Im Bahnsportzentrum Roden wurde wieder toller
Bahnsport gezeigt, doch erschienen leider nicht so viele Zuschauer wie
erhofft. Grund dafür war vielleicht das unbeständige Wetter,
denn (wie schon in Balkbrug), fing es pünktlich zur Fahrervorstellung
an zu regnen, die man dann um einige Minuten nach hinten hinausschob.
Die Bahnverhältnisse
waren somit dementsprechend und so manch ein Pilot hatte auch zu Beginn
der Wertungsläufe
arge Sichtprobleme. Damit aber die Sicht zur Startampel bestens war,
wurde diesem Wunsch natürlich stattgegeben. In zwei 8er-Feldern gingen die 16 Piloten an den Start, doch kam der neue Bahnrekordhalter Jannik de Jong nicht ans Band. Er sass mit Henry van der Steen auf der Reservebank und wartete vergeblich auf einen Einsatz. Und während sich das Wetter immer mehr zu einem sonnigen Nachmittag entwickelte, konnten die Akteure nur hinter Theo Pijper mit Punkten und Platzierungen rechnen. Unschlagbar kam, sah und siegte er, und das bei einer kurzen Stippvisite. Theo kam nämlich erst kurz vor dem Start im Stadion an, musste nach dem letzten Finale sofort wieder zurück in den Flieger und konnte somit nicht einmal die Siegerehrung über sich ergehen lassen.
Mit dem Auftaktsieg liess der amtierende Europameister keinen Zweifel
an seiner momentanen Bestform und schlug seine Gegner wahrlich um Längen.
Neben seinen 4 Laufsiegen in der Vorrunde schafften dies nur noch Enrico
Janoschka mit 2 Laufsiegen und je einmal Christian Hülshorst und Bernd Diener.
Letzterer musste aber auch in 3 von den 4 Durchgängen gegen den Niederländer
antreten und glänzte somit mit seinen
2. Rängen. Janoschka hingegen, der im ersten Lauf gegen Pijper und Diener antreten
musste, kämpfte sich bis zur letzten Runde schon auf Rang 3 hervor, ehe
er aufgrund von Sichtproblemen die Bahn nach aussen verlassen musste.
Mit dem 2. Durchgang konnte sich dann auch wieder Sirg Schützbach in Szene setzten, der mit der schnellsten Trainingszeit schon aufhorchen liess. Nach einem 3. Rang holte er jetzt einen 2. Rang - natürlich hinter Pijper - und befand sich nach 2 Durchgängen auf Podestkurs, während Janoschka mit dem 3. Platz hinter Schützbach seine ersten 5 Punkte schrieb. Bis hierhin staunte man auch nicht schlecht, über das Abschneiden von Erik Eijbergen, der mit Rang 3 und 4 so manch einen Gegner zur Verzweiflung brachte. Aber auch Marius Rokeberg schrieb nach 2 Heats schon 9 Zähler und reihte sich in die Liste der Top 8 ein. Mit dem 3. Durchgang kam auch Hülshorst wieder zurück ins Spiel, nachdem er nach seinem Laufsieg nur auf Rang 6 ins Ziel kam, während in dieser Runde Schützbach mit Rang 6 Federn lassen musste. Im Gegensatz dazu setzte Janoschka zum Generalangriff an und schrieb den 1. seiner 2 Laufsiege, während Pijper und Diener im parallelen Lauf wieder Platz 1 und 2 für sich entschieden.
Etwas Verwirrung kam dann mit Beginn des letzten Durchganges auf, denn
hatte der Fahrerlagerobmann eine andere Startaufstellung als die,
die im Programm ausgedruckt war. Und so kam nicht Hülshorst, sondern Schützbach
und nicht Gabriel Dubernard sondern Sjoerd Rozenberg zum Einsatz. Während
Rozenberg mit einem 2. Rang zu Beginn alleine 6 seiner insgesamt 8
Zähler
schrieb, blieb der kleine Dubernard komplett ohne Zähler.
Neu gemischt wurden die Karten also auch für: Pijper mit 28 Qualifikationspunkten, Diener (25), Rokeberg mit erstaunlichen 20 Zählern, Janoschka (19), Eijbergen und Schützbach (mit je 18) und Dirk Fabriek sowie Hülshorst (mit je 17).
