Das Rahmenprogramm in Vries

Wie bereits erwähnt, warfen die schlimmen Stürze in der Gespannklasse einen bitteren Beigeschmack auf dieses Rennen. Diese Unfälle passierten immer an der gleichen Stelle und das auch ohne Fremdeinwirkung der Gegner. Im 4. Heat krachte es das erste Mal, bei dem sich Harrie Boer und Jannie Raven an letzter Stelle liegend überschlugen und nach langer ärztlicher Versorgung ins Krankenhaus gebracht wurden. Im folgenden Lauf waren es dann Arnold Bruins und Wendy Arling, die ebenfalls abschmierten. Ihr Gespann "ditschte" dabei sogar 3x auf, ehe es in die Sicherheitszone des Zuschauerbereichs flog. Mit betroffen in diesem Unfall waren auch Raymond de Rooy und Sandra Mollema, die ebenfalls zu Sturz kamen. Auch Arnold und Wendy mussten lange auf der Bahn behandelt werden, ehe man sie abtransportieren konnte.
Wie es den schwer verletzten Sportsfreunden geht und was sie sich zugezogen haben, ist noch nicht offizielle bekannt gegeben worden. Ich traf einige Zeit nach dem Sturz Raymond, der mir mit angeschwollenem und blau werdenden linken Auge zublinzelte. "Ich konnte nicht mehr ausweichen, und bin dann in die Unfallstelle reingefahren". Mit dieser sichtlichen "leichten" Verletzung hatte er noch Glück und auch seine Co-Pilotin Sandra blieb mit einer Fingerverletzung noch weitestgehend verschont.
Mark Detz, der sich zum Zeitpunkt des Überschlags von Arnold hinter ihm befand, sah dieses Unfall wie folgt: "Ich war hinter ihm, dann kippte er aber eingangs der Kurve über das Beiwagenrad rüber und überschlug sich mehrmals. Ich habe nur noch versucht, nach Innen zu ziehen und dann hat es hinter mir geknallt"
Aber damit nicht genug, auch die Neueinsteiger Paul und René Steenbergen kamen im B-Finale an gleicher Stelle zu Sturz, als sie sich an der letzten Position befanden.

Auf diesem Wege möchte Speedway.org alles gute und toi toi toi für eine schnelle Genesung wünschen

Die Ursache dieser Unfälle lag wohl an einer bestimmten Stelle der Bahn, die sich die Rerun-Piloten von Heat 5 noch genaustens ansahen, ehe sie wieder zur Tat schritten.
Packende Action und heisse Rad an Rad gab es trotzdem und so konnten William und Nathalie Matthijssen ihre Vorlaufbezwinger Lester und Antony Goodwin hinter sich lassen. Immer noch etwas sichtlich geschockt von dem Crash konnte Mark Detz aber dennoch den 3. Rang für sich verbuchen. Ihm kam aber auch im A-Finale der Umstand zu Gute, dass Sven Holstein seinen Beifahrer Erik de Beere am Start verlor, sein Gespann daraufhin nach rechts ausscherte und somit die dort fahrenden Tjeerd Hoekstra und Henk Auwema an der Bande einklemmten. Das niederländische Gespann-Nachwuchs-Wunder blieb also auf Rang 5 in der Endwertung, nachdem Philip Wierenga und Roelof Mellens beim 1. Versuch ins Band fuhren. Für Hoekstra und Auwema blieb trotz des dezimierten Finalfeld trotzdem nur der 4. Rang in der Endwertung.






#
Name
1
2
3
4
5
6
7
8
Pkt
B-Fin
A-Fin
Platz
1
William Matthijssen / Nathalie Matthijssen
4
5
5
14
1.
1.
21
Lester Goodwin / Antony Goodwin
5
5
5
15
2.
2.
3
Mark Detz / gerald Eelsing
4
5
4
13
3.
3.
4
Tjeerd Hoekstra / Henk Auwema
3
2
3
8
1.
4.
4.
5
Sven Holstein / Erik de Beere
4
4
2
10
D
5.
8
Philip Wierenga / Roelof Mellens
T
A
4
4
2.
T
6.
7
Martin Pastoor / Rhamon Dijkstra
1
3
3
7
3.
7.
16
Paul Steenbergen / René Steenbergen
2
2
A
4
S
8.
6
Raymond de Rooy / Sandra Mollema
5
3
S
8
N
9.
11
Wilfried Detz / Denny detz
2
4
A
6
N
10.
2
Arnold Bruins / Wendy Arling
3
S
3
11.
12
Jojo van der Werff / Erik van Dijk
1
1
2
12.
14
Harrie Boer / Jannie Raven
0
S
0
13.

Siegerfoto von Daniel Sievers

In der 125ccm-Klasse gab es wieder eine Sack Flöhe, der gehütet werden musste. Kai Huckenbeck war einmal mehr der überragende Fahrer, auch wenn es ihm Jan Okke Loonstra nicht leicht gemacht hat. Nick Lourens gehörte ebenfalls zum fightenden Trio, doch verspielte er im letzten Lauf durch einen Ausfall seinen Podestplatz.
Leider leider gab es auch in dieser Klasse einen Unfall, bei dem sich Bertjan Bos verletzte. Wie und was genau im letzten Lauf geschah, ist mir nicht bekannt, doch passierte dieser Unfall an eben der selben Stelle.

Sieger Kai Huckenbeck fand den Untergrund allerdings auch lustig, denn verglich er ihn mit dem Wattenmeer und meinte: "Wenn man barfuss gehen würde, würde das zwischen den Zehen durch quetschen". Naja, ganz so extrem war der Untergrund nicht, aber als Küstenkind kann ich dieses als Vergleich gelten lassen :-)

Foto: Daniel Sievers - Jupp Hukelmann und sein Werlter Schützling

#
Name
1
2
3
Pkt
Platz
 
1
Kai Huckenbeck
9
9
9
27
1.
2
Jan Okke Loonstra
7
8
7
22
2.
4
Maurin Vochteloo
6
6
8
20
3.
3
Nick Lourens
8
7
A
15
4.
7
Kelly Velda
3
3
6
12
5.
5
Jesper Dijkstra
4
4
4
12
6.
14
Bertjan Bos
5
5
S
10
7.
9
Henkie Koonstra
2
2
5
9
8.
12
Robin Lukens
1
1
D
2
9.
15
NIco Eijbergen
D
D
D
0
10.

Siegerfoto: Daniel Sievers