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Der Aufbruch zu 1500 KilometernMit unseren B-Lizenz Youngstern Jens Klein und Ramon Stanek ging es diesmal nach Frankreich. Beide erhielten einen Startplatz in der B-Gruppe und während Jens die Bahn als Zuschauer schon kannte, wusste Ramon nicht wirklich, was ihn erwarten würde. Ihm sowie den beiden Mechanikern Frank Conradi und Arne Ledwig, die ebenfalls ihre Premiere in Marmande feiern durften, legte ich ans Herz, die gigantische Stimmung in vollen Zügen einfach nur mal für einen kleinen Augenblick zu genießen. Mittwochabend gegen 22.30 Uhr ging es in Lüdinghausen endgültig los und wir erreichten am Donnerstagmittag gegen 13.00 Uhr das Stadion in Marmande. Der Komet brannte am Himmel und nur die Boxengasse bot etwas Schatten. Nach der Maschinenabnahme gegen 14.00 Uhr war es dann nach der A-Gruppe auch für beide Debütanten soweit. Erste Kontakte mit der BahnJens fand zu keiner Zeit die richtige Linie, und als er sie endlich gefunden zu haben schien, fuhr der ausgefallene Mitbewerber Boris Pizzinato genau auf der Ideallinie und machte diese dann noch enger, als er Jens ankommen sah. „Das war es“, dachte ich, „jetzt kannst du Jens von der Planke abkratzen“. Mein Puls fuhr Bahnrekord. Doch er konnte sich, wie auch immer, zwischen Planke und Pizzinato so gerade eben noch durchschlängeln. Ramon hingegen schaute eine langsame Runde und fand relativ schnell die richtige Linie. Er folgte im Trainingslauf einmal René van Weele, der sich auf dieser Bahn bestens auskennt. Beim Bandtraining schoss Ramon sogar als erster in die 1. Ecke, doch durfte man für das Rennen am Abend noch nicht zu viel von beiden erwarten, denn kannten sich fast alle anderen Mitwerber, wie van Weele, Glen Phillips, Daniel Rath, der sein Comeback nach dem Unfall in Teterow nun feiern konnte, Shane Colvin und natürlich die Franzosen bestens auf dem Dreieck-Kurs aus. Paul Bauer aber war ebenfalls das erste Mal in Marmande am Start und er verkaufte sich im Laufe des Rennens immer besser. Doch was in der Gruppe B alles geschah, folgt später. Zunächst fangen wir einmal mit der Gruppe A an. Für den verletzten Joonas Kylmäkorpi verpflichtete man kurzfristig Herbert Rudolph, doch für Gerd Riss, der absagen musste, da sein Vater kurz vor dem Rennen gesundheitliche Probleme bekam, konnte man keinen Ersatz mehr auf die Schnelle finden. Nach einer Ausscheidung dreier Franzosen wurde der Platz durch Jean Michel Bouillaud aufgefüllt. Schon im Training sah man, dass sich das fahrende Brudertrio Stéphane, Sébastien und Mathieu Tresarrieu bestens auf dem ungewöhnlichen Kurs auskennt. Aber auch Jannick de Jong überraschte, als er im ersten Pflichttrainingslauf Robert Barth ganz klar auf Distanz halten konnte und diesen Bandstart gewann. Der 1. DurchgangGefahren wurde im WM-Modus vom letzten Jahr. (Ab 2006 wurde die Vorläufe 4-12 neu zusammengestellt). Der Weltmeister, der sein letztes Rennen in Marmande nun fuhr, siegte gleich im Auftaktheat vor Enrico Janoschka. Der deutsche Vizemeister arbeitete sich dabei von Rang 5 auf 2 vor, während Matten Kröger hinter de Jong von Dirk Fabriek und Christoph Dubernard auf Rang 6 verwiesen wurde. Paul Hurry, der vor dem Rennen wieder fit und optimistisch schaute, holte sich den Startsieg des 2. Laufes. Aber