Race-Night in Berghaupten
09.09.2006

09.09.2006 19:09:23
Auf einer LED-Wand gab es Rennszenen
und Fakten nachzuvollziehen
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Ein volles Programm...

...stand einmal mehr auf dem Plan bei den Race Days in Berghaupten. Insgesamt waren 94 Rennläufe an beiden Tagen geplant von denen die 12 Wertungsläufe zur deutschen Langbahn Meisterschaft am Sonntag das Aushängeschild waren.

Aber das Programm, was am Samstag bereits seit dem späten Nachmittag geboten wurde, brauchte sich nun wirklich nicht dahinter verstecken. Und 7 Fahrer des Sparkassen Supercups nahmen die Herausforderung sogar an, vor ihrer Meisterschaft noch beim Speedwayrennen einiges zu riskieren. Dies hätte für Titelverteidiger Robert Barth beinahe noch böse ausgehen können, da er sich aufgrund einer Verletzung am Knie nicht mal mehr bei der Siegerehrung blicken liess.

Doch fangen wir zeitlich gesehen mal mit den Schülerklassen an, die ja auch am Nachmittag schon viele und spannende Läufe zeigten.

Die Schülerklasse A

In der Klasse der 50ccm ging jeder in 3 Vorläufe, ehe die 6 besten von ihnen das Finale bestritten. Robby Swoboda kam mit einem Punkt unter Maximum aus der Vorrunde. Aber auch Michael Härtel schrieb 23 von 24 möglichen Zählern. In den direkten Duellen schlugen sie sich gegenseitig und aufgrund eines 2-Punktvorsprunges auf Philipp Schmuttermeyer schien der Tagessieg nur über Härtel oder Swoboda zu gehen.

Und in der Tat, beide Favoriten lagen an der Spitze des Finals, woraus sich Robby nicht nur als Laufsieger, sondern auch als Tagessieger heraus kristallisierte. Daniel Spiller, der mit 19 Punkten ins Finale zog, belegte den 3. Rang im Endlauf, doch langte es nicht ganz zum Podest, da Schmuttermeyer mit dem 4 Rang und 5 Punkten am Enden einen Zähler mehr aufweisen konnte als Spiller, der somit 4 wurde.

Rang 5 ging an den Lokalmatadoren David Pfeffer, der nach den Rängen 1 und zweimal 3 in der Vorrunde nun sein Gerät im Finale nicht genug gewürzt hatte und nur auf Rang 5 das Ziel erreichte. Maxl Krause komplettierte das Finale und die Endwertung auf Rang 6.

Pascal Hudalla, Josef Neubauer, Oscar Seidel, Philip Ernst und Rafael Heutschy belegten die Plätze 7 bis 11 mit 14 bzw. 12 Punkten.

Die Schülerklasse B

In der Schülerklasse B wurde es schon etwas enger in den Kurven. Zweikämpfe und Überholvorgänge standen an der Tagesordnung. Michell Hofmann setzte sich dabei in seinen 3 Vorläufen immer am geschicktesten durch und lag klar vor dem Finale an der Spitze.

Sein ärgster Konkurrent war Christian Rinkenburger, der ihm im einzigen direkten Duell unterlag, sonst aber mit 2 Laufsiegen glänzen konnte.

Der letzte offene Laufsieg ging an Philine Ittermann, die den Jungs ordentlich einheizte bzw. die Show stahl. So wie sie hatten dann am Ende der 3 Vorläufe aber auch noch Steve Braun und Kevin Siegl je 19 Punkte, die zum Finale natürlich berechtigten. Den letzten Platz im Endlauf nahm mit 18 Punkten noch Maik Hofmann ein, der im ersten Lauf wegen eines technischen Problems noch nicht wirklich in Fahrt kam.

Der Kleinste dieser Klasse wusste sich aber wieder durch seine unerschrockene Art in Szene zu setzten, als er z.b. im 3. Lauf aussen an einem Mitstreiter vorbei zog und mit seinem Ellenbogen dabei fast ins Vorderrad seines Mitstreiters geriet.

Das Finale stand nun als an, doch schon am Start kam Maiks Bruder Michell gleich quer aus seiner Rille und zog schon leicht rechts rüber Richtung Chrissi Rinkenburger, der seinerseits ebenfalls nicht gerade aus seiner Startrille kam und eher nach links zog. Es kam was kommen musste: Die Beiden verhakten sich und bis zum Eingang der Startkurve blieben sie auch vereint, bis sie endlich getrennt von einander die Verfolgung aufnehmen konnten.

