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Im VorfeldIn der Nacht von Donnerstag auf Freitag regnete es mächtig in Hertingen und um zu. Die Spuren waren auch noch am Samstagmittag im Fahrerlager zu erkennen. Die Einfahrt zu den Pits war mit breiten Holzplatten ausgelegt und der Lehmboden war zwar sehr weich aber ohne Probleme befahrbar. Die Bahn allerdings war dennoch in einem nahezu perfekten Zustand und man brauchte bis zum Training nicht viel dran machen. Bei strahlendem Sonnenschein ging man in die Trainingssession, doch sah man schon in der Ferne, dass es nicht trocken bleiben würde. Vor dem letzten Pflichttrainingslauf der Gespanne kam dann das Gewitter und alles an Regen runter, was nur ging. Nach 20 Minuten war der Spuk wieder vorbei und die Rennleitung überlegte, was man machen sollte. Die Sonne ließ sich wieder blicken und die Fans kamen trotzdem unerschrocken zahlreich aufs Renngelände. Die Folgen des RegensWährend vor allem die Kids ihren Spass mit den Pfützen und dem Schlamm im Fahrerlager hatten, entschied man sich, die Rennen in Angriff zu nehmen. Die langen Schlangen an den Kassenhäuschen und die Bemühungen auf der Bahn sowie die Zuversicht der Fahrer waren der Grund für den Start des Rennens. Man hielt sich aber die Option offen, eventuell auf 3 Runden zu verkürzen, falls die Bahn nicht das hergeben würde, was man sich erhoffte. Die Bahn hielt es aus und wurde im Laufe des trocken geblieben Rennabends immer besser, auch wenn sie nicht unbedingt optimal war. Mit einer Stunde Verspätung fiel dann der Startschuss um kurz vor 20.00 Uhr, nachdem es vor jedem Lauf des ersten Durchganges in jeder Klasse ein Warm up von 2 Runden gab. Dezimiertes FahrerfeldDurch mehrere Absagen aus verschiedensten Gründen waren am Ende u.a. in der I-Lizenz Soloklasse nur noch 12 statt 14 geplante Fahrer startbereit. Der kurzfristig nominierte Gerd Riss musste wegen einer Grippe auf dieses Rennen verzichten und so blieb sein Startplatz, wie auch der des Franzosen Sébastien Tresarrieu, frei. Einen Last-Chance-Heat für einen weiteren freien Platz gab es somit auch nicht mehr und anstatt 7er Fahrerfelder gingen die Rennen durch das Heatschema ausgeglichen immer mit je 6 Fahrern über die Bühne. Das machte aber nichts. Die Rennen waren trotzdem spannend. Die Qualis zu den Finalheats3 Vorläufe musste in der I-Solo-Klasse zur Ermittlung des B- und A-Finals gefahren werden. Robert Barth musste sich auch nur im ersten Heat lang machen, als Jörg Tebbe zunächst vor dem Weltmeister fuhr. Mit ungeschlagenen 24 Punkten aus den 3 Heats siegte Barth in der Vorrunde. Auch Andrew Appleton siegte ungefährdet in seinen 2 ersten Outings, doch zeigte er in seinem letzten Vorlauf, dass auch er nach den großartigen Erfolgen der letzten Wochen besiegbar ist. Er wurde von Rang 3 aus auf Rang 5 zunächst durchgereicht, ehe er sich Platz 4 im Ziel zurück eroberte. Mit 20 Punkten beendete er die Vorrunde auf Platz 2. Mit jeweils 16 Zählern kamen Enrico Janoschka und Otto Niedermeier aus den Vorläufen. Der Güstrower, der am Abend zuvor im niederländischen Staphorst alles in Grund und Boden fuhr, hatte seinen großen Einsatz