unter dem Jubel der über 10.000 Fans konnte ihn Mathieu Tresarrieu diese Führung streitig machen. Auch Bruder Sébastien tat einiges für die Stimmung der Fans. Er schnappte sich den 3. Rang von Jörg Tebbe und fuhr als Dritter durchs Ziel. Für Massimo Mora und Bouillaud blieben nur die Plätze 5 und 6. Dieners CrashIm 3. Heat knallte es am Ende der 1. Runde. Zdenek Schneiderwind fuhr an der Innenkante in die Zielkurve vor Diener, der weit aussen fuhr. Am Ausgang dieser Ecke hatte Diener soviel Meter gut machen können, dass er direkt neben Schneiderwind lag. Doch der Platz an der Bande war zu gering, um da noch unbeschadet durch zu kommen. Er touchierte aufgrund von Platzmangel die Planke, hatte einen fürchterlichen Aufsteiger und flog fast bis in die Startkurve, wo er und sein Bike endlich zum Liegen kamen. Alle anderen Mitbewerber kamen zum Glück noch gut an dieser Gefahrenstelle vorbei. Diener rappelte sich wieder auf und ging unbeschadet zurück ins Fahrerlager, wo man nun den Motor des krummen Bikes in das andere Fahrgestell einbaute. Doch für den Rerun wurde er dann nicht mehr zugelassen, da er angeblich die Zeit überschritten hatte, während Schneiderwind ans Band durfte. Für Diener kam dann der 1. Reservist Jeremy Coste Lescoul ins Rennen, der aber mit dem Ausgang dieses Laufes absolut nichts zu tun hatte. Stephan Katt holte sich seinen Laufsieg vor Schneiderwind, Stéphane Tresarrieu, Herbert Rudolph, Andrew Appleton und den eben abgeschlagenen Coste Lescoul. Der 2. Durchgang Mit einem Start-Sieg kam Mathieu Tresarrieu mit Sébastien im Schlepptau aus der Startkurve und machte ordentlich Meter. Sébastien konnte aber die Attacken von Barth nicht ganz standhalten, der sich auf Rang 2 vorarbeitete. Rang 4 ging an Janoschka vor Appleton und dem nun maschinell unterlegenen Diener. Katt fuhr auch in seinem 2. Lauf wieder zu einem Sieg und hielt dabei Stéphane Tresarrieu, Kröger, Tebbe, Dubernard und Bouillaud in Schach. In der Bahndienstpause nach diesem 2. Durchgang unterhielt ich mich mit Catman. „Dies ist nach Opende erst mein 2. Grasbahnrennen in diesem Jahr. Und obwohl ich diese Strecke nicht wirklich mag, bin ich doch echt froh den Leuten zeigen zu können: Hey, der Katt ist auch noch da". Mit 10 Punkten führte er neben Mathieu die Konkurrenz ungeschlagen an, und erst im 4. Durchgang sollten beide das erste Mal aufeinander treffen. Im 6. Heat führte wieder Hurry, doch musste er sich diesmal zunächst Fabriek, der gegenüber dem 1. Heat nicht wieder zu erkennen war, und dann auch noch einer Verletzung geschlagen geben. Okay, er fuhr zwar auf Rang 2 noch ins Ziel, doch begab er sich im Anschluss in den Sanitätsraum. Zunächst aber der weitere Zieleinlauf mit de Jong, der Schneiderwind überholen konnte und Mora, während Rudolph nach Rang 3 auf 5 zunächst zurück und letztendlich ganz ausfiel. Hurrys AusHurry liess sich vom Doc am rechten Oberarm untersuchen
und dieser konnte sich nicht wirklich festlegen. Doch es bestand der
Verdacht, dass der Oberarm gebrochen ist, da man 2 Knochenenden gegeneinander
reiben spüren
konnte. Paul blieb zunächst noch im Stadion und wollte später
noch zum Röntgen ins Krankenhaus. Verständlich, dass ihm die
riesengroße Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand, nachdem
er seine weiteren Läufe canceln musste.