In der Zwischenzeit hatte sich nun Maik aber schon die Führung gegenüber Philine geholt und fuhr dem Finalsieg sicher entgegen. Hinter der Amazone zog es dann Braun und Siegl über die Linie, ehe Michell und Christian das Ziel am Ende des Feldes erreichten.

Michell wurde mit insgesamt 28 dennoch ungefährdet Tagesieger vor den nun punktgleichen Rinkenburger und Bruder Maik. Das Nachsehen bei ebenfalls 26 Punkten hatte nun leider Philine, die aufgrund der Majoritäts-Entscheidung „nur“ auf Rang 4 kam.

Rang 5 ging an Braun mit 25 Punkten vor Siegl mit 24 Zählern. Marcel-David Schwierz (16) sowie Daniel Merz und Calvin Walter, der im letzten Vorlauf nach einer Bandberührung 15 m weiter hinten das Rennen aufnehmen musste, belegten mit je 15 die folgenden Plätze.

Schülerklasse C

Noch mehr Action boten dann wiederum die Jungs und Mädels der Schülerklasse C. Danny Marcel Maaßen – eigentlich „Mechaniker“ von Toni Kröger, der als bester B-Lizenz-Akteur aus dem NBM-Bereich am Sonntag an der DM teilnahm - stand das erste Mal unter Speedway.org-Beobachtung. Als Verstärkung aus dem Norden kam dann noch René Deddens hinzu, der wie Danny nun gegen die Cracks aus dem Süden ihren Stand in dieser Klasse suchten.

René unterlag zu Beginn Marcel Helfer, doch fuhr er wie Helfer insgesamt 14 Punkte ins Ziel und drehte anschließend im 2. Duell die Platzierung um. 14 Punkte sprachen schon mal eine eindeutige Sprache auf den Tagessieg dieser beiden, ehe der nächste Verfolger mit 12 Punkten lauerte. Dies war Anja Kammermeier, die den Herren der Schöpfung wie Philine in der Schülerklasse B ordentlich die Sporen zeigte.

Danny Maaßen, der sich in seinem 1. Heat nach tollem Einsatz den 2. Rang sicherte, hatte bis zum letzten Vorlauf 6 Punkte auf dem Konto. Aber auch Kevin Mirko Walter, der einen Laufsieg und einen 3. Rang bisher verbuchen konnte, hatte mit einer guten Punkteausbeute im letzten Lauf noch alle Chancen auf den Einzug ins Finale gehabt und evtl. auch noch einen Podestplatz.

Doch kam mal wieder alles anders. Deddens war der Konkurrenz schon weit enteilt, Walter folgte und kam dann eingangs der Zielkurve der 2. Runde zu Sturz. Maaßen konnte absolut nicht mehr ausweichen und flog über die Maschine. Dieses Szenario erinnerte komplett an den Crash vom letzten Jahr, als Friedrich Ruf zu Sturz kam und Kai Huckenbeck nicht mehr ausweichen konnte.

Aber sowohl Kevin als auch Danny, der eine kleine Platzwunde unter dem Auge hatte, blieben von schlimmen Verletzungen verschont. Während Kevin als Sturzverursacher vom Rerun ausgeschlossen wurde, verzichtete der Norddeutsche auf den Wiederholungsstart und wurde von Papa Volker getröstet.

Im Rerun setzte sich nun Deddens wieder erfolgreich durch und sicherte sich somit die bereits erwähnten 14 Vorlaufpunkte. Neben Helfer (14) und Kammermeier (12) konnten dann auch noch Sebastian Eckerle (10) und Lokalhero Friedrich Ruf (8) am Endlauf teilnehmen.

Friedi kam allerdings im ersten Lauf noch nicht wirklich in Schwung, als er mit der roten Laterne ins Ziel fuhr, erst in den folgenden 2 Heats schaffte er immer den Anschluss an die direkte Spitze.

Der deutsche Vizemeister dieser Klasse Deddens verwies den deutschen Meister Helfer im Finale und somit auch auf dem Podest auf Rang 2 und revanchierte sich für die Meisterschaft in Neuenknick. Eckerle sicherte sich Rang 3 im Endlauf vor Kammermeier, doch langten der jungen Dame diese 2 Punkte, um hinter dem Meisterduo den 3. Platz auf dem Podest einzunehmen. Ruf komplettierte vor heimischer Kulisse die Top 5.