wieder im letzten Vorlauf: Nach verpatztem Start arbeitete er sich in seiner fast unnachahmlichen Art von Platz 4 auf 2 vor und hatte somit 2 zweite und einen 4. Rang zu verbuchen. Niedermeier hingegen kämpfte sich zunächst 2 Mal auf Rang 3 ins Ziel, ehe er im 3. Durchgang auf Rang 2 ins Ziel kam. (Nun gut, er dachte, er hätte diesen Lauf gewonnen, doch verzählte er sich und fuhr ohne Konkurrenz im Nacken eine 5. Runde ins Ziel.) Bernd Diener und Jörg Tebbe kämpften sich mit jeweils 15 Vorlaufpunkten ins A-Finale. Diener mit einem unkonstanten Bild von Platz 3, Platz 6 und einem Laufsieg. In der letzten Ecke des 2. Laufes verlor er sogar noch einen Punkt an Paul Bauer, der sich seinerseits mit diesem Punkt mehr auf dem Konto ebenfalls ins A-Finale rettete. Tebbe fuhr sich währenddessen auf den Rängen 2 bis 4 ins Ziel. Im Kampf mit Barth (im ersten Heat) konnte er einen Aufsteiger in der Startkurve noch klasse parieren, verlor dadurch aber die Führung. Paul Bauer rechnete resignierend nach den Vorläufen seine Punkte zusammen und stellte fest, dass er auf Rang 7 nach der Vorrunde lag. Er überlas im Programmheft dabei aber, dass die 7-Punktbesten ins A-Finale durften und ein Stimmungswechsel war in seiner Mimik zu erkennen. Platz 2, 5 und 4 fuhr er bisher ins Ziel, doch da im A-Finale nur der Einlauf zählen sollte, war noch alles offen. Die B-FinalistenNur um einen Zähler verpasste Peppi Rudolph das A-Finale. Nach Rang 5 und 2 lag er im 3. Outing aussichtsreich auf Platz 2. Doch der grippegeschwächte Bayer konnte nicht mehr gegenhalten und wurde auf Platz 5 durchgereicht. Der Franzose Christoph Dubernard kämpfte vor allem mit seinem deutschen Freund Daniel Bacher um die Punkte. Die 2 direkten Duelle gingen unentschieden aus, doch hatte Dubs nach Ende der Vorrunde am Ende 2 Punkte mehr auf dem Konto als Bacher. Im Ranking schob sich aber zwischen diesen beiden noch Hülse, der leider nur 2 konstante 3. Plätze ins Ziel brachte. Noch in der 1. Runde des 1. Durchganges riss ihm die Kette, was ihn dabei fast vom Motorrad holte. Er wusste dafür aber wieder in den anderen 2 Heats die Fans mit seinen Überholvorgängen zu begeistern. Abgeschlagen auf dem letzten Vorlaufplatz lag mit 6 Punkten Sirg Schützbach, der in seinen Heats immer auf Rang 6 (sprich letzter Platz) ins Ziel kam. Im 2. Durchgang rutschte er sogar weg, doch sprang er wieder auf und fuhr dem Feld hinterher. Das B-FinaleRudolph, Dubernard, Hülshorst, Bacher und Schützbach traten zur Entscheidung um die Endplätze 8 bis 12 an. Mit einem Start-Ziel-Sieg glänzte hier der zuvor geschlagene Ex-Europameister und kam sicher und souverän auf dem 8. Rang. Hülse kämpfte sich derweil von der letzten Position vorbei an den anderen Mitstreitern und beendete seinen Finallauf auf Rang 2. Den Fans bot er im Anschluss wieder etwas aus seinem Wheelie-Repertoires. Geschlagen durch Hülses Überholaktion waren somit Rudolph, Dubernard und Bacher, die die letzten Plätze unter sich ausmachten. Das A-FinaleIm A-Finale kam es zum einzigen Abbruch dieser Klasse. In der Startkurve fuhr Janoschka aufs Hinterrad von Bauer und stieg spektakulär ab. Doch einmal kurz