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Die WM-Runde 2005 hat begonnen und die ersten Matchpunkte sind verteilt. Schauplatz war Mühldorf am Inn, wo am Samstagabend die Fahrerpräsentation auf dem Altstadtfest wegen eines mehr als heftigen Unwetters abgesagt werden musste. Pavillons und Zelte wehten im Fahrerlager weg oder standen völlig unter Wasser und man konnte nur auf besseres Wetter für den Renntag hoffen. Und es wurde besser, nur einige kleine Pfützen erinnerten an den Abend zuvor. Hitze, Staub und Sonne pur begleiteten den Renntag, der viel Spannung versprach. Mehr als 4000 Fans wohnten dem 1. WM-Finale 2005 bei und so manch einer wusste sich gegen die Hitze zu wehren :-) Der Bahn taten die Unmengen von Wasser mehr als gut, denn präsentierte sie sich fast als optimal und bereits am Morgen gingen die ersten Wertungsläufe der B-Lizenz und das Warm Up der WM-Akteure wie geplant über die Bühne. Nach der offiziellen Eröffnung ging es dann um die letzten 2 Tickets für diesen WM-Lauf, die sich Hans-Jörg Müller und Matten Kröger sicherten. Dirk Fabriek und Jörg Tebbe, die die Reserveplätze einnahmen, blieben ohne Einsatz und schauten ebenso zu, wie die ausgeschiedenen Stéphane Tresarrieu und Manfred Knappe. Ausser dem Titelverteidiger Gerd Riss, der sich nach seinem Sturz in Vilshofen das erste Mal wieder ans Startband begab, aber noch mit den Folgen des Trainingsunfalls zu kämpfen hatte, war es sehr zumindest bis zum 3. Durchgang sehr ausgeglichen. Riss führte die Konkurrenz mit 15 Punkten vor dem letzten Vorlauf also an, gefolgt von Theo Pijper, der 2 zweite Plätze und einen Laufsieg verbuchen konnte. Mit je 12 Punkten resultierend aus den Plätzen 1,2 und 3 kamen Robert Barth und Kelvin Tatum in die Wertung. WM-Debütant Joonas Kylmäkorpi verzauberte die Fans mit 2 Laufsiegen, doch fiel er im ersten Durchgang wegen Vergaserproblemen noch in der ersten Ecke aus. Trotzdem stand er mit seinen bis hierhin 10 eingefahrenen Zählern auf A-Final-Kurs, während es mit dem erstaunlich stark fahrenden Massimo Mora, Bernd Diener, Daniel Bacher und Andrew Appleton, die alle 9 Punkte aufweisen konnten, im letzten Vorlauf ebenfalls um die Entscheidung A- oder B-Finale. Bereits ohne Chancen waren bis hier hin Paul Hurry, Stephan Katt und Matten Kröger (je 6 Pkt), Sirg Schützbach (5), Toni Svab (4), Jannick de Jong und Enrico Janoschka (je 3) sowie Herbert Rudolph und Hans Jörg Müller ( je 2). Was war bloß los? Hurry schien nicht wirklich in Gang zu kommen, Katt kam nie über einen 4. Platz im Ziel hinaus und Kröger konnte sich zumindest vom anfänglichen 5. Rang im Ziel bis zum 3. Wertungsblock auf Platz 3 ins Ziel fahren. Schützbach begann stark mit einem 3. Platz, doch kam eine Nullrunde und ein 4 Platz hinzu. Svab verzeichnete ebenfalls 3 Punkt zu Beginn, ehe er nach einem weiteren Punkt im 3. Vorlauf ausfiel. De Jong, der sich das B-Finale zum Ziel gesetzt hatte, begann mit zwei 6. Plätzen ehe er im 3. Lauf einen 3. Lauf ins Ziel brachte, während Janoschka im hinteren Teil des Feldes verbissen um die Plätze kämpfte aber nur Rang 4, 6 und 5 verbuchte. Ebenso enttäuschend fuhr Lokalmatador Rudolph nur 2 Mal in die Punkte, während Müller (nach einem 6. Rang) im 2. Lauf zunächst an der Spitze fuhr, doch dann durch einen Plattfuss auf Rang 4 zurückgeworfen wurde. Heat 10 bedeutete das Aus für Kylmäkorpi in Sachen A-Finale. Hier fiel er aus, als er einen Strahl von Tatum bekam und ihm der Zündkerzenstecker abfiel. Tatum siegte vor Barth, Hurry, und Janoschka, da auch Kröger in der 4. Runde an 2. Stelle liegend ausgefallen war. Im 11. Vorlauf ging eine Raunen durch die Menge, denn blieb Riss am Start stehen, da der Gang war herausgesprungen war und er fuhr dem Feld weit hinterher. An der Spitze konnte sich Katt nun in Szene setzten und sicherte sich wertvolle Punkte. Er gewann vor Appleton, de Jong, Mora, der aufgrund von Sichtproblemen zurückfiel und Riss, der sich einen Zähler ergattern konnte, da Svab ein weiteres Mal ausfiel. Pijper machte den letzten Vorlaufsieg klar und gewann vor Bacher, Rudolph, der sich von 5 auf 3 vorkämpfen konnte, Müller, der seinerseits von 2 auf 4 zurückfiel, Schützbach und Diener. Nun stand alles auf dem Kopf und es musste gerechnet werden. Im C-Finale fanden sich (in der Reihenfolge der