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Auf dem Podest wird deutsch gesprochenSpannender und packender hätte ein EM-Finale der Gespanne nicht ausgetragen werden können!!! Auch wenn es am Ende im A-Finale noch zu einem bösen Sturz kam, war die Dramatik im ganzen Rennen nicht zu überbieten. Aber nicht nur in der int. Seitenwagenklasse wurde bis auf jeden Zentimeter gekämpft. Auch in den anderen Klassen int. Lizenz Solo, B-Solo und B-Seitenwagen gab es „Extrem-Bahnsporting“ zu sehen, deren Zieleinfahrten gleich mehrmals im Fotofinish entschieden werden mussten. Für die Briten Shaun Harvey und Danny Hogg kam allerdings das Aus schon im Training. Harvey brach sich das Sprunggelenk am linken Bein, als es im Kampf in der 1. Ecke des Pflichttrainings neben Sven Holstein und Desirée Daubert eng wurde. Harvey fuhr diese 2 Runden zwar noch zu ende, doch begab er sich nach der Zieldurchfahrt direkt ins Krankenhaus. Das Rennen konnte er dann aber mit einem frischen Gipsverband ansehen. Zu Hause in England wird er sich auch noch eine OP unterziehen lassen müssen. Gute Besserung Für die beiden Engländer rutschten Marco Hundsrucker und Florian Niedermeier fest ins Feld und übernahmen die Läufe der Startnummer 1. 1997 war ich persönlich das letzte Mal in Melsungen, als damals auch ein EM Finale der Gespanne ausgetragen wurde und es um 7cm für Josef Onderka vor Tommy Kunert entschieden wurde. Onderka übernahm nun 9 Jahre später den Part des Zuschauers, während Kunert mit Bernd Kreuzer wieder auf EM-Titeljagd ging. Doch gerade bei ihm haute schon am Samstag nichts hin. Kein Training sowohl am Samstag als auch am Sonntagmorgen ging ohne Blubbern und Problemen ab. Kunert und Kreuzer waren schlichtweg ratlos. Auch Egon Müller verstand nicht wirklich mehr, an was es liegen könnte. „Wenn wir es wüssten, woran es liegt, würden wir es ja abstellen“, so Kreuzer in der Mittagspause. „Wir haben den Vergaser, die Zündung und den Zündungsgeber gewechselt, nun kann es nur noch am Motor liegen“. Der Motor wurde gewechselt und ohne irgendeinen Test ging es dann ans Band zum 1. Heat. Hopp oder Topp.... Heat 1 – aus Kunert-Sicht wurde er zum Flop:Kunert und Kreuzer kommen sehr gut aus dem Start und führen das Feld an. Doch in der 2. Ecke bekommen sie wieder Probleme, fallen zurück und behindern durch diesen Fast-Ausfall William und Nathalie Matthijssen. Nutznießer ist nun Hundsrucker, der die Führung übernehmen kann. Doch Matthijssen holt sich die Führung und siegt im ersten Heat vor Hundsrucker, den Detz-Brothers, Cousin Mark Detz mit Gerard Eelsing und Read/Preston, während Kunert ins Ziel hinterher tuckert. Der Vergaserschlauch hatte sich gelöst. Heat 2:In der 1. Ecke wird es mächtig eng. 4 Gespanne fahren nebeneinander her. Aus dieser Konstellation ziehen M. Brandhofer/Beller den größten Schwung und können als Laufsieger das Ziel erreichen. Bruder Stefan folgt vor den Goodwins, Keil/Tralau, Radley/Mathison und den Titelverteidigern Holstein/Daubert. Heat 3:Ein packender Kampf tobt zwischen Goodwin und M. Brandhofer. In der letzten Ecke kann der Deutsche den Briten überholen und bleibt ungeschlagen. Hinter Goodwin erreichen Keil, Read, Holstein und Hundsrucker das Ziel. Heat 4:Kunerts 2. Einsatz beginnt mit einem 