Dutch Open in Blijham
07.05.2006

07.05.2006 11:36:21
Die Kids der 125ccm
Diashow start/stop weiter

Zum Lesen auf Diashow start/stop klicken

Das Seliger-Phänomen

„Je weiter ich Richtung Westen komme, um so besser fahre ich meine Rennen“, so Christian Seliger, der schon beim Dutch-Open-Auftakt im März in Moorwinkelsdamm mit Rang 2 mächtig am Gashahn drehte. Im heimischen Mecklenburg klappt das nie und er fährt zumeist hinterher, doch in Blijham zeigte er nun wieder, was in ihm steckt.

Und obwohl sein „schönes Motorrad“ am Abend zuvor in Moorwinkelsdamm kaputt ging, konnte er mit dem Reservebike in Blijham von Sieg zu Sieg fahren. Geholfen haben ihm dabei bestimmt auch die Kenntnisse von Kai Huckenbeck, der ihm Tipps für die Einstellungen gab.

Die Läufe dieser und der 125ccm-Klasse wurden aufgeteilt und so kamen diese Jungs und Mädels vor und nach dem EM-Quali-Lauf zum Einsatz. Seliger fuhr in allen 3 Vorläufen klar zu seinen Siegen und auch René Deddens, der zum ersten Mal in Holland an den Start ging und die Nacht über aus Pfaffenhofen kam, konnte sich mit 2 Laufsiegen direkt in Szene setzten. Im direkten Duell gegen Seli unterlag er zwar, doch war das A-Finale sicher in der Tasche. Direkt qualifiziert waren Dennis van der Tang, der wie Deddens 14 Punkte schrieb, sowie der Kleinste des Feldes Jan Okke Loonstra, der mit 13 Punkten wieder für Furore sorgte.

Aus dem B-Finale kamen dann noch Bernd Dinklage und Laufsieger Jeroen van der Veen hinzu. Dinklage begann stark mit einem Laufsieg und einem 2. Rang, doch machte er es mit einem nur 5. Rang im letzten Vorlauf noch einmal spannend. Seinn 10 Punkte reichten aber zum Einzug ins B-Finale, und was er draus machte, ist ja bekannt.

Seliger liess im A-Finale nichts anbrennen und fuhr einen klaren Start-Ziel-Sieg nach Hause. Van der Tang folgte, während sich „Flitzer“ Deddens stark durchs Feld auf Rang 3 vorarbeitete. Rang 4 ging an Loonstra, der echt begeisterte. Van der Veen stürzte und Dinklage verlies die Bahn ins grüne Aus.

Mit diesem Sieg konnte Seliger nun de Führung in der Gesamtwertung erobern und gleichzeitig ausbauen, da sein ärgster Konkurrent bis dahin und Sieger in Moowidamm Jakob Isaak Mulder diesmal nur im C-Finale stand und auf Rang 11 kam.

„Ich habe jetzt die holländische Meisterschaft fest ins Auge gefasst“, so Sieger, der aber noch einige Rennen wie seine Kollegen bis zum Saisonende bestreiten muss.

Jessica Bilgenroth konnte tolle Starts hinlegen, doch war sie zumeist davon benachteiligt, dass sie in jedem ihrer 3 Vorläufe immer in den 6-er Konkurrenzen antreten musste, während einige andere zum Teil des öfteren in 5er-Feldern unterwegs waren.

Sie holte insgesamt 5 Vorlaufpunkte und verfehlte somit nur um einen Zähler das C-Finale. Rang 19 war es am Ende, was sie durch Rang 3 im D-Finale einfahren konnte.

Achim Busker, der ebenfalls sein Debüt in dieser Meisterschaftsrunde fuhr, kam überhaupt nicht zurecht. Im Training ging die Kette ab, im ersten Heat fuhr er ins Band, im 2. kam er von der Piste ab, und nur im 3. Lauf fuhr er einen Punkt ins Ziel. Der Ausfall im D-Finale war letztendlich die Folge seines verpatzten Starts, wobei er sich anscheinend etwas zwischen den Beinen gestoßen hatte.

Familienduell in der 125ccm-Klasse

Michael und Maik Hofman, die durch den Stadionsprecher mit deren Zweitnamen Erik und Sascha angekündigt wurden, hielten ordentlich in dieser Klasse mit. Doch gegen die unangefochtenen Laufsiege des Europameisters Nick Lourens fanden sie noch kein Rezept.

Maurin Vochteloo kam auf Rang 2 vor Kelly Velda. Im direkten Duell Maik gegen Michel siegte am Ende der Kleinere von Beiden und kam auf Rang 4. Papa Michel sagte nur dazu: „Ja, unser kleiner Scheißer...“ und freute sich auch über Rang 6 seines großen Sohnes, der wie er Michel heisst.