geschüttelt und schnell die Fussraste gesucht, ging er zurück zur Vorbereitung des Reruns. Schiedsrichter Steffen Turban liess alle 7 Akteure wieder ans Band. Barth fuhr in einer Geschwindigkeit von 88,5 Km/h zum Tagessieg gefolgt von Appleton, der auch in Hertingen an seiner starken Verfassung keinen Zweifel liess. Eine faustdicke Überraschung war der 3. Rang von Bauer, der Janoschka keine Möglichkeit zum Überholen gab. Tebbe folgte auf Rang 5 vor Niedermeier und Diener. Wehrle und HertingenWie schon vor 2 Jahren, als die int. Gespannklasse die deutsche Meisterschaft hier ausfuhren, siegte am Ende Oliver Wehrle. Auch wenn sich in der Zwischenzeit sein Beifahrer geändert hat, stand er auf dem obersten Podest. Mit 14 Punkten, sprich einem Laufsieg und einem 2. Rang war er nach der Vorrunde schon auf Podestkurs. Aber auch Sven Holstein und Desirée Daubert fuhren diese Plätze ins Ziel. Vor allem im ersten Heat – es war überhaupt der erste Lauf, der nach dem Regen und dem Startschuss gefahren wurde – überzeugte das Paar mit einem Blitzstart. Die beiden hier einzuholen, war schier unmöglich. Im Gegensatz dazu kämpften sie sich im 2. Lauf dann sogar von Platz 3 auf 2 vor und hatten vor dem Finale ebenfalls mit 14 Punkten ganz klar das Podium im Visier. Die Briten Lester und Anthony Goodwin schafften mit den Plätzen 1, 2 und 3 und 12 Punkten ebenfalls den Sprung ins Finale gefolgt von Markus Brandhofer mit Helmut Beller sowie Tommy Kunert mit Bernd Kreuzer. Diese beiden Teams legten auch in ihrem letzten Vorlauf einen klasse Fight um den 2. Rang hin, der am Ende zu Gunsten von Brandhofer ausging. Zuvor holte sich Brandhofer den Laufsieg, als er den Franzosen Pascal Bessonet mit Richard Bertrand die Führung abjagte. Rang 4 zum Auftakt war so gesehen auf dem noch rutschigen Untergrund zu Beginn ein Ausrutscher nach unten. Wie Brandhofer reichten auch Kunert 11 Vorlaufpunkte für den Einzug ins Finale, die er sich nach 2 zweiten und dem verlorenen Kampf auf Rang 3 sicherte. Mit dieser Punktekonstellation war aber für die Finalisten durch weg noch alles offen, denn wurden in dieser Klasse die Punkte mitgenommen. Das FinaleMit einem schlechten Start kamen Wehrle / Schmid aus den Bändern. Von Rang 5 begannen sie ihre Aufholjagd und liessen zunächst ihre ärgsten Punktkontrahenten Holstein / Daubert hinter sich. Sie allerdings, hatten ausgerechnet hier Probleme mit der Technik und fanden keine Möglichkeit, die klasse Vorlaufbilanz zu wiederholen. Den Finalsieg sicherten sich derweil die frisch gebackenen Europameister vor Brandhofer / Beller. Zum Tagessieg reichte es dennoch nicht, denn langte Wehrle / Schmid der 3. Rang im Endlauf, um diesen Rennabend mit 17 Punkten als Sieger zu beenden. Die Goodwins kamen nach dem 4. Rang im Finale hinter Wehrle / Schmid,(17), Kunert / Kreuzer (16), Brandhofer / Beller (15) und Holstein / Daubert (15) mit 14 Punkten auf Platz 5 im Endklassement. Die weiteren PlätzeWeit abgeschlagen schon vor dem Finale lagen die weiteren Mitstreiter. Mit 8 Punkten verabschiedeten sich die neuen deutschen Meister Stefan Brandhofer und Stefan Peters. Mehr als Rang 3 kam bei ihnen nicht