3. Rang nach dem Start. Dann holt er sich zunächst Matthijssen und fährt auf Rang 2 vor. Im Visier hat er nun S. Brandhofer, den er immer mehr Zentimeter abnehmen kann. Im Ziel muss ein Fotofinish entscheiden und Referee Istvan Darago aus Ungarn entscheidet zugunsten von Brandhofer. Kunerts Ofen scheint jetzt aber zu laufen... Matthijssen beendet diesen Lauf auf Rang 3 vor Radley, Mark Detz und den anderen beiden aus der Detz-Familie. Heat 5:Ausgangs der 1. Ecke reißt S. Brandhofer die Kette und zieht dabei Holstein mit ins Innenfeld, die dadurch aus diesem Lauf sind. Kunert kann derweil seinem ersten Heat-Sieg entgegenfahren, während sich M. Brandhofer von 3 auf 2 an Hundsrucker vorbeikämpfen kann. Wilfried Detz kommt auf Rang 4 ins Ziel und bildet nach dem Doppel-Ausfall das Schlusslicht. Heat 6:Einen klaren Laufsieg sichert sich jetzt Matthijssen vor Goodwin. Read kämpft derweil mit Mark Detz, der seinen 2. Rang an Goodwin verlor und er nun mit Read einen sehenswerten Fight auskämpft. Der Brite gewinnt diesen Fight, während Radley und Keil hinter Detz das Ziel erreichen. Heat 7:Wieder muss ein Fotofinish entscheiden - die Hauptakteure diesmal: Keil und Goodwin. Keil führt, verliert aber diese Position an Goodwin. Er lässt aber nicht locker und fightet bis zur Ziellinie. Die Entscheidung des Schiedsrichters: Goodwin 5, Keil 4 Punkte. Radley kann sich im Ziel ungefährdet Rang 3 sichern, da sich S. Brandhofer im Kampf um diesen Rang in der Startkurve der letzten Runde mit einem Dreher ins Innenfeld befördert. Somit erhält Read 2 und Hundsrucker noch einen Zähler. Heat 8:Kunert macht jetzt mit diesem Laufsieg alles klar und hat das Ticket für das A-Finale in der Tasche. Über 4 Runden wehrt der Kampf zwischen Matthijssen und M. Brandhofer, die sich um Platz 2 streiten. Der Niederländer bleibt der Sieger, während Mark Detz vor seinen Cousins bleibt und Holstein nun ohne Fremdverschulden einen Ausfall einstecken müssen. Zwischenbilanz:Die Vorrunde war nun beendet und das direkte A-Finale haben M. Brandhofer und Matthijssen mit je 17 Punkten, Goodwin (16) und Kunert (14) erreicht. Wer wird auf den 2 übrigen Startbahnen den Kampf um die EM-Krone bestreiten? Aus dem Rennen raus waren die Detz-Brothers mit 6 Punkten und die Titelverteidiger Holstein/Daubert, die so gesehen sang- und klanglos untergingen. S. Brandhofer und Keil (beide 9), Hundsrucker und Read (beide 8) sowie Radley und M. Detz (beide 7) fuhren ans Band. Das B-Finale:Brandhofer holt sich die Führung und kann einige Meter herausholen. Hundsrucker folgt, doch hat er Keil im Nacken. Keil zieht vorbei, doch kann Hundsrucker kontern. Keil lässt aber nicht locker und liegt im Ziel nicht nur auf Rang 2, sondern steht neben Brandhofer damit auch im A-Finale. Hundsrucker hat ein großartiges Rennen gezeigt, doch bringt ihm das im Endklassement nun nur den 7. Rang. Radley, Detz und Read hatten mit dem Kampf der ersten 2 Plätze nichts zu tun. Das A-Finale:Der Start erfolgt, doch hört man schon nach rund 30 Meter ein bekanntes Geräusch: Es war das Geräusch einer gerissenen Kette. Und wie schon im letzten Jahr in Siddeburen, schafften die Matthijssens wieder nicht den Titelgewinn. Sie traf es nämlich und eine mehr als wütende Nathalie macht ihrer Enttäuschung mächtig Platz, während der Kampf um die Medaillen nun tobt.. An der Spitze fährt S. Brandhofer vor Kunert. Dieser kann aber vorbeiziehen und hat nun freie Sicht auf die Goldmedaille. S. Brandhofer liegt immer noch dahinter, doch auf der Gegengeraden der letzten Runden kommen zeitgleich Keil von innen und Bruder Markus von aussen an Stefan vorbei. Nur Millisekunden später schießt Stefans Gespann hoch und es kommt zum Sturz. Goodwin kommt zum Glück noch dran vorbei. 