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Wie im alten Rom...... lautete das Moto der 4. Auflage zum Night of Speedway in Neustadt Dosse. In 4 Klassen traten die Gladiatoren zu ihren Wettkämpfen in die Arena. Der Bahnbelag war ein perfekter Belag für den Pferdesport, der sonst in der Halle ausgetragen wird, doch für die PS-stärkeren Protagonisten viel zu tief und zu weich. Man brach das Training daraufhin nach dem 1. freien Durchgang ab und kümmerte sich mit schwerstem Gerät um die Präparation der Strecke. Außerdem musste man während der Veranstaltung nach jedem 2. Lauf wieder was am Bahnbelag tun, um die Verhältnisse für jeden einigermaßen gleich und sicher zu gestalten. Die Big Wigg TrophyUm die Big Wigg Trophy kämpften 12 Fahrer aus 6 Nationen. Im Mittelpunkt eines TV-Teams stand aber nur einer: Christian Hefenbrock – unser deutscher Speedwaystolz auf internationaler Ebene bei der Jun WM und Speedway EM. Er begann auch furios mit 4 Laufsiegen in Folge, doch gestand er vor dem Rennen, dass er sich mit einem üblen Muskelkater rumplage. War das vielleicht dann auch der Grund, dass sich im 4. Vorlauf einige Fahrfehler an den Kurvenausgängen einschlichen? Er kämpfte in diesem 10. Heat mehr mit sich als mit den Gegnern, behauptete aber dennoch sein Maximum. Seine erste Niederlage brachte ihm dann Tobias Busch bei, der in einem Gespräch vor dem Rennen erzählte, der Einladung des zur Zeit in Australien lebenden Alex Lieschke für 2 Wochen zu folgen. Der 18-Jährige revanchierte sich mit dem Heatgewinn über Hefe somit auch für den 2. Durchgang, als er im Dreikampf der bisherigen Laufsieger aus dem 1. Block Hefe und Matten Kröger unterlag. Insgesamt fuhr er aber neben seinem 3. Rang noch 4 weitere Laufsiege, was ihn zu einem ganz heißen Podestanwärter machte. Ebenfalls bestens sortiert war Showman Stephan Katt, der vor jedem Lauf wieder sein feuriges Intro los ließ. In den beiden Duellen gegen Hefenbrock unterlag er jeweils, doch zauberte er gegen den Rest der Konkurrenz immer wieder Laufsiege in die Arena. Lubos Tomicek entpuppte sich auch zu einen der ganz heißen Favoriten für das Finale. Er begann zwar nur mit einem 3. Rang, steigerte sich aber insgesamt auf 11 Zähler, die er auch Dank 2er Laufsiege zusammen sammelte. Das FinaleDiese 4 Fahrer bezogen also Platz am Finalband und es begann ein spannender Kampf der Mecklenburger Busch und Hefenbrock. Doch ausgangs der 3. Runde kam Hefe ins Trudeln, wurde von Catman mit einem gestreckten Bein aber vom Stürzen abgehalten und kämpfte bis zum Kurveneingang der letzten Runde mit der richtigen Sitzposition. Natürlich verlor er die Führung und reihte sich sodann hinter Busch, Katt und Tomicek wieder ein. Damit war der Tagessieg für Busch auch durch das Weiterzählen der Punkte perfekt vor Katt, Hefenbrock und Tomicek. Die Plätze 5-8Auf den weiteren Plätzen landeten Matten Kröger, der im Langbahnstyle durch die Kurven düste. Leider konnte er seinem Laufsieg aus dem 1. Durchgang keinen weiteren hinzufügen, kämpfte dafür aber wieder um jeden einzelnen Punkt. Aus Polen trat Daniel Pytel an. Dieser fast unbekannte junge Fahrer fiel durch sein Kämpferherz auf und belohnte sich bei seinem Neustadt-Debüt mit