Innerhalb eines Jahres bekam der AC-Vechta zum 2.
mal den Zuschlag für
einen Qualifikationslauf zur Langbahn WM. Um sich aber auch für
ein Langbahn-Finale als Ausrichter zu bewerben, hatte man u.a. für
die WM-Piloten das Fahrerlager hinter Start und Ziel bei den Pferdeboxen
her gerichtet. Dort hatten die Fahrer (anders wie im Wald an gewohnter
Stelle) einen ebenen Untergrund und waren vor den Fans abgeschirmt. Dies
stieß bei den Cracks zwar auf unterschiedlichste Meinungen, doch kam
diese Neuerung im Großen
und Ganzen eigentlich ganz gut an.
Da am Freitag der tschechische Fahrer Petr Vandirek noch absagen musste, rutschte Manfred Knappe fest ins Feld, so dass Hans Jörg Müller und auch noch Patrick Diener die Reservefahrer stellten. Der deutsche Teambetreuer Josef Hukelmann hatte also nicht nur das erste Mal seit bestehen der Langbahn-WM Vater und Sohn in einem WM-Qualifikationslauf, sondern auch insgesamt 7 deutsche Akteure am Band. Die grössten Ambitionen auf das Erreichen der nächsten Runde räumte man wohl Ex-Weltmeister Robert Barth ein, doch der kam etwas verspätet, aber immer noch rechtzeitig zum Training, in Vechta an. Grund war eine Autopanne, die ihn 1½ Stunden gekostet hat. Und auch der Auftakt von Barth ging völlig in die Hose, da er wegen Getriebeproblemen am Start stehen blieb. Für Barth war dieser Ausfall natürlich eine Nervensache in Hinblick auf die folgenden Heats, doch hob dies bei den ca 3000 Fans die Spannung, da man um den Ehrgeiz des Memminger ja weiss. Einen deutschen Triumph in Sachen Laufsieg gab es trotzdem, denn konnte Reservist Müller, der für den ins Band gefahrenen Tim Korneliussen ins Feld kam, den Auftaktsieg übernehmen. Dies sollte aber nicht der einzige Auftritt von Müller werden, denn bekam er - wie Diener-Junior auch - noch des öfteren die Gelegenheit, sich zu beweisen und Punkte zu sammeln, da unter anderem Korneliussen gar nicht mehr antrat, der Ex-Eisspeedway-Pilot Jari Ahlbom ebenfalls einmal ins Band zog, und auch Karel Kadlec einmal nicht rechtzeitig am Band erschien.
Neben Barth, Müller und P. Diener waren aber auch noch Bernd Diener, Markus
Eibl, Enrico Janoschka und eben Knappe nach Vechta gereist, um sich die
Chance auf die WM-Teilnahme zu wahren. Und nur einer von ihnen konnte
den späteren
Gesamtsieger bezwingen - und das war Bernd Diener. Ansonsten kam der finnische
Speedwayprofi, der nach 1999 das 2. Mal im Waldstadion an den Start ging,
sehr schnell zurecht auf der ungewohnt tiefen Bahn und fuhr jedem anderem
nach packenden Überholmanövern davon. Knappe, der noch immer leicht angeschlagen vom Lüdinghausen-Crash ins Rennen ging, aber eine erstaunlich gute Leistung zeigte, musste also im B-Finale alles daran setzten, durch einen Platz zwischen 1 und 3 immer noch direkt eine Runde weiter zu kommen. Doch hier standen auch Müller (12) und Diener (11) drin, die ihre vom Umstand her glücklichen Einsätze in wertvolle Punkte umwandeln konnten. Mit jeweils 10 Punkten fighteten dann Paul Cooper und auch Dirk Fabriek. Während der wilde Brite durch seinen spektakulären Fahrstil in den Punkterängen zu finden war, musste Fabriek wie Barth wegen Maschinenproblemen am Start des 1. Durchganges passen. Auch wenn er von der Vater-Sohn-Schützenhilfe mit dem Laufsieg profitierte, hätten mögliche 9 Zähler auch zum Einzug ins B-Finale gereicht, denn war Marius Rokeberg mit 7 Punkten der Letzte, der im wichtigsten Lauf des Abends stand. Die Teilnehmer am C-Finale waren Sergej Eroshin (6), der aber auf den Endlauf verzichtete, Jérôme Lespinasse und sein Landsmann Jeremy Coste Lescoul (je 4), Karel Kadlec und Mark Chilman (je 3) sowie Willy Tjessem (2), während Ahlbom und Korneliussen automatisch die Plätze 19 und 20 einnahmen. Auch wenn diese Burschen in den Heats gegen die vermeindlich Stärkeren kaum Chancen hatten, zeigten sie in diesem "internen" Lauf doch allerhand Action. Coste-Lescoul war zwar gleich an der Spitze und gab diesen Sieg auch nicht mehr ab, doch boten der Norweger Tjessem, Lespinasse und Kadlec eine interessanten Fight um die Plätze 2, 3 und 4, während sich der Engländer Chilman doch etwas aus diesem Dreikampf heraus hielt. Die Nerven lagen nun fast blank bei Josef Hukelmann, der nun seine zu betreuenden Fahrer nur noch mit Daumen drücken unterstützen konnte. Das Außenverhältnis war ausgeglichen und somit auch die theoretische Chance alle 3 B-Finalisten direkt in die WM-Semi-Runde zu begleiten, doch waren mit Fabriek, Cooper und auch Rokeberg Fighter am Band. Müller suchte die direkte Entscheidung und sicherte sich ohne grosse Fragen den Laufsieg, doch dahinter wurde es mächtig eng. Vor allem die ersten 2 Runden wurden durch Überholmanövern geprägt, in denen sich alle bis auf Rokeberg befanden. Doch dann machte Knappe ausgangs der 4. Ecke einen Fahrfehler und fuhr enttäuschend ins Innenfeld. Bei dem Versuch, die Maschine unter Kontrolle zu behalten, verrenkte er sich das Bein und konnte nichts ausrichten, während die anderen immer noch um die festen Tickets kämpften. Am Ende waren es Fabriek und P. Diener, der hinter Müller das Ziel erreicht haben. Cooper und Rokeberg erhielten somit also die Reserveplätze für das folgende Wochenende, doch war der sonst immer gut aufgelegte Cooperman wie Knappe mehr als enttäuscht über das Abschneiden dieses Finals.
