Lauf, wo er zunächst die Konkurrenz sogar vor Barth anführte.
Auch wenn er Barth ziehen lassen musste, sah das Punktekonto nun etwas freundlicher
aus. Allerdings konnte er mit Rang 5 im letzten Vorlauf Durchgang nicht mehr
ergattern und so setzte er alles auf Risiko im Endlauf. Unglaublich, wie er sich
hier von Rang 6 auf 3 vorarbeiten konnte. Er war dabei einem Sturz näher
als dem Überholmanöver, doch Gottseidank ging alles gut und er trägt
sich nun hinter Rudolph auf Rang 16 in die Liste ein.
Daniel Bacher konnte leider leider nicht an die Leistung von Mühldorf anknüpfen
und verspielte seine gute Ausgangsposition im Kampf um die WM-Krone, denn fiel
er von Rang 4 auf Platz 7 zurück. Mit nur 4 Punkten aus der Vorrunde blieb
ihm nur das C-Finale, wo er sich zumindest noch um den nächsten Last Chance
Heat drücken konnte, falls Fabriek nicht das Feld wieder räumen muss.
In den Last Chance Heat in Parchim muss aber definitiv Sirg Schützbach, der nur
ein einziges Pünktchen ins Ziel bringen konnte. Mit einem Fight gegen Dirk Fabriek
ging er im C-Finale aber als Sieger hervor und belegt nun Rang 20.
Fabriek konnte eigentlich in der Vorrunde noch gut mithalten und schrieb 6 Zähler.
Um so erstaunlicher war es dann doch, dass er im Endlauf Federn lassen musste.
Ob er in den Last Chance in Parchim gehen muss, kommt darauf an, in wie weit
die Verletzten wieder einsatzfähig sind. |
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Sowas nenne ich eine Musikanlage!!!




 
Die Feuerwehr musste sogar die Methanol-Fässer kühlen


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