heraus, zeigten aber im letzten Vorlauf mit dem Kampf von 3 auf 2 noch eine sehenswerte Aktion. Die Gäste aus Frankreich Bessonet / Bertrand überraschten vor allem im 2. Durchgang, als sie über eine Runde lang vor M. Brandhofer, Holstein und Goodwin lagen. Sie wurden von diesen Teams in diesem Heat eingeholt und hatten am Ende 6 Punkte zu verbuchen. Der Defektteufel blieb auch diesmal bei Markus Venus und Markus Rettenbeck nicht zu Hause. Gleich in ihrem Eröffnungsheat riss ihnen in aussichtsreicher Position die Kette. Mit den folgenden 3. und 4. Platz reihten sie sich am Ende mit 5 Punkten auf Rang 8 ein. Das Schlusslicht bildeten die Mößmers. Harald und Angelika kamen auf den Plätzen 2 x 4 und 5 ins Ziel und schrieben ebenfalls insgesamt 5 Punkte. Angelika hatte im 2. Heat auch derbe Schwierigkeiten, für freie Sicht zu sorgen. Nur mit einer Hand kämpfte sie übers Beiwagenrad in der Kurve gebeugt mit dem Flipper ihrer Brille. Hut ab, für diese Leistung. Die B-Lizenz SoloWährend Jens Klein seinen Startvertrag fest in der Tasche hatte, musste Kumpel Ramon Stanek erst einmal abwarten. Nur aufgrund dessen, dass nicht alle der genannten Fahrer der B-Solisten auftauchten, durfte sich der Youngster aus Norddeutschland fertig machen – so lautete auch die Vereinbarung im Vorfeld. Schon im Training bewies er, dass er nicht umsonst beim Bahnpokal auf dem Podest stand. Mit großem Vorsprung siegte er nicht nur im Pflichttraining, nein – auch in den Wertungsläufen konnte dem 16-Jährigen keiner das Wasser reichen. Und obwohl er in 2 Läufen zunächst jeweils einen Gegner vor sich hatte, war sein Vorsprung im Ziel groß. Und er musste schon schnell durch die Kurven fahren, denn liess er es einmal in der Zielkurve ruhiger angehen, was ihn aber am Kurvenausgang fast in die Bretterwand beförderte. Rennleiter Willin war im Nachhinein froh, dass er Stanek den Start noch ermöglichte und meinte zu mir: „Einen klasse Fahrer hast du mir mitgebracht.“ Unermüdlich am Kämpfen war auch Julia Frenk, die sich im neuen Rennoutfit präsentierte. Während sie im ersten Lauf noch von einem fast Sturz ihres Mitbewerbers Klein profitieren konnte, arbeitete sie sich sehenswert in den Läufen 2 und 3 jeweils um einen Platz nach vorne. Nur im letzten Lauf musste sie sich ergeben, als der Franzose Jeremy Diraison ihr Platz 2 streitig machte. Diraison wurde am Ende auch mit Rang 3 auf dem Podest belohnt, obwohl er im 2. Lauf einen Ausfall zu beklagen hatte. Dieser Lauf musste zwar wegen eines Sturzes von Marcel Möbus, der insgesamt 2x zu Boden ging, abgebrochen werden, doch fiel er bereits am Start aus. Im letzten Lauf griff er aber an und katapultierte sich über Rang 5 auf 3 im Ziel und auf Platz 3 auf dem Podest. Sein Landsmann Theo di Palma, der nach 3 Läufen noch klar mit 3 Punkten Vorsprung auf Diraison auf den 3. Vorlaufrang lag, verspielte seinerseits seinen Podestplatz durch einen Sturz in der 3. Runde an 2. Stelle liegend. So blieb ihm mit 11 Punkten der 4. Gesamtrang. Auf Rang 5 fand sich Klein letztendlich wieder, der 2. Jahre zuvor in Hertingen seinen allerersten Podestplatz feiern durfte. Doch bereits im 1. Heat, der schon am Nachmittag