Im A-Finale ging es nun also darum, wer die Podestplätze einnehmen würde
und der "Flying Finn" Kylmäkorpi blieb auch in diesem Lauf ungeschlagen.
Barth setzte zwar alles daran, mit der 2. Maschine diesen Tagessieg zu
seinem zu machen, doch reichte die Leistung des 2. Motorrades nicht ganz,
und er konnte Kylmäkorpi nur ins Ziel vor sich her jagen. Mit Rang 3 sorgte
dann der fast 20-Jahre jüngere (gegenüber Barth) de Jong für die Überraschung,
in dem er Diener, Janoschka und Eibl auf die weiteren Plätze verwies. |
![]() Volle Tribünen im Waldstadion
und mittendrin der Fahrerlagereinlass
Der erste WN-Lauf mit Vater und Sohn
Joonas Kylmäkorpi
Kein guter Start in diese WM für Barth
Auch Fabriek musste passen
Jupp Hukelmann ... ohne Worte
Er kümmert sich als erstes um den enttäuschten Knappe
Der Blick auf die Startgates vor der Auslosung |
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2. Robert Barth |
1. Joonas Kylmäkorpi |
3. Jannik de Jong |
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Mit einem ausgeglichenen Fahrerfeld gab es auch
in der internationalen Gespannklasse packende Fights. Und auch wenn die
Matthijssens wieder ein Klasse für sich waren, gab es dahinter klasse
Kämpfe. Allerdings mussten
die Geschwister aus den Niederlanden ihren ersten Punkt in der laufenden
Saison abgeben. Stefan Brandhofer und Markus Venus gelang es nämlich,
ihnen als erstes Team ihnen einen Laufsieg 2005 streitig zu machen. Da
ihnen aber aufgrund eines kapitalen Motorschadens weitere Punkte fehlten,
langte es bei ihnen nur |
für den undankbaren
4. Rang. Einen Brandhofer
gab es dennoch auf dem Podest, denn konnte Bruder Markus bei seinem 3.
Rennen nach 2 Jahren Verletzungspause endlich wieder das Podium erklimmen.
Gemeinsam mit Thomas Scheunemann belegten er mit 12 Punkten den 2. Rang
und verweis dabei sogar die deutschen Meister Oliver Wehrle und Christof
Stelmaszik. Auf Rang 5 kamen dann Karl Keil und Daisy Daubert vor Thomas
Raesfeld, der sich kurzfristig Matze Stucke ins Boot holte und Markus
Gössing
mit Maik Domscheit. |
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2. Brandhofer/Scheunemann |
1. Matthijssen/Matthijssen |
3. Wehrle/Stelmaszik |
In der B-Lizenz Solo gab es 2 Gruppen, die nach
2 Vorläufen ihre
besten 8 Fahrer ins Finale schickten. Bereits vor der Quali durch das
Pflichttraining verabschiedete sich Julia Frenk durch einen Sturz schon
nach einer ¾
Runde. Mit einer Schlüsselbeinverletzung war sie aber später
wieder im Stadion und konnte ihre Kollegen beim Siegen zu sehen. Vechta und Stürzen und auch eine Geschichte, die Jens Klein bisher immer erlebt hatte. Doch im 3. Anlauf klappte es und er kam ohne Sturz oder sonst irgend einem Missgeschick durch die Rennen auch wenn er am Ende mit 1 Punkt den 12. Platz belegte. Doch leider ging der Renntag für Sven Lohmeier wieder so zu Ende, wie er auch bei der letzten Flutlichtentscheidung ausging. Im 2. Vorlauf verriss der vor ihm fahrende Robert Baumann das Bike und stürzte. Um ihn nicht zu gefährden legte Lohmeier um, doch rutschte er Richtung Bande und knallte mit dem Rücken in die Planken. Auch wenn er für diesen Lauf noch 4 Punkte zugesprochen bekam, konnte er im Finale nicht mehr angreifen, da man ihn mit Verdacht auf eine Rückenverletzung ins Krankenhaus bringen musste. Speedway.org wünscht gute Besserung Wie Lohmeier schrieb nach den 2 Vorläufen auch Volker Striepe 9 Punkte und hatte in Paul Bauer mit 7 Zählern seinen ersten Konkurrenten um den Tagessieg am