Die weiteren Plätze gingen an Walter (8), Niclas Fichtner (6), Danny Maaßen (6), Stefanie Rothuber (5), die im 3. Heat kurz vor dem Ziel an 3. Stelle liegend noch stürzte, sowie Tim Scheunemann und Rudi Swoboda, deren Technik ihnen an diesem Renntag komplett einen Strich durch die Rechnung machte.

Der Sparkassen Supercup

Mit einem traurigen Auge musste ausgerechnet ein Fahrer das Geschehen von aussen ansehen, der neben Max Dilger als Aushängeschild des MSC Berghaupten auf den Speedwaybahnen unterwegs ist. Die Rede ist von Tommy Stange, der noch an seiner Handverletzung laboriert. (Speedway.org unterhielt sich aber mit dem 21-Jährigen und wird dieses Interview in der nächsten Woche veröffentlichen)

Kurzfristig sagten dann aber auch noch Joachim Kugelmann und Stéphane Tresarrieu ab, die durch Daniel Rath und Jan Pape ersetzt wurden. Das Fahrerfeld dezimierte sich dann nach dem 2. Vorlauf noch um einen weiteren Fahrer, da Paul Bauer nach einem Motorschaden in Heat 7 gar nicht mehr antreten konnte.

Der Tscheche Dominik Jech hingegen bereitete seinen Mitstreitern in den Heats 2 und 7 dann ebenfalls auch noch mehr Platz auf der Bahn, da er bei diesen beiden Starts ins Band zog. Und bis auf einen Ausrutscher von Christian Hülshorst im 12. Heat blieben die Läufe dann bis zum 6er-Finale über 6 Runden ausschließlich von Action und Überholvorgängen geprägt.

Das Augenmerk der Einheimischen galt natürlich Max Dilger und auch Bernd Diener. Doch da Max der Speedway-Experte und Bernd der Langbahn-Spezialist ist, waren ihre Weichen auch schnell gestellt. Max führte nach 2 Durchgängen neben Matten Kröger, der Robert Barth im direkten Duell das Hinterrad bereits zeigte, die Wertung ungeschlagen mit 6 Punkten an.

Barth blieb mit 5 Punkte auf Schlagdistanz, während Daniel Rath, Miroslav Fencl und auch Pavel Ondrasik mit 4 Punkten auch noch auf dem Weg ins Finale waren.

Auf der LED-Wand war zu sehen, dass Dilger im Heat 7 am Start nur ein ganz klein wenig zuckte. Doch da ging die Post auch schon ab und er setzte mit dieser Nullrunde u.a. gegen Kröger nun fast alles aufs Spiel. Kröger unterlag unterdessen Herbert Rudolph, der sich hier mehr als eindrucksvoll von Rang 4 aus an die Spitz arbeitete.

Barth holte im Anschluss gegenüber Kröger nun wieder mit einem Laufsieg auf und beide hatten nach Abschluss des 3. Wertungsblockes nun 8 Punkte auf dem Konto. Auch wenn Dilger mit seinen 6 Punkten immer noch Anschluss hielt, stand auf einmal Damian Balinski Jun., Rudolph und Ondrasik mit ihm auf einer Stufe der 6 Punkte-Fahrer. Dazwischen setzte sich mit seinem ersten Laufsieg Miroslav Fencl, der nun 7 Punkte auf dem Konto hatte.

Den Startsieg zum 9. Lauf sicherte sich Dilger, doch wurde er von Ondrasik bezwungen, während sich am Ende des Feldes Jan Pape und Dominik Jech um die Platzierung stritten.

Gesehen wurde (von Speedway.org und auch anderen Fans) Pape vor Jech im Ziel, doch gewertet wurde am Ende andersherum.

Rudolph sicherte sich mit dem Start-Ziel-Sieg des 10. Heats die Quali zum 6er-Finale. Hans-Jörg Müller sicherte sich im Kampf gegen Rath am Ende 2 Punkte, während Diener nun seine 2. Nullrunde in den 4 Läufen einstecken musste.

Kröger war auch im 11. Lauf nicht zu halten und ging klar als Sieger über die Linie. Doch dahinter kämpften Hülshorst und Oscar Wolsztynski um den 2. Rang, den der Pole gewann. Der Platz von Bauer war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr besetzt.