Bis zum 9. Platz der Vorrunde klaffte dann aber auch eine Lücke. Harm-Jannes
Renkema führte (bei einem Ausfall) die Konkurrenz mit 13
Punkten ins B-Finale an. Hier siegte er auch vor Ralf Strack, der sich
mit 10 Punkten aus der Vorrunde zufrieden geben musste. Mit ebenfalls
10 Zählern
kam dann Christoph Dubernard auf Rang 3 des B-Finals, nachdem er durch
einen Ausfall im letzten Vorlauf die letzten Hoffnungen aufs A-Finale begraben
musste. |
![]() Freie Sicht zur Ampel ![]() Bahnrekordsieger: J. de Jong ![]() Konzentration der Dieners ![]() Patrick und die Sichtprobleme ![]() Letzter Check bei Eijbergen ![]() Conehead HJ-Renkema ![]() Rokeberg überraschte ![]() Die Ortema-Boys Sirg und Hülse |
Die 2 Finals sollten dann also die Entscheidung über die endgültigen Platzierungen geben und während Pijper und Diener an der Spitze fuhren, fightete sich Kämpfer Janoschka von den hinteren Rängen bis auf Rang 3 vor. Doch in der Startkurve der letzten Runde klemmte der Gasschieber und er stieg spektakulär ab. Sein Glück war aber, dass sich in Roden noch die grüne Auslaufzone befindet, sonst hätte dieser Crash mehr als übel ausgehen können. Nachdem die anderen Akteure in der Reihenfolge Pijper - Diener - Fabriek - Rokeberg - Schützbach - Eijbergen und Hülshorst aber die Runde zu Ende fuhren, konnte er anschliessend den Taxitransport durch Hülse zurück ins Fahrerlager wahrnehmen. Auf den 2. Start verzichtete er aber anschliessend und somit gingen die Finalisten nur mit 7 Mann in den letzten Endlauf. Hier war es wieder Pijper, der vor Diener die Zielflagge erreichte, während sich Youngster Fabriek in einem packenden Fight mit Rokeberg auch hier den 3. Rang sicherte und somit auch Rang 3 in der Endwertung für sich verbuchte. Schützbach belegte erneut Rang 5, während Kumpel Hülse nun gegenüber Eijbergen den Spiess umdrehen konnte. Schade war im Anschluss nur, dass sich der "unbezwingbare" Pijper schon wieder auf dem Weg nach England machen musste und nicht an der Siegerehrung teilnehmen konnte. Stellvertretend nahm aber sein Erfolgs-Tuner Bert van Essen nebst Sohnemann den Pokal für ihn in Empfang. |
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| # | Name | Nat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | Pkt | B-Fin | A-Fin 1 | A-Fin 2 | Pkt | Platz |
| 1 | Theo Pijper | 7 |
7 |
7 |
7 |
28 | 7 | 7 | 14 | 1. | ||||||
| 4 | Bernd Diener | 6 |
7 |
6 |
6 |
25 | 6 | 6 | 12 | 2. | ||||||
| 5 | Dirk Fabriek | 3 |
6 |
4 |
4 |
17 | 5 | 5 | 10 | 3. | ||||||
| 2 | Marius Rokeberg | 3 |
5 |
5 |
6 |
20 | 4 | 4 | 8 | 4. | ||||||
| 8 | Sirg Schützbach | 5 |
6 |
2 |
5 |
18 | 3 | 3 | 6 | 5. | ||||||
| 9 | Christian Hülshorst | 7 |
2 |
4 |
4 |
17 | 1 | 2 | 3 | 6. | ||||||
| 11 | Erik Eijbergen | 5 |
4 |
6 |
3 |
18 | 2 | 1 | 3 | 7. | ||||||
| 6 | Enrico Janoschka | A |
5 |
7 |
7 |
19 | S | N | 0 | 8. | ||||||
| 3 | Harm Jannes Renkema | A |
3 |
5 |
5 |
13 | 1. | 9. | ||||||||
| 12 | Ralf Strack | 3 |
1 |
3 |
3 |
10 | 2. | 10. | ||||||||
| 10 | Christophe Dubernard | 4 |
3 |
3 |
D |
10 | 3. | 11. | ||||||||
| 15 | Patrick Diener | 1 |
4 |
2 |
2 |
9 | 4. | 12. | ||||||||
| 16 | Sjoerd Rozenberg | 6 |
1 |
A |
1 |
8 | 5. | 13. | ||||||||
| 7 | Steven van der Helm | 2 |
2 |
1 |
2 |
7 | 6. | 14. | ||||||||
| 13 | Gabriel Dubernard | 0 |
0 |
0 |
0 |
0 | 7. | 15. | ||||||||
| 14 | Anne van der Helm | 2 |
D |
1 |
1 |
4 | A | 16. |

2. Bernd Diener - Bet van Essen und Sohn - 3. Dirk Fabriek
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