Endlich war es soweit, die neuen Saison hat begonnen
und traditionell ging es in Neuenknick gleich mit dem ersten Lauf zur
1. Bundesliga in die Vollen. Dem Gastgeber Neuenknick stellten sich die
Teams aus Olching, Brokstedt und Diedenbergen und man mochte vorab nicht
eine Prognose geben, wer sich den ersten Mannschaftssieg holen würde. Klar war leider, dass Neuenknicks Neuzugang Gerd Riss aufgrund einer Schulterverletzung absagen musste. Für ihn wurde Piotr Swiderski geholt, der den Langbahnweltmeister würdig vertrat. Die Mannen aus Olching hatten zwar mit Rune Holta einen wirklichen Star in ihren Reihen, doch machte sich das Fehlen des Teamkapitäns Martin Smolinski, der sich für den Länderkampf in Pocking frei geben liess, bemerkbar. Bei den Wikingern aus Brokstedt ging ein grippegeschwächter Matten Kröger an den Start, doch boten die Schleswig-Holsteiner eine mannschaftlich geschlossene sehr gute Leistung, die ihnen am Ende auch den Sieg bescherten. Für die Diedenbergener stellte Betreuer Hans Werner Stange Bernd Diener auf, doch wurde er komplett durch den Junior Tobias Kroner in den Läufen ersetzt. |
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SC Neuenknick |
MSC Olching |
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MSC Brokstedt |
MSC Diedenbergen |
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Wie schon erwähnt ging Matten Kröger grippegeschwächt
an den Start. Noch einen Tag zuvor lag er komplett flach. Das gestand
er aber erst nach dem Rennen und angemerkt hat man es ihm von Aussen
betrachtet eh nicht. Er war einmal wieder in viele Zweikämpfe involviert
und blieb vom 1. bis zum 3. Platz in seiner Ausbeute immer in den Punkterängen.
So auch Kollege Stephan Katt, der in seinem Finale der Drittplatzierten
so endete, wie er seinen Einsatz begann - nämlich mit einem Laufsieg.
Der GP-erfahrene Niklas Klingberg war der beste Mann in der Brokstedter
Mannschaft und büsste insgesamt nur
3 Zähler ein. Zum Pechvogel wurde der 17-Jährige Profi |
Morton Risager. Im Training stürzte
er bereits einmal, als ihm die Kette riss und beim Startversuch zum 7.
Heat fabrizierte er einen Überschlag. Ihm knallte dabei sogar der
Lenker ins Gesicht und auch wenn ihm ein Helm vor Schlimmeres schützte,
konnte man ihm nach der ärztlichen Untersuchung einige Spuren im Gesicht
ansehen. Er setzte den folgenden Lauf auch noch aus, doch kam er mit
einem Laufsieg sowohl im letzten Vorlauf als auch im D-Finale wieder
zurück auf die
Bahn. Ein kleiner Trost für den Dänen: Dank dieses Sieges im
Finale setzte er den endgültigen Grundstein für den Gesamterfolg
der Wikinger. Reservist Sönke Petersen, der durch seinen Junioren
DM-Einsatz schon 6 Läufe hinter
sich hatte, kam für Risager also 2x zum Einsatz und fast hätte
er für
eine Sensation sorgen können, denn lag er bis zur 2. Ecke vor Swiderski,
Dryml und Fajfer!!! Doch leider riskierte er eben in der 2. Ecke etwas
zu viel und rutschte weg. Dennoch gab er nicht auf und fuhr dem Feld,
zwar chancenlos, aber mit Respekt der Fans hinterher. Petersen ärgerte
sich mächtig nach diesem Vopas und kommentierte dieses mit: "Es
hätte
ja auch klappen können." Immerhin durfte er sich mit seinem
2. Einsatz dann doch noch in die Punkteliste eintragen, als er Rang 3
ins Ziel schaukelte. |
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Niklas Klingberg |
Morton Risager |
Risager nach Trainings-Crash |
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Warten auf die Siegerehrung |
Grippegeschwächter Kröger |
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Hinter den seit Mitte des Rennens in Führung
liegenden Brokstedt ging es zwischen Diedenbergen, Neuenknick und Olching
immer eng zur Sache. Am Ende konnte das Team aus Hessen aber glücklich
den 2. Rang einheimsen. Robert Miskowiak und Ales Dryml waren die herausragenden
Akteure des Teams, auch wenn der Junioren Weltmeister Miskowiak im ersten
Lauf mit Rang 3 schwächelte und GP-Pilot Dryml im letzten Lauf ohne
Punktausbeute blieb. Dennoch holten sie die Siege in ihren entsprechenden
Finals und waren somit die Garanten für den 2. Podestplatz. Tobias
Kroner erhielt, wie schon erwähnt,
seine Starts für Bernd |
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Diener, der seinerseits mit dem Fahrgestell
von Tommy Stange anreiste. Auch Tobi legte sich mächtig ins Zeug
und konnte immerhin 4 Punkte ergattern, auch wenn er das ein oder andere
Mal zu viel von sich verlangte und sich dadurch kleine Fehler einschlichen.