4 Teams erreichen in der Reihenfolge Kunert, M. Brandhofer, Keil und Goodwin das Ziel, während sich die Sanitäter und Teammitglieder schon auf den Weg zur Unfallstelle machten. Auf dem Zielrichterturm:Anscheinend bekam man es auf dem Turm nicht wirklich mit, denn hörte man Stadionsprecher Thomas Schiffner bei einem wohl geglaubten ausgeschaltetem Mikrofon sagen: „Und wer ist jetzt Fünfter? Ach ja, die Matthijssen.“ Es dauerte auch einige Zeit, bis er vom Unfall sprach und die Platzierten durchgab. Die Gemüter kochtenDie Atmosphäre war nun sehr gespalten, denn zum einen sorgte man sich um Stefan und Stefan und andererseits sollte die Siegerehrung anstehen. Während Brandhofer aber unverletzt aus diesem EM-Endlauf kam, musste man Peters ins Krankenhaus bringen. Später war aber wieder mit einem bandagierten Fuss und Halskrause im Fahrerlager. Berit Tralau, die mit Keil nun die Bronzemedaille gewonnen hatte, war völlig durcheinander, wegen dem, was grad passiert war. „Ich habe nichts gesehen, ich habe irgendwann nur einen Schlag am Gespann gespürt“, so Berit. Ihrem Fahrer Karl wurde seitens des Brandhofer-Teams nämlich vorgeworfen, diesen Sturz ausgelöst zu haben, in dem er kurz das Gespann nach rechts gezogen habe. (Da ich den wirklichen Auslöser dieses Sturzes nicht sehen konnte, enthalte ich mich jeglichen Kommentars.) Nachdem sich Gemüter dann aber wieder etwas beruhigt hatten und die Siegerehrung der int. Solisten vollzogen wurde, wurden Kunert und Kreuzer als neue Europameister gekürt. Es war nun der 7. Titel für Kunert!!! Markus Brandhofer und sein Beifahrer Helmut Beller erhielten die Silbermedaille für die Vizemeisterschaft und Karl Keil mit Berit Tralau wurden die Bronzemedaille verliehen. Zu den ersten Gratulanten von Berit gehörte Desi Daubert, die sich sichtlich für Berit freuen konnte. Das Schlusswort:„Damit hätte ich nun heute Morgen wirklich nicht gerechnet, dass wir das noch schaffen“ so ein überglücklicher Bernd Kreuzer, der von Kunert-Glücksbringer Hund Gino gleich einmal umgelaufen wurde. Die int. Lizenz SoloDer Seriensieger der letzten Wochen schlug auch in Melsungen wieder zu. Andrew Appleton holte nach dem Sieg im Bahnrekord auch wieder den Tagessig dieser ausgeglichenen Konkurrenz. Schade war nur, dass der Franzose Sébastien Tresarrieu absagen musste, denn hätte er mit Sicherheit auch noch etwas Pfeffer in die Rennen gebracht. Sein Ersatzmann Gabriel Dubernard konnte in den 3 Vorläufen nicht einen Punkt erzielen. Doch zurück zu Appleton: Mit 2 Laufsiegen ging er in den 3. Durchgang. Nachdem er im Auftaktheat erst einmal Christian Hülshorst die Führung abnehmen musste, befand er sich nun nur an 4. Stelle des Feldes. Doch mehr als bis auf Rang 3 konnte er nicht fahren. 13 Vorlaufpunkte brachte er aber mit in den Endlauf. 