Gute Besserung von dieser Stelle Der 3. DurchgangDer 3. Durchgang stand an. Barth liess diesmal nichts anbrennen und nahm Mathieu nun seinen ersten Punkt ab. Tebbe konnte Schneiderwind auf Distanz halten und Appleton fuhr zum 3. Mal auf Rang 5 ins Ziel. Der 2. Reservist Gabriel Dubernard, der für Hurry in diesen Lauf kam, folgte dem Feld weit hinterher ins Ziel. Stéphane Tresarrieu erhöhte durch seinen Laufsieg wieder den Geräuschpegel der Fans. Vor Fabriek, der sich am bisher ungeschlagenen Katt vorbei kämpfen konnte, Katt, Dubernard, Mora und dem abgeschlagenen Diener erhöhte Stéph sein Punktekonto auf 12 Zähler. Neben der Strecke verstehen sich Jannick de Jong und Sébastien Tresarrieu richtig gut, doch auf der Bahn musste nun im direkten Duell entschieden werden, wer im Lauf 9 der bessere von beiden ist. De Jong übernahm die Führung und blieb dies auch vor Seb im Ziel. Janoschka, Rudolph, Kröger, der am Start eine Wildwest-Einlage mit seinem Bike fabrizierte, und Bouillaud fuhren auf die folgenden Plätze. Final-TendenzenEin Durchgang fehlte nun noch bis zu den Finalläufen. Barth und Mat Tresarrieu lagen mit 14 Punkten an der Spitze. Katt mit 13 und Stéph Tresarrieu mit 12 fuhren auch auf A-Finalkurs, doch waren sie noch lange nicht durch, denn mit 11 Punkten lauerten Fabriek und de Jong und auch Seb Tresarrieu hatte mit 10 Zählern noch Chancen auf das A-Finale. Alles kam nun drauf an, was im letzten Wertungsblock herauskommen würde. Der 4. DurchgangMathieu fuhr sich mit dem Laufsieg klar zum letzten Lauf des Tages, gefolgt von Katt, der das Ticket auch lösen konnte. Janoschka kam auf Rang 3 ins Ziel und hatte nun 12 Punkte auf dem Konto. Ob das für den Bergringhelden aus Teterow reichen würde, blieb nun abzuwarten. Schneiderwind füllte sein Konto nach Rang 4 auf 10 Punkte auf, was definitiv das B-Finale bedeutete. Bouillaud kam zu seinem ersten Punkt, da Mora wegen Maschinendefekts ausgefallen war. In Heat 11 überraschte nun Appleton, der wie Phoenix aus der Asche einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg hinlegte. Der Knoten platzte zu spät, doch sicherte er sich damit ebenfalls das B-Finale. De Jong reichten die 4 Punkte des 2. Platzes trotzdem zum Erreichen des A-Endlaufes, ebenso wie Barth, der „nur“ auf Rang 3 ins Ziel kam. Seb Tresarrieu arbeitete wieder mal unaufhaltsam und fuhr sich von Rang 5 vorbei an seinem älteren Bruder Stéphane auf 4 vor. Und nun hatte auch er wie Janoschka 12 Punkte. Auch er musste nun noch einen Lauf warten, was durch die Ergebnisse der Konkurrenten - gerade was Fabriek angeht - am Ende zu Buche steht. Stéph fiel nach der Überholaktion dann aber auch noch aus und reihte sich in die Liste der 12-Punkte-Fahrer ein, während Dubernards insgesamt 5. Punkt das C-Finale bedeutete. Rudolphs CrashLuftholen, noch ein Lauf, dann musste also gerechnet werden. Doch erst kam es noch zu einem böse aussehenden Crash. In der lang gezogenen „Doppel-Startkurve“ wurde es für Peppi Rudolph nun mächtig eng. Er flog durch die Luft, sein Bike flog durch die Luft und nach dem