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Mit Haken und ÖsenUm es einmal vorweg zu nehmen: Ohne die Gespannklasse wäre diese Night of Speedway nur halb so actionreich gewesen. Denn was die Dreiradakteure zeigten, grenzte schon an „Den Nippel durch die Lasche ziehen“. Kaum ein Lauf ging über die Bühne, in der es nicht zu kuriosen Stürzen oder Verknotungen der Fahrzeuge kam. Zum Glück verletzte sich keiner der Beteiligten, doch fand Jörg Bornfleth nach der Siegerehrung die passenden Worte: „Es war echt schon schwer, auf dieser ausgebombten Bahn zu fahren, aber die haben ja alle reingehalten wie sonst was.“ Was die Bahnverhältnisse anging hatte Jörg, der mit seinem Bruder Steffen sein Abschiedsrennen fuhr, vollkommen recht. Schon im Training merkte man, dass der Untergrund so extrem mullig war, dass sich bereits nach wenigen Runden eine Anhäufung des weggefahrenen Bahnbelages in den Kurven sammelte. Wer in diesen Haufen kam, hatte derbe Probleme hier noch den Weg wieder herauszufinden. Doch das gehörte alles dazu und war der Garant des actiongeladenen Gespannsports. So kamen sich im 1. Heat gleich die Bornfleths und die Matthijssens ins Gehege, wodurch Philip Wierenga und Roelof Mellens den Weg frei zum Laufsieg hatten. Im Anschluss gab es 2 Läufe, die ohne Verkettungen oder Stürze über die Bühne gingen, bevor es die Bornfleths nun mit dem Bölkstoff-Team zu tun bekam. („Falte“ Matthias Wölk und sein Co-Pilot erhielten kurz vor dem Rennen noch 2 Runden Nachzüglertraining, da Wölk bis 17.00 Uhr noch ans Geld verdienen denken musste.) In der 2. Runde verhakten sie sich also, doch liess der Referee, wie bei allen Laufabbrüchen, alle Fahrer wieder ans Band. Im 5. Outing drängte Arne Friskovec William Matthijssen so an die Bande der Gegengeraden, dass das Gespann kippte und William kopfüber unter dem Gespann eingeklemmt war. Mit verbogenem Beiwagenrad ging es aber zum Rerun, den er dann im Kampf gegen seinen Widersacher mit einem Überholmanöver für sich entschied. Mit dem 6. Lauf in dieser Klasse waren die Fans endgültig aus dem Häuschen. Im 1. Versuch verfingen sich das Bölkstoff-Team und Wierenga in der ersten Ecke und beide rutschten in die Bande. Piloten okay – Gespanne gerade gebogen und weiter ging es. Im Rerun waren es die Bornfleth-Brothers, die sich mit den Niederländern anlegten und unfreiwillig stoppen mussten. Wieder durften alle 3 Teams ans Band und es schien auch gut gehen, doch nachdem „Falte“ an 3. Stelle liegend sein Gespann über die hohe Absperrung durchs Innenfeld zauberte, überschlug er sich ohne Fremdeinwirkung in der nächsten Kurve. Auch dieser Lauf wurde abgebrochen und letztendlich auch mit den Siegern B&B gewertet. Nachdem die Geschwister Matthijssen ihren letzten Vorlauf klar gewinnen konnten, ging es im letzten Vorlauf noch um den Einzug der Top 3 Teams ins Finale. Es war ein Kampf bis zur Linie, bei dem Startmarschall in Sicherheit springen musste. Die Bornfleths schleppten Wierenga/Mellens eingehakt mit ins Ziel und beide schafften somit den Einzug in den Endlauf. Hier gab es keine weiteren Komplikationen und die Titelverteidiger William und Nathalie gingen erneut als Sieger aus diesem Rennen. Auch wenn die Finalaufstellung identisch mit der im Jahr zuvor war, drehten die Lokalmatadoren Jörg und Steffen nun den Spieß um und sicherten sich vor Wierenga / Mellens den 2. Platz. Arne Friskovec und Jan Martin Wagner kamen insgesamt auf den 4. Rang vor dem Bölkstoff-Team mit Wölk und Stefan Radtke. Zwar ohne Punkt aber dafür immer die Zuschauer animierend hatte auch das Gladiatoren-Team mit Uwe Zirbes und Sascha Winter ihren Spass mit dieser Veranstaltung. Katt und viele nackten TatsachenSchon im Training konnte man bei Catman beobachten, dass er mit der Ideallinie direkt an der Innenbegrenzung den richtigen Weg gefunden hatte. Diese Linie konnte sich auch Showman Hülse, dessen Frau Simone nur ein paar Tage vor der Geburt des ersten Kindes zuhause wartete, einprägen und fuhr ähnlich wie sein Kumpel Katt von Sieg zu Sieg. Allerdings musste er sich im direkten Duell gegen den in einer späteren Pause als wheeliefahrende Nackedei geschlagen geben. Der auf Rang 3 platzierte Schwede Eric Andersson kam ähnlich gut zurecht und musste nur den beiden in den Läufen 1 und 20 den Vortritt lassen. Allerdings war dieser letzte 2. Rang für ihn auch Glück, denn