Adam Pawliczek hingegen kam in der Vorrunde auf nur 2 Punkte und musste
neben zwei Nullern auch noch einen Ausfall einstecken, doch holte er
sich im D-Finale zumindest noch einen Zähler. |
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Das neu-formatierte Team |
Startvorbereitung von Miskowiak |
Adam Pawliczek |
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Zuschauer Diener |
Auf gehts Tobi |
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Mit René Schäfer, Piotr Swiderski, Jan
Pape, Rafal Okoniewski und Rafal Dubrucki konnten die Neuenknicker Hexen
den 3. Gesamtrang erzielen. Gleich im Auftakt stürzte Okoniewski
aber in der Startkurve, als er einen Schubser bekam und ihm nur noch
den Weg Richtung Planke übrig
blieb. Er konnte zwar im Rerun teilnehmen, doch blieb ihm hier nur die
rote Laterne. Insgesamt gingen 3 Laufsiege an die Gastgeber, die
durch Dubrucki und 2x Swiderski eingefahren wurden. Okoniewski wusste
nach seinem missglückten Auftakt durch 2. Plätze zu überzeugen
und ging nur im Finalheat C mit einem Zähler aus dem |
Rennen. Pape kam in 2 Outings zum Einsatz,
bei dem er immerhin einen Punkt aufs Konto schreiben konnte, nachdem
er bei seinem ersten Start zu viel wollte und einen Sturz in die Planke
hinnehmen musste. Doch der Bursche ist zäh und konnte ja mit Erfolg
seinen Fehler wieder gut machen. Leider ohne Zähler ging Schäfer
in die Wertung, der nach 2 Einsätzen wie Pape
dem Reservisten Dubrucki Platz machen musste. Dramatik spielte sich dann
im A-Finale ab, in dem Swiderski zum tragischen Helden wurde. Das hochkarätig
besetzte Feld mit Holta, Klingberg und Miskowiak konnte er über
3 Runden in Schach halten, während sich das Trio hinter ihm um die
Plätze stritt.
In der letzten Kurve riss ihm allerdings die Kette und er konnte von
Glück sagen, dass alle anderen Mitstreiter irgendwie an ihm vorbei
gekommen sind. Somit verlor Neuenknick nicht nur den Laufsieg sondern
auch den 2. Rang in der Gesamtwertung an Miskowiak bzw. Diedenbergen. |
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René Schäfer optimistisch |
Piotr Swiderski |
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Pape auf dem weg ins Rennen |
Swiderski am Start |
Smolinski fehlte dem MSC Olching schon sehr, denn
konnte Rune Holta, der in der Vorrunde als einziger ungeschlagen blieb,
alleine nicht das Team aufs Podest führen. Der Norweger, der in
Polen lebt, blieb auch trotz einer nur 1-Punkte-Ausbeute im Finale punktbester
Einzelfahrer und wurde mit einem Pokal geehrt. Doch was nützt das
alles aus Mannschaftssicht, wenn die Kollegen dieses zugegeben sehr hohe
Niveau nicht mal annähernd
halten können. So ging mit Adam Fajfer und seine 5 Punkte der zweitbeste
ins B-Finale, in dem er aber keine Chance hatte. Norbert Magosi hingegen
holte mit 2 Punkte |
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die meisten für sein Team,
die in der Finalrunde erzielt wurden. Im 12. Heat schaffte er zuvor
schon einmal einen 2. Rang und blieb neben 2 Nullern im letzten Vorlauf
für den Reservist Stefan Kurz draussen. Auch Hans-Jörg Müller
blieb einmal im Fahrerlager, nachdem er zuvor nur 1 Punkt ins Ziel bringen
konnte. Junior Kurz hatte bei seinen Einsätzen aber keine Möglichkeit
an Punkte zu kommen, obwohl er gegen die grossen Namen gut mithalten
konnte. |
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Norbert Magosi |
Hans-Jörg Müller |
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2. MSC Diedenbergen |
1. MSC Brokstedt |
3. SC Neuenknick |