13 Punkte schrieb auch Bernd Diener, der nach einem schlechten Start auf Rang 3 (dabei kämpfte er sich von Rang 5 auf 3 vor) zwei Laufsiege folgen liess. Das einzige direkte Duell gegen Appleton war im 3. Durchgang, den Diener gewann. Mit 12 Punkten stand ein supergut aufgelegter Hülse dann nach 3 konstanten zweiten Rängen ebenfalls sicher im Finale. Es ist schon eine ganze Weile her, dass man Hülse so ein starkes Rennen hat fahren sehen. Ebenso stark bewies sich auch wieder NBM-Laufsieger Benny Hegener, der nach den letzten Wochenenden immer noch wieder einen drauf zu setzen weiss. 10 Punkt brachte er mit in den Endlauf. Christophe Dubernard, der im 3. Durchgang in einem 3-er Fotofinish als Sieger vor Glen Phillips und Stefan Bromberg gewertet wurde, liegt die Bahn in Melsungen. Insgesamt 9 Punkt brachten ihn ins Finale. Und Otto Niedermeier, der seinen 1. Lauf nach einem Überholmanöver gegenüber Phillips gewann, konnte am Ende mit 8 Punkten auch noch das Finale erreichen. Wer zu spät kommt...Vorjahressieger Phillips kam mit Paul Cooper erst in der Mittagspause. Beide hatten sie am Abend zuvor noch jeweils ein Rennen auf der Insel, verpassten die Fähre um 5 Minuten, mussten somit noch 2 Stunden an der Fähre warten und verfuhren sich obendrein noch in Kassel. Sie erhielten kein Nachzüglertraining und mussten kalt auf die Bahn. Phillips schlug sich noch einigermaßen achtbar aus der Affäre, doch war an der erfolgreichen Wiederholung des Tagessieges von 2005 nicht zu denken. Cooperman hingegen kam aufgrund seines nicht funktionierenden Getriebes nicht in Fahrt. Er fuhr nur 2 Punkte insgesamt ins Ziel. Phillips, der seinen ersten Lauf anführte aber dann auf Rang 4 durchgereicht wurde, sammelte wie Niedermeier 8 Punkte und stand dem Endlauf als Reservist zur Verfügung. Die Ausgeschiedenen:Somit waren Paul Bauer (7), Clubfahrer Manfred Knappe (4), Stefan Bromberg (4) sowie Coopermann und Gabriel Dubernard mit 2 und 0 Punkten untergegangen. Bauer überraschte im 3. Durchgang mit einem Laufsieg über Dubernard, Phillips und Bromberg im erwähnten 3-er Fotofinish mit mächtigem Vorsprung. Knappe kämpfte wie üblich verbissen, doch wurde er selten belohnt und Bromberg begann ohne Punkt und hatte im Lauf des Zielrichterfotos nach tollem Einsatz sein Highlight, das allerdings ebenfalls nicht belohnt wurde. Das Finale:Bis zum Einbiegen in die erste Ecke des Finals waren alle Rennen brisant und heiss. Doch nun krachte es. Niedermeier, Hegener und Diener fuhren von innen nach aussen liegend auf einer Linie in die erste Kurve. Diener schmierte ab, knallte in die Bande und blieb zunächst regungslos liegen. Er war aber ansprechbar und konnte nach der Erstversorgung auf der Bahn und der Untersuchung im Krankenhaus relativ unbeschadet nur mit einer Schürfwunde am Ellenbogen und einer Halskrause wieder zurück zum Rennplatz und dann die Heimreise antreten. Der 1. Restart:Dass er am Restart nicht teilnehmen konnte, war nun logisch und so kam Phillips noch einmal zum Einsatz. Doch wieder musste dieser Start abgebrochen werden. Im Kampf mit Phillips kam Hülse zu Sturz – na ja, er rutschte weg, doch wurde er nun von Referee Karl-Heinz Merz vom erneuten Restart ausgeschlossen. Buh-Rufe und Pfiffe waren die Folgen der