Sandbahnrennen in Roden,
10.04.2005

Im Bahnsportzentrum Roden wurde wieder toller Bahnsport gezeigt, doch erschienen leider nicht so viele Zuschauer wie erhofft. Grund dafür war vielleicht das unbeständige Wetter, denn (wie schon in Balkbrug), fing es pünktlich zur Fahrervorstellung an zu regnen, die man dann um einige Minuten nach hinten hinausschob. Die Bahnverhältnisse waren somit dementsprechend und so manch ein Pilot hatte auch zu Beginn der Wertungsläufe arge Sichtprobleme. Damit aber die Sicht zur Startampel bestens war, wurde diesem Wunsch natürlich stattgegeben.
In zwei 8er-Feldern gingen die 16 Piloten an den Start, doch kam der neue Bahnrekordhalter Jannik de Jong nicht ans Band. Er sass mit Henry van der Steen auf der Reservebank und wartete vergeblich auf einen Einsatz. Und während sich das Wetter immer mehr zu einem sonnigen Nachmittag entwickelte, konnten die Akteure nur hinter Theo Pijper mit Punkten und Platzierungen rechnen. Unschlagbar kam, sah und siegte er, und das bei einer kurzen Stippvisite. Theo kam nämlich erst kurz vor dem Start im Stadion an, musste nach dem letzten Finale sofort wieder zurück in den Flieger und konnte somit nicht einmal die Siegerehrung über sich ergehen lassen.

Mit dem Auftaktsieg liess der amtierende Europameister keinen Zweifel an seiner momentanen Bestform und schlug seine Gegner wahrlich um Längen. Neben seinen 4 Laufsiegen in der Vorrunde schafften dies nur noch Enrico Janoschka mit 2 Laufsiegen und je einmal Christian Hülshorst und Bernd Diener. Letzterer musste aber auch in 3 von den 4 Durchgängen gegen den Niederländer antreten und glänzte somit mit seinen 2. Rängen. Janoschka hingegen, der im ersten Lauf gegen Pijper und Diener antreten musste, kämpfte sich bis zur letzten Runde schon auf Rang 3 hervor, ehe er aufgrund von Sichtproblemen die Bahn nach aussen verlassen musste.
Hülshorst hingegen hatte im 2. Lauf des ersten Durchganges relativ leichtes Spiel und kommentierte seinen Heatgewinn mit: "Da waren ja auch nicht wirklich die starken Gegner dabei."

Mit dem 2. Durchgang konnte sich dann auch wieder Sirg Schützbach in Szene setzten, der mit der schnellsten Trainingszeit schon aufhorchen liess. Nach einem 3. Rang holte er jetzt einen 2. Rang - natürlich hinter Pijper - und befand sich nach 2 Durchgängen auf Podestkurs, während Janoschka mit dem 3. Platz hinter Schützbach seine ersten 5 Punkte schrieb. Bis hierhin staunte man auch nicht schlecht, über das Abschneiden von Erik Eijbergen, der mit Rang 3 und 4 so manch einen Gegner zur Verzweiflung brachte. Aber auch Marius Rokeberg schrieb nach 2 Heats schon 9 Zähler und reihte sich in die Liste der Top 8 ein.

Mit dem 3. Durchgang kam auch Hülshorst wieder zurück ins Spiel, nachdem er nach seinem Laufsieg nur auf Rang 6 ins Ziel kam, während in dieser Runde Schützbach mit Rang 6 Federn lassen musste. Im Gegensatz dazu setzte Janoschka zum Generalangriff an und schrieb den 1. seiner 2 Laufsiege, während Pijper und Diener im parallelen Lauf wieder Platz 1 und 2 für sich entschieden.

Etwas Verwirrung kam dann mit Beginn des letzten Durchganges auf, denn hatte der Fahrerlagerobmann eine andere Startaufstellung als die, die im Programm ausgedruckt war. Und so kam nicht Hülshorst, sondern Schützbach und nicht Gabriel Dubernard sondern Sjoerd Rozenberg zum Einsatz. Während Rozenberg mit einem 2. Rang zu Beginn alleine 6 seiner insgesamt 8 Zähler schrieb, blieb der kleine Dubernard komplett ohne Zähler.
Schützbach erreichte noch in der vorgegebenen Zeit die Startlinie und konnte Pijper als einziger zumindest über 1 Runde lang Paroli bieten und Pijper musste sich das erste Mal vielleicht wirklich lang machen. Doch am Ende reichte es für Schützbach "nur" zu Rang 3, da er auch noch von Diener passiert wurde. Mit insgesamt 18 Vorlaufpunkten war die Teilnahme am doppelten A-Finale aber eine klare Sache. Auch Janoschka wusste sich im letzten Vorlauf lang zu machen und setzte einen Start-Ziel-Sieg hin, der ihn trotz des Mahleurs zu Beginn die Teilnahme am A-Finale bescherrte. Er wusste nämlich, dass die Vorlaufpunkte ja keine Bedeutung mehr haben und die Karten in den 2 Endläufen komplett neu gemischt werden würden.

Neu gemischt wurden die Karten also auch für: Pijper mit 28 Qualifikationspunkten, Diener (25), Rokeberg mit erstaunlichen 20 Zählern, Janoschka (19), Eijbergen und Schützbach (mit je 18) und Dirk Fabriek sowie Hülshorst (mit je 17).