Rang 6. Ihm folgte Jannick de Jong, der sich vor keinem Zweikampf scheute und selbst nach einer Bodenprobe in „Null Komma Nichts“ wieder aufs Bike sprang. Das 2. Drittel in der Wertung schloss Ronnie Weis ab. Er schien sich 10. Heat leicht an der Hand verletzt haben, als es zusammen mit Marcin Sekula zu Boden ging. Nach dem Entwirren der Bikes durften beide wieder ans Band. Doch auch hier kam er ausgangs der Startkurve zu Sturz und musste zusehen, wie die Konkurrenz ohne Abbruch weiter die Runden beendeten. Die Plätze 9-12Auf Rang 9 rettete sich Enrico Janoschka, der im 3. Durchgang schon am Kurveneingang zu Fall kam. Auch er durfte am Rerun teilnehmen und musste die gleiche Situation erneut bestehen. Diesmal ging es aber ohne Bodenkontakt gut. Der Finne Tero Aarnio folgte dem werdenden Papa in der Wertung, allerdings verzichtete er nach seinem Crash im 4. Durchgang auf den Restart. Klaus Jakobsen fuhr unscheinbar seine Rennen ins Ziel und kam auf Rang 11. Schlusslicht war Sekula, der immer wieder aufzufallen wusste. Ausrutscher und kuriose Einlagen brachten ihm aber nicht mehr als 1 Punkte ein. Sieg von Papa und TochterIn der Gespannklasse gab es erneut einen Tagessieg der Matthijssens, allerdings stand William diesmal nur an der Bande. Papa Henk schnappte sich Nathalie und beide fuhren ähnlich souverän, wie man es von William und Nathalie gewohnt ist. William nur ZaungastWilliam erhielt von seinem Arzt Startverbot, da er am 05. 01. an seiner Hand operiert werden muss, die er sich 2005 bei einem Sturz in England zuzog. Im linken Handgelenk hat sich nun im Laufe der Zeit Knorpel gebildet, was nun entfernt werden muss. Er hofft, dass die vorrausgesagte Zwangspause aber nicht länger als 6 Wochen dauert. Wenn 2 sich streiten...Das interessanteste Duell - nämlich das der Niederländer gegen Stefan Radtke und Gerd Tubandt, die bis hier her ebenfalls 2 Laufsiege intus hatten, - wurde im 3. Durchgang ausgetragen. Doch wenn 2 sich streiten, freut sich der Dritte. Diese waren die selbsternannten Gladiatoren Uwe Zirbes und Peter Much. Eher in der Außenseiterrolle vermutet, überraschten sie sich selber mit diesem Laufsieg und feierten diesen gemeinsam mit dem Publikum auf ihre animierende Art und Weise. Kupplungsprobleme verhinderte packendes DuellFürs Finale reichte es für die Hessenmeister von 2003 aber nicht. In diesem fanden sich neben den Matthijssens und Radtke/Tubandt auch Arne Friskovec mit Jan Martin Wagner wieder. Da Jojo van der Werff und Erik van Dijk seit dem Training an ihrem kaputten Getriebe am Basteln waren, ging der Lauf gegen Radtke als Duell über die Bühne. Man erwartete und erhoffte sich einen Zweikampf der Extraklasse, denn waren die NBM-Sieger ebenfalls sehr gut unterwegs. Doch am Start bekamen die Schleswig-Holsteiner Probleme mit der Kupplung und der Einlauf später im Ziel war jetzt schon eine klare Sache. Das FinaleMit 7 Punkten zogen Henk und Nathalie auch die Kreise ins Ziel und gewannen das Debüt-Meeting in dieser Konstellation. Ihnen eng auf den Fersen waren aber zunächst Arne und Jan Martin, bis, ja bis eine Runde später der Griff unter die Verkleidung ging. Der Methanolhahn war nicht geöffnet und obwohl sie weiterfuhren