Clubmeisterschaft in Neuenknick
30.10.2005

30.10.2005 14:38:16
Das Fahrerlager war mächtig voll
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Es war schon merkwürdig, in gut 5 Wochen kommt der Nikolaus und es herrschten fast hochsommerliche Temperaturen, und das am letzten Oktober-Wochenende nicht nur in Neuenknick. Der Grund eines Rennwochenendes war zum einen der Tag der offenen Tür, wo fast 70 Teilnehmer am Samstag die Chance nutzten, einmal ein Bahnmotorrad zu fahren und zum anderen die Clubmeisterschaft, die in 6 Klassen ausgefahren wurde.

Die Stimmung war gut, das Wetter perfekt und die Bahn hielt erstaunlicher Weise stand nachdem sie am Tag zuvor unermüdlich in Anspruch genommen wurde. Okay, die äußere Hälfte des Ovals war schon tief und mullig, doch kam jeder Akteur eigentlich gut mit diesen Verhältnissen klar.

Am besten klar kam in der Lizenzklasse Jörg Tebbe, der sich mit einem lupenreinen Maximum die Clubmeisterschaft sicherte. Einzig Thomas Sörensen, der nicht nur Farbe ins Spiel brachte, ärgerte den Dohrener im letzten Lauf, doch setzte sich Tebbe auch gegen den farbigen Dänen durch, der seinerseits am Tag zuvor den „Final-Countdown“ in Nordhastedt gewonnen hatte. Er trainierte bei seiner Neuenknick-Premiere schon am Morgen verbissen und lag am Ende auf Podestkurs. Aber es war nicht der Platz hinter Tebbe, sondern der 3. Rang, den er anstrebte. Den 2. Rang sicherte sich nämlich souverän Dominik Möller, der nur 2 Punkte, einen an Sörensen und einen an Tebbe, auf der Strecke liess.

Sörensen hatte einen Punkt weniger als Möller und musste sich nun in einem Stechen gegen Henry van der Steen und Ramon Stanek messen, die wie er eben 9 Punkte ins Ziel brachten.

Der Niederländer, der Mitglied des SCs ist, begann schwach, doch steigerte er sich von Lauf zu Lauf. 2 Siege gingen insgesamt auf sein Konto. Einen Laufsieg und 3 zweite Plätze erfuhr sich der nun 16-jährige Stanek, der sich mit Christian Hülshorst im 5. Lauf dieser Konkurrenz den schönsten und besten Lauf des Tages lieferte, den er obendrein auch noch gewann.

Diese 3 Akteure gingen also nach den insgesamt 12 Wertungsläufen in ein Stechen, das eigentlich schon in der 1. Ecke entschieden schien. Sörensen lag vor van der Steen und Stanek, doch in der letzten Ecke gab es das typische Geräusch eines Kettenrisses. Es traf den führenden Mann aus Dänemark, der somit den 3. Rang an den Niederländer abgeben musste.

Hinter den Top 5 konnte sich dann Dennis Möller auf Rang 6 platzieren, der dies seinem Laufsieg im 3. Heat zu verdanken hatte. Tobias Genz, der immer am Fighten war, konnte insgesamt 5 Punkte ins Ziel bringen, was ihm den 7. Rang vor dem punktgleichen Christian Hülshorst einbrachte. Hülse, der sich im letzten Durchgang als Nikolaus tarnte, verlor ausgerechnet in diesem Lauf potenzielle Punkte, da ihn ein Plattfuss ereilte. Die letzten Punkte in der Rangliste schrieben Patrick Döllmann, der insgesamt 4 Punkte holte und Kalle König mit 2 Zählern. Ohne Punkt hingegen blieben Henkie Koonstra und Klaus Peter Gerdemann, der seit fast 15 Jahren kein Speedway mehr gefahren war, und dieses gleich mit einem Sturz im 1. Lauf bezahlte.

#
Name
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Pkt
ST
Platz
7
Jörg Tebbe
3
3
3
3
12
1.
1
Dominik Möller
2
2
3
3
11
2.
6
Henry v.d. Steen
1
3
2
3
9
1.
3.
8
Ramon Stanek
2
3
2
2
9
2.
4.
4
Thomas Sörensen
3
1
3
2
9
A
5.
12
Dennis Möller
3
2
1
1
5
6.
5
Tobias Genz
0
1
2
2
5
7.
2
Christian Hülshorst
1
2
1
1
5
8.
9
Patrick Döllmann
2
1
0
1
4
9.
10
Kalle König
1
0
1
0
2
10.
3
Henkie Koonstra
0
0
0
0
0
11.
11
Klaus Peter Gerdemann
S
0
0
0
0
12.

Viel zu erzählen gibt es über die Seitenwagenakteure nicht. Zum einen lag es daran, das nur 2 Gespanne antraten und zum anderen nur Eines von ihnen ins Ziel kam. Während Thomas Grabowski und Sabrina Rottmann somit also 9 Punkte schrieben, verzichteten Richard Gründer und Gunther Schaper nach 2 Ausfällen sogar ganz auf den 3. Lauf. Den geplanten 4 Lauf in dieser Konkurrenz cancelte man somit, doch gab es für alle 4 Akteure am Ende einen Pokal.