ausgetragen wurde, kam er auf Rang 2 hinter Stanek liegend zu weit nach aussen, und verdrehte sich das Bein. Mit einer eindeutigen Gestik auf dem Motorrad ärgerte er sich maßlos über dieses Malheur und musste Diraison und Frenk ziehen lassen. Durch die lange Pause bis zum nächsten Renneinsatz am Abend erholte sich Klein aber von den Schmerzen und liess es ruhiger angehen. Er fuhr daraufhin zwar am Ende des Feldes, doch nutzte er in den letzten beiden Läufen den Schwung aus der Zielkurve, um sich dort jeweils kurz vor dem Ziel noch einen Zähler mehr zu sichern. Franz Gasteiger und Marcel Möbus waren diejenigen, die den Bahnbelag testeten. Während Gasteiger am Nachmittag im 1. Heat zu Boden ging und im Finale am Start ausfiel, ging Möbus in den Heats 3 und 4 jeweils in aussichtsreichen Positionen zu Boden. Gasteiger brachte insgesamt 4 Zähler ins Ziel und landete auf Platz 6, während Möbus mit 3 Punkten das Schlusslicht bildete. André DaubertNur eine Woche nach dem schweren Sturz beim Bahnpokal in Rastede stand André Daubert zumindest in der Trainingssession 3wieder mit am Band. Allerdings saß er nicht auf seinem gewohnten Material, denn war dieses durch den Crash völlig kaputt. Die Mechaniker, Sponsoren, Eltern sowie Sven Holstein und Schwester Desirée legten Geld zusammen, sodass sie ihm 3 Tage vor seinem 17. Geburtstag mit einem neuen Fahrgestell ein Geschenk machten. Der erste Kontakt mit dem Bike endete mit einem „harmlosen“ Sturz im Pflichttraining und er qualifizierte sich hier nicht fürs Rennen. (Es sollte aber ja am nächsten Tag das Rennen in Memmingen geben) Ein Wort des DankesAuf diesem Wege möchten sich André und seine Mama vor allem bei Sönke Petersen bedanken, der sich nach dem Sturz in Rastede als erstes mit um André kümmerte. Die B-Lizenz GespannklasseEigentlich sollten von den 8 angekündigten Gespannteams 5 ins Renngeschehen eingreifen. Da aber auch hier nicht alle Teams erschienen, fand man einen Kompromiss, indem das jeweils letzte Gespann aus einem Heat aussetzten sollte. Als erstes blieben die Brüder Achim und Christian San Milan als 6. und langsamste Team aus dem Pflichttraining im Fahrerlager. Die Steigerwald-Brüder Stefan und Sebastian siegten am Nachmittag im Auftaktheat vor Patric Metzger mit Jörg Levihn, die sich an Thomas Buß und Helmut Gärtner vorbei kämpften. Ralf Greising und Jasmin Staudacher schafften die Quali für den nächsten Lauf, während Doppelstarter Imanuel Schramm – er ging auch in der Shorttrack-Klasse an den Start und wurde hier Zweiter – am Start ausfielen. Für dieses gemischte Doppel hiess es dann für Lauf 2 zugucken. Und es war auch schon schnell klar, wer im 3. Heat das Rennen von aussen ansehen sollte: Die Steigerwalds hatten nun einen Ausfall zu beklagen und gingen somit gleich automatisch in 2 Läufen ohne Punkte vom Platz. Hier siegte dann Metzger vor Buß, San Milan und Greising. Die San Milans fielen nun ihrerseits im letzten Vorlauf aus und verpassten somit auch aus Punktsicht mit 3 Zählern das Finale. Metzger machte seinerseits wieder alles klar und gewann erneut vor Buß sowie Schramm und Greising. Im Finale fuhr Buß im 2. Gang an letzter