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Wie viel wurde zuvor über den Saisonauftakt
in Kombination mit dem Wetter spekuliert? Denn immerhin handelte es
sich bei diesem ersten Langbahnrennen 2005 gleich um einen Prädikatslauf.
Doch es war ein herrlicher Frühlings- und ein perfekter Renntag
obendrein, abgesehen von den schlimmen Stürzen in der Gespannklasse
(Doch dazu auf anderer Seite mehr). Mit 4 Deutschen Akteuren konnte Team-Chef Josef Hukelmann nach Vries anreisen und jeder von ihnen galt als Favorit auf den Einzug ins EM-Finale. Allerdings waren bei den Jungs die Vorbereitungen unterschiedlichster Art: Während Enrico Janoschka sich in Güstrow auf der Speedwaybahn austobte und seine Starts somit perfektionierte, konnten Stephan Katt und Matten Kröger 3 Tage vor dem Rennen in Hamburg Bahrenfeld auf der Trabrennbahn ihr Material testen. Die anwesenden Zuschauer, die wegen dem Pferderennen anwesend waren, riss es beim Aufheulen der Motoren schlicht weg von den Sitzen. "Das war die beste Bahn, die ich je gefahren habe", so Mattens Kommentar zu der ungewöhnlichen Trainingsbahn. Alle drei fuhren auch am Abend zuvor noch ein Hallenspeedway in Rostock, bei dem Janoschka schon als Sieger die Veranstaltung verliess. Einzig Jörg Tebbe konnte nicht einmal zuvor das Motorrad bewegen: "Ich sitze heute zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem Bike". Doch ist er Profi genug, um sich auf diese für ihn ungünstige Voraussetzung einzustellen. |
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6 Tickets galt es zu verteilen, die
den Start beim EM-Finale Ende Juli in Schwarme berechtigen und da unsere
Jungs klar in die Favoritenrolle schlüpften, blieben theoretisch "nur" 2
Fahrkarten für 14 weitere Akteure
übrig. Ganz klar setzten die Niederländer und Fachleute auf
den Youngster Dirk Fabriek und auch seinem WM-Kollegen Glen Philips räumte
man grosse Chancen ein. Doch während der Brite sich die Hoffnungen
auf das EM-Finale nach einem Ausfall im letzten Vorlauf abschminken musste,
trat das für
Harm Jannes Renkema ein, dass er als "gutes Omen" bezeichnete. Im Training
rutschte der Ältere der Renkema-Boys weg und testete den Bahnbelag.
Auf meine Feststellung hin, dass es bei ihm eigentlich nie ohne Bodenkontakt
geht, sagte er mit verschmitztem Lächeln: "Das war mir hier
letztes Jahr auch passiert. Im Training bin ich gestürzt und am
Ende habe ich das Rennen gewonnen". Zum Sieg reichte es für
ihn nicht, doch kratzte er im A-Finale bis kurz vor dem Ziel sogar noch
am Podest. |
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Der tiefe und matschige Untergrund |
6 Trophäen zeigen Richtung Schwarme |
Josef Hukelmann mit der magischen Vier - alle Deutschen
sind weiter |
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Bereist im Training demonstrierten die EM-Semifinalisten,
dass es endlich wieder Zeit wurde, die Sand- und Grasbahnen umzupflügen.
Und mit jedem Lauf wurden auch die Temperaturen für die Fans immer
angenehmer - für manch
einen sogar bis hin zu einem Sonnenbrand - wie am eigenen Leib erfahren
:-) Der erste Durchgang ging in der gewünschten Rechnung auf, denn konnten sich alle Deutschen auf Rang 1 bzw 2 wiederfinden. Ein Auftakt nach Mass, den Catman allerdings in seinem 2. Outing fast wieder einbüsste. Keine Ahnung wie er das geschafft hat, doch konnte er sich schon fast am |
Boden liegend ausgangs der 1. Ecke wieder
auf seine Bike hieven und das Rennen von Rang 5 aus neu starten. Fotos Für
die vordersten Plätze reichte es zwar nicht mehr, dennoch holte
er sich 2 weitere Zähler zu seinen bisherigen 5 aus dem 2. Heat. Enrico
Janoschka fuhr im 6. Lauf ebenfalls auf einer Herzinfarkt-Linie für
seine Fans, denn touchierte er im Clinch mit Dirk Fabriek die Planke und
liess es dann auf Rang 3 bis ins Ziel ruhiger angehen. "Es war doch
gar nichts los", so Ricky, "mir ist doch nur das Vorderrad kurz
weg gerutscht"
Jörg
Tebbe gewann derweil aber dieses Lauf und hielt somit die deutschen Farben
trotzdem hoch. Matten Kröger lag mit Abschluss des 2. Durchganges
mit 2 perfekten Laufsiegen also alleinig in Front des Klassements.
Gleich mit dem ersten Start des 3. Wertungsblocks musste sich Matten allerdings
überraschend Christophe Dubernard, der bis daher erst 3 Zähler
einfuhr, und Renkema geschlagen geben. Doch nachdem Matten Referee Milan
Spinka auf eine ungültige
Fahrweise des Niederländers aufmerksam machte, wurden H-J. die 4 Zähler
wegen Durchfahrens des Innenfeldes wieder aberkannt. So konnte auch Jörg
in diesem Heat einen Punkt mehr ergattern und erhöhte sein Konto um
weitere 3 Zähler. |
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Schon vor der nun kommenden Helmfarben-Auslosung wurden
die Glückwünsche
im Fahrerlager an EM-Finalisten verteilt. Jeder fragte sich aber nun,
wer auf dem Podest stehen würde. Doch bevor es soweit war, gingen
ja wie üblich
die C-und B-Finals über die Bühne. Und wer meint, dass 1. die
C-Finalisten nichts zeigen können und 2. der Langbahnsport doch
nur von der Startphase leben würde, wurde eines Besseren belehrt.
Während sich der jüngere Bruder
von Christophe Dubernard Gabriel einen Start-Ziel-Sieg sicherte, kämpften
Patrick Cazemir, Jérôme Lespinasse, Daniel Winterton, Karel Kadlec
und Eddie Turksema verbissen um jeden Platz zwischen 2-6.
Zum grossen Showdown kam es dann aber im A-Finale, bei dem Start-Ziel-Sieger
Janoschka nicht mitbekam, was hinter ihm geschah - schade für den
Güstrower,
denn hätte er vielleicht diese Fights auch gerne gesehen :-) |
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Tebbe gab wegen seiner
Schmerzen im Knie schon in der ersten Runde auf, während Kröger
sich von 2 auf 4 durchreichen lassen musste. Katt eroberte somit also
schon mal Rang 2, den er bis ins Ziel inne hielt. Matten musste sich
aber den den harten Attacken von Renkema erwehren, was erst kurz vor
dem Ziel zu seinen Gunsten ausging. Fabriek mischte sich in diesen Fight
nicht mehr ein, aber was solls - die EM-Quali war ja eh schon in der
Tasche. |
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Trio-Infernale: Katt - Janoschka - Kröger