#
Name
1
2
3
Pkt
Platz
22
Thomas Grabowski / Sabrina Rottmann
3
3
3
9
1.
29
Richard Gründer / Gunther Schaper
A
A
N
0
2.

Robby Swoboda siegte hingegen in der Schülerklasse A, die insgesamt durch 3 Piloten vertreten war. Den besten Start erwischte zumeist Max Deppe, doch konnte der Schwarzwälder ihm in 3 der 4 Läufe den Sieg abnehmen. Hinter den beiden Jungs fuhr dann noch Christina Sophie Köhn, die nach ihrem Laufsieg-Erfolg in Dohren einen geplatzten Knoten verspürt. Auch wenn sie dieses persönliches Highlight nicht wiederholen konnte, sah man sie doch hoch motivierend auf der Bahn fahren.

#
Name
1
2
3
4
Pkt
Platz
35
Robby Swoboda
3
3
2
3
11
1.
2
Max Deppe
2
2
3
2
9
2.
3
Christina Sophie Köhn
1
1
1
1
4
3.

In der 125ccm-Klasse fuhr Nils Hesse klar auf der Siegerstrasse und konnte in allen 4 Heats klar siegen. Hinter ihm ging jedesmal Marcel-David Schwierz und Daniel Merz durchs Ziel. Jennifer Theismann stürzte im 2. Heat, als sie auf dem mulligen Untergrund ihr Gerät nicht mehr unter Kontrolle bekam, doch ging sie unverdrossen auch in den übrigen Heats wieder ans Band, auch wenn sie ohne Punkte blieb.

#
Name
1
2
3
4
Pkt
Platz
33
Nils Hesse
3
3
3
3
12
1.
10
Marcel David Schwierz
2
2
2
2
8
2.
11
Daniel Merz
1
1
1
1
4
3.
35
Jennifer Theismann
0
S
0
0
0
4.

In der 125ccm Klasse sollte und wollte eigentlich auch Rudi Swoboda ins Rennen gehen, doch ging seine Maschine im Training kaputt und er probierte sich auf einer 500er. Und auf diesem Gefährt ging er dann ins Rennen - und zwar in das der Hobbyfahrer. Bei diesen insgesamt 8 Fahrern holte er sich sodann den Tagessieg, obwohl er nur 2 Mal von 4 Rennen über die komplette 3-Runden Distanz ging. In seiner Gruppe kam es nämlich 2 Mal in der letzten Runde zu leichten Stürzen und Ausrutschern, so dass man den Lauf so wertete. So kam auch Christin Papke, Schwester der zur Zeit verletzten Nadine, zu 4 geschenkten Punkten. Die Sturzkandidaten dieser Gruppe waren Achim Busker, der sich gleich 2x hinlegte und Matthias Glaser, der zunächst einen Cowboystart fabrizierte und dann nach seinem Crash mit Busker in den letzten 2 Läufen nicht mehr antrat.
In der anderen Gruppe lag das Hauptaugenmerk auf Kai Pape (Bruder von Jan) und Marcel Sebastian, die grosses Potenzial zeigten. Ihre Duelle gingen 3 : 1 für Pape aus, doch mussten sie sich auf dem Podest Swoboda beugen. Andreas Kielkämper und André Lindhorst waren die übrigen Akteure dieser Gruppe, die aber am Ende der Gesamtwertung zu finden waren.

#
Name
1
2
3
4
5
6
7
8
Pkt
Platz
8
Rudi Swoboda
3
3
3
3
12
1.
2
Kai Pape
3
3
2
3
11
2.
3
Marcel Sebastian
2
2
3
2
9
3.
6
Christin Papke
2
2
1
1
6
4.
5
Achim Busker
S
S
2
2
4
5.
4
Andreas Kielkämper
1
1
1
1
4
6.
1
André Lindhorst
0
0
0
0
0
7.
7
Matthias Glaser
S
S
N
N
0
8.

Richtig Action wurde dann in der 4-Takt Kartklasse geboten. Sieger wurde hier klar Dominik Möller, der diesen Tang mehr als sportlich bestritt. Neben den Rennen auf dem Motorrad ging er auch auf 4 Rädern an den Start und siegte klar und deutlich. Die Ausgeglichenheit dieser 4-Konkurrenz war echt spannend, und zumeist wurde der Sieg nach mehrmaligen Überholmanövern erst auf der Ziellinie entschieden. Rang 2 ging an Christian Lage, ehe Möllers Mechaniker Sven Schneider aufs Podest durfte. Rang 4 ging am Ende an Andreas Klaus.

#
Name
1
2
3
4
Pkt
Platz
2
Dominik Möller
3
3
2
2
10
1.
5
Christian Lage
0
1
1
3
5
2.
1
Sven Schneider
2
A
3
0
5
3.
4
Andreas Klaus
1
2
0
1
4
4.