Indoorspeedway in Schwerin,
18.03.2006

Heimsieg für Mathias Schultz beim Schweriner Hallenspeedway

Von Horst Kaiser

Schwerin: Für den 21-jährigen deutschen Speedwaymeister Mathias Schultz war nach der Hallenspeedwaypremiere in der Sport- und Kongresshalle seiner Heimatstadt die Welt in Ordnung, denn bei seinem Sieg in der mit 3.000 Zuschauern gut gefüllten Halle gab er nur einen einzigen Punkt gegen das polnische Talent Darek Fijakowski als Tagesdritten ab.
Den zweiten Platz auf dem Siegerpodest nahm der Finne Tero Aarnio ein, der sich immer mehr als ein Hallenspezialist präsentiert. Nach den Junioren Kevin Wölbert vom MC Güstrow und Tobias Busch aus Stralsund musste sich der Topfavorit Stephan Katt nach einem Lauf mit null Punkten mit dem sechsten Platz begnügen. „Es war schon begeisternd wie mich das Publikum heute hier zum Sieg getrieben hat ,“ sagte „Matze“ bei der Siegerehrung.

Ca. 80% der Zuschauer waren erstmals bei einem Speedwayrennen dabei und da bleibt zu hoffen, dass sie Gefallen an diesem Sport gefunden haben und auch bei den kommenden Freiluftrennen den Weg eines der Speedwaystadien finden. Die Rennvorbereitung des Rennen war ein Kraftakt, denn nach dem Handball-Bundesligaspiel am Mittwoch blieben dem Veranstalter nur zwei Tage rund um die Uhr, um die 130 Meter lange Bahn mit einem Sand-Lehmgemisch von ca. 200 t zu bauen und das ist hervorragend gelungen.

Eine Aktion am Rande des Geschehens begeisterte, denn im elften Lauf des Tages drohte das Aus für Kevin Wölbert. Buchstäblich in letzter Sekunde vor dem Start brachte ihm sein Freund Tobias Busch seine Maschine auf die Bahn. „Es war für mich selbstverständlich, denn das hätte Kevin für mich in einer ähnlichen Situation genauso gemacht und schön war es ja auch zu sehen, wie er meine Reservemaschine zum Sieg geführt hat.“ kommentierte „Tobi“ den Vorgang.

Sportlich konnten die Seitenwagen nicht ganz mit dem Niveau der Solisten mithalten, aber spannend waren die Rennen dennoch. Vielleicht war der Ehrgeiz bei dem Hallenspektakel, der auch Spaß rüber bringen sollte, speziell bei späteren Tageszweiten Mathias Wölk/Stefan Radtke aus Schwerin doch wohl zu groß.
Zahlreiche Stürze führten immer wieder zu Laufwiederholungen und leider verletzte sich dabei Angelika Mössner aus Trauchgau im Allgäu, die gemeinsam mit ihrem Mann Harald startete. Beide waren zuvor in drei Läufe unbezwungen und büssten so ihre Siegchance ein. Sieger wurden Klaus-Dieter Kresin/Enrico Labudda aus Teterow, die eigentlich ihre Laufbahn schon beendet haben und auf dem dritten Rang landete die Dänen Sven-Ove Nielsen/Lizeth Christiansen.

Vier siebenjährige Dänen begeisterten bei ihren drei Läufen auf 50 ccm-Maschinen nicht nur die „Muttis“ unter den Zuschauern, zumal der Sieg von Niklas Clausen hart umkämpft war. Ihre Siegerehrung wurde vom bisher einzigen deutschen Speedwayweltmeister Egon Müller aus Kiel durchgeführt.
Im Rahmenprogramm präsentierten Quad- und Moto-Cross-Fahrer aus Mecklenburg-Vorpommern ihr Können auf der ungewohnt kurzen Bahn. Das Rennen in der Sport- und Kongresshalle verspricht keine „Eintagsfliege“ zu bleiben, denn es machte Appetit auf mehr.

Fotos: Jörg Gaedtke

   
         
   
         
   
         

Int. Soloklasse
#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Pkt
Platz
1
Mathias Schultz
3
3
3
2
3
14
1.
4
Tero Aarnio
2
2
3
3
2
12
2.
6
Darek Fijalkowski
3
0
2
3
3
11
3.
7
Kevin Wölbert
1
1
2
3
3
10
4.
9
Tobias Busch
2
3
2
1
1
9
5.
5
Stephan Katt
2
3
1
0
2
8
6.
2
Morten Gorm
1
2
3
D
2
8
7.
10
Jörg Tebbe
3
S
0
2
1
6
8.
11
Matej Kus
1
1
1
1
1
5
9.
3
Roberto Haupt
0
2
0
2
0
4
10.
12
Klaus Jacobsen
0
1
1
1
0
3
11.
13
Martn Ernst
0
0
0
0
12.
8
Sergej Malyshev
0
0
N
N
N
0
13.

Int. Gespannklasse
#
Team Nat
1
2
3
4
5
6
7
Pkt
Platz
5
Kressin
1
1
1
1.
5
1.
1
Wölk
2
2
0
2.
5
2.
2
Nielsen
1
1
2
3.
4
3.
4
Mössmer
2
2
2
S
6
4.
6
Zwetsch
0
0
1
1
5.
3
Kaczmarek
0
0
0
0
6.

Mikrobikes aus Dänemark
#
Name 1 2 3 Pkt Platz
1
Frederick Jacobsen
0
0
0
0
4.
2
Nicklas Clausen
3
2
3
8
1.
3.
Mikkel Granberg
1
1
1
3
3.
4
Martin S. Hansen
2
3
2
7
2.