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Es sollte ein Fest werden - ein Premierenfest mit
hochkarätigem Gespannsport.
Alles war bestens vorbereitet, die Werbung lief im Vorfeld mehr als sehr
gut, und das auch überregional. Die Helfer und MSC Mitglieder schufteten über
3 Monate lang an der Bahn, um die erste WM der 1000er Gespanne vorzubereiten,
doch das Wetter machte schlicht weg einen Strich durch die Rechnung.
Dabei staubte es noch beim ersten freien Training, ehe der Regen einsetzte
und alle Bemühungen, die im Vorfeld getroffen wurden, wurden erneut
auf eine sehr harte Probe gestellt. |
Es langte zunächst nur ein Wolkenbruch, um
die Bahn für fast 4 Stunden
unbefahrbar zu machen. Doch, und das ist das grosse Plus in Werlte, konnte
man entsprechenden Gerätschaften durch Umpflügen und Walzen
die Bahn wieder so herrichten, dass das Rahmenprogramm fast planmäßig
das Training und auch jeweils die ersten Wertungsläufe der I-Lizenz,
der B-Lizenz und der Schüler C 250ccm-Klasse durchgeführt werden
konnte. Aber während der je 2 Heats der Solistenklassen
fing es wieder an zu regnen, und man musste erneut schweres Geschütz
auf die Bahn bringen. Durch das erste Umpflügen war die Bahn schon weicher als im Originalzustand, und so wurde der Untergrund auch nicht unbedingt fester, als man nun ca 70cm tiefe Erde nach oben holte, umdrehte und erneut fest walzte. Das ganze unermüdliche Szenario der MSC-Mitglieder zog sich bis ca. 21.30 hin und während man in der Zwischenzeit nach Zeitplan die Fahrervorstellung - ebenfalls bei strömenden Regen - durchzog, schien es nun bei Dunkelheit endlich los zu gehen. Man gewährte den 1000er
Piloten eine Einführungsrunde,
doch in dieser stürzten noch vor dem Startband Dave Botrell und
Peter Teale. Alle Kollegen machten sich zur Unfallstelle auf und waren
zunächst einmal
froh, dass ihren Kollegen nichts passiert war. Aber man entschloss sich
letztendlich doch, die WM für den Samstag abzubrechen und auf den
Sonntag zu verlegen, in der Hoffnung, dass der Wettergott dieses mal
ein Einsehen hätte.
Aber noch einmal zurück zu den Australiern, die sich am Abend gemeinsam
mit Hukelmann den Frust von der Seele "feierten". Hukelmann fand durch
diesen gemeinsamen Abend auch wieder zu fast gewohnten Fröhlichkeit zurück.
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Aber wie die WM-Piloten gaben auch die Solisten
nicht auf und konnten zumindest die Fans mit einigen Läufen entschädigen,
die schon sehr früh
nach Werlte kamen. In der I-Lizenz kamen am besten Enrico Janoschka und
Jörg Tebbe mit dem Untergrund zurecht, die ihre Läufe gewannen.
Doch muss man auch dazu sagen, dass die folgenden Piloten natürlich auch
mit den Sichtproblemen zu kämpfen hatte. In der B-Lizenz waren es dann René van Weele und Sönke Petersen, die ihre Läufe ins Ziel bringen konnten, wobei es in dieser Klasse zu 2 Ausrutschern kam. Es waren Thorsten Haupt und Darren Pugh, die jeweils in Führung liegend in der Fahrerlagerkurve zu Boden gingen. Doch alle nachfolgenden Fahrer kamen vorbei und so endeten diese Ausrutscher mehr oder weniger mit nassen Klamotten als mit Verletzungen. Unbeeindruckt von den Bahnverhältnissen knisterte Kai Huckenbeck auf der 250ccm Maschine ums Oval. Da sich Marcel van Düllen im Training - ohne Einfluss der Bahnverhältnisse - nach einem Sturz verletzte, blieb in dieser Schülerklasse C neben Kai nur noch Friedrich Ruf übrig, der aber eine halbe Gerade hinter dem Lokalmatador lag. Kais Zeit war im übrigen nur um rund 5 km/h langsamer als die der B-Lizenz-Akteure. |
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