Rahmenprogramm in Bad Zwischenahn

In der Gespannklasse gab es zum Auftakt gleich Bange Minuten zu überstehen, denn sah der Sturz von Lester Goodwin und seinem Neffen Anthony schlimm aus, als sie ausgangs der Startkurve die Bande als Steilwand nutzen wollten. Sie überschlugen sich und wurden vom Gespann begraben. Doch nach einem kurzen Check beim Rennarzt konnten beide wieder zurück ins Fahrerlager und sogar die Rennen fortsetzten. „We are okay“, so die Briten, die diese Aussage gleich im folgenden Lauf mit einem Laufsieg bestätigten.

Den weit davon fahrenden Matthijssens konnten sie in ihren Duellen aber auch keine Paroli bieten und kaum einer zweifelte an einen weiteren Tagessieg des Ausnahme-Geschwister-Paares aus Holland. Doch im letzten Lauf - Stadionsprecher Klaus Witt überschlug sich förmlich in dieser Situation - hoben sie in der letzten Runde den Arm in die Höhe und wurden sichtlich langsamer. Sie fielen aus und damit verspielten sie den Tagessieg Nr.???... welcher auch immer.

Doch wurde der erste Platz trotzdem von einem gemischten Doppel bestiegen, denn setzte sich Altmeister Karl Keil mit Crazy Daisy Daubert nach Matthijssens Ausfall an die Spitze und sicherten sich die 3 Punkte, die ihnen bei Punktgleichheit gegenüber den Niederländern zum Tagessieg verhalfen.

Auch die Goodwins konnten nach dem Crash-Auftakt wieder lachen, als sie am Ende nur mit 1 Punkt weniger den 3. Tagesplatz erzielten.

Mark Detz und Gerald Eelsing schrieben insgesamt 5 Punkte, obwohl sie nur 4 Zähler ins Ziel brachten. Eingangs der letzten Runde des 2. Vorlaufes zogen Sven Holstein und Hessel Auwema kurz nach Start und Ziel zur Innenkannte (ob ein technischer Defekt oder ein Fahrfehler Ursache dieses Ausrittes war, ist mir nicht bekannt.) Beide Gespanne schossen über die heilige Tartanbahn durchs Grün zurück auf die Strecke und keiner von beiden wusste so wirklich was nun Sache ist.

Holstein gab noch einmal Gas und überquerte die Ziellinie, während Detz am Fahrerlagertor halt machte. Die Entscheidung des Referees Stucke lautete nun aber: Disqualifikation für Holstein und einen Punkt für die nicht ins Ziel gekommenen Detz/Eelsing, die am Ende nun Rang 4 belegten vor ihren Landsmännern, die sie abgedrängt hatten.
Peter Albrecht und Peter Schirmer vervollständigen das Klassement auf Rang 6, nachdem sie bei einem Ausfall (sie verfuhren sich direkt nach dem Start des 4. Durchganges ins Innenfeld) noch 2 Punkte ins Ziel brachten.

 

"Uns geht es gut"

Gespanne ohne Piloten

Daisy und Sven sind
nur auf der Bahn Kontrahenten
-
 
Die Goldgräber am Start - Matthijssens ohne Tagessieg
Gut Lachen bei Daubert und Goodwin

Int. Gespannklasse
#
Name
1 2 3 4 5 6 Pkt Platz
3
Karl Keil / Desirée Daubert
2
1
3
3
9
1.
11
William Matthijssen / Nathalie Matthijssen
3
3
3
A
9
2.
13
Lester Goodwin / Anthony Goodwin
S
3
2
2
8
3.
12
Mark Detz / Gerald Eelsing
1
2
0
2
5
4.
10
Sven Holstein / Hessel Auwema
2
D
1
1
4
5.
9
Peter Albrecht / Peter Schirmer
1
0
A
1
2
6.


Tagessieg für Petersen

Pech für Bauer

Pech im Finale für Stanek

Neue Haarpracht für Baumann

Keil als Beifahrer beim Sieger Petersen

Trotz Cowboystarts hat Striepe
den Appetit nicht verloren

Kay Scheibe sicherte sich Rang 3
 

Was Imanuel Schramm nicht mehr mit bekam:

In der B-Lizenz Solo gab es 2 heiße Anwärter auf den Tagessieg. Zum einen war es Comeback-Pilot Volker Striepe und zum anderen B-Lizenz Youngster Sönke Petersen. Der Oldenburger büßte zwar im 2. Durchgang mit einem 3. Rang wertvolle Punkte ein, während Striepe 2 klare Laufsiege für sich verbuchen konnte, doch kam es im 3. Durchgang zum 1. direkten Duell der beiden.