Fans. Der 2. Restart:Diesmal ging alles glatt und Appleton konnte einen weiteren Tagesieg in Deutschland verbuchen. Hegener setzte sich auf Rang 2 durch und wurde auch am Ende Tageszweiter. Tja ja, Vater sein beflügelt halt immer wieder, denn bringt ihm Sohnemann Marlon mehr als Glück. Mit Rang 3 im Ziel konnte sich Phillips am Ende auf Rang 5 verbessern und Niedermeier sowie Dubernard mit den Plätzen 4 und 5 im Ziel reihten sich hinter dem Briten in der Ergebnisliste ein. Rang 3 auf dem Podest blieb somit Bernd Diener vorbehalten. Seinen Pokal nahm stellvertretend Patrick Diener in Empfang, der dieses Procedere nun selber vorerst nicht mehr persönlich erleben wird. (In den nächsten Tagen wird es ein Interview wegen seines vorläufigen Rücktritts mit Patrick auf den Seiten von Speedway.org geben.) Die B-Lizenz Solo:„Zumindest war ich heute der einzige, der Marcel Dachs 3 Runden lang in Schach halten konnte.“ Das waren nach dem Rennen die Worte von Jens Klein, der seine Pechsträhne immer noch nicht ablegen konnte. Marcel hingegen kam, sah und siegte und obwohl er zu den ganz heißen Kandidaten auf den Sieg des Bahnpokals in der nächsten Woche in Rastede gehandelt wird, stapelt er tief. Er ist eine 1000m Grasbahn noch nicht gefahren. Dass er allerdings auf einem nur knapp halb so langem Parcours bestens zurecht kommt, bewies er nun aber erst noch in Melsungen. Auch wenn Klein ihm im Endlauf, der nach einem Sturz von Martyn Sturgeon ein weiteres Mal mit Sturgeon aber ohne den Sturzverursacher Gareth Hickmott gestartet wurde, zunächst mehr als 50 Meter vor der Nase fuhr, brachte Dachs nicht wirklich aus der Ruhe. Er pirschte er sich Meter um Meter heran. In der Zielkurve der 3. Runde war es dann soweit: Dachs konnte Klein einfangen. Rang 2 im Ziel hätte für Klein auch Rang 2 auf dem Podest bedeutete, doch lag er auf mal in der Zielkurve der letzten Runde auf der Bahn. „Auf der Zielgeraden zur letzten Runde hatte ich Marcel vorbeigelassen. Er ließ mich außen stehen und gab mir keinen Platz eingangs der Kurve. Da kam ich ins straucheln. Hierbei rutschte der Stahlschuh vom Stiefel, hing aber noch am Riemen. Gemerkt habe ich es erst eingangs der letzten Kurve, als ich den Fuss auf die Erde setzte. Und zack zog es mein Bein nach hinten. Da kann man nichts machen“, so Kleins ausführliche Rekonstruktion. Mit Blick in Richtung der nachfolgenden Fahrer André Daubert, Marcel Möbus und Sturgeon, die ihn noch gut passieren konnten, schwang sich der Kämpfer aus Lüdinghausen aber wieder aufs Bike und fuhr das Rennen auf Rang 5 zu Ende. Das Podest links und rechts neben Dachs füllten somit Sturgeon, der 11 Punkte ins Ziel brachte und Daubert, der es auf 10 schaffte. Daubert wusste sogar durch seinen Kämpfergeist und Überholmanöver so zu überzeugen, dass aus den Reihen niederländischer Veranstalter Informationen über den 16-jährigen bei mir eingeholt wurden. Die B-Lizenz Gespanne:Spannung war vor dem Finale auch in dieser Klasse angesagt. Mit 2 Laufsiegen führten die Brüder Steigerwald die Konkurrenz an. Thomas Buß und Helmut Gärtner sowie Patric Metzger und Jörg Levihn standen je 9 Punkte zu Buche und auch die Lokalmatadoren Achim Köhler und Mario Siebert hatten mit 8 Punkten noch alle Chancen auf den Tagessieg. Die