WM Lauf 3 in Parchim,
20/21.08.2005

21.08.2005 - WM Lauf 3 in Parchim

Wie bereits am Samstag bekannt wurde, ist der letzte WM Lauf in New Plymouth gecancelt worden. Die Fördergelder der Regierung wurden nach dem Wechsel an der Macht nicht mehr zugesagt und so musste Ivan Mauger als Veranstalter den 5. GP kurzfristig absagen. Man traf sich am Sonntagmorgen mit mehreren deutschen Veranstaltern, um über einen möglichen Ersatztermin und Ersatzort zu diskutieren. Man kam hier aber zu keinem Ergebnis und so wird es in Morizes nach dem letzten Grand Prix den neuen Weltmeister 2005 geben.

Zum Action-Album und zum Pit-Stop - Das Ergebnis

Geburstagskind Daniel Rath

Die Stralsunder Girls

Rennleiter Peter Schultz wurde verabschiedet und erhielt ein Gemälde in Öl

Schönwetterwolken und mal kein Regen am Renntag

Ohne Worte

Der Nachwuchs ist schnell unterwegs

 
Es gab viel zu berichten aus Sicht des Stadionsprechers Klaus Witt, denn zum einen wurde in Parchim bekannt, dass der letzte GP in Neuseeland gecancelt wurde, und zum anderen musste Witt den Fans ab Heat 7 die Starterfelder der Läufe neu mitteilen. Im Programmheft wurde nämlich das alte System von 2003 abgedruckt. Zum Glück fiel dieses Missgeschick bereits am Samstag auf und so konnte man zumindest den Offiziellen und den Fahrern den richtigen und neu erstellten Rennmodus nachreichen, um den Fauxpas zu umgehen, den es bereits schon einmal bei der EM 2004 in Eenrum gab.

Im Fahrerlager hatte man die Sache im Griff und so standen alle Fahrer für ihre richtigen Läufe parat. Ohne Training mussten Andrew Appleton, Theo Pijper und Last Chance Fahrer Daniel Bacher ins Rennen gehen, da man nach einer Absprache mit Rennleiter Peter Schulz und Jury doch auf das Warm Up am Sonntagmorgen verzichtete. Bacher war zwar am Samstag vor Ort, doch war der Transporter mit dem Maschinenmaterial in einer Werkstatt. Die Dieselpumpe gab auf halben Wege auf und so kamen Dani mit Freundin Marion und Tuner Marcel Gerhard mit einem Leihwagen nach Parchim, während die anderen Bacher-Crewmitglieder erst am Sonntagmorgen das Material in die Fahrerlagerbox einrichten konnten. Im Last Chance Heat langte es für Bacher dann nicht ganz, denn kamen Matten Kröger und Sirg Schützbach ins Feld, während Bacher und Roberto Haupt auf den Reserveplätzen ohne Einsatz blieben. Neben Stéphane Tresarrieu war es dann aber auch vorbei für Geburtstagskind Daniel Rath, der seinen 27. feierte.

Im Auftaktheat setzte sich Stephan Katt stark in Szene, der vor Robert Barth in die erste Ecke bog. Eine Runde weiter fiel Barth dann – immer noch hinter Katt – aus, und er ging erst einmal leer aus. Mit nur 2 Punkten kam Gerd Riss aus seinem 1. Heat, da er vor der Startkurve etwas eingekeilt wurde. Hier konnten sich Kelvin Tatum, Bernd Diener und Paul Hurry vor ihm ins Ziel fahren. Nach seinem schweren Sturz traf man erstmalig auf der Langbahn auch wieder auf Theo Pijper, dessen Wunden am Bein zum Teil immer noch offen sind. Er setzte sich aber klar ab und gewann vor Appleton, während die Deutschen Enrico Janoschka, Kröger Herbert Rudolph und Schützbach folgten. Kröger zog aber gleich mit einem Laufsieg nach, ebenso wie Barth und Riss in den anderen 2 Outings des 2. Durchganges. Pijper und Tatum gingen jeweils auf Rang 2 ins Ziel und führten die Zwischenwertung mit 9 Punkten an.