ersten Aufschrei der Fans wurde es verdammt ruhig. Kröger spielte Taxi für Freundin Kerstin, die sofort als Sozius zur Unfallstelle gebracht wurde. Erste Entwarnung war schon einmal, dass er ansprechbar war und „nur“ mit Verdacht auf Hand- und Fußbruch zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht wurde. Entwarnung von Peppi2 Tage nach dem Unfall kam von Peppi der Anruf und die endgültige Entwarnung. „Ich habe Prellungen am ganzen Körper, aber weder der Fuss, noch die Hand sind gebrochen. Der Arzt im Krankenhaus guckte aber immer wieder, da er auf dem Röntgenbild die alten Brüche am Fuß sah. Da, wo es weh tat, war aber Gott sei Dank nichts zu sehen. Ich bin nach dem Rennen dann wieder zurück im Fahrerlager gewesen“, so Peppi, der schon wieder in der Werkstatt saß und sein Speedwaybike für das Vergleichsrennen in Landshut gegen Lonigo vorbereitete. Der RerunDoch zurück zur Rennbahn: Im Rerun durften nun beide Reservisten Gab Dubernard und Coste Lescoul teilnehmen. Der eine für Hurry, der andere für Rudolph. Den Laufsieg holte sich aber Fabriek, der sich damit ebenfalls im A-Finale wiederfand. Kröger holte nun 4 Punkte, doch stand er mit seinen 8 Punkten zwischen B- und C-Finale, während sich Tebbe mit 3 Punkten aus diesem Heat fest im B-Finale sah. Dubernard und Coste Lescoul holten nun ihrerseits die ersten Zähler. Die FinaleinteilungenMat Tresarrieu (19), Barth und Katt, die bei gleicher Majorität (bei 17 Punkten) um den 2. Vorlaufplatz losen mussten, Fabriek (16) und de Jong (15) standen sicher im A-Finale. Die übrigen Tresarrieus und Janoschka hatten alle 12 Punkte und nur noch einer durfte mit ins A-Finale. Bei der besseren Majorität erhielt Stéphane den Zuschlag, während auch bei Seb und Ricky das Los bei gleicher Majorität um die erste Starplatzwahl entscheiden musste, was zu Ungunsten von Janoschka ausfiel. Ihre Gegner im B-Finale waren laut Punkteliste Schneiderwind und Tebbe (beide 10), sowie Appleton (8) dank seines Laufsieges und Hurry (8). Hurry trat ja aber nicht mehr an und da ein Finalfeld nicht mehr aufgefüllt wird, blieb sein Startplatz leer. Kröger, der wie Appleton und Hurry auch 8 Punkte hatte, musste nun aufgrund der Majorität ins C-Finale. Weiterhin waren es dann laut Punkteliste Christophe Dubernard (5), Rudolph (4), Mora (3), Gabriel Dubernard (2) und Bouillaud (1). Doch da Peppi auf dem Weg ins Krankenhaus war und Mora aus technischen Gründen nicht mehr antreten konnte, blieben auch diese 2 Startplätze frei. Für Coste Lescoul (1) und auch Diener (0) gab es laut Regelwerk nun trotzdem keine Möglichkeit, das C-Finalfeld aufzufüllen. Französische FinalsiegeSo ging das C-Finale mit 4 Fahrern über die Bühne, was Chris Dubernard nach der Überholaktion gegenüber Kröger für sich entschied. Bouillaud und Gab Dubernard folgten. Mit 5 Akteuren ging das B-Finale in die 4 Endlaufrunden. Einen erbitterten Kampf um Rang 1 mit mehreren Positionswechsel lieferten sich Schneiderwind und Seb Tresarrieu. Die Franzosen feierten, denn konnte Seb dieses Finale am Ende klar gewinnen vor