Im letzten Vorlauf tat Barth es Kröger nach und fuhr ebenfalls einen souveränen Sieg nach Hause, während es fast zu einem Fotofinish von Sirg Schützbach und Balinski Jun. um Rang 2 gab. Schützbach gewann dieses Finish diesmal, nachdem er schon im 6. Lauf die Entscheidung auf der Ziellinie suchen musste. (Hier unterlag er allerdings nur um Haaresbreite Pape) Fencl blieb in diesem actionreichen letzten Vorlauf aber nun mit einem Nuller auf der Strecke.

Wie waren nun die Vorlaufplatzierungen?

1. Kröger 11 – 2. Barth 11, 3. Ondrasik 9 – 4. Rudolph 9 – 5. Dilger 8 – 6. Fencl 7

Für diese 6 Burschen langte es fürs Finale, und Dilger rettete sich trotz seines Patzers doch noch in den 6 Runden-Lauf, bei dem nur der Einlauf im Ziel die Endplatzierung ausmachen sollte. Mit ebenfalls 7 Punkten schieden Balinski und Müller aus, da sie gegenüber Fencl die schlechtere Majorität hatten.

Die 3. Runde des Finals ging fast zu Ende, als Ondrasik ausgangs der Zielkurve hinter Kröger und Barth zu Sturz kam. Rudolph konnte nichts mehr tun und krachte über das Material. Ondrasik brach sich das rechte Schlüsselbein, während Peppi mit dem Schrecken davon kam aber am Rerun teilnehmen konnte.

Kröger lag wieder in Front in der Startkurve, doch kam nun Barth zu Fall und dahinter im Domino-Effekt auch noch Dilger und erneut Rudolph. Barth erwischte das Hinterrad von Kröger mit seinem Vorderrad und schien nach dem Sturz unter seinem Bike kurz eingeklemmt zu sein.

Ein weiterer Boxenstopp wurde eingelegt und alle 5 Fahrer durften zum 2. Restart wieder ans Band. Barth liess sich sein linkes Knie über dem Kombi mit Tape verstärken und alle anderen bereiteten ihr Material ebenfalls wieder vor.

Als das Startband hochschnellte, lag Kröger wieder in Front und diesmal ging es auch über die 6 Runden mit dem Tagessieger aus Schleswig-Holstein. Barths 2. Rang blieb unangefochten, während Dilger immer noch eine etwas bessere Linie fuhr, als die immer wieder attackierenden Fencl und Rudolph. Der Tscheche fiel dann aber in der allerletzten Ecke auf Rang 4 aus und Rudolph kam somit noch auf diesen Rang, der aber immer noch am Podest vorbei war.

Nach einem Burn out für die Fans verliess Barth im Anschluss dann nicht nur die Bahn, sondern auch schnellstens das Fahrerlager. Zur Siegerehrung schickte er dann stellvertretend seinen Schützling Richard Speiser, da der Memminger wegen seinem Knie Gewissheit haben wollte und schnell ins Krankenhaus zum Röntgen düste. Eine ernsthafte Verletzung war es nicht und der Start am Sonntag bei der DM war nicht gefährdet.

So kam eben Speiser neben Kröger und Dilger in den Genuss der Grid-Girls, die die Sieger einrahmten.

Best Pairs

Mit einem Team-Vergleich ging es in der Best-Pairs-Wertung in die Vollen.

Für Pfaffenhofen waren es Christoph Demmel und Frank Facher, für Olching gingen Stefan Kurz und Dennis Helfer ans Band, der AC Landshut schickte Richard Speiser und Michael Kammermeier ins Rennen und aus Frankreich aus Lamotte reisten Jerome Lespinasse und Jean-Michel Bouillaud an.

Franky Facher war wieder einmal eine Klasse für sich und schrieb allein 9 der insgesamt 13 Teampunkte. Klar, dass er und Demmel somit auf Rang 1 kamen. Aber es war nur knapp, denn fuhr auch Speiser ein souveränes Rennen und unterlag nur im Vergleich gegen Pfaffenhofen Facher. Kollege Kammermeier punktete konstant und schrieb zu Speisers 8 weitere 4 Zähler.

Hinter diesen beiden starken Teams klaffte eine große Lücke aus Punktesicht und es wurde im Kampf um Rang 3 ebenso spannend. Um nur einen Punkt sicherte sich das Duo Kurz / Helfer den 3. Gesamtrang. Kurz fuhr 5 Punkte bei einem Laufsieg im Duell gegen die Franzosen ein, und Helfer holte einen Ehrenpunkt.