Nach 2 Nullrunden kam überraschend Schützbach als Sieger aus dem 7. Vorlauf, der seine Mitstreiter aber klar dominieren konnte. Barth schlug im Anschluss Riss und Tatum musste sich Pijper geschlagen geben. Pijper (14) und Tatum (13) hatten das Ticket fürs A-Finale schon sicher in der Tasche, doch auch wenn Riss (11) sowie Barth und Diener (je 10) noch ganz gut in den Punkten lagen, war das A-Finale noch lange nicht sicher. Mit dem Sieg von Riss gegenüber Tatum schaffte es aber schon einmal der Titelverteidiger als dritter im A-Finale zu stehen. Auch Barth kam mit seinem 3 Laufsieg in Folge in dieses, während sich Diener im letzten Vorlauf Kröger und Katt geschlagen geben musste. Hinter Pijper, der als Bester aus der Vorrunde kam, fuhr sich Kröger mit Rang 2 auf 12 Zähler, die nun auch Katt (hinter Hurry) mit Rang 4 auf seinem Konto hatte.

Für das B-Finale qualifizierten sich somit Diener und Hurry, denen je ein Punkt fehlte, Joonas Kylmäkorpi (ebenfalls 11), der sich nach seinem Schulterbruch zwar gut erholt zeigte, aber mit dem Material zu kämpfen hatte, Jörg Tebbe (10), der sich vor allem im 11. Heat in Szene setzten konnte, Appleton (9), der nach seinem 2. Platz zum Auftakt etwas abbaute und Janoschka (8), der sich neben einem Ausfall so grad noch eben für das B-Finale qualifizieren konnte.

Ins C-Finale hingegen mussten Antonin Svab (7), Massimo Mora (6), Rudolph (6), Schützbach (5), Jannick de Jong (3) und Markus Eibl (2). Für Eibl, der nach seiner Handverletzung erst in Parchim in die WM-Runde eingreifen konnte, war es ein Kraftakt, denn die Kraft fehlte noch ganz gewaltig und so konnte er seine doch guten Starts nicht wirklich in Punkte umsetzten und beendete sogar 2 mal vorzeitig die Läufe. Auch de Jong fiel einmal wegen Motorschadens aus und musste auf dem vermeintlich schwächeren Bike weiterfahren.

Etwas regelfremd wurden die Helmfarben der C- und B-Finals verteilt, in dem man durch die Boxengasse lief und die Fahrer dort nach ihrer Startplatzwahl befragte. Dieses war zwar nicht im Sinne des Reglements, doch einigten sich Jury Präsident Christian Bouin und Rennleiter Schultz letztendlich auf diese Einteilung, während die Helmfarbenauslosung des A-Finals wie üblich im gesammelten Kreise vollzogen wurde.

Im C-Finale setzte sich Svab am Ende klar durch vor Schützbach und de Jong. Rudolph, dem am Samstag im Training die Hinterachse brach und er an der Planke nur mit Mühe zum Stehen kam, befand sich auf Rang 6 mit dem Drang nach vorn. Sein Glück war es aber auch, dass zum einen Mora in der 4. Ecke auf Rang 3 liegend wegen Maschinentrouble aufgeben musste und Eibl die Kraft erneut verliess. So stehen mit Eibl und Mora die Last Chance Kandidaten für Morizes fest.

In einem ständigen Fight mit Kylmäkorpi konnte sich Hurry am Ende den Sieg im B-Finale sichern, obwohl Janoschka zunächst den Start gewonnen hatte. Ausgangs der 1. Ecke erhielt er aber einen – wie man später auch im TV erkennen konnte – einen Schuppser von Diener, der ihn nach aussen katapultierte. Durch diese Situation fand Tebbe die Lücke und konnte sich somit von 5 auf 3 vorarbeiten, wo er auch im Ziel landete. Diener und Janoschka folgten auf 4 und 5, während Appleton ebenfalls einen Ausfall (allerdings auf Rang 6 liegend) einstecken musste.