Schneiderwind, Appleton, Tebbe und Janoschka. Der letzte Sieg in MarmandeDie Franzosen feierten weiter, denn schoss Mat Tresarrieu vor Barth aus den Bändern, doch diese Führung wehrte nicht all zu lange. Aus Fansicht war es egal, und auch im Fahrerlager standen die Gastgeber Kopf, denn konnte sich Mat auf Rang 2 festbeißen. Überraschungsdritter wurde Fabriek, der zur Belohnung noch auf der Bahn mit Küsschen von Freundin Ilona empfangen wurde. Stéphane Tresarrieu rundete das sehr gute Familienergebnis mit Rang 4 ab, ehe Katt und de Jong, der dieses Finale im 2. Gang startete, ins Ziel kamen. Robert über MathieuBei der Siegerehrung erklärte Tagessieger Barth, dass dieses sein letzter aktiver Auftritt in Marmande war, doch werde er es sich nicht nehmen lassen, auch als Zuschauer mal wieder in den Süden Frankreichs zu reisen. Mit den Blicken nach links, wo Dirk stand, und rechts, wo Mathieu stand, erklärte er außerdem, dass man sich um den „Nachwuchs“ keine Sorgen machen muss. Gerade Mat prognostizierte er eine große Zukunft voraus. „Gebt ihm noch 2-3 Jahre, dann kann er ein ganz Großer sein“. Mat fühlte sich geschmeichelt von soviel Lob des Weltmeisters und die immer noch riesige Fangemeinde bei der Siegerehrung tobte. B-GruppeBei der Siegerehrung der B-Gruppe erklärte Maximumsieger Glen Phillips, dass auch er gerne in der A-Gruppe am Start gewesen wäre. Und das wäre nach dem tollen Auftritt in St. Macaire, wo er als Wildcard-Fahrer bis ins A-Finale kam, sicher auch mehr als Recht gewesen. Phillips dominierte nämlich diese Konkurrenz. Einzig René van Weele blieb auf seinen Fersen. Während Phillips 3 klare Laufsiege in der Vorrunde einfahren konnte, musste sich van Weele „nur“ im direkten Duell gegen den Briten geschlagen geben. Schon etwas abgeschlagen ging der trotzdem stark fahrende Shane Colvin mit 11 Punkten in den Endlauf und auch Jerome Cottier mit 10 sowie Boris Pizzinato mit 9 kamen in den Endlauf. Dank seines 2. Platzes im letzten Vorlauf kam dann auch noch unser deutscher Bahnpokal-Sieger und I-Lizenz Aufsteiger Paul Bauer mit 7 Punkten in den Endlauf. Der Marmande-Debütant schlug sich wacker und kam immer besser auf diesem Kurs zurecht. Die AusgeschiedenenDas Finale verpassten derweil Mathieu Dupont und Daniel Rath. Rath wollte schon im Vorfeld sein Comeback canceln, da die Lizenz vom DMSB nicht rechtzeitig bei ihm in der Post war. Doch konnte man die Chance letztendlich doch noch nutzen, durch die IMN-Nummer eine Bestätigung vom DMSB an den Veranstalter zu faxen, so dass Rath doch an den Start gehen konnte. Nach einem 5. Rang zu Beginn drehte er im 2. Heat richtig auf und konnte sich von Rang 5 auf 3 vorkämpfen. 