Rahmenprogramm in Marmande

#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Pkt
Fin
Pkt
Platz
1
Matthieu Tresarrieu
5
5
5
15
5
20
1.
11
Pavel Ondrasik
3
4
5
12
4
16
2.
18
Glen Philips
5
5
5
15
A
15
3.
9
Daniel Rath
4
4
4
12
3
15
3.*
15
Roberto Haupt
2
5
4
11
2
13
5.
16
René van Weele
3
3
4
10
1
11
6.
5
Shane Colvin
4
2
3
9
7.
2
Henry van der Steen
2
4
3
9
8.
12
Lewis Denham
5
3
A
8
9.
6
Jeremy Coste Lescoul
3
1
1
5
10.
8
Paul Cooper
2
1
2
5
11.
7
Jerome Lespinasse
1
2
2
5
11.
17
Jean Michel Boullaud
4
0
N
4
13.
13
Christian Hülshorst
1
3
D
4
14.
14
Jerome Cottier
0
0
3
3
15.
3
Boris Pizzinato
1
0
2
3
16.
19
Florian Dupont
2
0
2
17.
10
Gabriel Dubernard
0
1
1
2
18.
4
Hermann Bacher
A
N
N
0
19.

*Nachträglich auf Rang 3 gewertet

Tolle Fights auch in der B-Gruppe

Die Rennen der Gruppe B waren nicht minder sehenswert, als die der WM-Piloten. Unerschrockene Piloten fuhren auf unmöglichen Linien und gingen furchtlos in Überholvorgänge, oder - wie Ondrasik - fuhren Abkürzungen durchs Innenfeld. Doch fiel es auf, dass einige am Ende mit einem Ausfall vorlieb nehmen mussten, die sich zuvor mit Laufsiegen oder wilden Fahrten in Szenen setzten konnten. Wie z.B. Lewis Denham, der im 3. Durchgang ausfiel, oder Jean Michel Boullaud, der kurz vor der Ziellinie auf Rang 2 in die Planken kam, nur noch durchs Ziel eiern konnte und auf die weiteren 2 Starts verzichten musste.
Das brachte dann aber 2 der deutschen Fahrer in bessere Positionen, denn konnte Marmande-Debütant Daniel Rath eine supergute Vorstellung mit 3 zweiten Plätzen auf den Parcours zaubern. Gegen die bis zum Finale ungeschlagenen Mathieu Tresarrieu und Glen Philips gab es bis dato noch keine Duelle, und es sollte sich zeigen, wo Rath neben diesen stehen würde. Sein Kumpel Roberto Haupt schaffte ebenfalls den Einzug ins Finale, nachdem er mit einem 4. Rang begann, einen Laufsieg folgen liess und noch einen 2. Rang ins Ziel brachte.
Pavel Ondrasik, der wirklich mehr als einmal in der Fahrerlagerkurve durchs Innenfeld fuhr, blieb unbestraft und nahm wie Rath 12 Zähler mit ins Finale. Den letzten Finalplatz nahm René van Weele ein, während sein Landsman Henry van der Steen nur knapp um einen Zähler dieses verpasste.Van Weele, der mit einer ledierten Gashand ins Rennen ging, bekam sogar die wilde Fahrweise des Engländers Denham am Bein zu sprüren, der ihm beim Überholmanöver in dieses fuhr.

Im Finale kam, was kommen musste: Die ungeschlagenden Tresarrieu und Philipss lieferten sich ein heisses Duell um den Tagessieg, doch der Brite fiel wegen Maschinenschaden aus. So konnte Ondrasik sich 4 Punkte sichern, ehe Rath und Haupt fast zeitgleich im Ziel ankamen. Rath wurde auf Rang 3 gewertet, was ihm nun neben Philips auch 15 Zähler bescherrte. Van Weele schlug sich trotz seiner Schmerzen in der Hand tapfer und konnte sein Konto am Ende noch um Zähler erhöhen.

Christian Hülshorst, der das Podium in Marmande schon kennt, erwischte einen rabenschwarzen Tag. Nicht nur, dass ihm im Training ein Stollen aus dem Reifen brach, kam er nach Rang 5 und 3 im 3. Durchgang gar nicht mehr auf die Bahn. Der Referee bemerkte wohl nicht, dass er fehlte und zog das Fahrerfeld ans Band. Hülshorst kam etwas verspätetet (aber noch innerhalb der eigentlichen 3 Minuten, die nihct gegeben wurden) mit laufendem Motor am Fahrerlagertor an, welches aber schon geschlossen war. Natürlich ärgerte sich der Lüdinghauser immens über diese Situation und es artete schon in eine Rangelei mit den Fahrerlagerchef aus, als dieser ihm stumpf den Totmacher abzog, anstatt sich bemerkbar zu machen, dass Hülshorst noch fehlt.
Hermann Bacher, der kurzfristig einen Start erhielt, fuhr nur einen Lauf auf dem Material seines Bruders Daniel. Doch mit diesem fiel er zu Beginn aus und nahm an den folgenden Läufen nicht mehr teil.

Bei der Siegerehrung wartete man lange auf Glen Philips, der nicht mehr damit gerechnet hatte, auf dem Podium zu stehen. Und sein Gedanke war eigentlich auch richtig, denn, wie sich später heraussteltte, hätte Daniel Rath, den man auf Rang 4 im Klassement wertete, gehört. So auch die Auschreibung unter der Starttabelle im Programm. "Bei Punktgleichheit entscheidet das bessere Abschneiden im Finale".
Nach einem klärenden Gespräch im Rennbüro gestanden sich die Rennsekretäre diesen Fehler aber ein und werteten den Teterower ebenfalls auf Rang 3. Auch wenn ihm die Atmosphäre bei der Siegerehrung verwehrt blieb, freute er sich nun doch über die Platzierung.

 

   
Shane Colvin
Paul Cooper
Roberto Haupt
   
Hermann Bacher
Jerome Lespinasse
Glen Philips
   
Daniel Rath
René van Weele
Christian Hülshorst

2. Pavel Ondrasik
1. Mathieu Tresarrieu
3. Glen Philips