konnten, waren Stefan und Gerd auf Rang 2 schon weit enteilt. (Die Ohren hat Arne für dieses Malheur dann aber im Fahrerlager nach der Siegerehrung von mir persönlich lang gezogen bekommen...) Platz 4 ging an die Gladiatoren Zirbes / Much vor den Dänen Tim Larsen und Lars Plesnar. Van der Werff und van Dijk bekamen ihr Getriebe für den letzten Durchgang wieder flott, doch gingen sie in diesem Lauf ohne Punkt aus dem Rennen. Heimvorteil genutztVor einem Jahr gab es von Jörg und Steffen Bornfleth das Abschiedsrennen in Neustadt Dosse in der Gespannklasse. In diesem Jahr traf man wieder auf das Team, allerdings in einer ganz anderen Konstellation. Der Beifahrer wurde Fahrer, der Mechaniker zum Beifahrer und das Material schrumpfte von 500 auf 100 Kubik. In der sogenannten Simsonklasse traten Steffen Bornfleth und Dirk Schulze als Lokalheros in die Manege und lieferten sich vor allem mit dem schon fast im Rentenalter befindlichen Hermann Hein und sein in den Kurven akrobatisch aussehenden Beifahrer Robert Thomas mehr als einen heißen Ritt. Diese 2-Takt Duelle endeten 2:1 für Bornfleth / Schulze, die damit auch auf den obersten Podest standen. Auf Rang ging es dann fast kampflos für Ralf Simon und Mario Rosenhagen aus. Kampflos deshalb, da sie zum einen nicht in das Duell der Giganten eingreifen konnten und zum anderen da Holger Maschke und Frank Schnepf schon am Ende der ersten Ecke des ersten Heats ihr Gespann in der Holzbande parkten und die nun verbogene Aufhängung des Beiwagenrades nicht mehr gerichtet bekamen. Kruse gegen DänemarkWer ist die schnellste Maus von Mexiko? - Speedy Gonzales! Und wer sind die Kids, die auf 50ccm ums Oval düsten? Die 4 jungen Teilnehmer des Speedy Gonzales Cups. André Kruse, als einziger Teilnehmer, der nicht auf einem Microbike unterwegs war, traf hierbei auf 3 Dänen, die atemberaubend schnell und stilsicher ums Oval fegten. Am Ende hatte André aber keine Chance gegen die aus Dänemark ganz anders geförderten Nachwuchspiloten. Da half es auch nicht, dass er sich im letzten Heat als Weihnachtsmann verkleidete. Frederick, Nicklas und Peter hatten keine Erfurcht vor dem Weihnachtsmann und fuhren ihm vor der Nase, obwohl André ein großes Kämpferherz zeigte. Frederick Jakobsen, der kleine Cousin des in der Big Wigg Trophy startenden Klaus Jakobsen, siegte im 2:1 Schlagabtausch vor Nicklas Clausen. Peter Clement wurde Dritter und auch André bekam bei der Siegerehrung eine Medaille sowie Schoko-Weihnachtsmann. Die ErgebnisseDas Neustadt-Dosse FazitNegativ: Vor den Verpflegungsstellen bildeten sich meterlange Schlangen, weil es einfach zu lange dauerte, bis die Bestellungen abgearbeitet wurden. Insgesamt gesehen waren die Fans von diesem Event nicht ganz so begeistert wie in den letzten Jahren. Der „Wow-Effekt“ fehlte, dennoch... Positiv: ... hatten das Team von Speed-Event wieder in den Pausen etwas fürs Auge. Diesmal wurde mit einem feuerspukendem Muskelpaket auch an die Frauen gedacht. Einen besseren Darsteller als Startmarshall Holger Jasper in der Rolle des Kaiser Julius Caesar hätte es nicht geben können. Er fühlte sich in seinem Kostüm sichtlich wohl und sorgte auch mit kleinen Tanzeinlagen in den Pausen für Unterhaltung. |