Allerdings hätten die Gäste aus Lamotte 2 Punkte mehr auf dem Konto haben können, wenn Bouillaud nicht im Kampf gegen Landshut in der letzten Runde auf Rang 2 liegend einen Ausfall gehabt hätte. Probleme am Start des 3. Wertungslaufes sorgten aus seiner Sicht zu einem weiteren Nuller und so wurde Lespinasse zum Einzelkämpfer. 4 Punkte für Lespinasse und letztendlich noch einer für Bouillaud ergaben 5 Punkte und Rang 4.

Die Premiere der Gespannklasse

Außer Marco Hundsrucker und den Mößmers stellten sich in dieser Klasse die Akteure erst im Rennen den Startmarschall. Ohne Pflichttraining gingen sie in ihre Läufe, nachdem Hundsrucker und Mößmer eine Ausscheidung über 4 Runden hätten fahren sollen.

Doch bevor das Startband oben war, war diese Entscheidung auch schon gefallen: Hundsrucker zog ins Band und die Mößmers waren im Feld.

Mit je 3 Teams wurden insgesamt 6 Vorläufe gefahren. Tommy Kunert / Bernd Kreuzer legten mit 3 Siegen gleich einen 2-Punkte-Vorsprung aufs extrem kurve Oval. Am ehesten folgen konnten Markus Brandhofer mit Helmut Beller und Lester mit Anthony Goodwin. Die Briten unterlagen Kunert, während Brandhofer ohne direktes Duell gegen die Europameister ihrerseits den Goodwins unterlag.

Da man fürs Finale aber 4 Gespanne geplant hatte, kamen auch noch Harald und Angelika Mößmer mit 6Vorlaufpunkten zum Zuge, während Stefan Brandhofer und Stefan Peters, die auf diesem Kurs nicht wirklich zurecht kamen, mit 4, sowie Sven Holstein mit Desi Daubert mit 2 ausschieden. Allerdings hatte Holstein auf den 3. Lauf auch verzichten müssen, da sie im 5. Heat ein technisches Problem noch innerhalb der 2 Minuten beheben wollten, für sie aber schon die Reservisten Hundsrucker / Niedermeier auf die Reise zum Startband geschickt wurden.

Im Endlauf gab es keine Punkte mehr und nur der Einlauf sollte zählen. Kunert fuhr sicher seinem Tagessieg entgegen gefolgt von Brandhofer und Goodwin. Doch die Briten wurden wegen Durchfahrens des Innenfeldes disqualifiziert und so kamen die Mößmers am Ende auf Rang 3.

Das Ergebnis - Das Rennen am Sonntag

Das Berghaupten-Speedway-Fazit

Negativ:

Die Lautsprecheranlage streikte beim Finale der Solisten doch wurde zur Siegerehrung mit einem Megaphon schnell improvisiert. Die Reichweite langte aber nicht bis zu den Zuschauern auf dem Wall.

Zwischen dem 9. und 10. Heat der Solisten kam es fast zu einem Crash zwischen Diener und Hülshorst. Während Diener seinen Lauf beendet hatte und noch ziemlich schnell auf der Grasbahn unterwegs war, war das Tor für die nächste Gruppe schon geöffnet, aus dem Hülshorst langsam fuhr. Nur um ein paar Zentimeter verpasste Diener aber zum Glück Hülshorsts Hinterrad.

Für das Team Toni Kröger / Danny Maaßen begann das Rennwochenende bereist auf der Hinfahrt mit einem Motorschaden am Transporter. Mit einem Leihtransporter kamen sie in Berghaupten an. Hinzu kam der Sturz von Danny in der Schülerklasse C, der aber zum Glück glimpflich ausging.

Positiv:

Wetter und Zuschauerkulisse stimmten.

Die Idee mit der LED-Wand war klasse. Startszenen konnten so u.a. direkt verfolgt werden.

Die meisten Kids harrten in ihren Rennoutfits bis zur Siegerehrung aus, obwohl die zu ehrenden Piloten schon am frühen Abend fertig waren.

Langeweile kam bei diesem Mammutprogramm Teil 1 mit 51 Läufen nicht auf. Und so konnte man, trotz der Stürze im Finale, noch vor 22.30 Uhr zur Siegerehrung schreiten.

Danke noch einmal an Gaby Dilger, die mir das Siegerfoto der Solisten zur Verfügung stellte, nachdem es mein Akku nicht mehr tat.