Stelle liegend los. Doch arbeitete er sich zunächst an Greising und anschliessend an Schramm vorbei. Weiter nach vorne ging es dann aber nicht mehr, denn waren Metzger und Steigerwald nicht nur schnell unterwegs, sondern auch schon zu weit enteilt. Mit einem Zähler unter Maximum siegte wieder einmal Metzger mit Levihn, während sich Buß / Gärtner und die Steigerwalds trotz ihrer Missgeschicke auf den Rängen 2 und 3 auf dem Podest wiederfanden. Die 1000er und ShorttrackerDie Premiere der 1000er stand nach dem Gewitter zunächst auf wackeligen Füßen, denn überlegte man, diese Klasse zu canceln. Doch das tat man nicht und die 4 Teams aus England und Holland zeigten auf dem für sie bestimmt einzigartigen Kurs ihre Kurvendrifts. 14 Shorttrackfahrer waren ebenfalls mit von der Partie, die in 4 Läufen einen Maximumsieger in Person von Kai-Armin Pfefferle fanden. Rang 2 belegte Doppelstarter Imanuel Schramm mit 18 Punkten Rückstand und Klaus Kaiser kam mit weiteren 4 Punkten Rückstand auf Platz 3. Die ErgebnisseDas Hertingen-Fazit:Negativ: Ein Plan B in Sachen Bahndienst-Fahrzeuge wäre nicht schlecht gewesen, da ein Gewitter schon Tage zuvor für die Region angekündigt war. Es hat eine Zeit lang gedauert, ehe die passenden Gerätschaften zum Einsatz gebracht werden konnten. Viele Transporter fuhren sich nach Rennende im Fahrerlager fest und waren auf die Hilfe anderer Leute angewiesen. Mehr Abschleppmöglichkeiten wären von Nöten gewesen. Eine Art „Protest“ wurde aus den Reihen der SBM-Teilnehmer dagegen eingelegt, dass der norddeutsche B-Lizenzler Ramon Stanek kurzfristig ins Feld kam. Doch seine Option lautete: Wenn einer der genannten Fahrer nicht kommt, darf Stanek seine Chance nutzen. Es sagten aber gleich 3 Akteure ab und der Platz wurde frei. Der Grund des Unmutes: U.a. durch Staneks Qualifikation für die Rennen schafften nur 2 SBM-Teilnehmer den Sprung in die Rennen und dadurch konnte keine SBM-Wertung mit diesen 2 Fahrern erfolgen. (Minimum sind 3 Fahrer) Positiv: Trotz der einstündigen Verspätung mit dem Start zu diesem Flutlichtrennen freute sich Rennleiter Ralf Willin, trotzdem wie geplant gegen 23.00 Uhr fertig zu sein. Er dachte dabei vor allem an die Fahrer, die, wie Hülshorst nach England oder Tebbe und Diener nach Eenrum, die Nacht über zu ihrem nächsten Einsatzort reisen mussten. Fast alle anderen Fahrer und Teams reisten in der Nacht nach Memmingen. Es kamen mehr Fans ins Stadion als im Jahr zuvor und die Stimmung war klasse. Ein Feuerwerk nach Rennende rundete diesen glücklich ausgegangenen Rennabend ab, ehe es im Festzelt bestimmt wieder hoch her ging. Die Fahrer konnten sich schnell auf die Bahnverhältnisse nach dem Regen einstellen und boten den Fans im Laufe der Veranstaltung immer mehr Überholvorgänge. Super deutlich zu erkennende rote Ampeln plus ein akustisches Signal garantierten sofortige Reaktionen und Stops der Fahrer im Falle eines Abbruchs. Andrea Gärtner kommentierte die Rennen kompetent und
mit viel Hintergrundwissen über
die Fahrer. Hertingen ist immer wieder eine Reise wert, die ich wieder (fast mit der Marmande Besetzung) Stanek-Klein erleben durfte. Danke Jungs!!! |