weiss man nicht, wie Christian Hefenbock aus diesem Rennen gekommen wäre. Der Mann, mit den lautstärksten Fans auf den Rängen, bekam beim Angriff auf die 1. Position in der 1. Ecke einen Aufsteiger. Die Kette sprang daraufhin ab und Hefe musste aufgeben. Damit verpasste er den vermeintlichen Podestplatz, weil man auf den Finallauf mit den 4 punktbesten Fahrern verzichtete. Den 5. Rang erfuhr sich Matthias Nilsson aus Schweden, der einen von der Punktausbeute durchwachsenen Eindruck hinterließ. Ihm folgt sein Landsmann Ricky Kling, die beide im 18. Lauf aufeinander trafen. Sie widmeten sich nach der Zieldurchfahrt dem „Eye of the Tiger-Genre“ und schenkten dem Publikum eine kleine Boxeinlage. Tero Aarnio aus Finnland schraubte sein Konto auf insgesamt 9 Punkte, was ihm den 7. Rang einbrachte, ehe Tobias Busch in der Ergebnisliste folgte. Allerdings musste er auch auf mindestens 2 Punkte verzichten, da er sich im 14. Lauf kurz vor der Ziellinie mit Kevin Wölbert verhakte und böse stehen blieb. Doch dank seiner konstanten 2. Rängen kam er bei gleicher Punktzahl vor Peppi Rudolph in die Wertung. Der Bayer, der im Training noch leichte Orientierungsschwierigkeiten hatte und des öfteren eine kleine Piorette einlegte, kam im Rennen zwar besser zurecht, doch reichte es nicht für einen Laufsieg. Der "Rookie of the Year 2005" Kevin Wölbert legte von der “roten Laterne” bis hin zum Laufsieg alles aufs Parkett und wurde damit 10. Auf Rang 11 kam der Pole Jordan Jurczynski, der wie Enrico Janoschka (einen Rang hinter ihm) schon sichtlich Probleme mit dem profillosen Hinterrad hatte und einige Rutschpartien in Kauf nehmen musste. Hollands Vertreter René van Weele klagte ebenfalls über die Straßenbereifung, doch machte ihm diese Veranstaltung auch ohne Laufsieg mehr als Spass. Wie der Niederländer fanden sich auch Krzystof Pecina PL und Klaus Jakobsen DK eher am Ende des Feldes wieder, doch bildete letztendlich Reservist Ramon Stane, der für den nicht aufgetauchten Tomas Suchanek ins Rennen kam, das Schlusslicht, da er als jüngster Teilnehmer den Älteren immer den Vortritt ließ. Kids im AusnahmezustandEine starke Vorstellung zeigten auch die Kids auf ihren 50ccm-Bikes, die aus Dänemark anreisten. Hier konnte man sehen, dass im Nachbarland schon sehr viel für die Jüngsten getan wird. Nichts gegen den deutschen Nachwuchs, aber das, was Frederik Jakobson, Jeppe Henriksen, Nicklas Clausen und Mikkel Granberg zeigten, war schon eine Nummer krasser als das, was man von unseren Jungs kennt. Auch ein Sturz genau aufs Gesicht konnte dem Laufsieger Henriksen nichts anhaben, was auch Egon Müller, der die Siegerehrung durchführte, noch einmal betonte. Er sieht in diesen Jungs in ca. 10 Jahren potenzielle Meister und Anwärter. In den PausenIn den ausgiebigen Bahndienstpausen hatten die Macher von Speedevent einiges zu bieten und so trat nicht nur eine Tanzgruppe auf, sondern Engelchen und Teufelchen zeigten auch heiße Feuerspiele. Auch die Fahrer taten was für die Fans und gingen in den Pausen mit Autogrammkarten beim Publikum herum, sofern noch welche von der vor dem Start durchgeführten Autogrammstunde übrig blieben. Die Fahrer taten im übrigen viel für die Fans und ließen sich neben Freudenwheelies und ähnliches einiges Einfallen. Catman war dabei der mutigste und kam nur mit einem Handtuch bekleidet aufs kurze Oval, welches er dann nach 2 Runden auch noch ablegte. Nackte Haut zeigten bei der Siegerehrung dann auch noch einmal die Darstellerinnen von Engelchen und Teufelchen, die sich dem Bodypainting zur Verfügung stellten und die Sieger auf dem Podest begleiteten. |
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# |
Name | Nat | 1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
Pkt |
Fin |
Platz |
1 |
Team Matthijssen | 1 |
2 |
2 |
2 |
7 |
1. |
1. |
|||||
2 |
Bornfleth Brothers | 0 |
2 |
2 |
2 |
6 |
2. |
2. |
|||||
3 |
Team Wierenga | 2 |
1 |
1 |
1 |
5 |
3. |
3. |
|||||
5 |
Team Friskovec | 2 |
0 |
1 |
0 |
3 |
4. |
||||||
6 |
Bölkstoff Team | 1 |
1 |
S |
1 |
3 |
5. |
||||||
4 |
Die Gladiatoren | 0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
6. |
# |
Name | Nat | 1 |
2 |
3 |
Pkt |
Platz |
1 |
Frederik Jakobsen | 3 |
1 |
3 |
7 |
1. |
|
4 |
Jeppe Henriksen | 1 |
3 |
2 |
6 |
2. |
|
2 |
Nicklas Clausen | 2 |
2 |
1 |
5 |
3. |
|
3 |
Mikkel Henriksen | 0 |
0 |
0 |
0 |
4. |