Band. Bauer sicherte sich dann auch den Endlauf, nachdem er den 2. Lauf verpatzte, vor Striepe. Marcel Dachs, Kay Scheibe und Ramon Stanek gingen mit jeweils 6 Zählern ins Finale, doch hier setzte sich der 15-Jährige Youngster Stanek durch, der zum ersten Mal in Vechta fuhr. Er zog bei seinem 2. Langbahnrennen nach Lüdinghausen durch und sicherte sich nach Rang 3 im Finale auch den 3. Podestplatz. Somit verwies er nicht nur Scheibe und Dachs, sondern auch Baumann, der trotz der Disqualifikation als Sturzverursacher von Lohmeiers Crash mit 4 Punkten aus dem 1. Heat im Finale stand. Christian Mell durfte für Lohmeier das Endlauffeld auffüllen, doch blieb es bei seinen 3 Punkten, die am Ende auch Marc Hansen und Thorsten |
Im 3. Anlauf endlich zu Ende gefahren: Jens Klein
Dafür erwischte es Sven Lohmeier
Paul Bauer visiert im September |
Haupt auf dem Konto hatten. Haupt wurden allerdings die
3 Minuten im 2. Durchgang nicht gegeben und die Post ging somit
ohne ihn ab. Es folgte dann Sönke Petersen in der Wertung, der seinen
Erfolg vom letzten September, wo er bei seinem Langbahndebüt Rang
2 belegte, nicht wiederholen, obwohl er sich auch wieder durch Überholvorgänge
auszeichnen konnte. Hinter dem auf Rang 12 liegenden Klein kam Mathias
Encke ebenfalls noch mit einen Punkt, ehe Frank Unland ohne Punkt diese
Wertung abschließt. |
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2. Paul Bauer |
1. Volker Striepe |
3. Ramon Stanek |
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Vor gut 9 Monaten wurde die neue 250ccm Maschine
in Werlte vorgestellt und da es bei dem anhaltenden Babyboom bis zur
Geburt eben 9 Monate dauert, konnte in Vechta nun das 1. Rennen in der
Schülerklasse
C 250ccm ausgetragen werden. Natürlich waren die "Erfinder" dieser
Klasse mit Herman Armbruster und Josef Hukelmann mit von der Partie und
beobachteten die 4 Akteure ganz genau. Nur 2 Mal konnte z.B. Kai Huckenbeck auf einer 250er trainieren, doch machte er auch in dieser Klasse alles klar. Im 3. Durchgang stürzte er sogar in Führung liegend, doch sprang er wieder auf und verpasste im Ziel nur knapp den 3. Platz. Am Ende ging der Gesamtsieg aber wieder einmal an den Werlter, der es sich nicht nehmen ließ, sich recht herzlich bei Hans Zierk zu bedanken, der ihm das Material zur Verfügung gestellt hat. Auf die Frage, was ihm mehr Spass macht, 125ccm oder die doppelte Kubikzahl, erklärte der 3-fache deutsche Meister: "Die 250er macht auf jeden fall mehr Spass. Die lässt sich viel leichter fahren und man kann viel besser driften" Über Rang 2 freute sich "Flitzer" René Deddens aber ebenso, wie Kai über Rang 1. Im ersten Heat unterlag er zwar noch Friedrich Ruf, doch konnte er in den übrigen 3 Läufen sicher den 2. Rang nach Hause fahren. Der einzige Vertreter aus dem SBM-Bereich Ruf scheiterte am Ende an Rang 3, da im letzten Lauf wegen technischen Problemen ausfiel. Somit konnte Marcel van Düllen Ruf um nur einen Punkt schlagen und sich seinerseits Rang 3 sichern. Links: Armbruster und Hukelmann freuten sich über das gelungene Debüt der neuen 250er Schülerklasse C |

Mit 3 Läufen kamen auch 4 Quadfahrer zum Einsatz, die sich auf der Bahn
so richtig austoben konnten. Nach 2 Laufsiegen führte Ex-Gespannfahrer
Detlef Brüner, doch fehlten ihm 2 Minuten zum Start des letzten Laufes,
was ihm Rang 2 einbrachte. Trotz Punktgleichheit unterlag er am Ende Thomas
Vogelsang um einen Platz, konnte aber vor Hans-Peter Faltus Rang 2 behalten.
Rang 4 ging an Sven Groß. |