Aber während Petersen sich klar die Führung eroberte, legte Striepe einen Cowboystart der Note 9,8 hin. „Ich habe mich nur gewundert, warum Volli nicht 2. hinter mir ist“, so Petersen, der sich den Start auf Foto später ansehen konnte.
Natürlich war Striepe stinksauer über sein Malheur, doch dass es ihn auch im Finale noch so nachhängen würde, war etwas schade. "Der Überschlag hat mich doch mehr aus dem Konzept gebracht als gedacht“, so Striepe, der im Endlauf sogar noch von Rang 4 auf 5 zurück fiel, aber aufgrund eines Ausfalles von Stanek dennoch einen Punkt schreiben konnte Seinen Podestplatz verlor aber an Kay Scheibe, der sich seinerseits durchbeissen konnte. Mit einem Trost-Präsentkorb nahm Striepe aber an der Siegerehrung teil und beglückwünschte Petersen, Henry van der Steen und Scheibe.

Der Trainingsschnellste Petersen bedankte sich mit einer Ehrenrunde mit seinem Tuner Karl Keil bei den Fans und erntete auch den Respekt von Knappe, der gegenüber Speedway.org nach dem Rennen meinte:

“Das ist schon ein Wunder, dass Petersen mit diesem Fahrgestell um die Ecken kam. Respekt!“

Van der Steen, der sich neben Petersen, Striepe und auch Scheibe eine Laufsieg sichern konnte, profitierte natürlich vom Pech Striepes, und sicherte sich souverän den 2. Gesamtrang vor dem Schleswig-Holsteiner.
Scheibe musste aufgrund einer defekten Kupplung das Training mit dem Ersatzbike von Kröger fahren, was er klar gewann, doch Gott sei dank bekam er zum Rennen sein Einsatzgerät wieder intakt und konnte damit insgesamt mit 11 Punkten auf den 3. Rang fahren. Filius Ramon Stanek, der als letzter das Finale erreichte, ging selbstsicher in dieses und wollte einen Laufsieg, doch da streikte die Technik auf Rang 3 liegend und er musste mit einem Motorschaden ins Innenfeld.

Die weiteren Plätze
Robert Baumann liess es hingegen ruhiger angehen und konnte erst im 3. Durchgang mit einem 2. Platz ordentlich Punkten, während Christian Mell nach 2 erfahrenen Zählern einen weiteren ins Ziel schob. In der letzten Runde des 5. Vorlaufes riss ihm die Kette und er legte die restliche halbe Runde schiebender Weise zurück.

Wie Mell hatte am Ende auch Marc Hansen 3 Punkte auf dem Konto, gefolgt von Jens Klein, der sehr vorsichtig und meines Erachtens auch unter seinen Verhältnissen fuhr. Doch nichtsdestotrotz bliebt die Sicherheit im Vordergrund und Klein beschließt mehr oder weniger die Wertung, da der kurzfristig nachnominierte Paul Bauer einen rabenschwarzen Tag erwischte.
Vor dem Pflichttraining musste er das Bike wechseln, im 1. Heat riss die Kette und im 2. Lauf stoppte ihn ein Motorschaden. Den 3. Lauf cancelte er und schickte Reservist Wolfgang Berger ins Rennen, der sich mit 2 Punkten noch zwischen Hansen und Klein in der Wertung platzieren konnte.

B-Lizenz Solo
#
Name
1 2 3 4 5 6 Pkt Fin Pkt Platz
24
Sönke Petersen
5
2
5
12
5
17
1.
8
Henry van der Steen
3
3
3
5
11
3
14
2.
2
Kay Scheibe
3
5
2
10
2
12
3.
26
Volker Striepe
5
5
S
10
0
10
4.
5
Ramon Stanek
2
3
3
8
A
8
5.
10
Robert Baumann
1
1
3
5
5
6.
30
Christian Mell
0
2
1
3
3
7.
4
Marc Hansen
2
0
1
3
3
8.
11 Wolfgang Berger         2   2   2 9.
6
Jens Klein
1
1
0
0
2
2
10.
31
Paul Bauer
A
A
N
0
0
11.

4. Volker Striepe
3. Henry van der Steen - 1. Sönke Petersen - 3. Kay Scheibe

In der Schülerklasse A kam, sah und siegte Steven Mauer. Bereist zum wiederholten Male heimste er sich den Tagessieg ein. Rang 2 ging an Max Deppe, der zwar immer die besseren Starts als der Berliner hatte, doch die Pace nicht halten konnte, die Mauer nach dem Überholmanöver vorgab. Auf den 3. Rang kam Jonathan Gast, der sich immer wieder mit Dirk Meyer um die Positionen stritt.
Ebenso tolle Kämpfe gab es auch auf den Rängen 5 und 6, in dem sich die Brüder Finn und Tobias Goldmann bekriegten. Tobias war am Ende der Sieger dieses Familienduells, während der kleinste und wohl auch jüngste Akteur Justin Rehberg immer wieder von der Konkurrenz überrundet wurde und somit keinen Zähler einfahren konnte

 
Lausbuben vor der Siegerehrung

Schülerklasse A
#
Name
1
2
3
4
Pkt
Platz
1
Steven Mauer
8
8
8
8
32
1.
2
Max Deppe
7
7
7
7
28
2.
5
Jonathan Gast
6
6
5
6
23
3.
4
Dirk Meyer
5
5
6
5
21
4.
7
Tobias Goldmann
3
4
4
4
15
5.
6
Finn Goldmann
4
3
3
3
13
6.
8
Justin Rehberg
0
0
0
0
0
7.