weitere Teilnahme schafften dann noch Maik Domscheit und Kristoffer Loch (6) und Klaus Gerlach und Eugen Helfrich, die um die Podestplätze aber nicht mitreden sollten. Für Metzger kam es zu Gute, dass nicht genügend Ausscheidungsfahrer da waren und sie trotz eines Motorschadens im Pflichttraining ins Rennen kamen. Und nachdem die Steigerwalds zunächst einen Konter gegen Buß/Gärtner um Rang 1 abwehren konnten, kam dann auch noch Metzger an ihnen vorbei. Im Ziel musste dann wieder eines entscheiden: Genau – das Fotofinish!! Buß wurde zum Sieger erklärt und sicherte sich damit auch den Tagessieg. Metzger kam auf Rang 2 sowohl im Ziel als auch auf dem Podest und die bisher ungeschlagenen Brüder fanden sich auf Rang 3 wieder. Die Hausherren machten im Endlauf dann noch einen Rang gut, als sie Domscheit/ Loch passieren konnten, während Gerlach/Helfrich das Schlusslicht bildeten. Die ErgebnisseDas Melsungen Fazit:Negativ: Schade, dass Harvey / Hogg nicht auch noch in dieses packende Rennen um die EM-Krone eingreifen konnten. Nach dem A-Finale der Gespanne kam durch den Crash von Stefan Brandhofer von Teammitgliedern zu bösen Worten Richtung Karl Keil. Ich selber habe nicht wirklich sehen können, was der genaue Auslöser des Sturzes war, aber ich denke, dass es am wichtigsten ist, dass Beifahrer Stefan Peters nach dem Check im Krankenhaus mit einem verstauchten Fuss wieder zurück zum Renngelände konnte!!! Nach dem Finale der B-Lizenz Solo gab es ebenfalls noch unschöne Szenen am Fahrerlagereinlass, als das Team von Marcel Möbus anscheinend das Team von André Daubert beschimpfte und anmachte. Was genau gewesen ist, weiss ich nicht, aber gab es im Finale eine brenzliche Situation auf der Bahn, als sich Marcel und André ziemlich nahe kamen. Der Ausschluss von Hülse im Rerun des Finale war eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters Karl-Heinz Merz. Die Fans buhten und pfiffen zurecht gegen diesen Ausschluss Positiv: WOW – Ich bin begeistert! Die Rennen aller Klassen boten Action pur. Es stimmte so ziemlich alles und auch das Wetter spielte zum Glück mit, so dass die Bahn in einem guten Zustand war und eine würdige EM ausgetragen werden konnte. Die Zeltfete am Samstagabend hat richtig Spass gemacht – Ein Andrew Appleton und sein Vater Alan z.b. schunkelten und klatschten sogar zu der anfänglichen deutschen Volks- und Stimmungsmusik mit, ehe die Hits aus den Charts gespielt wurden. Viele Fans (insgesamt ca.3000) kamen zum EM-Finale. Davon reisten sehr viele aus England und Holland an - u.a. auch Henry van der Steen, der 3 Monate nach dem Unfall schon sichtliche Fortschritte gemacht hat. Aber auch der Multichampion Josef Onderka und sein ehemaliger Beifahrer Uwe Kühberger waren gern gesehene Gäste. Zum Glück ging es Rennleiter Harald Pickenhahn an beiden Tagen wieder gut, nachdem er am Freitagabend einen Kreislaufzusammenbruch hatte und am Samstagmorgen direkt aus dem Krankenhaus zum Rennplatz kam. Zum Glück konnten auch Bernd Diener und Stefan Peters beide wieder nach dem Check im Krankenhaus wieder zurück zum Rennplatz und mit den Teams die Heimreise antreten. Ihnen und Shaun Harvey noch einmal gute Besserung Das Rennen wird auf DVD angeboten, wie auch das in Marmande fullthrottleracingdvds.com |