2 weitere Zähler waren dann am Ende aber zu wenig und er kam 6 Zählern auf Rang 8. Mitbewerber und Heißsporn Lewis Denham begann mit einem 2. Rang, doch verletzte er sich beim Lauf an der linken Schulter und zog seine weiteren Starts zurück. Das FinaleDas Finale hatte es dann in sich, denn wusste René, dass er bei einem Finalsieg auch den Tagessieg feiern durfte. Bei Punktgleichheit sollte das bessere Abschneiden im Finale entscheiden. Doch aus Sicht des Holländers verlief dieses Finale dann ganz anders. Phillips führte vor Bauer, der sensationell diesen 2. Rang auch ins Ziel bringen konnte. Pizzinato kam auf Rang 3 ins Ziel und sicherte sich somit noch den 3. Gesamtrang. Erst jetzt folgte van Weele, der seine Müh und Not hatte, den klar langsameren und breit fahrenden Cottier zu überholen, während Colvin nun am Ende des Feldes fuhr. Am Ende machte das eine Platzierung wie folgt aus: 1. Phillips 20, 2. ein etwas enttäuschter van Weele 16, 3. Pizzinato 12, 4. (!) Bauer 11, der nun doch enttäuscht war, so knapp am Podest vorbei geschrabbt zu sein. Platz 5 ging an Cottier, der wie Colvin (Rang 6) und Bauer 11 Punkte hatte. Jens und RamonFür unsere B-Lizenz-Fahrer Jens Klein und Ramon Stanek war es am Ende nun doch alles noch eine Nummer zu hoch. Auch wenn, wie eingangs schon erwähnt, Ramon perfekte Starts hinlegen konnte, holte er insgesamt nur ein Pünktchen. Im ersten Heat irritierten ihn und auch Bauer sowie van Weele ein Rotlicht hinter der Bande, dass von einem Blitzgerät kam. Ramon machte hier zu, während Jens nur sagte: „Ich habe gar nichts mehr gesehen. Die Brille war dicht.“ Beide Youngster fuhren ins Innenfeld. Am Ende schrieb Ramon 1 Punkt und Jens schloss die Wertung ohne Zähler ab, nachdem er auch im 2. Heat ausfiel und im 3. Heat nicht mehr antrat. Aber beide sind noch jung – Ramon ist mit 16 Jahren neben Sébastien Tresarrieu 1997 der jüngste 500ccm Fahrer auf diesem Dreieck gewesen und Jens hat mit 21 Jahren auch noch Zeit, weitere Erfahrungen zu sammeln. Der Aufbruch zu 1500 KM RückfahrtDirekt nach den Siegerehrungen ging es dann um 01.45 Uhr zunächst im Schlepptau von Ricky Janoschka wieder direkt zurück nach Deutschland. Die lustige Marmande-Tour mit der Truppe Klein-Stanek endete für mich am Freitag um 20.30 Uhr, als ich den heimatlichen Hafen dann auch endlich mal wieder erreichen konnte. Aber ich muss sagen: “Diese Tortour mit 2 durchgefahrenen Nächten hat sich allein von der Stimmung wieder einmal gelohnt.“
Das Marmande Fazit:Negativ: Etwas Undurchsichtig war die Entscheidung nach Dieners Sturz. Der Sturz passierte am Ende der 1. Runde, und anscheinend hätte er die Möglichkeit gehabt, wieder am Rerun teilzunehmen. Doch dann wurde mir gesagt, dass er wegen Zeitüberschreitung – er hat das andere Bike mit einem Motorenwechsel in dieser Zeit vorbereiten müssen – nicht mehr an den Start durfte. Für ihn kam dann Jeremy Coste Lescoul in diesen Lauf. Beim Mechaniker von Herbert Rudolph Roland Christian wurde auf dem Parkplatz gegenüber des Stadions ins Auto eingebrochen und man klaute das Navigationssystem. Positiv: Das, was die deutschen Fußballfans bei der WM waren, sind die französischen Bahnsportfans gerade in Marmande: Weltmeister im Stimmung machen!!! Allein dafür lohnt es sich schon, einmal zu diesem Klassiker zu reisen. 3 Cheerleader und 3 Breakdancer sowie der Stadionsprecher und die perfekte abgestimmte Musik aus den riesigen Boxen im Innenfeld trugen natürlich auch dazu bei. |