Bis zum 9. Platz der Vorrunde klaffte dann aber auch eine Lücke. Harm-Jannes Renkema führte (bei einem Ausfall) die Konkurrenz mit 13 Punkten ins B-Finale an. Hier siegte er auch vor Ralf Strack, der sich mit 10 Punkten aus der Vorrunde zufrieden geben musste. Mit ebenfalls 10 Zählern kam dann Christoph Dubernard auf Rang 3 des B-Finals, nachdem er durch einen Ausfall im letzten Vorlauf die letzten Hoffnungen aufs A-Finale begraben musste.
Patrick Diener war einer der Leidtragenden, der aufgrund von Sichtproblemen auf der noch zu Beginn nassen Bahn mehrere Zähler abschreiben musste. So reichte es bei ihm nur für 9 Punkte, doch zeigte er grossen Einsatz und kam zumeist auch als Sieger aus Zweikampfduellen heraus. Rozenberg konnte nur schwerlich an Diener-Jun Anschluss halten und kam somit auf Rang 5 ins Ziel. Steven van der Helm (7) und Gabriel Dubernard (0) belegten die letzten Plätze des B-Finale, während der Comeback-Mann Anne van der Helm einen Ausfall einstecken musste. Sein Comeback hatte er sich vielleicht auch etwas anders vorgestellt und so musste er akzeptieren, dass die Zeit seiner 4-jährigen Abstinenz nicht stehen geblieben ist, und der Einstieg wieder zurück ins Bahngeschäft ein hartes Brot war.


Freie Sicht zur Ampel

Bahnrekordsieger: J. de Jong

Konzentration der Dieners

Patrick und die Sichtprobleme

Letzter Check bei Eijbergen

Conehead HJ-Renkema

Rokeberg überraschte

Die Ortema-Boys Sirg und Hülse

Die 2 Finals sollten dann also die Entscheidung über die endgültigen Platzierungen geben und während Pijper und Diener an der Spitze fuhren, fightete sich Kämpfer Janoschka von den hinteren Rängen bis auf Rang 3 vor. Doch in der Startkurve der letzten Runde klemmte der Gasschieber und er stieg spektakulär ab. Sein Glück war aber, dass sich in Roden noch die grüne Auslaufzone befindet, sonst hätte dieser Crash mehr als übel ausgehen können. Nachdem die anderen Akteure in der Reihenfolge Pijper - Diener - Fabriek - Rokeberg - Schützbach - Eijbergen und Hülshorst aber die Runde zu Ende fuhren, konnte er anschliessend den Taxitransport durch Hülse zurück ins Fahrerlager wahrnehmen. Auf den 2. Start verzichtete er aber anschliessend und somit gingen die Finalisten nur mit 7 Mann in den letzten Endlauf.

Hier war es wieder Pijper, der vor Diener die Zielflagge erreichte, während sich Youngster Fabriek in einem packenden Fight mit Rokeberg auch hier den 3. Rang sicherte und somit auch Rang 3 in der Endwertung für sich verbuchte. Schützbach belegte erneut Rang 5, während Kumpel Hülse nun gegenüber Eijbergen den Spiess umdrehen konnte.

Schade war im Anschluss nur, dass sich der "unbezwingbare" Pijper schon wieder auf dem Weg nach England machen musste und nicht an der Siegerehrung teilnehmen konnte. Stellvertretend nahm aber sein Erfolgs-Tuner Bert van Essen nebst Sohnemann den Pokal für ihn in Empfang.

Trainingseindrücke

Weitere Actionbilder aus dem Rennen

International Specials

# Name Nat 1 2 3 4 5 6 7 8 Pkt B-Fin A-Fin 1 A-Fin 2 Pkt Platz
1 Theo Pijper
7
7
7
7
28
7 7 14 1.
4 Bernd Diener
6
7
6
6
25
6 6 12 2.
5 Dirk Fabriek
3
6
4
4
17
5 5 10 3.
2 Marius Rokeberg
3
5
5
6
20
4 4 8 4.
8 Sirg Schützbach
5
6
2
5
18
3 3 6 5.
9 Christian Hülshorst
7
2
4
4
17
1 2 3 6.
11 Erik Eijbergen
5
4
6
3
18
2 1 3 7.
6 Enrico Janoschka
A
5
7
7
19
S N 0 8.
3 Harm Jannes Renkema
A
3
5
5
13 1.
9.
12 Ralf Strack
3
1
3
3
10 2.
10.
10 Christophe Dubernard
4
3
3
D
10 3.
11.
15 Patrick Diener
1
4
2
2
9 4.
12.
16 Sjoerd Rozenberg
6
1
A
1
8 5.
13.
7 Steven van der Helm
2
2
1
2
7 6.
14.
13 Gabriel Dubernard
0
0
0
0
0 7.
15.
14 Anne van der Helm
2
D
1
1
4 A
16.

2. Bernd Diener - Bet van Essen und Sohn - 3. Dirk Fabriek

Nachtrag zum Bahnrekord

Bahnrekord
1.
Jannik de Jong 20,55 sec
2.
Sirg Schützbach 20,65 sec
3.
Dirk Fabriek 22,01 sec
Enrico Janoschka Ausfall

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