„Ich habe hier in Parchim schon oft das Finale von Rot gewonnen“, so Riss, der als Vorlaufdritter nicht damit rechnete, die rote Bahn noch zu ergattern. Doch ging Pijper (19) auf blau, Tatum (17) wählte gelb, Riss (16) eben rot, Barth (15) weiss, Kröger (12) schwarz/weiss und Katt (12) blieb grün übrig.

Bis auf Barth kamen alle fast gleichmäßig aus den Bändern. Der Memminger lag mindestens eine Motorradlänge hinter dem führenden Pulk, doch schon in der Startkurve lag er mittendrin. Riss machte die Pace und gewann am Ende überglücklich vor Tatum und Barth, während Pijper mit Rang 4 unter Wert geschlagen wurde. Kröger und Katt kamen auf 5 und 6 und waren ihrerseits zufrieden mit dem Erreichen des A-Finals und wurden wie alle anderen dieses Endlaufes bei der Siegerehrung bedacht.

   
2. Kelvin Tatum
1. Gerd Riss
3. Robert Barth

Alle 6 A-Finlisten wurden geehrt

20.08.2005 - Rahmenprogramm

Landesmeisterschaft MV
#
Name
Nat
Platz
18
Nynke de Jong
NL
1.
19
Stefan Bromberg
D
2.
24
Kalle König
D
3.
28
Ronny Stüdemann
D
4.
 

De Jong siegreich

In nur einem Wertungslauf konnte sich Nynke de Jong in einem Start und Ziel-Sieg diese 4er Konkurrenz sichern. Stefan Bromberg arbeitete sich in einem harten Fight mit Kalle König am Ende auf Rang 2 vor und konnte am Ende der 3. Runde sogar die Amazone noch kurz bedrängen. Hinter König kam abgeschlagen auf Rang 4 Ronny Stüdemann.

   
Fahrerbesprechung
Nynke zeigte wieder das, was sie kann und hatte viel zu berichten

Striepe gegen Mecklenburg

10 Fahrer der B-Lizenz starteten in der Konkurrenz zum Landespokal MV. In je einem Vorlauf qualifizierten sich am Ende die je ersten 3 eines Vorlaufes für das Finale. Martin Ernst und Volker Striepe kamen als Sieger in den Endlauf, Christian Barkow, der sich schwer von 5 auf 2 vorkämpfte, und Ulrich Büschke sowie Andreas Mieser und Karsten Herzog Fisch hiessen die Finalisten. Beim Restart des Endlaufes - der Schiedsrichter Thorsten Grahms pfiff alle 6 Fahrer nach einem unkorrektem ersten Start wieder zurück ans Band - verschenkte Striepe zunächst wichtige Meter und bog nur als Dritter in die Startkurve ein. Als Führender kam er aus dieser wieder heraus und fuhr sich seinen X-ten Saisonsieg in der schnellsten Zeit des Tages mit 112,10 Km/h nach Hause. Ulrich Büschke, der bei der Siegerehrung seinen aktiven Abschied bekannt gab, kam auf Rang 2 vor Martin Ernst, Fisch, Barkow und Mieser.
 
Landespokal MV
#
Name
1
2
Fin
Platz
26
Volker Striepe
1.
1.
1.
3
Ulrich Büschke
2.
2.
2.
46
Martin Ernst
1.
3.
3.
18
Karsten Herzog-Fisch
3.
4.
4.
6
Christian Barkow
2.
5.
5.
42
Andreas Mieser
3.
6.
6.
47
Michael Möller
4.
7.
50
Steffen Vagt
4.
8.
45
Michael Krause
A
9.
20
Andreas Büschke
A
10.

   
Brennholz Manni blies den Marsch
Vorbereitungen
Ulli Büschke sagt Ciao