Vorlaufplatzierungen) Schützbach, Kröger, Rudolph, Janoschka, Svab und Müller wieder, die um die WM-Punkte 1-6 kämpften. Katt festigte seine B-Finalteilnahme mit dem letzten Vorlaufsieg und war zugleich der erste Pilot, der das A-Finale verpasste. Mora, der von der Technik geschlagene Finne Kylmäkorpi, der stark begonnene Diener, Hurry und de Jong waren die anderen Mitstreiter, die um die Punkte 7-12 fighten sollten. Mit seinem 2. dritten Rang im Ziel schaffte de Jong somit sein Ziel und erhielt gegenüber den Punktgleichen Schützbach und Kröger den Zuschlag für das B-Finale. (Die Majorität der besseren Plätze war ausschlaggebend hierfür). An den A-Finalteilnahmen von Pijper, Tatum, Riss und Barth gab eigentlich schon nach dem 3. Durchgang keinen Zweifel, während Bacher und Appleton mit je 13 Punkten das grosse Finale erreichten, was eine sehr geringe Punktegrenze gegenüber anderen WM-Läufen darstellte. Nichtsdestotrotz standen auch diese beiden verdient im A-Finale und Bacher, der von einer 9-Mann starken Fantruppe der Schalmeienkapelle aus Baindt und wie Riss von einem 35-Mann starken Fanclub aus Herxheim lautstark unterstützt wurde, zeigte damit, dass der Sieg beim Semifinale in Pfarrkirchen keine Eintagsfliege war. Nach der Helmfarben-Vergabe ging es dann wie gewohnt mit dem C-Final ein die Endlaufrunde. Hier konnte sich Rudolph endlich in Szene setzten und hielt somit, wie er selber sagte, Schadensbegrenzung. Er gewann vor Schützbach, Janoschka, Kröger und Müller, während Svab erneut vorzeitig das Innenfeld aufsuchen musste. Für Svab und Janoschka bedeutet dies, dass sie in Marmande in den Last-Chance Heat müssen, da Kröger und Müller mit einer Wildcard ins Rennen gingen. Das B-Finale wurde klar und deutlich von Kylmäkorpi angeführt und gewonnen, der unter normalen Umständen einen Platz im A-Finale gehabt hätte. Katt und Mora, der noch einen Bandenkontakt hatte, folgten auf den Plätzen, während es auf den Rängen 4-6 noch einige Wechsel gab. Am Ende setzte sich der wohl jüngste WM-Pilot aller Zeiten durch: Der 18-Jährige de Jong siegte in diesem Dreikampf und verwies Hurry und Diener auf die letzten Plätze. Zum grossen Showdown kam es im letzten und alles entscheidenden A-Finale. Riss machte die Pace an der Spitze und siegte am Ende klar und deutlich. Erst auf der Zielgeraden konnte sich Barth vor Pijper den 2. Gesamtrang sichern, während Bacher mit Rang 4 die Sensation schaffte. Denn wie Pijper und Barth konnte auch er noch an Tatum vorbeiziehen, der somit von 2 auf 5 zurückfiel, während Appleton zwar in diesem Lauf keine Schnitte machen konnte, aber gesamt gesehen einen tollen WM-Auftakt hatte. Wie sehr Riss noch on seinem Crash 3 Wochen zuvor angeschlagen war, sah man bei der Siegerehrung: Er konnte kaum den grossen Siegerpokal entgegen nehmen, doch überwog die Freude über diesen WM-Auftakterfolg. Auf die Frage, was bei Kröger und Rudolph los war, kamen folgende Antworten heraus. Kröger: “Tja, das war ein Lauf mit einem W und einem M davor. Das war nix heute “ – Rudolph: „Shit happens, so was kann mal vorkommen“ |
![]() Not macht erfinderisch ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Not macht erfinderisch Teil 2 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Not macht erfinderisch Teil 3 |
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2. Robert Barth |
1. Gerd Riss |
3. Theo Pijper |
Aus dem Krankenlager... |
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Markus Eibl, der sich eine Woche vor
seinem WM-Finalrunden-Debüt in Plattling
erneut den linken Arm brach, sowie einen Kapselriss in der Schulter und
Haarrisse im Schulterblatt zuzog, war natürlich in Mühldorf zugegen, auch
wenn etwas Wehmut mit im Spiel war.
Er verfolgte die Rennen mit Argusaugen und so wie er, stellten sich mit Sicherheit
auch die Fans vor, wo er wohl hätte landen können. Patrick Diener nahm schon einmal wieder Maß für kommende Rennen. Am Samstag feierte er seinen 24. Geburtstag in Mühldorf und legte mit seinen Krücken schon wieder Bestzeiten hin in Sachen Fortbewegung. Natürlich unterstütze er Papa Bernd, wo er nur konnte. Wie man hören konnte, wollen beide im August wieder angreifen, sofern der Gesundheitszustand dieses zuläßt. Gute Besserung weiterhin |
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