Endlich ist es Frühling, die Sonne strahlt die
erste Wärme aus und die
Bahnsportler verschlägt es freiwillig in eine Eishalle. Tatort war
einmal wieder die Eissporthalle in Unna, wo sich die Athleten und Fans
ein Stelldichein gaben. Aufgrund einiger Absagen und einem Lizenzproblem
in der Gespannklasse, musste man kurzerhand das Programm etwas ändern.
Für den an
der Hand verletzten Markus Eibl wurde kurzfristig René van Weele
geholt, während der Platz
von Otto Niedermeier frei blieb. In der Seitenwagenabteilung bemerkte
man nach dem Training erst, dass auf der Lizenz von Karl Keil der Stempel
der Schweizer Förderation fehlte und das gemischte Doppel wurde
zum Rennen nicht mehr zugelassen. (Zu
diesem Fall und den Rennen gibt es hier
mehr.) |
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Nach einem Sturz im Auftaktheat durfte Catman allerdings
wieder ans Band und konnte mit dem Laufsieg den Grundstein für den
Gesamterfolg legen. Nur insgesamt 2x erzielten andere Akteure die Ziellinie
vor ihm, während Publikumsliebling Hülse nach einem Ausschluss
zu Beginn komplett von hinten aufholen musste, was die Punkte anging.
In einem Rad an Rad Fight mit dem Eis-Debütanten Anders Nielsen
aus Dänemark, kam es letztendlich
zum Sturz der beiden in der letzten Ecke, doch hätten sie bei Erreichen
der Linie beide keine Zähler erhalten, da sie gemeinsam fast meterweit
die Abkürzung durch das Innenfeld suchten. |
In einem kurzen Gespräch mit dem
30-Jährigen Dänen konnte
ich erfahren, dass dieses Rennen sein ersten Rennen seit 9 Jahren war.
1996 verletzte sich der Speedwayfahrer so schwer, dass er mit einem Rückenbruch
und mehreren Beinbrüchen fast 2 Jahre im Krankenhaus zugebracht
hat. Doch mit diesem Comeback on the Rocks möchte sich der Däne
den Speedwayveranstaltern wieder zeigen und hofft auf weitere Starts.
Er schließt es nicht aus, auch auf der Langbahn angreifen zu wollen.
Während Hülse nach diesem Crashauftakt durch weitere Laufsiege
den Einzug klar ins Finale schaffte und die Jagd aufs Podest eröffnen
konnte, musste Nielsen als erster Pilot sogar auf das Semifinale verzichten.
Wie ausgeglichen das Fahrerfeld bis zur Semirunde war, belegten die Punkte
der 8 Teilnehmer, die sich zwischen 10 und 8 summierten. Catman lag mit
alleinigen 10 Zählern an der Spitze, während Nielsens Landsmann
Steven Andersen (20 Jahre, übrigens ebenfalls das erste mal auf dem
Eis unterwegs), Hülse und
René van Weele mit 9 Punkten sowie
Matten Kröger,
Jörg Pingel,
Steven van der Helm und Björn Danielczik mit 8 Zählern die Runde
der besten 8 erreichten. Im ersten Semifinale trafen dann Katt, Pingel, van der Helm und van Weele aufeinander. Katt machte mit dem Laufsieg einen weiteren Sprung Richtung Gesamterfolg und verwies van der Helm, Pingel und van Weele auf die Plätze. Im 2. Semi gelang Hülse erneut der Sieg und seine Fans tobten natürlich vor Freude. Kröger und Andersen folgten, während nun auch Danielczik den Kontakt auf dem Eis erfahren musste. Die Endlaufteilnahmen für Catman (13), Hülse (12) und Matten (10) waren somit klar, doch während man in Krögers Fall noch auf die Majorität der Plätze zurückblicken konnte, mussten Andersen und van der Helm um das Finale losen, da es beide mit 10 Zählern auf die gleichen Einlaufplatzierungen gebracht hatten. Das Los fiel auf den Niederländer, der sich hinter Katt nach einem tollen Fight mit Hülshorst vor dem Lüdinghauser durchsetzten konnte. Kröger hingegen beendete den Reigen der Sturzopfer und verpasste somit das Podest, auf dem nun Katt, Hülshorst und van der Helm Platz nahmen. |
![]() Anders Nielsen ![]() Steven Andersen ![]() Eisdebütanten René van Weele und Enrico Janoschka ![]() Hülse begeisterte die Massen ![]() Sieger - Catman |
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![]() Wheelie von Janoschka ![]() Matze Schultz |
Hinter Nielsen, der den Gesamtrang 9 belegte,
rangierte Enrico Janoschka, der ebenfalls sein erstes Eisrennen fuhr.
Im ersten Lauf mogelte er sich nach schlechtem Start noch geschickt
an die Spitze und konnte im 2. Lauf noch einen Zähler schreiben, ehe er im 3. Heat für den Sturz
von Sönke Petersen verantworlich gemacht wurde
und keine Punkte erhielt. Petersen geriet zuvor mit seinem linken Bein
an Janoschkas Bike und rutschte in der letzten Runde weg. Man schrieb
somit dem Oldenburger Youngster den letzten Laufpunkt zu und so ging
der Güstrower gefrustet in den letzten Lauf, wo er mit
2 Punkten noch einmal auftrumpfen konnte.
Den 11. Rang holte sich Ramon
Stanek, der sich peu à peu
immer einen Punkt ins Ziel rettete und eine gute Figur auf dem Eisoval
machte. Rang 12 ging an Matze Schultz, der schon im Training das Eis
testete und nach 3 Punkten aus 3 Läufen im letzten Lauf erneut wieder zu Boden
ging. Mit ebenfalls 3 Punkten kam dann Petersen in die Wertung, der eigentlich
gute Starts zeigte aber neben dem erwähnten Crash zuvor schon einen Knäuel
aus Mensch und Maschine mit Kumpel René van Weele fabrizierte. Passiert war
keinem was, doch schimpfte er über den Vortrieb, da er auf den Geraden nicht
vom Fleck kam. |
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2. Christian Hülshorst - 1. Stephan Katt - 3. Steven van der Helm